Unser Schulhof soll schöner werden. Entwicklung eines Konzepts für einen offiziellen Brief an die Kooperationsgruppe der Schule anhand differenzierender Stationen


Unterrichtsentwurf, 2014

40 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhalt

Situationsanalyse
Situation der Klasse
Lehr- und Lernmethoden
Vorerfahrungen zum Unterrichtsgegenstand

Sachanalyse
Brief
Schulhof

Didaktische Überlegungen
Verankerung des Themas im Lehrplan
Begründung des Themas
Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
Analyse der Stationenblätter

Ziele dieser Unterrichtsstunde
Methodische Analyse
Begrüßung und Abschied Motivationsphase
Erarbeitungs- und Vertiefungsphase
Sicherungsphase

Verlaufsplan

Literatur und Bildquellen

Anhang

Situationsanalyse

Das ### liegt im Süden des Landkreises Heilbronn in ###, einer Gemeinde mit rund ### Einwohnern.

Das Schulzentrum besteht aus einer Grund- und Werkrealschule, die zum Schuljahr 2013/2014 zu einer Gemeinschaftsschule geworden sind. Auch Teil des Schulzentrums ist die ###. Zusammen mit der Grundschule ### und der Förderschule ### ist das Schulzentrum eines der Bildungseinrichtungen in der Gemeinde. 430 Schülerinnen und Schüler aus ### und den umliegenden Orten besuchen die Gemeinschaftsschule, davon 252 die Primarstufe und 178 die Sekundarstufe. An der überwiegend dreizügigen Grundschule und der zweizügigen Werkrealschule mit einzügiger fünfter und sechster Klasse unterrichten 37 Lehrerinnen und Lehrer.

Situation der Klasse

In der Klasse 6a lernen 22 Schülerinnen und Schüler, 13 Jungen und neun Mädchen. Die Klasse ist seit Schuljahresbeginn stetiger Veränderung ausgesetzt. So kamen im November ### aus Rumänien und im Januar ### aus Syrien neu hinzu. Beide Kinder sprechen kein Deutsch. Die Verständigung mit ### erfolgt noch weitestgehend auf Englisch. Sie ist sehr bemüht, mehr und mehr aktiv am Unterricht teilzunehmen. ### hat in den vergangenen Wochen die lateinischen Schriftzeichen und erste deutsche Wörter kennen gelernt. ### aus Polen ist seit letztem Schuljahr in der Klasse. Ihre Sprachfähigkeiten haben sich in den vergangenen Monaten merklich verbessert. Die ausländischen Schüler erhalten mehrmals in der Woche Deutschförderunterricht („Sprachbad“), der sich zeitlich teilweise mit den Deutschstunden überschneidet. Die hier diskutierte Unterrichtsstunde fällt zeitlich mit dem Sprachbad zusammen, so dass ###, ### und ### nicht anwesend sind.

Zum Halbjahr sind zwei Mädchen auf die Realschule gewechselt. Nach den Faschingsferien wuchs die Klasse mit ### und ### noch einmal an. Zum einen ist die Klassenzusammensetzung somit monatlich im Wandel, zum anderen wurden Lehraufträge neu vergeben, weil die ehemalige Klassenleiterin auf Grund einer Schwangerschaft nicht weiter unterrichten konnte. Dies hat zu merklicher Unruhe in der Klasse geführt.

Im Allgemeinen ist die Spanne der Aufmerksamkeit in der Klasse relativ kurz. Die Sitzordnung muss so gestaltet sein, dass Schülerinnen und Schüler sich auf unterrichtsrelevante Inhalte konzentrieren können1. Die Tische sind in Reihen angeordnet, so dass ein frontaler Blick zur Tafel möglich ist. Jungen und Mädchen sitzen im Wechsel, weil dadurch viele private Gespräche unterbunden werden können. Möglichkeiten der Bewegung im Klassenzimmer werden schnell genutzt, um andere abzulenken.

Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass die Lehramtsanwärterin sehr großen Wert auf effektiv genutzte Unterrichtszeit legt. So wird Zeit, welche im Klassenverband anderweitig als für unterrichtsrelevante Inhalte genutzt wird, sofort mit einer Strafminute durch einen Strich an der Tafel geahndet. Diese Zeit wird dann an die Unterrichtszeit angehängt. Verstöße gegen die Hausordnung (Handybenutzung, Kaugummikauen) werden unkommentiert durch Entzug der Sache bestraft.

Neben den Kindern, die zusätzlichen Unterricht in Deutsch als Zweitsprache erhalten, gibt es auch einige Schüler mit Migrationshintergrund, etwa ###, ### und ###.

### und ### können als sehr leistungsstarke Schülerinnen betrachtet werden, arbeiten aber spürbar weniger aktiv im Unterricht mit, seit zwei ehemalige Schülerinnen auf die Realschule gewechselt sind. Außerdem sind ###, ### und ### leistungsstarke Schülerinnen im Schriftlichen und Mündlichen.

Obwohl ### als Schüler mit guten Fähigkeiten angesehen werden kann, fällt es ihm momentan zunehmend schwer, über längere Arbeitsphasen hinweg konzentriert zu arbeiten. Grundsätzlich schöpfen vor allem Schüler wie ###, ###, ###, ### und andere ihr volles Leistungspotenzial nicht aus, weil sie sich nur schwer und oberflächlich auf Unterrichtsinhalte einlassen (können).

### ist im letzten Schuljahr aus der Förderschule in die Klasse gekommen und kann seit einem Jahr einfache Texte lesen. Er ist gut in die Klasse integriert und hat einige Freunde, mit denen er auch die Freizeit verbringt. Er ist fleißig und zuverlässig und erledigt alle ihm auferlegten Aufgaben bestmöglich. Mündlich beteiligt er sich nicht am Unterricht, wozu die Lehramtsanwärterin ihn aber immer wieder ermutigt.

Im Großen und Ganzen sind die Leistungsspanne und das Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler somit breit gefächert. Der Unterricht muss so gestaltet sein, dass Angebote gemacht werden, von denen sich alle Kinder auf ihrem individuellen Niveau angesprochen fühlen.

Lehrperson

Die Lehramtsanwärterin hat die Klasse im Juni 2013 kennen gelernt und unterrichtet sie seit Beginn des Schuljahres im Fach Deutsch an drei Tagen in der Woche in Doppelstunden. Die aus dem Studium des Deutschen als affines Fach erlangten basalen Grundlagen hat sie vor allem zu Beginn des Schuljahres mit ihren Erfahrungen als ehemalige Gymnasiastin und ihrem Wissen als Fremdsprachenlehrkraft ergänzt. Dies hat trotz intensiver Einarbeitung in die Inhalte oft zu überzogenen Erwartungen an die Schülerinnen und Schüler und zu großer Steuerung von Unterrichtsgesprächen geführt. Mittlerweile gelingt es der Lehramtsanwärterin besser, den Unterricht an den vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu orientieren und kleinschrittiger sowie praxisbezogener zu arbeiten. Sie hat auch erkannt, dass erzieherisches Wirken in der Werkrealschule einen noch größeren Stellenwert als erwartet einnehmen muss. So wird immer wieder das Entschuldigen (zum Beispiel beim Zuspätkommen oder auf Grund des Toilettengangs) und Rücksichtnahme (beispielsweise das leise Zurückkehren von der Toilette) geübt. Besonders zu Beginn des Schuljahres wurde ein großer Fokus darauf gelegt, die Regeln der Schule (insbesondere die Hausordnung) zu besprechen. Aktuell ist die Nichterledigung von Hausaufgaben eine Problematik, die immer wieder thematisiert wird. Dabei wird vor allem an die Einsicht der Schülerinnen und Schüler appelliert und der Nutzen und Zweck verdeutlicht. Die Erledigung wird gelobt und positiv verstärkt.

Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 6a ist herzlich, aber bestimmt. Klare Regeln einerseits, aber auch die Zeit für Spaß und Neckereien im Unterricht haben zu einer guten Beziehung zu den Kindern in der Klasse geführt.

Lehr- und Lernmethoden

Der Unterricht erfolgt im Großen und Ganzen sehr lehrerzentriert mit vielen einzelnen Arbeitsphasen. Das selbstständige Arbeiten bereitet vielen Schülerinnen und Schülern noch große Mühe. So werden immer wieder Übungen bereitgestellt, welche das genaue Lesen von Arbeitsanweisungen und das individuelle Einlassen auf Unterrichtsinhalte trainieren sollen, da dies dem Großteil der Klasse Schwierigkeiten bereitet.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten sehr gern mit einem Partner oder in Gruppen zusammen. Dabei können viele Kinder mit konkreten Aufgaben besser umgehen als mit offenen, kreativen Aufträgen.

Die Konzentrationsfähigkeit vieler Schülerinnen und Schüler ist sehr kurz, so dass konzentriertes Arbeiten nur über überschaubare Zeiträume erfolgreich ist.

Ein großer Fokus liegt seit Schuljahresbeginn auf dem aktiven Zuhören, weil damit auch das Konzentrationsvermögen trainiert werden soll. Die Schülerinnen und Schüler üben an Hand von Lese- und Tabuspielen, in gemeinsamen Gesprächen und beim Vorlesen von Büchern das globale Hören und Hören nach Detail.

Das regelmäßig stattfindende Ritual des „Verb des Tages“, bei dem ein bestimmtes Verb in verschiedenen Zeitformen konjugiert wird, ermöglicht eine schnelle Aktivierung der Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Unterrichtsstunde und erlaubt jedem Erfolgserlebnisse. Somit können auch die ausländischen Schülerinnen und der ausländische Schüler miteinbezogen werden und ihr bereits vorhandenes Wissen zeigen. Zudem ist die Sprachbetrachtung, ein Bereich, der vielen Kindern große Mühe bereitet, und die Entwicklung des Sprachbewusstseins neben anderen Aktivitäten ein regelmäßiger Teil des Unterrichts.

Am Ende der Unterrichtsstunde steht seit Kurzem auch immer wieder eine gemeinsame Reflexionsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler für sich selbst kurz überlegen sollen, welche Inhalte der Stunde sie als neues Wissen einstufen („Das nehme ich mir heute mit“), welche Fragen noch offen bleiben („Das ist mir noch unklar“) und im Zusammenhang damit auch Wünsche für die nächste Stunde formulieren sollen („Das wünsche ich mir für die nächste Stunde“). Diese Reflexion ermöglicht es der Lehrkraft, ein direktes und zeitnahes Feedback zu ihrem Unterricht zu erhalten und Folgestunden auch danach auszurichten, inwiefern Inhalte noch nicht verstanden worden sind und einer Wiederholung und Vertiefung bedürfen. Den Schülerinnen und Schülern dient die Reflexion dazu, sich zunehmend bewusster mit ihrem eigenen Lernen zu beschäftigen und über das Lernen auch nachdenken zu lernen. Aus eigenen Beobachtungen hat die Lehramtsanwärterin den Schluss gezogen, dass unbefriedigende Arbeitsergebnisse ihrer Schülerinnen und Schüler manchmal aus Unwissenheit über Lernstrategien erwachsen und zum Teil durch Unlust, Müdigkeit und familiäre Probleme bedingt sind. Die Reflexionsphase am Ende des Deutschunterrichts bahnt eine intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernen an und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern nicht zuletzt, Teil dieses Lernprozesses zu werden (beispielsweise indem sie Wünsche für die folgenden Unterrichtsstunden äußern).

Vorerfahrungen zum Unterrichtsgegenstand

Die Arbeit an Stationen und das selbstständige Erlesen von Arbeitsanweisungen sind den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt und werden in regelmäßigen Abständen trainiert. Möglichkeiten des produktiven Schreibens haben die Schülerinnen und Schüler beim Schreiben einer Bildergeschichte kennen gelernt. In vorangegangenen Unterrichtsstunden haben sie sich mit privaten Briefen und Briefen im Allgemeinen beschäftigt. Neu ist für die Schülerinnen und Schüler das Verwenden von Höflichkeitsformen, die ihnen bisher nur aus dem mündlichen Bereich bekannt sind und dort individuell unterschiedlich erfolgreich angewandt werden.

Sachanalyse

Briefe

Eines der bedeutendsten Mittel zur Verständigung zwischen Menschen ist der Brief. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Mitteilung, die zumeist in einem Briefumschlag versandt wird. Die Bezeichnung Brief hat sich dabei vom lateinischen Wort brevis (kurz) entwickelt (Deutsche Post AG 2013, S. 7).

Historisch hat der Brief große Bedeutung, da er oft die einzige Möglichkeit zum Informationsaustausch darstellte2. Mit der Erfindung von Telefon und Internet sind vor allem private Briefsendungen, etwa zur Kontaktpflege, Liebesbekundungen und zum einfachen Gruß, auf andere Medien wie SMS, E-Mail und Internettelefonie verlagert worden. Die Zahlen zu versendeten Briefsendungen sind rückläufig3, dennoch hat der Brief im offiziellen Bereich großen Nutzen, um beispielsweise Dokumente und Urkunden zu übermitteln. Die Deutsche Post AG, die neben kleineren Postdienstleistern das Hauptunternehmen für Postverkehr in Deutschland ist4, versendet täglich 64 Millionen Briefe5.

Die Aufteilung eines Briefes richtet sich nach der DIN 50086, welche allgemein gültige Maßstäbe zur Formatierung von Geschäftspost darlegt, deren grundsätzliche Festlegungen aber auch teilweise in den Bereich des privaten Briefes übernommen werden. So werden auf einem Geschäftsbrief Absender- und Empfängeradresse genannt, gefolgt von Ort und Datum Übermittlung von Glückwünschen, Verma ß ung eines Geschäftsbriefes nach DIN 5008 des Schreibens. Eine Betreffzeile gibt den Grund des Schreibens an, bevor der Brief mit einer Anrede beginnt. Der Brieftext wird mit einem Gruß abgeschlossen und handschriftlich unterschrieben, wobei der Name gleichzeitig auch in Druckschrift zu finden ist.

Obgleich der Versand von Briefsendungen heutzutage bereits in zahlreichen Fällen am nächsten Werktag erfolgt7, ist die Zustellung nicht immer garantiert8. Auch aus diesem Grund stellen elektronische Medien mittlerweile eine Alternative zum Brief dar. Dabei hat sich in jüngster Zeit die De-Mail herausgebildet, die auf E-Mail-Technik beruht und diese mit Sicherheit, Vertraulichkeit und Nachweisbarkeit verbindet9.

Schulhof

Jedes Kind hat drei Lehrer:

Der erste Lehrer sind die anderen Kinder,

der zweite Lehrer ist der Lehrer selbst

und der dritte Lehrer ist der Schulraum.

Schwedische Sprichwort

Der Schulhof des ### befindet sich für die Primar- und Sekundarstufe zwischen den jeweiligen Gebäuden. Er ist begrenzt durch das ###. Auf Grund eines Neubaus im Jahr 2012 mit Mensa, Musiksaal, Schülerküche und zahlreichen Räumen, die vor allem von den Freizeitpädagogen genutzt werden, musste der Spielplatz entfernt werden. Bisher sind die Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof deshalb überschaubar: Es gibt einige Sitzmöglichkeiten und Freiflächen. Zusätzlich zum Schulhof gibt es eine Wiese, die gegenüber den Bushaltestellen während der Pausen genutzt werden kann.

Die Schülerinnen und Schüler verbringen die Zeit zwischen Ankunft an der Schule und erster Unterrichtsstunde sowie zwischen Unterrichtsschluss und Abfahrt von der Schule, aber insbesondere ihre Pausen (Frühstückspause von 10:00 - 10:20 und Mittagspause von 12:45 bis 13:50) vorwiegend auf dem Schulhof. Weil die zur Verfügung stehende Fläche in diesen Zeiträumen für alle Schülerinnen und Schüler aus Primar- und Sekundarstufe äußerst beengt ist, kommt es häufiger zu Streitigkeiten zwischen jüngeren und älteren Kindern, die zwischen den Schülerinnen und Schülern, aber auch unter den Eltern zu Unmut geführt hat.

Die Bedeutung der schulischen Umgebung für die Schülerinnen und Schüler wurde erkannt und auch häufig unter dem Begriff „Raum als dritter Pädagoge“ zusammengefasst. Eine Gruppe von Lehrkräften aus ### befasst sich derzeit mit der Planung zur Ausgestaltung des Schulhofes. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde ### als Schulträger unumgänglich.

Didaktische Überlegungen

Verankerung des Themas im Bildungsplan

Das Hauptziel der Schule ist in der 10 Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Leben in und die Teilhabe an der Gesellschaft zu sehen. Auch dem Deutschunterricht kommt dabei große Bedeutung zu, denn „Voraussetzung hierfür [für das Leben in der demokratischen Gesellschaft sowie für den beruflichen und privaten Alltag] sind angemessene sprachliche Ausdrucksmittel“ (S. 42). Die Sprache, die zu Hause erlernt wurde, wird nun „zur Standard- und Schriftsprache weiterentwickelt“ (ebd.).

Das Fach Deutsch muss auch zur Entwicklung von Problemlösefähigkeiten anregen11: „Von Anfang an sollen die Schülerinnen und Schüler daran beteiligt werden, Probleme zu erkennen. Sie sollen diese mit geeigneten sprachlichen Mitteln formulieren und an der Suche nach Lösungen arbeiten.“ (S. 42). Das Schreiben eines Briefes auf Grund von Unzufriedenheit, wie es in der hier diskutierten Unterrichtsstunde erfolgt, modelliert einen solchen Problemlöseprozess und gibt den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit, reflektiert mit Problemen des Alltags umzugehen. Dazu müssen auch „mögliche sprachliche Mittel in Bezug auf die jeweilige Situation reflektier[t] und aus[ge]wähl[t]“ (S. 43) werden. In einem offiziellen Brief ist stärker als in der privaten Kommunikation auf die Anwendung von Höflichkeitsformen und Anredepronomina (Ihnen, Ihr, Sie) zu achten. Zur grundlegenden kommunikativen Kompetenz, wie sie der Deutschunterricht neben anderen Fächern ausbilden soll, gehört dabei auch das Erfassen der Wirkung solcher sprachlicher Mittel, das Überdenken und Anpassen des Sprachverhaltens (ebd.).

Die Arbeitsbereiche, die integrativ im Deutschunterricht miteinander vernetzt sind (S. 43), finden dabei auf unterschiedliche Art und Weise in der hier dargestellten Unterrichtsstunde Anwendung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Begründung des Themas

Im Zeitalter der elektronischen Medien begegnen Kinder und Jugendliche zunehmend Schriftlichkeit, die sparsam verwendet wird und nur selten den grammatikalischen Regeln folgt. Zudem bedient sie sich stärker der Umgangs- und Jugendsprache sowie symbolischer Darstellungen (zum Beispiel Emoticons, Smileys). Das Schreiben eines Briefes ist somit nicht selbstverständlicher Bestandteil des Alltags der Schülerinnen und Schüler und kann nicht mehr zwangsläufig auf Vorerfahrungen der Kinder aufbauen12.

Dennoch hat das Schreiben von Briefen große Relevanz im Deutschunterricht, da es in einem für die Schülerinnen und Schüler überschaubaren Rahmen das Schreiben und damit verbundene Kompetenzen trainiert.

[...]


1 Der aktuell gültige Sitzplan für das Fach Deutsch ist zu finden im Anhang (Seite 28).

2 Eine detaillierte Darstellung zur historischen Bedeutung des Briefes findet man unter http://de.wikipedia.org/wiki/Brief (zu letzt aufgerufen am 01.04.2014).

3 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Postal_service_statistics_-_universal_service_providers_-_ main_figures/de (zuletzt aufgerufen am 01.04.2014)

4 Der Marktanteil der Deutschen Post AG gegenüber dem Wettbewerb beträgt im Geschäftsbereich Brief rund 65 % (http://www.dpdhl.com/de/ueber_uns/unternehmensbereiche/brief.html, zuletzt aufgerufen am 01.04.2014).

5 http://www.dpdhl.com/de/ueber_uns/unternehmensbereiche/brief.html (zuletzt aufgerufen am 01.04.2014)

6 http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_5008 (zuletzt aufgerufen am 01.04.2014)

7 http://www.badische-zeitung.de/alltagstipps/dem-brief-auf-der-spur--40582103.html (zuletzt aufgerufen am 01.04.2014)

8 Dazu beispielhaft nur die Berichte in der Badischen Zeitung: http://www.badische-zeitung.de/alltagstipps/dem-brief-auf-der-spur- -40582103.html und Die Welt: http://www.welt.de/wirtschaft/article13558939/Tausende-Briefe-und-Pakete-kommen-nie-an.html (beide zuletzt aufgerufen am 01.04.2014).

9 http://de.wikipedia.org/wiki/De-Mail (zuletzt aufgerufen am 01.04.2014)

10 Alle hier aufgeführten Zitate stammen aus dem aktuell gültigen Bildungsplan für Deutsch an Werkrealschulen in Baden- Württemberg (In: http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/WRS/WRS_D_bs.pdf, zuletzt abgerufen am 12.01.2014).

11 In der aktuellen PISA-Studie wird gezeigt, dass 20% der 15-Jährigen bereits bei der Lösung von Alltagsproblemen wie dem Kaufen eines Zugtickets überfordert sind (http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/pisa-studie-deutschland-bei-problemloesung-im- oecd-mittelfeld-a-961814.html, zuletzt aufgerufen am 01.04.2014).

12 In der Unterrichtseinheit „Briefe schreiben“ war es ursprünglich von der Lehramtsanwärterin angedacht, auch die Suche nach Brieffreundschaften im Internet zu thematisieren. Dazu sollte das von der Deutschen Post 1997 ins Leben gerufene Letternet vorgestellt werden, mit Hilfe dessen die seriöse Vermittlung von Brieffreundschaften möglich ist. Bei der Recherche zu dieser Unterrichtseinheit musste jedoch festgestellt werden, dass Letternet im Januar 2014 eingestellt wurde (http://de.wikipedia.org/wiki/Letternet, zuletzt aufgerufen am 22.03.2014). Dies zeigt eindrücklich, dass Brieffreundschaften immer mehr aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen verschwinden.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Unser Schulhof soll schöner werden. Entwicklung eines Konzepts für einen offiziellen Brief an die Kooperationsgruppe der Schule anhand differenzierender Stationen
Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen) Heilbronn
Note
3,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
40
Katalognummer
V272046
ISBN (eBook)
9783656663966
ISBN (Buch)
9783656664550
Dateigröße
4268 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
sehr detaillierte Planung, allerdings noch zu wenig individuelles Arbeiten
Schlagworte
deutsch, unterrichtsentwurf, zweites staatsexamen, lehramt, schreiben, schreiprozess
Arbeit zitieren
M.A. Luisa Liebold (Autor:in), 2014, Unser Schulhof soll schöner werden. Entwicklung eines Konzepts für einen offiziellen Brief an die Kooperationsgruppe der Schule anhand differenzierender Stationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272046

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