Esperanto. Erfolg einer Plansprache


Hausarbeit, 2012
16 Seiten, Note: 1.7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Dr. Ludwig Lazarus Zamenhof

3 Die Geschichte von Esperanto

4 Die Aussprache von Esperanto

5 Die Morphologie von Esperanto
5.1 Die lexikalischen Wortklassen
5.2 Die grammatikalischen Wortklassen
5.3 Die Zahlen
5.4 Die Wortbildung

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Jahr 1887 wird von Dr. Ludwig Lazarus Zamenhof unter dem Pseudonym Dr. Esperanto seine internationale Sprache herausgebracht. Daraus hat sich schließlich auch Esperanto als Name der Sprache entwickelt.

Die vorliegende Seminararbeit wird sich mit dieser Plansprache beschäftigen.

Schätzungen zufolge sprechen 1-18 Millionen Menschen Esperanto (vgl. Maul 1987, 3). In der Staatsbibliothek zu Berlin kann man einen Umfang an Werken in Esperanto von über 2000 Stück einsehen (vgl. http://staatsbibliothek-berlin.de/sammlungen/a-z/esperanto-sammlung.html). Der Gründer selber hat ebenfalls zu dieser Sammlung beigetragen, er hat Poesie in Esperanto verfasst und einige Werke in Esperanto übersetzt. Die berühmtesten Übersetzungen sind zum Beispiel Hamlet und vor allem die des Alten Testaments.

Obwohl Esperanto eine Plansprache ist, gibt es auch Muttersprachler. Diese und einige, die Esperanto später erst erlernt haben, treffen sich häufig in sogenannten Esperanto-Clubs, die es in vielen größeren Städten zu finden gibt (vgl. Maul 1987, 18).

Die Beliebtheit dieser Sprache und deren Verbreitung in der Welt, haben dieses Thema für mich interessant gemacht, sodass ich es als mein Seminararbeitsthema gewählt habe.

Im Folgenden wird nun erläutert, wie die Arbeit aufgebaut ist und wie vorgegangen wird.

Um einen Einstieg in das Thema zu finden, wird als Erstes der Gründer Dr. Ludwig Lazarus Zamenhof vorgestellt. Es werden dabei Daten und Fakten erläutert und die Beweggründe Zamenhofs, eine neue Sprache zu erfinden.

In dem drauffolgenden Teil wird dann auf die Geschichte des Esperanto näher eingegangen. Im Besonderen liegt dabei der Schwerpunkt auf der weiteren Entwicklung dieser Sprache.

Darauf wird die Aussprache des Esperanto folgen und letztlich wird die Morphologie eingehend betrachtet. Dabei wird unterschieden in lexikalische und grammatikalische Wortklassen, es werden die Zahlen vorgestellt und die Wortbildung mit Hilfe von Affixen wird aufgezeigt.

Das Ziel dieser Arbeit soll sein, herauszufinden, wie erfolgreich Esperanto heute noch ist und wieso sich Esperanto durchgesetzt hat, während andere Plansprachen zumeist unbekannt geblieben sind.

2 Dr. Ludwig Lazarus Zamenhof

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist Dr. Zamenhof der Begründer der Plansprache Esperanto, welche er unter dem Pseudonym Dr. Esperanto 1887 veröffentlicht hat. Aber zunächst werden seine Daten, Fakten und Beweggründe, eine neue Sprache zu erfinden, vorgestellt.

Zamenhof wird am 15. Dezember 1859 in Białystok geboren. Dies ist eine, die Ethik betreffend, gemischte Stadt, in der Polen, Deutsche und jiddisch sprechende Juden leben.

Sein Vater Markus ist ein Russe und ein Atheist, während seine Mutter Rozalja sehr religiös ist und jiddisch spricht.

In Moskau und später in Warschau studiert er Medizin und in Wien spezialisiert er sich auf Augenheilkunde.

Im Jahr 1887 heiratet er Klara Silbernik und bekommt drei Kinder mit ihr. Eine seiner Töchter, Lidia, ist besonders begeistert von Esperanto, sie lehrt und verbreitet die Sprache (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwik_Lejzer_Zamenhof).

Schon als Kind interessiert er sich für Fremdsprachen, er beherrscht russisch, polnisch, jiddisch, deutsch, französisch, griechisch, lateinisch, englisch und hebräisch, was daran zu erkennen ist, dass er unter anderem das gesamte Alte Testament vom Hebräischen in Esperanto übersetzt.

Er denkt schon im frühen Alter über eine neue und leicht zu erlernende Sprache

nach, „...die der zerstrittenen Menschheit ein neutrales Forum liefern könnte.“

(http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwik_Lejzer_Zamenhof). Sein Ziel ist es die Menschheit mit einer Einheitssprache zu einigen.

1887 veröffentlicht er seine Internationale Sprache, wie Esperanto anfänglich heißt, in verschiedenen Sprachen. Am 21. Mai gibt er zunächst in Warschau sein Lehrbuch auf russisch, am 9. Juli auf polnisch und im selben Jahr auch auf deutsch heraus (vgl. Schulz 1979, 45). Er veröffentlicht die Broschüren aber unter dem Pseudonym Dr. Esperanto, was sich später auch als Name der Sprache durchsetzt.

Dieses Werk erscheint zunächst im Selbstverlag, da er keinen Verlag finden kann. Die Broschüre umfängt 40 Seiten und besteht aus drei Teilen: 1. ein Vorwort und erste Texte in Esperanto, 2. das vollständige Lehrbuch bestehend aus dem Alphabet und den grammatischen Regeln und 3. einem Wörterbuch Esperanto-Russisch (vgl. Philippe 1991, 33f.)

Zamenhof bringt zudem regelmäßig Zeitschriften und Adressbücher in Esperanto heraus, was als Ausnahme bei einer Plansprache zu sehen ist.

Zamenhof verzichtet aber auf seine Rechte an der Sprache, um die notwendige Entwicklung zur Sprechsprache nicht zu behindern (ebd.: 34).

Am 14. April 1917 stirbt er in Warschau.

3 Die Geschichte von Esperanto

Ursprünglich existiert die Sprache nur in schriftlicher Form. Wie bereits erwähnt, wird am 21. Mai 1887 Zamenhofs internationale Sprache unter dem Pseudonym Dr. Esperanto herausgebracht.

Im Laufe der Zeit hat sich Esperanto immer mehr durchgesetzt und sich weiter verbreitet. So wird zum Beispiel im Jahr 1887 das Lehrbuch bereits in vier Sprachen veröffentlicht (vgl. Schulz 1979, 45).

Bereits in dem darauffolgenden Jahr wird von Leopold Einstein die erste Gruppe der Esperantisten gegründet, auf die noch mehrere folgen.

1905 findet der erste Esperanto-Weltkongress in Frankreich statt und ein Jahr später entsteht der Deutsche-Esperanto-Bund und 1908 der Esperanto-Weltbund.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Esperanto. Erfolg einer Plansprache
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1.7
Autor
Jahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V272351
ISBN (eBook)
9783656638544
ISBN (Buch)
9783656638537
Dateigröße
505 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Esperanto, Zamenhof, Morphologie
Arbeit zitieren
Johanna Wessely (Autor), 2012, Esperanto. Erfolg einer Plansprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272351

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