Die Wirksamkeit von Ausdauertraining bei Übergewicht

Zwei wissenschaftliche Studien


Hausarbeit, 2013

19 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

1 Diagnose

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

1.1.1 Anamnese

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1.2 Bewertung Blutdruck und Ruhepuls

Der Blutdruck hat einen Wert von 132/85 mmHg und ist als hochnormal (Normalblutdruck - Normotonie)zu bewerten. Die Einstufung erfolgte mit nachstehender Tabelle aus dem Studienbrief „ Medizinische Grundlagen“ (Israel et al.,2011, S.257). Die Werte der Kundin sind hervorgehoben.

Tabelle 2: Klassifikation der Blutdruckwerte Eigene Darstellung nach Israel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Ruhepuls kann als ein wichtiger Indikator zur Beurteilung des Ausdauerleis- tungszustandes herangezogen werden. Im Allgemeinen gilt: umso höher der Ru- hepuls, desto schlechter ist der körperliche Leistungszustand. Der Durchschnitts- bürger hat einen Ruhepuls von 60-80 S/min. Damit liegt Kundin, mit einem Ru- hepuls von 69 Schlägen/min genau in der Mitte( vgl. Israel et al.,2012, S. 43).

1.1.3 Bewertung der weiteren biometrischen Daten

Der BodyMassIndex (kurz:BMI) der Kundin wird mit 30,41 von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) als stark übergewichtig eingestuft. Ab einem BMI von > 25 sollte ein Trainingsziel beinhalten den BMI in einen gesundheitlich unbedenklichen Bereich zu bringen (< 25) und somit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich zu senken. Ein weiterer wichtiger Aspekt zur Beurteilung der Körperzusammensetzung ist die Bestimmung des Körperfettgehaltes. Anhand der Daten der Kundin lässt sich erkennen das der BMI und der Körperfettgehalt in engen Zusammenhang stehen. Mit steigendem Körpergewicht, also auch BMI, steigt auch der Körperfettgehalt. Die Kundin hat einen Körperfettanteil von 38,4 %, was sehr hoch ist.

Tabelle 3: Altersabhängiger BMI für Frauen (eigene Darstellung).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Bewertung des Körperfettgehalts nach WHO(Eigene Darstellung).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aus der Umfangsmessung von Taille und Hüfte kann der Taillen-Hüft-Quotient (kurz: THQ) errechnet werden. Die Kundin hat einen THQ von 0,85. Demnach ist ihr gesundheitliches Risiko als leicht erhöht bis hoch einzustufen.

1.2 Leistungsdiagnostik / Ausdauertestung

1.2.1 Begründung des ausgewählten Fahrradergometertests

Die Kundin ist 23 Jahre alt,170 cm groß und wiegt 91 kg. Ihr BMI beträgt 30,41 bei einem Körperfettgehalt von 38,4%. Von Beruf ist sie Einzelhandelskauffrau bei überwiegender sitzender Tätigkeit. Sie fängt bei Stress an zu Essen. Sportli- che Aktivität hat für sie in ihrem Leben bisher keinerlei Bedeutung gehabt. Dar- auf lässt auch ihr Ruhepuls schließen, welcher mit 69 S/min zwar im normal Be - reich liegt, aber auf einen mäßigen Leistungszustand deutet. Da die ermittelten Parameter zur Festlegung des körperlichen Leistungszustandes sich fast alle im schlechten bis sehr schlechten Bereich befinden, ist bei der Kundin mit einer schlechten Belastbarkeit zu rechnen. Anhand der Ergebnisse der Eingangsbefra- gung sowie unter Berücksichtigung der Parameter Geschlecht, Alter, Trainings- zustand und Ruheherzfrequenz erfolgt die Voreinstufung der Kundin. Aus der Ta- belle zu Ruheherzfrequenz und Lebensalter lässt sich die Zielpulsfrequenz von 145 S/min ermitteln, welches gleichzeitig als Abbruchkriterium des Tests dient.

Als Belastungsschema wähle ich für die Kundin den WHO-Test, da dieser für leistungsschwächere (untrainierte Frauen, ältere Personen und Übergewichtige) geeignet ist. Der WHO-Stufentest wird auf dem Fahrradergometer submaximal durchgeführt, was eine Überlastung ausschließen lässt und als Allroundgerät op- timal für jeden Sporttyp einsetzbar ist. Das Ergebnis des Tests ermöglicht neben der Beurteilung der Ausdauerleistungsfähigkeit auch die Ableitung von individu- ellen Trainingsempfehlungen (vgl. Reiß et al.,2012, S.82). Hierzu wird aus der linken Spalte der Normwertabelle die Intensität ermittelt,welcher sich aus der er- brachten relativen Watt-Soll-Leistung und dem entsprechenden Intensitäts- bzw. Belastungsfaktor ermittelt. Im Anschluss wird dieser Belastungsfaktor in die IP- N-Formel zur Berechnung der optimalen Trainingsherzfrequenz eingesetzt.

Ein weiteres Argument für den IPN-Test ist die einfache Durchführung, der geringe Zeitaufwand, der interindividuelle Leistungsvergleich sowie der intraindividuelle Leistungsvergleich in Hinblick auf den Re-Test.

1.2.2 Durchführung und tabellarische Darstellung des Testablaufs

Tabelle 5: Testverlauf nach WHO (Eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.3 Bewertung der Testergebnisse anhand entsprechender Normwerte

Die Kundin hat insgesamt fünf Belastungsstufen vollständig durchfahren (einschließlich 125 Watt). Auf der sechsten Belastungsstufe (150 Watt) hat sie nach einer Minute (elfte Testminute) die definierte Pulsobergrenze von von 145 S/min erreicht. Schließlich wurde der Test nach der zwölften Minute bei 150 Watt und einem Puls von 153 S/min beendet.

Die Gesamtleistung der Kundin liegt bei 130 Watt. Die relative Ist-Leistung (Watt/kg) beträgt 1,43 Watt/kg Körpergewicht (130 Watt : 91 kg ). Die erbrachte Leistung wird mit der Norm-Soll-Leistungstabelle für das entsprechende Ge- schlecht und Alter verglichen. Es ergibt sich eine unterdurchschnittliche Ausdau- erleistungsfähigkeit.

Die empfohlene optimale Trainingsherzfrequenz für Laufen/Walker, Stepper und Crosstrainer wird auf Grundlage der IPN-Formel berechnet und stellt eine modifizierte KARVONEN-Formel dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Gesundheits­ und Leistungsstatus der Person

In Hinblick auf die Belastbarkeit und Trainierbarkeit der Kundin lassen sich folgende Rückschlüsse ziehen.

Die Auswertung der biometrischen Daten hat ergeben, dass die Kundin sich ins- gesamt in einer eher schlechten Konstitution befindet. Sie hat zwar bisher keine körperlichen Beschwerden,mit Ausnahme dass sie schnell „ausser Puste“ ist. Das Ausdauertraining wird bei der Kundin positive Effekte hinsichtlich des Blut- drucks von hochnormal in den normalen Bereich erzielen. Es sind insgesamt gute Effekte zu erwarten da sie Trainingsbeginnerin ist. Das Ausdauertraining wird mit entsprechender Umstellung der Ernährung positive Effekte auf das Gewichts- management erzielen durch den gesteigerten Kalorienverbrauch (2-3 mal wö- chentlich, mit steigender Belastung). Dies hat eine Senkung des BMI sowie des Körperfettanteils zur Folge.

Allgemein betrachtet wird der Kundin das Training sehr wahrscheinlich zu Beginn noch relativ schwer fallen (innerer Schweinehund), jedoch zunehmend leichter. Der erste Re-Test ist nach zwei Mesozyklen angesetzt um die fortgeschrittene Leistung zu dokumentieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die Wirksamkeit von Ausdauertraining bei Übergewicht
Untertitel
Zwei wissenschaftliche Studien
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Veranstaltung
Ausdauerorientiertes Training
Note
1,4
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V271981
ISBN (eBook)
9783656630432
ISBN (Buch)
9783656630425
Dateigröße
545 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirksamkeit, ausdauertraining, übergewicht, zwei, studien
Arbeit zitieren
Katherina Schumacher (Autor), 2013, Die Wirksamkeit von Ausdauertraining bei Übergewicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271981

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