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Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung in Deutschland ab 1945

Title: Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung in Deutschland ab 1945

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Sandra Tauer (Author)

Economy - Environment economics
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Die Diskussion um den Wert der Umwelt für die Gesellschaft ist mehr denn je ein
aktuelles Thema. Um so wichtiger ist es, sich historisch mit dem Entwicklung der
Umweltpolitik und der Ökologiebewegung zu beschäftigen. Das Thema dieser Hausarbeit
lautet: Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung ab 1945 in
Deutschland. Da kaum Menschen durch Umweltschädigungen einen plötzlichen Gifttod sterben und nur
wenige durch Smogluft geplagt um Atem ringen, warum sollten sie sich für den Erhalt der
Umwelt einsetzen? Wer trieb die Umweltpolitik und –bewegung in Deutschland an?
Welche Rolle spielen direkt Betroffene, Experten und altruistische Idealisten dabei? Diese
und andere Fragen möchte diese Hausarbeit für die Zeit nach 1945 beleuchten. Dabei
sollen die langsamen und schwierigen Kommunikations- und Lernprozesse deutlich
werden, die erst dazu geführt haben, dass Umweltprobleme politisches Gewicht und die
Bevölkerung erreichten. Inhaltlich sinnvolle Zeiträume werden in dieser Arbeit
chronologisch behandelt. Es soll in der Arbeit auch gezeigt werden in welche Richtung
sich die heutige Umweltpolitik bewegt Dabei werden die Konferenzen von Rio1992 und
von Johannesburg 2002 angesprochen. Den Leser mag eine Auswahl über verschiedene Aspekte wie die Lokale Agenda 21 und
deren Umsetzung in Heidelberg verwundern. Diese Aspekte wurden aber bewusst
ausgewählt, um den Lesern ein plastischeres Bild mit Beispielen zu vermitteln und es
später in den globalen Zusammenhang einzuordnen. Eine umfassende Chronik der Geschichte des Umweltschutzes nach 1945 kann auf zwölf Seiten nicht bewältigt werden. Deshalb muss diese Arbeit ein impressionistischer
Ausschnitt bleiben, der nur einen kleinen Teil der Umweltpolitik der Ökologiebewegung
als eine neue soziale Bewegung darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltschutz in der Nachkriegszeit

3. Die Jahre des Wirtschaftswunders

4. Das neue ökologische Denken und die Bedeutung des “Club of Rome“

5. Die Bürgerinitiativ- und Ökologiebewegung

6. Die achtziger und neunziger Jahre: die Konferenz von Rio und die Lokale Agenda 21

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung in Deutschland seit 1945. Dabei wird analysiert, wie ökologische Themen nach und nach politisches Gewicht gewannen und welche Rolle gesellschaftliche Akteure sowie internationale Konferenzen bei diesem Bewusstseinswandel spielten.

  • Historische Phasen der Umweltpolitik in Deutschland ab 1945
  • Die Entstehung und Entwicklung der Bürgerinitiativbewegung
  • Einfluss wissenschaftlicher Impulse, wie des „Club of Rome“
  • Globale Umweltkonferenzen und ihre lokale Umsetzung am Beispiel Heidelbergs
  • Spannungsfeld zwischen lokalen Maßnahmen und globalen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Die Bürgerinitiativ- und Ökologiebewegung

Eine der erstaunlichsten und wirkungsvollsten Veränderungen der politischen Kultur im Bereich der Umweltpolitik in Deutschland war das Auftreten und Wachsen der Bürgerinitiativen. Im folgenden Abschnitt wird die Entwicklung der Bürgerinitiativen skizziert und Beispiele für den Protest der Bürgerinitiativen anhand des Baus der Startbahn West am Frankfurter Flughafen des geplanten Atomkraftwerks Wyhl gegeben.

Zunächst sei hier eine Definition von Bürgerinitiative vorangestellt. Bürgerinitiativen sind laut Bernd Guggenberger „spontane, zeitlich begrenzte, organisatorisch lockere Zusammenschlüsse von Bürgern, die sich außerhalb der traditionellen Institutionen und Beteiligungsformen der repräsentativen Demokratie meist aus konkretem Anlass als unmittelbar Betroffene zu Wort melden und durch den Weg der Selbsthilfe sich um eine Lösung des Anliegens in ihrem Sinne bemühen“.

Der Aufschwung der Bürgerinitiativen begann in den späten 60er Jahren, gleichzeitig zur großen außerparlamentarischen Revolte der Studenten. Der Begriff „Bürgerinitiative“ hatte sich seit 1969 durchgesetzt, als Journalisten davon berichteten, dass solche Initiativen wie „Pilze aus dem Boden“ sprießen würden. Insgesamt kann die Bürgerinitiativbewegung in drei Phasen eingeteilt werden. In der ersten Phase überwiegt ein Nebeneinander von „Ein-Punkt-Aktionen“, oder wie Guggenberger sie nennt „single-issue-Aktivitäten“. Diese „Sankt-Florians-Initiativen“ waren zu Anfang laienhaft, partikular und konnten gegeneinander ausgespielt werden. Ein Beispiel für diese „Ein-Punkt-Aktionen“ waren die Hausbesetzungen im Frankfurter Westend 1970 – 1974. Aus dieser Partikularität und Singularität heraus ergab sich die Notwendigkeit, sich besser zu organisieren, um der Gefahr der Spaltung entgegenzuwirken. Diese Einsicht oder dieser Lernprozess vollzog sich für viele Bürgerinitiativen unvollständig und asynchron, dennoch kann gesagt werden, dass unverkennbar eine Entwicklung einsetzte, die eine Relativierung oder Abkehr von den singulären Aktivitäten bedeutete.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die historische Betrachtung der deutschen Umweltpolitik ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den chronologischen Aufbau der Untersuchung.

Umweltschutz in der Nachkriegszeit: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Umweltschutz unmittelbar nach 1945 aufgrund existenzieller Nöte kaum politisch oder gesellschaftlich relevant war.

Die Jahre des Wirtschaftswunders: Der Fokus liegt auf der Wachstumsmentalität der 50er und 60er Jahre, in der ökologische Bedenken gegenüber dem wirtschaftlichen Aufstieg kaum Gehör fanden.

Das neue ökologische Denken und die Bedeutung des “Club of Rome“: Das Kapitel analysiert den Einfluss wegweisender Publikationen und Umweltkatastrophen auf das wachsende ökologische Bewusstsein.

Die Bürgerinitiativ- und Ökologiebewegung: Es wird die Entwicklung der Bürgerinitiativen in drei Phasen skizziert, von punktuellen Protesten hin zur parteipolitischen Formierung.

Die achtziger und neunziger Jahre: die Konferenz von Rio und die Lokale Agenda 21: Das Kapitel behandelt den Wandel der Umweltpolitik zur internationalen Aufgabe und deren Schwierigkeiten bei der lokalen Umsetzung.

Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Verschiebung vom lokalen zum globalen Umweltschutz zusammen und diskutiert die Herausforderungen einer effizienten umweltpolitischen Gestaltung.

Schlüsselwörter

Umweltpolitik, Ökologiebewegung, Deutschland, Bürgerinitiativen, Wirtschaftswunder, Club of Rome, Umweltschutz, Kernenergie, Rio-Konferenz, Lokale Agenda 21, Nachhaltigkeit, politischer Wandel, Klimaschutz, soziale Bewegung, ökologisches Bewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historischen Entwicklungstendenzen der deutschen Umweltpolitik und die Entstehung der Ökologiebewegung von 1945 bis zum Beginn der 2000er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die politische und gesellschaftliche Wahrnehmung von Umweltthemen, die Rolle von Bürgerinitiativen, den Einfluss wissenschaftlicher Berichte sowie die Umsetzung internationaler Umweltvorgaben auf lokaler Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, durch welche Kommunikations- und Lernprozesse Umweltprobleme politisches Gewicht erlangten und wie sich der Fokus von lokalen zu globalen Ansätzen verschob.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin wählt eine chronologische Vorgehensweise, um die Entwicklung historisch nachzuzeichnen, ergänzt durch die Analyse spezifischer Fallbeispiele wie die Umsetzung der Agenda 21 in Heidelberg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Nachkriegszeit, das Wirtschaftswunder, die Rolle des "Club of Rome", die Entwicklung der Bürgerinitiativen sowie internationale Konferenzen wie Rio und Johannesburg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Umweltpolitik, Bürgerinitiativen, ökologisches Bewusstsein, nachhaltige Entwicklung und den internationalen Wandel der Umweltdebatte.

Wie veränderten Bürgerinitiativen die politische Kultur?

Sie trugen zur öffentlichen Präsenz von Umweltfragen bei, mobilisierten zivilgesellschaftliches Engagement und erreichten durch ihre Professionalisierung und den späteren Einzug in die Parlamente einen Wandel weg vom Außenseiterstatus.

Warum ist das Beispiel Heidelberg im Text so wichtig?

Heidelberg dient als konkretes, plastisches Beispiel, um zu illustrieren, wie die in Rio beschlossenen globalen Ziele (Lokale Agenda 21) in der kommunalen Praxis auf Schwierigkeiten stoßen und teilweise an gegenläufigen Entwicklungen wie dem steigenden Verkehrsaufkommen scheitern.

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Details

Title
Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung in Deutschland ab 1945
College
University of Heidelberg  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Course
Seminar: Natur und Wirtschaft
Grade
1,7
Author
M.A. Sandra Tauer (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V27206
ISBN (eBook)
9783638293167
Language
German
Tags
Entwicklungstendenzen Umweltpolitik Deutschland Seminar Natur Wirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Sandra Tauer (Author), 2003, Entwicklungstendenzen der Umweltpolitik und der Ökologiebewegung in Deutschland ab 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27206
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