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Der Einfluss der Stasi auf Jugendliche in der Schule

Der Alltag von jugendlichen IMs und die Auswirkungen auf ihre Mitschüler

Title: Der Einfluss der Stasi auf Jugendliche in der Schule

Term Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Mühlbach (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Das Ministerium für Staatssicherheit gilt heute als Symbol für das unterdrückte und überwachte Leben in der Diktatur des zweiten deutschen Staates. Die Stasi war der verlängerte Arm der Partei, sie sicherte die Macht der SED um jeden Preis. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 versuchte sie, einen Staat zusammen zu halten, in dem sie ein System der Angst, des gegenseitigen Misstrauens und des Verrats installierte. Schätzungsweise 173.000 inoffizielle Mitarbeiter gab es im Jahr 1989 kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Sie waren angehalten Freunde und Mitmenschen zu überwachen und ihre Geheimnisse, ihre Ängste und Freuden der Stasi preis zu geben.
Heute ist das Bedürfnis der gesamtdeutschen Bevölkerung groß, die Verbrechen des MfS zu rekonstruieren und aufzudecken. Über sechs Millionen Anträge auf Akteneinsicht gingen bei der Bundesbehörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen bis heute ein. Bespitzelte sichten ihre Akten, IMs stellen sich ihrer Vergangenheit. 2006 zieht es die Zuschauer ins Kino um „Das Leben der Anderen“ zu sehen. Ein Drama über einen IM und die Familie, die er bespitzelte.
Die Verbrechen des Ministeriums für Staatssicherheit umfassten unzählige Facetten der Unmenschlichkeit, betreffen eine nicht definierbare Vielzahl an Personengruppen und waren vielfältig in ihrer Intensität. Moralisch besonders verwerflich und zumindest medial bislang wenig thematisiert ist der Missbrauch von Minderjährigen durch das Ministerium für Staatssicherheit. Zirka 6% aller Inoffiziellen Mitarbeiter waren minderjährig; das entspricht etwa 6.000 bis 10.000 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren. Sie bespitzelten ihre Freunde und Klassenkameraden teils freiwillig, oft jedoch unter massivem Druck und unter dem Einsatz von Erpressung. Sie leisteten ihren Beitrag zum Kampf der Stasi, gegen die vermeintlichen Staatsfeinde. Die Folgen waren zerstörte Freundschaften, missbrauchtes Vertrauen und langjährige, beziehungsweise dauerhafte Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit der Betroffenen.
Häufig wurden die Jugendlichen in ihrer Schule angeworben. Ein Raum der für viele neben der FDJ oder anderen Freizeitgestaltungenden am meisten für die Entwicklung intensiver Freundschaften prädestiniert war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung und Fragestellung

1.2 Das Schulsystem der DDR und die dessen Bindung an die SED

1.3 Einfluss der Stasi innerhalb des Schulsystems

2. Hauptteil

2.1 Personenverzeichnis

2.2 Tätigkeiten der jugendlichen IMs

2.3 Folgen für den eigenen Alltag und den der Mitschüler

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) auf den schulischen Alltag von Jugendlichen in der DDR. Dabei wird insbesondere analysiert, wie die Anwerbung Minderjähriger als Inoffizielle Mitarbeiter (IMs) nicht nur das Vertrauensverhältnis innerhalb von Schulklassen und Freundeskreisen zerstörte, sondern auch psychische und soziale Folgen für die betroffenen Jugendlichen selbst nach sich zog.

  • Strukturen und Strategien der Stasi zur Anwerbung minderjähriger IMs an DDR-Schulen.
  • Die Rolle des SED-kontrollierten Schulsystems als Umfeld für Überwachung und Indoktrination.
  • Psychologische Mechanismen bei der Instrumentalisierung Jugendlicher durch Führungsoffiziere.
  • Konsequenzen der Stasi-Mitarbeit für das soziale Umfeld, die schulische Laufbahn und die psychische Gesundheit der Betroffenen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung und Fragestellung

Das Ministerium für Staatssicherheit gilt heute als Symbol für das unterdrückte und überwachte Leben in der Diktatur des zweiten deutschen Staates. Die Stasi war der verlängerte Arm der Partei, sie sicherte die Macht der SED um jeden Preis. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 versuchte sie, einen Staat zusammen zu halten, in dem sie ein System der Angst, des gegenseitigen Misstrauens und des Verrats installierte. Schätzungsweise 173.000 inoffizielle Mitarbeiter gab es im Jahr 1989 kurz vor dem Zusammenbruch der DDR. Sie waren angehalten Freunde und Mitmenschen zu überwachen und ihre Geheimnisse, ihre Ängste und Freuden der Stasi preis zu geben.

Die Verbrechen des Ministeriums für Staatssicherheit umfassten unzählige Facetten der Unmenschlichkeit, betreffen eine nicht definierbare Vielzahl an Personengruppen und waren vielfältig in ihrer Intensität. Moralisch besonders verwerflich und zumindest medial bislang wenig thematisiert ist der Missbrauch von Minderjährigen durch das Ministerium für Staatssicherheit. Zirka 6% aller Inoffiziellen Mitarbeiter waren minderjährig; das entspricht etwa 6.000 bis 10.000 Jungen und Mädchen unter 18 Jahren. Sie bespitzelten ihre Freunde und Klassenkameraden teils freiwillig, oft jedoch unter massivem Druck und unter dem Einsatz von Erpressung. Sie leisteten ihren Beitrag zum Kampf der Stasi, gegen die vermeintlichen Staatsfeinde. Die Folgen waren zerstörte Freundschaften, missbrauchtes Vertrauen und langjährige, beziehungsweise dauerhafte Beeinträchtigungen der psychischen und physischen Gesundheit der Betroffenen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Stasi-Überwachung in DDR-Schulen ein und erläutert die Forschungsfrage, die sich mit dem Missbrauch minderjähriger Inoffizieller Mitarbeiter (IMs) befasst.

2. Hauptteil: Der Hauptteil bietet ein Personenverzeichnis, beschreibt die konkreten Methoden der IM-Tätigkeiten und analysiert die tiefgreifenden sozialen sowie gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Jugendlichen und ihr schulisches Umfeld.

3. Fazit: Das Fazit bewertet das Rekrutieren jugendlicher IMs als schwerwiegenden psychischen Missbrauch und plädiert für eine intensivere Aufarbeitung dieses Themas im Geschichtsunterricht.

Schlüsselwörter

DDR, Staatssicherheit, Stasi, Inoffizielle Mitarbeiter, IM, Jugendliche, Schule, SED, Überwachung, Zersetzung, Missbrauch Minderjähriger, Sozialismus, DDR-Schulsystem, Zeitzeugen, psychische Folgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von minderjährigen Inoffiziellen Mitarbeitern (IMs) an DDR-Schulen und wie das Ministerium für Staatssicherheit diese Jugendlichen instrumentalisierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören das DDR-Schulsystem, die Anwerbestrategien der Stasi, der Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu Führungsoffizieren und die psychischen Folgen für die jungen IMs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, inwiefern die Stasi den schulischen Alltag von Jugendlichen beeinflusste und welche Auswirkungen die IM-Tätigkeit sowohl auf die angeworbenen Jugendlichen als auch auf deren Mitschüler hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse verwendet?

Es werden wissenschaftliche Sekundärliteratur und zeitgenössische Selbstzeugnisse betroffener ehemaliger IMs und Lehrer ausgewertet, um die Mechanismen und Schicksale zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der betroffenen Personen, die Erläuterung der IM-Tätigkeiten und die Analyse der kurz- sowie langfristigen Folgen der Überwachungstätigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stasi, Inoffizielle Mitarbeiter (IM), DDR-Schulsystem, Indoktrination, psychische Folgen und Missbrauch Minderjähriger beschreiben.

Wie ging die Stasi bei der Anwerbung von Schülern konkret vor?

Die Anwerbung fand oft unter massiven Druck oder Erpressung statt, wobei gezielt persönliche Schwächen oder der Wunsch nach beruflicher Zukunftssicherung ausgenutzt wurden.

Welche Rolle spielte die "Kumpel-Atmosphäre" bei der IM-Tätigkeit?

Führungsoffiziere präsentierten sich als verständnisvolle Freunde, um das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, sie in die Ideologie einzubinden und sie emotional an die Stasi zu binden.

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Details

Title
Der Einfluss der Stasi auf Jugendliche in der Schule
Subtitle
Der Alltag von jugendlichen IMs und die Auswirkungen auf ihre Mitschüler
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Kulturwissenschaften / Geschichtswissenschaften)
Course
"Die Kultur des Alltags in der Zeit der deutschen Zweistaatlichkeit"
Grade
1,0
Author
Sandra Mühlbach (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V272004
ISBN (eBook)
9783656635642
ISBN (Book)
9783656635635
Language
German
Tags
DDR Stasi Ministerium für Staatssicherheit IMs Inoffizielle Mitarbeiter Bespitzelung Zersetzung Schüler Schule Zeitzeugen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Mühlbach (Author), 2013, Der Einfluss der Stasi auf Jugendliche in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272004
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