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Das System des Islamic Banking

Titel: Das System des Islamic Banking

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lija Grauberger (Autor:in)

Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen Zeit wird dem Islam und seinen Anhängern eine immer größere Bedeutung beigemessen, diese stehen oft im Fokus der Medien und der führenden Weltpolitik. Islam bedeutet übersetzt Unterwerfung, Versöhnung und Frieden sowie die völlige Hingabe an Gott. Der Koran stellt im Islam die ranghöchste Quelle des Glaubens dar, aus der zahlreiche religiöse Vorschriften hergeleitet und von den Anhängern dieser Religion streng eingehalten werden.

Der Islam umfasst sämtliche Bereiche des Lebens eines Muslims und lässt die Wirtschaft sowie das wirtschaftliche Handeln nicht außer Acht. Daraus resultiert auch das Islamic Banking mit seinen zahlreichen Vorschriften, die anders sind als im Westen. Das Finanzwesen ist schariakonform gestaltet, um den Ansprüchen des Islams zu genügen.

Islamische Banken sind weltweit vernetzt und stellen auch für deutsche Unternehmen anregende Geschäftspartner da. Wenn man sich jedoch auf diesem Gebiet nicht auskennt, kann sich das Gegenüber schnell über die zinslose Wirtschaft des Islamic Banking wundern. Das Zinsverbot gilt unabhängig davon, ob die Beteiligten Muslime sind oder nicht. In der heutigen Wirtschaft kann sich der beste Geschäftsmann das Wirtschaftleben ohne Zinsen nicht vorstellen, im Islam ist dies jedoch der Normalfall und ein zentraler Bestandteil der Religion.

In dieser Arbeit sollen das Islamic Banking mit allen seinen Problemen bzw. Ausprägungen sowie die Verbote und die erlaubten Vorgehensweisen näher erläutert werden. Ein kleiner Überblick wird zu jeweils zwei Finanzierungsmethoden aus dem Gebiet Beteiligung, Handel und Kapital kurz dargestellt.

Jemandem, der sich auf diesem Gebiet noch nicht auskennt, sollen erste Einblicke in das Islamic Banking verschafft werden. Dabei wird das Islamic Banking aus rechts- und kulturhistorischer Sicht betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Ziel der Seminararbeit

B. Das islamische Rechtssystem

I. Begriffe

1. Der Islam und seine fünf Säulen

2. Die Scharia

3. Quellen des islamischen Rechtssystems

4. Islamic Banking

II. Historie des Islamic Banking

III. Gegenwärtige Situation

C. Verbote des Islamic Banking

1. Zinsverbot (Riba)

2. Vebot der Spekulation auf Finanzprodukte (Gharar)

3. Verbot des Glücksspiels (Maysir)

4. Weitere Verbote im Islam

D. Erlaubte Vorgehensweisen und wichtige Finanzierungsmethoden

1. Beteiligungsfinanzierungen

2. Handelsfinanzierungen

3. Kapitalfinanzierungen

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über das System des Islamic Banking sowie dessen rechtliche und kulturelle Grundlagen zu vermitteln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie das Finanzwesen im Einklang mit den religiösen Vorgaben des Islams gestaltet werden kann und welche Herausforderungen sich bei der Anwendung dieser Prinzipien im modernen, oft konventionell geprägten globalen Finanzsektor ergeben.

  • Grundlagen des islamischen Rechtssystems und der Scharia.
  • Analyse zentraler Verbote: Zinsverbot, Spekulationsverbot und Glücksspielverbot.
  • Vorstellung schariakonformer Finanzierungsmethoden (Beteiligungs-, Handels- und Kapitalfinanzierungen).
  • Untersuchung der historischen Entwicklung und aktuellen Situation des Islamic Banking.
  • Diskussion der praktischen Umsetzung und der Dualität zwischen islamischen und konventionellen Bankensystemen.

Auszug aus dem Buch

1. Zinsverbot (Riba)

Das Zinsverbot ist neben der Spekulation auf Zinsprodukte ein grundsätzliches Verbot und hat die stärkste Wirkung auf das Wirtschaftssystem im Islam und somit auf das Islamic Banking. Auch im Christentum gab es dieses Verbot. Danach war es im Mittelalter verboten, Zinsen zu verlangen, dies wurde in päpstlichen Erlassen festgehalten.

Die Scharia verbietet den Zins, der Handel ist jedoch erlaubt. In der speziellen Auslegung bedeutet Riba auch Wucherzins. Der Verdienst durch die Zinsanhäufung sowie das Zinsnehmen sind verboten. Dabei unterscheidet der Islam zwei Arten von Zinsen und zwar in Riba Duyn und Riba Buyu.

Bei der Riba Duyn handelt es sich um Geschäfte, die mit Verbindlichkeiten und Schulden zu tun haben. Wenn der Schuldner z.B. seine Verbindlichkeiten nicht zurückzahlen kann, wächst die Zinsbelastung um ein vielfaches und man gerät in eine Art Teufelskreis bzw. in eine Notlage, durch die sich die Situation noch mehr verschlechtert. Vor dieser Situation wollen die Regeln des Islams die Menschen von Anfang an bewahren, d.h. der Mensch soll durch das Verbot in so eine Situation erst gar nicht kommen. Desweiteren soll auch die Strafzahlung bei nicht rechtzeitiger Zahlung der jeweiligen Verbindlichkeit vermieden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Ziel der Seminararbeit: Einleitung in die Relevanz des Islams in der heutigen Welt und Hinführung zum Thema des Islamic Banking als schariakonformes Finanzwesen.

B. Das islamische Rechtssystem: Erläuterung der religiösen Grundlagen, der fünf Säulen des Islam, der Bedeutung der Scharia und der Quellen des islamischen Rechts.

C. Verbote des Islamic Banking: Detaillierte Darstellung der zentralen religiösen Verbote, insbesondere des Zinsverbots, des Verbots von Spekulation und Glücksspiel sowie weiterer allgemeiner Verbote.

D. Erlaubte Vorgehensweisen und wichtige Finanzierungsmethoden: Übersicht über praktische, schariakonforme Instrumente zur Finanzierung wie Beteiligungen, Handels- und Kapitalfinanzierung.

E. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des aktuellen Stands, der Herausforderungen und der Zukunftsaussichten des Islamic Banking im globalen Kontext.

Schlüsselwörter

Islamic Banking, Scharia, Zinsverbot, Riba, Gharar, Maysir, Beteiligungsfinanzierung, Mudarabah, Muscharakah, Murabahah, Sukuk, Islamic Funds, Wirtschaftssystem, Finanzmärkte, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das System des Islamic Banking, welches Finanzgeschäfte in strikter Übereinstimmung mit den religiösen Regeln des Islam und der Scharia durchführt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen des Islams, den strikten Verboten (wie Zinsen und Glücksspiel) sowie den alternativen Finanzierungsmethoden, die anstelle konventioneller Zinsmodelle genutzt werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Einblick in die Funktionsweise des Islamic Banking zu verschaffen und aufzuzeigen, wie dieses System aus einer rechts- und kulturhistorischen Perspektive betrachtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung des islamischen Finanzwesens, gestützt durch aktuelle fachliche Publikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (Begriffe, Rechtssystem), die explizite Erläuterung der verschiedenen Verbote (Riba, Gharar, Maysir) und die Vorstellung konkreter Finanzierungsinstrumente wie Murabahah oder Sukuk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Islamic Banking, Scharia, Zinsverbot (Riba), Beteiligungsfinanzierung sowie die verschiedenen Anlagemodelle wie Sukuk und Islamic Funds.

Wie unterscheidet sich die Finanzierung nach dem System des Islamic Banking von konventionellen Bankgeschäften?

Im Gegensatz zum konventionellen System, das auf Zinsgeschäften basiert, vermeiden islamische Banken Zinsen vollständig. Stattdessen nutzen sie Gewinnbeteiligungen oder den Handel mit Waren und Dienstleistungen, um Renditen zu erwirtschaften.

Warum sind islamische Banken auch für Nicht-Muslime relevant?

Da islamische Produkte wie Sukuk (Anleihen) risikobasierte und oft an reale Werte geknüpfte Investitionen darstellen, gewinnen sie auch bei internationalen Investoren, die keine Muslime sind, zunehmend an Attraktivität.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das System des Islamic Banking
Hochschule
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen
Veranstaltung
Internationale Rechtssysteme
Note
2,0
Autor
Lija Grauberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V272126
ISBN (eBook)
9783656633488
ISBN (Buch)
9783656633471
Sprache
Deutsch
Schlagworte
system islamic banking
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lija Grauberger (Autor:in), 2011, Das System des Islamic Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272126
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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