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Bob Dylan. Zwischen Faust und Forrest Gump

Título: Bob Dylan. Zwischen Faust und Forrest Gump

Trabajo , 2013 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Johanna Dittrich (Autor)

Musicología - Otras
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Vielleicht ist es nicht klug so etwas einer solchen Arbeit voranzusetzen, aber die Autorin kannte Bob Dylan vor dem Seminar Hollywood Music Biopic in einem Sinne, der landläufig als „vom Hörensagen“ bezeichnet wird.
Die erste Begegnung mit Bob Dylan fand durch „I´m not there“ statt. Es entstand der Eindruck, dass es sich bei diesem Künstler um eine bewegende Persönlichkeit zu handeln scheint. Da „I`m not there“ jedoch ein Biopic ist, wundert es zunächst nicht, dass Bob Dylan dort als eine solche dargestellt wird.
Die weitere Suche und Recherche in Büchern, die sich dem Thema Folk gewidmet haben, zeigt, dass es sich bei Bob Dylan tatsächlich um eine Ausnahmeerscheinung handelt. Der Blick in das Personenregister des Buches Folk von C.-L. Reichert zeigt: 25 Einträge zu Bob Dylan, selbst Woody Guthrie schafft es hier nur auf 7. In Folksong von Denselow und anderen beträgt das Verhältnis immerhin 37 zu 16.
Diese Fakten und ersten Eindrücke lassen Feuer fangen und wecken den Wunsch, mehr zu erfahren über diesen Mann, der als die Personifizierung des Folkrevival2 bezeichnet wird und anscheinend in Newport die Gemeinde ebenjenes Genres gehörig vor den Kopf gestoßen hat. (...)
Diese Arbeit ist daher nicht als ein Versuch zu verstehen, möglichst viele Fäden des Mysteriums zu verstricken, sondern mehr als das Häkeln mit einer Nadel. Dies soll in dem Versuch geschehen, einige Muster in dem Kult um Bob Dylan zu erkennen. Ein besonderes Phänomen ist, dass er als Identifikationsfigur seiner Generation gebraucht wurde- er selbst dies jedoch als Missbrauch empfand. Diese „paranoische Flucht vor der Vereinnahmung durch andere“6 unterscheidet ihn von anderen Künstlern ähnlicher Ausdruckskraft. Es stellt sich die Frage, warum gerade er sein Publikum dazu brachte, als ihr Sprachrohr (miss-) verstanden zu werden. Dieser Frage soll im Sinne eines Einstiegs zu Beginn dieser Arbeit nachgegangen werden.
Der Song Rainy Day Women #12 & 35 ist ein ausgewähltes Beispiel anhand dessen gezeigt werden soll, wie Bob Dylan seine Songs einem Kaleidoskop gleich nutzt, um scheinbare Facetten seiner Person zu völlig neuen Mustern zusammenzusetzen.
Es wird sich der Frage zugewendet, was dafür spricht, diesen Song als der Drogenszene zu gehörig zu interpretieren und welche Indizien eine religiöse Motivation erkennen lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. His Name It Is Nothin’ ? Eine Einleitung

2. Blowin In The Wind: Versuche, einen Künstler zu fassen

3. Rainy Day Women #12 & 35- Analyse

4. Rainy Day Women #12 & 35- Interpretationen

4.1 Go and lets get stoned!

4.2 Der Messias

5. Don't Think Twice, It's All Right! Ein Fazit

6. Anhang: Songtext Rainy Day Women #12 & 35

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen Bob Dylan und die paradoxe Beziehung zu seinem Publikum, wobei der Song „Rainy Day Women #12 & 35“ als zentrales Beispiel für die vielschichtige und oft widersprüchliche Art des Künstlers dient, seine künstlerische Identität und Botschaften zu verbergen oder neu zu definieren.

  • Die Wahrnehmung Bob Dylans durch Fans, Kritiker und Medien
  • Die Analyse des Songs „Rainy Day Women #12 & 35“
  • Untersuchung der Drogenproblematik als Deutungsmuster
  • Die religiöse Dimension und Dylans Bezug zur Apostelgeschichte
  • Der Generationenkonflikt und die Rolle des Künstlers als Identifikationsfigur

Auszug aus dem Buch

3. Rainy Day Women #12 & 35- Analyse

Rainy Day Women #12 & 35 erschien 1966 als erster Titel auf dem Album Blonde on Blonde. Dieses erfolgreiche Doppelalbum entstand innerhalb eines Jahres, während Dylan und seine Band auf Welttournee waren. Obwohl einiges daraufhin deutet, dass der Künstler psychisch und physisch am Ende seiner Kräfte war, schien dies seiner Kreativität keinen Abbruch zu tun. Im Gegenteil: „Blonde ist ein großartiges Werk, ein Meilenstein, der seinen mit Back home begonnenen ersten großen Rockzyklus abschließt.

An mehreren Stellen wird als eine Ursache für diesen Erfolg die besondere, inspirierende Atmosphäre zwischen Dylan und seinen Musikern an ihrem neu entdeckten Studioort Nashville.

Dylan berichtet in einem Interview, es sei „dieser dünne, dieser quecksilbrige Klang“, den er im Kopf höre und den er einzig auf einigen Titeln des Albums Blonde On Blonde erreicht hätte. Eine große Rolle der Erzeugung dieses Sounds spielten auf der einen Seite die Instrumente, die durch eine „federnde und doch scharfe, strikt durchartikulierte, aber schwerelose Eleganz“ bestechen. Auf der anderen Seite der Gesang Bob Dylans, der „wie von den Gewichten der Erde abhebt“, während er gleichzeitig die Gravitation im menschlichen Strebens besingt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. His Name It Is Nothin’ ? Eine Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit, das Phänomen Bob Dylan zu verstehen, und führt in die Thematik der Identifikationsfigur und der medialen sowie persönlichen Mystifizierung ein.

2. Blowin In The Wind: Versuche, einen Künstler zu fassen: Das Kapitel analysiert die zwiespältige Beziehung zwischen Dylan und seinem Publikum sowie seine stetigen Versuche, sich durch musikalische Richtungswechsel der Vereinnahmung zu entziehen.

3. Rainy Day Women #12 & 35- Analyse: Hier wird der Song „Rainy Day Women #12 & 35“ musikalisch und inhaltlich untersucht, insbesondere im Kontext seiner Entstehung und seines spezifischen „quecksilbrigen“ Sounds.

4. Rainy Day Women #12 & 35- Interpretationen: Dieses Kapitel diskutiert die vielfältigen Deutungsversuche des Songs, von der populären Drogen-Interpretation bis hin zu Dylans eigener, späterer Bezugnahme auf biblische Motive.

5. Don't Think Twice, It's All Right! Ein Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, wie Dylan gezielt mit Erwartungen spielt und sich durch Umdeutungen seiner Biografie und Arbeit immer wieder seiner Festlegung entzieht.

6. Anhang: Songtext Rainy Day Women #12 & 35: Dieses Kapitel stellt den originalen Songtext des analysierten Stücks zur Verfügung.

Schlüsselwörter

Bob Dylan, Rainy Day Women #12 & 35, Blonde on Blonde, Folk, Rock, Drogenkonsum, Apostelgeschichte, Identitätsfindung, Generationenkonflikt, Interpretation, Musikjournalismus, Symbolik, Religion, Biografie, Rezeptionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Bob Dylan und der Herausforderung, sein Werk und seine künstlerischen Absichten zu deuten, wobei der Song „Rainy Day Women #12 & 35“ als Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Rolle Dylans als Identifikationsfigur für seine Generation, die Diskrepanz zwischen öffentlicher Erwartungshaltung und Dylans eigenem künstlerischen Weg sowie die Deutung seiner Texte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bob Dylan als „Kaleidoskop“ agiert, indem er verschiedene Facetten seiner Person nutzt, um sich durch (Um-)Deutungen stetig von den Zuschreibungen seines Publikums zu distanzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine interpretative und literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die sich auf Diskursanalysen von Interviews, Biografien und zeitgenössischer Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Musikerpersönlichkeit Dylan, eine spezifische Untersuchung des Songs „Rainy Day Women #12 & 35“ und die Diskussion divergierender Interpretationsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identitätsfindung, Folk-Revival, Drogenmetaphorik, biblische Allegorien und die Dynamik der Fan-Künstler-Beziehung charakterisiert.

Warum wird der Song „Rainy Day Women #12 & 35“ als Fallbeispiel gewählt?

Der Song eignet sich aufgrund seiner kontroversen Rezeption, seiner mehrdeutigen Texte und der spezifischen Einlassungen Dylans dazu besonders gut, um die bewusste Irreführung und die Vielschichtigkeit seines Werks zu veranschaulichen.

Wie erklärt die Autorin den Bezug zur Apostelgeschichte?

Die Autorin sieht in Dylans spätem Hinweis auf die Apostelgeschichte ein rhetorisches Mittel, um die einseitige Interpretation als „Drogensong“ zu revidieren und eine intellektuelle Deutungshoheit über sein Werk zurückzugewinnen.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Bob Dylan. Zwischen Faust und Forrest Gump
Universidad
Academy of Music and Arts Rostock  (Musikwissenschaft)
Curso
American Music Biopics and the American Dream
Calificación
1,3
Autor
Johanna Dittrich (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
25
No. de catálogo
V272318
ISBN (Ebook)
9783656644361
ISBN (Libro)
9783656697077
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bob Dylan und das Christentum Bob Dylan und Drogen Bob Dylan als Identifikationsfigur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johanna Dittrich (Autor), 2013, Bob Dylan. Zwischen Faust und Forrest Gump, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272318
Leer eBook
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