In der produzierenden Industrie steigen die Ansprüche an Produktvielfalt, Produktqualität, Lieferzeit, etc. kontinuierlich an. Der durch Globalisierung eines zusammenwachsenden Europas und die Verschmelzung der Weltmärkte entstehende Wettbewerbsdruck zwingt Untenehmen dieser Branche zu handeln und
ihre Produktion zu optimieren. Das „externe Wachstum“ ist eine Möglichkeit im Kampf um Marktanteile, seine Position gegenüber den Mitkonkurrenten zu verbessern und gleichzeitig Know-how in allen Unternehmensbereichen einzukaufen. In den letzten Jahren zeichnet sich deutlich
der Trend ab, durch externes Wachstum Unternehmensziele umzusetzen.
Eine Erklärung hierfür ist, dass sehr viele Märkte gesättigt sind und ein internes Wachstum durch Kapazitätsvergrößerungen nicht sinnvoll ist. Die Nachfrage ist nicht vorhanden. Trotz der Eindeutigkeit des Trends, ist die Fusion und ihre Vorteile umstritten. Verschiedenen Untersuchungen zu Folge bleibt der Erfolg oftmals aus.
Der größte Streitpunkt sind hierbei so genannte Synergieeffekte. Es können Kostenersparnisse
und Ertragssteigerungen erreicht werden, die z.B. durch Rationalisierungen und Redundanzvermeidungen erzielt werden. Synergieeffekte können physikalischer, physischer, biologischer, psychologischer oder ökonomischer Natur sein. Gerade bei Produktionsbetrieben, so würde man vermuten, sind große Potentiale zur Erreichung von Synergieeffekten vorhanden. Dabei gilt es vor allem, Synergiepotentiale
zu erkennen und diese in der Akquisitionsphase durch ein entsprechendes Management auch umzusetzen in Synergieeffekte bzw. Kostenvorteile. Die Frage, die sich stellt ist, ob in Produktionsbetrieben eine Fusion sinnvoll ist, und wenn ja, wie diese in welcher Form am schnellsten zum Erfolg führt. Verschiedenste Untersuchungen zu diesem Thema kommen zu teilweise erschreckenden Ergebnissen bezüglich der Attraktivität von Zusammenschlüssen. Es werden Misserfolgsquoten von bis zu 85% für Banken ausgewiesen.
Warum möchte ein Unternehmen ein anderes übernehmen? Welche Unternehmen sind sinnvolle Übernahmekandidaten? Gibt es einen Maßnahmenkatalog, der Erfolg bei einer Übernahme garantiert?
In dieser Arbeit wird auf den Bereich der Post-Merger-Integration als Bestandteil einer Akquisition eingegangen und untersucht, welche Problembereiche sich als entscheidend für Erfolg oder Misserfolg einer Übernahme darstellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen zu M&A:
- Einteilung von Zusammenschlüssen, Integrationsphasen
- Motive für Unternehmenszusammenschlüsse
- Synergie: umstrittener Begriff bei Unternehmenszusammenschlüssen
- Konkretisierung auf den Untersuchungsbereich
- Produktion als zentrales Element der Unternehmung im Maschinen- und Anlagenbau
- Produktion
- Logistik
- Aufgaben und Instrumente des Integrationsmanagements
- Integrationsmanagement funktionell und institutionell
- Tätigkeitsfelder des Integrationsmanagements → Integrationsaufgaben
- Mittel zur Durchsetzung der Integrationsaufgaben → Integrationsinstrumente
- Technisch-organisatorische Unterstützungselemente zur Integrationsgestaltung
- Allgemeine Erklärung des Computer Integrated Manufacturing
- Sinnvoller Einsatz des CIM in der Fertigung bei Zusammenschlüssen
- Einsatz von CIM zur Logistikkoordination bei Zusammenschlüssen
- Erklärung der Konzepte JIT, MRP und KANBAN
- Probleme im Kulturell-personellen Bereich bei Integrationen
- Vorgehensweise und Ziele der Untersuchung
- Gestaltung der Fragebögen
- Sinn der Einzelauswertung
- Zusammensetzung des Erfolgsindikators
- Vorgehensweise bei der kumulierten Auswertung
- Vorgehensweise bei den Interviews
- Datenauswertung
- Kumulierte Auswertung der Bögen
- Allgemeine Auswertungsergebnisse (Eckdaten / Brauchbarkeit)
- Differenzierte Auseinandersetzung (Erfolgsindikator)
- Einzelauswertung / Interviews
- Fazit der Auswertung
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Studienarbeit befasst sich mit der Erfolgsanalyse von Unternehmenszusammenschlüssen im Maschinen- und Anlagenbau. Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren und -hindernisse von M&A-Transaktionen in diesem Sektor zu identifizieren und zu analysieren.
- Analyse der Motive für Unternehmenszusammenschlüsse im Maschinen- und Anlagenbau
- Bedeutung von Synergieeffekten bei Integrationsprozessen
- Einfluss von Integrationsmanagement auf den Erfolg von M&A-Transaktionen
- Bewertung des Einsatzes von Computer Integrated Manufacturing (CIM) bei Zusammenschlüssen
- Herausforderungen im kulturell-personellen Bereich bei der Integration von Unternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Erfolgsanalyse von Unternehmenszusammenschlüssen im Maschinen- und Anlagenbau ein. Das zweite Kapitel behandelt die Grundlagen von M&A-Transaktionen, wobei die Einteilung von Zusammenschlüssen, die Integrationsphasen und die Motive für M&A-Transaktionen erläutert werden. Das dritte Kapitel widmet sich der Konkretisierung auf den Untersuchungsbereich und beleuchtet die Produktion als zentrales Element der Unternehmung im Maschinen- und Anlagenbau. Hierbei werden die Bereiche Produktion und Logistik näher betrachtet. Des Weiteren werden die Aufgaben und Instrumente des Integrationsmanagements sowie technisch-organisatorische Unterstützungselemente zur Integrationsgestaltung, wie z.B. Computer Integrated Manufacturing (CIM), behandelt. Das vierte Kapitel beschreibt die Vorgehensweise und die Ziele der Untersuchung. Im fünften Kapitel werden die Ergebnisse der Datenauswertung präsentiert, die sowohl kumulierte Auswertungen der Fragebögen als auch Einzelanalysen und Interviews umfassen.
Schlüsselwörter
Unternehmenszusammenschlüsse, Maschinen- und Anlagenbau, M&A, Integration, Synergieeffekte, Integrationsmanagement, CIM, JIT, MRP, KANBAN, Kulturelle Integration, Personelle Integration, Erfolgsfaktoren, Erfolgshindernisse
- Arbeit zitieren
- Christian Haupricht (Autor:in), 2002, Erfolgsanalyse von Unternehmenszusammenschlüssen im Maschinen- und Anlagenbau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27234