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Mode und Nachhaltigkeit

Eine Untersuchung auf der Grundlage von Georg Simmels "Philosophie der Mode"

Titel: Mode und Nachhaltigkeit

Bachelorarbeit , 2013 , 31 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Michaela Kuhn (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den sich beschleunigenden gesellschaftlichen Wandlungsprozessen wechseln auch die Inhalte der Mode schneller. Da die Mode mehr und mehr Bereiche neben der Bekleidung in sich aufnimmt, erhöht sich auch das Ausmaß der sich im Umschwung befindlichen Gegenstände.

Da eine Mode nicht abwartet, ob Sachen aufgetragen, verbraucht oder verschlissen sind, bevor eine Mode von einer neuen abgelöst wird, müssen sich die Sachen akkumulieren. Wenn diesem Umstand entgegen gewirkt wird, indem Gegenstände von geringer Haltbarkeit hergestellt werden, sind sie zwar am Ende einer Mode tatsächlich nicht mehr nutzbar, aber eine Akkumulation wird dennoch stattfinden. In dem Fall handelt es sich dann jedoch um Müll.

Ist es auch möglich, außerhalb des Einflusses von Mode zu leben? Lassen sich die zuvor kurz angerissenen Folgen abwehren, wenn dem nicht so ist? Was treibt uns zur Mode?
Die Intention der vorliegenden Arbeit ist es, herauszufinden, ob es möglich ist, Mode als gesellschaftliches Phänomen zu akzeptieren und dennoch ihre negativen Auswirkungen zu unterbinden oder zumindest einzuschränken. Kurz – Kann Mode nachhaltig integriert und gelebt werden?
Zur Bearbeitung dieser Frage möchte ich die gesellschaftlichen Gründe freilegen, die es ermöglichen, dass Mode einen so großen Einfluss ausüben kann. Es wird nach Bedingungen im Individuum und im gesellschaftlichen Zusammenleben gesucht, die die Entstehung von Mode und den Modewechsel beeinflussen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die Philosophie der Mode von Georg Simmel

3. Die Mode

4. Nachahmung, individuelle Differenzierung und die Bedeutung der Individualität

5. Moderne Beschleuniger des Modewandels

5.1 Die Beziehung von Kapitalismus und Mode

5.2 Massenproduktion und Massenmedien

6. Alles ist im Umbruch

6.1 Gegenwart als verbleibende stabile Größe

6.2 Frauenmode

6.3 Jugendmode

6.4 Neues und Wandel

7. Paradoxien, Widersprüchlichkeiten und Seltsamkeiten in Bezug auf Mode

7.1 Wandel und Beständigkeit

7.2 Kauf, Gebrauch, Verschleiß

7.3 Konsumterror

7.4 Anti-Moden

7.5 Scham und Verhüllung

7.6 Das Individuum im Staat

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mode als gesellschaftliches Konstrukt, um zu ergründen, ob eine nachhaltige Integration von Mode unter Berücksichtigung ihrer psychologischen und soziologischen Mechanismen möglich ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit individuelle Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Abgrenzung sowie ökonomische Rahmenbedingungen den Modewandel beeinflussen.

  • Philosophische Grundlagen der Mode nach Georg Simmel
  • Dualismus von Nachahmung und individueller Differenzierung
  • Einfluss von Kapitalismus, Massenproduktion und Medien
  • Soziologische Analyse von Mode als Ausdruck von Identität
  • Paradoxien und Mechanismen des Modewandels

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Sich zu kleiden ist für den Menschen ein Grundbedürfnis. Er tut dies aus Scham oder zum Schutz gegen Witterung. Wenn es bei diesen Motivierungen bliebe, wäre jede Art von Bekleidung ausschließlich zweckmäßig. Im Fall der Berufsbekleidung ist dies tatsächlich größtenteils so. Aber in fast allen anderen Fällen ist Bekleidung geprägt von Mode. Die Inhalte der Mode wechseln in bestimmten zeitlichen Abschnitten – nicht nur zwischen Sommer und Winter, was noch relativ zweckmäßig wäre. In den sich beschleunigenden gesellschaftlichen Wandlungsprozessen wechseln auch die Inhalte der Mode schneller. Da die Mode mehr und mehr Bereiche neben der Bekleidung in sich aufnimmt, erhöht sich auch das Ausmaß der sich im Umschwung befindlichen Gegenstände.

Die gesteigerte Geschwindigkeit der Neuerungen und Veränderungen ermöglicht viele positive Entwicklungen; aber sie hat auch negative Folgen. Für die Individuen wird die Zeit, sich auf Gegebenheiten einzustellen immer kürzer, weil sie sogleich von neuen abgelöst werden. Es wird schwieriger Verlässliches zu finden, an dem eine Orientierung und Ausrichtung des Inneren möglich ist. Mode hat den Wechsel als Prinzip. Sie lebt von Veränderungen, von der Zuwendung hin zu Neuem. Würde sich nichts ändern, würde es keine Mode geben. So ist ihre Macht am größten, je mehr und je schneller sich die Erscheinungen wandeln. Da eine Mode nicht abwartet, ob Sachen aufgetragen, verbraucht oder verschlissen sind, bevor eine vorangegangene Mode alte ablöst, müssen sich die Sachen akkumulieren. Wenn diesem Umstand entgegen gewirkt wird, indem Gegenstände von geringer Haltbarkeit hergestellt werden, sind sie zwar am Ende einer Mode tatsächlich nicht mehr nutzbar, aber eine Akkumulation wird dennoch stattfinden. In dem Fall handelt es sich dann jedoch um Müll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Kleidung als Grundbedürfnis und deren Überformung durch die Mode, wobei der Fokus auf dem beschleunigten Wandel und dessen ökologischen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen liegt.

2. Überblick über die Philosophie der Mode von Georg Simmel: Dieses Kapitel erläutert den zentralen Dualismus von Nachahmung und individueller Differenzierung, der laut Simmel das soziale Miteinander und das Wesen der Mode bestimmt.

3. Die Mode: Der Fokus liegt auf der Ausweitung des Modebegriffs über die reine Kleidung hinaus auf sämtliche Lebensbereiche und der Rolle der Mode als soziale Maske.

4. Nachahmung, individuelle Differenzierung und die Bedeutung der Individualität: Es wird analysiert, wie das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Einzigartigkeit und dem Bedürfnis nach sozialer Anpassung durch Modeprozesse verhandelt wird.

5. Moderne Beschleuniger des Modewandels: Dieses Kapitel untersucht die symbiotische Beziehung von Kapitalismus, Massenproduktion und modernen Massenmedien als Motoren der zunehmenden Modegeschwindigkeit.

6. Alles ist im Umbruch: Hier werden gesellschaftliche Wandlungsprozesse betrachtet, insbesondere die Rolle der Jugendmode und die Bedeutung der Gegenwart als flüchtiger Ankerpunkt.

7. Paradoxien, Widersprüchlichkeiten und Seltsamkeiten in Bezug auf Mode: Eine vertiefende Analyse der Paradoxien wie Wandel versus Beständigkeit, der Zusammenhang von Konsum, Verschleiß und dem Phänomen der Anti-Moden.

8. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Mode ein omnipräsentes Phänomen ist, das zwar von der Gesellschaft abhängt, sich den Individuen aber durch ihre eigendynamische Logik entzieht, wobei Ausblicke auf nachhaltigere Stilausprägungen gegeben werden.

Schlüsselwörter

Mode, Nachhaltigkeit, Georg Simmel, Nachahmung, Individualität, Modewandel, Kapitalismus, Massenproduktion, Konsum, Identität, Soziologie, Philosophische Anthropologie, Moderne, Konsumterror, Zeitgeist.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen und die Auswirkungen von Mode auf die Gesellschaft und das Individuum basierend auf der philosophischen Theorie von Georg Simmel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Dualismus von Nachahmung und individueller Differenzierung, die Beschleunigung des Modewandels durch wirtschaftliche Faktoren sowie die Bedeutung der Mode für die Identitätsbildung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Mode als Phänomen nachhaltig in das menschliche Leben integriert werden kann, ohne negative ökologische oder soziale Folgen zu verursachen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-soziologische Analyse, die primär auf Georg Simmels "Philosophie der Mode" basiert und durch zeitgenössische theoretische Perspektiven ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Mechanismen der Mode, ihre Beziehung zum Kapitalismus, die Rolle der Massenmedien und spezifische Phänomene wie Jugendmode und Anti-Moden analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mode, Individualität, Nachahmung, Modewandel, Nachhaltigkeit und das Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft.

Wie unterscheidet sich die "frühere" Mode von der heutigen?

Früher war Mode stärker an Stand und Religion gebunden; heute führt die massenmediale Beschleunigung und der Kapitalismus zu einer rasanten Abfolge, die den "Wechsel als Prinzip" radikalisiert.

Warum ist das "Sich-Abheben" ein zentraler Aspekt für die Mode?

Mode bietet dem Individuum ein Ventil, um sich in einem sozialen Rahmen auszuzeichnen und Individualität zu suggerieren, während man gleichzeitig durch die Nachahmung den Schutz der Masse genießt.

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Details

Titel
Mode und Nachhaltigkeit
Untertitel
Eine Untersuchung auf der Grundlage von Georg Simmels "Philosophie der Mode"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2,3
Autor
Michaela Kuhn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
31
Katalognummer
V272333
ISBN (eBook)
9783656757948
ISBN (Buch)
9783656757641
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mode nachhaltigkeit eine untersuchung grundlage georg simmels philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Kuhn (Autor:in), 2013, Mode und Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272333
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Leseprobe aus  31  Seiten
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