Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Investition und Finanzierung

Risiken auf dem liberalisierten Strommarkt

Eine Analyse existierender Risiken und den sich daraus ableitenden Instrumenten des Risikomanagements

Titel: Risiken auf dem liberalisierten Strommarkt

Seminararbeit , 2011 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Ortloff (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Vorzeiten gebrauchte der Mensch dieselben Energiequellen gleichsam der Tiere - Strahlen der Sonne und Muskelkraft. Erst vor ungefähr 500'000 Jahren lernte der Mensch den Umgang mit Feuer. Seitdem kam der Mensch nicht mehr ohne zusätzliche Energie aus. Vorwiegend verwendete er unversiegbare oder sich ständig erneuerbare Quellen wie Sonne, Holz, Wind und Wasser. Erst nach der Erfindung der Dampfmaschine vor etwa 200 Jahren fing der Mensch an, die immensen Brennstoffvorräte auszuschöpfen; vorerst Kohle, später dann Erdöl und Erdgas. Die ersten Wasserkraftwerke wurden gegen Ende des letzten Jahrhunderts gebaut und erst vor wenigen Jahrzehnten machte sich der Mensch die Kernspaltung zur Stromerzeugung zu Nutzen.
Seither ist Energie einer der wesentlichen Produktionsfaktoren in der Wirtschaft. Angesichts technischer Fortschritte verändert sich der Prozess der Energieförderung fortlaufend.(...) Gegenwärtig ist Energie nicht nur für den industriellen Bereich von Bedeutung, sondern auch für alle privaten Nutzer. Durch unsere Lebensweise sind wir mehr denn je von Energie abhängig. Folglich zeichnet sich der Strommarkt durch eine sehr preisunelastische Nachfrage aus.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einzelne Risiken hinsichtlich des Stromhandels zu identifizieren und Methoden des Risikomanagements aus Finanz- und Warenmärkten auf den Strommarkt zu übertragen und darzustellen.
Hinsichtlich weitreichender Veränderungen im Zuge der Strommarktliberalisierung und der sich daraus ergebende Einfluss auf das Strompreisrisiko wird die Strommarktöffnung in Kapitel 2 kurz erläutert. Da die Einrichtung einer Strombörse in Bezug auf den kurzfristigen Han-del von Strommengen und Handel zu spekulativen Zwecken unerlässlich war, wird diese Thematik auch ein knapper Bestandteil dieses Kapitels sein. Risiken einer Marktmacht auf dem liberalisierten Strommarkt werden auch Gegenstand von Kapitel 2 sein, da insbesondere in Zeiten von knappen Kapazitätsreserven, die Marktmacht eine signifikante Rolle für die Strompreisbildung einnehmen kann.
Einzelne Risiken für Erzeuger als auch für Abnehmer werden in Kapitel 3 aufgeführt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Preisvolatilität als großes Risiko am Strommarkt. Die sich daraus ableitenden Instrumente des Risikomanagements sind Gegenstand von Kapitel . Im Kapitel 5 wird ein Ausblick hinsichtlich der Preisschwankungen in Folge der Energiewende 2020 gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strommarkt

2.1 Marktliberalisierung

2.2 Strombörse

2.3 Marktmacht an der Strombörse

3. Risiken

3.1 Risiken für Erzeuger

3.1.1 Mengenrisiko

3.1.2 Kundenrisiko

3.1.3 Technisches Risiko

3.2 Risiken für Abnehmer

4. Risikomanagement

4.1 Derivate

4.1.1 Forwards

4.1.2 Futures

4.2 Andere Instrumente

4.2.1 Cross Hedging

4.2.2 Optionen

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einzelne Risiken hinsichtlich des Stromhandels zu identifizieren und Methoden des Risikomanagements aus Finanz- und Warenmärkten auf den Strommarkt zu übertragen und darzustellen.

  • Analyse des liberalisierten Strommarktes und der Rolle der Strombörsen.
  • Identifikation spezifischer Risiken für Erzeuger und Abnehmer.
  • Untersuchung von Preisschwankungen und Volatilitätsrisiken.
  • Darstellung von Instrumenten des Risikomanagements (Derivate, Futures, Optionen).
  • Ausblick auf die Auswirkungen der Energiewende auf Preisrisiken.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Mengenrisiko

Aufgrund der bereits erwähnten fehlenden Lagerfähigkeit des Stroms ist kein Schutz vor Mengenschwankungen durch physische Lagerhaltung möglich. Aus diesem Grund sind Stromversorger gezwungen, sich durch möglichst genaue Prognosen von Produktion und Konsum sowie durch das Vorhalten von Reservekapazitäten bzw. passender Optionskontrakte auf Mengenrisiken einzustellen. Mengenrisiken wirken sich auf das Preisrisikomanagement aus, welches im nachstehenden Kapitel beleuchtet wird. Wetter und Kundenverhalten sind die Hauptgründe für Mengenabweichungen. Auf Seiten der Stromnachfrage stellt die Wärme und Kälteproduktion mit Strom ein Teil des Wetterrisikos dar. Die Pegelstände von Flüssen, die zur Kühlung von Kraftwerken dienen, und die an Niederschläge gebundenen Zuflüsse in Wasserkraftwerke sind wirksam auf Seiten der Stromanbieter. Energieversorger und besonders Rückversicherungen entwerfen und handeln Wetterderivate, um Wetterrisiken ausgleichen zu können.

Ebenso hat auch der Einfluss des Kundenverhaltens auf das Mengenrisiko zwei wirksame Bestandteile. Innerhalb eines mit einem Energieversorger geschlossenen Stromliefervertrages führt variierendes Konsumverhalten des Kunden zu schwankenden Strommengen. Weiterhin führt ein möglicher Wechsel des Stromversorgers auf Seiten des Kunden „[…] nach Vertragskündigung bei Nichtkongruenz von Bezugs- und Lieferverträgen zu einem Mengenrisiko beim Versorger.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Energienutzung und Darlegung der Zielsetzung, Risiken im Stromhandel zu identifizieren und Risikomanagementmethoden zu analysieren.

2. Strommarkt: Erläuterung der Marktliberalisierung, der Funktion der Strombörse und der Problematik der Marktmacht bei der Preisbildung.

3. Risiken: Detaillierte Betrachtung der Risikotypen für Erzeuger, insbesondere Mengen- und technische Risiken, sowie Analyse der Preis- und Volatilitätsrisiken für Abnehmer.

4. Risikomanagement: Vorstellung verschiedener Finanzinstrumente wie Forwards, Futures, Cross Hedging und Optionen zur Absicherung gegen Markt- und Preisrisiken.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Risikomanagement-Notwendigkeit und Ausblick auf die Auswirkungen der Energiewende auf zukünftige Strompreisrisiken.

Schlüsselwörter

Strommarkt, Marktliberalisierung, Strombörse, Marktmacht, Risikomanagement, Preisrisiko, Volatilitätsrisiko, Mengenrisiko, Derivate, Forwards, Futures, Cross Hedging, Optionen, Energiewende, Strompreis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Risiken, die durch die Liberalisierung des Strommarktes entstanden sind, und untersucht Instrumente, um diese Risiken zu beherrschen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Aufbau des Strommarktes, die Identifikation von Erzeuger- und Abnehmerrisiken sowie Methoden des finanziellen Risikomanagements.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifizierung von Handelsrisiken und die Übertragung bewährter Instrumente aus dem Finanz- und Warenmarktsektor auf den Strommarkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse von Marktmechanismen und Literaturquellen, um Risiken aufzuzeigen und Risikomanagementinstrumente darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Strommarktes, die Kategorisierung spezifischer Risiken für verschiedene Akteure und die Erklärung technischer Absicherungsinstrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strommarkt, Risikomanagement, Volatilität, Derivate und Energiepolitik charakterisiert.

Warum ist das Mengenrisiko für Stromversorger so kritisch?

Da Strom aufgrund der fehlenden Lagerfähigkeit zeitgleich mit dem Verbrauch produziert werden muss, führen Mengenschwankungen direkt zu Versorgungsengpässen oder wirtschaftlichen Verlusten.

Wie beeinflusst die Energiewende die Preisbildung?

Die Energiewende erhöht durch hohe Investitionskosten und die Unvorhersehbarkeit erneuerbarer Energien das allgemeine Preisrisiko und die Volatilität am Strommarkt.

Was unterscheidet Futures von Forwardkontrakten?

Der Hauptunterschied liegt in der Standardisierung: Futures sind börsengehandelte, standardisierte Produkte, während Forwards oft als maßgeschneiderte, außerbörsliche (OTC) Verträge konzipiert sind.

Was ist der Vorteil von Optionen gegenüber Futures beim Hedging?

Optionen gewähren dem Inhaber das Recht, nicht aber die Pflicht zum Kauf oder Verkauf, wodurch man sich gegen negative Marktentwicklungen absichern kann, ohne potenzielle Gewinnchancen vollständig aufzugeben.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Risiken auf dem liberalisierten Strommarkt
Untertitel
Eine Analyse existierender Risiken und den sich daraus ableitenden Instrumenten des Risikomanagements
Hochschule
Hochschule Reutlingen
Note
1,7
Autor
Laura Ortloff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V272346
ISBN (eBook)
9783656644378
ISBN (Buch)
9783656695370
Sprache
Deutsch
Schlagworte
risiken strommarkt eine analyse instrumenten risikomanagements
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Ortloff (Autor:in), 2011, Risiken auf dem liberalisierten Strommarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272346
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum