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Fragen und Probleme zum Thema des ärztlich assistierten Suizids und der Sterbehilfeorganisationen

Titel: Fragen und Probleme zum Thema des ärztlich assistierten Suizids und der Sterbehilfeorganisationen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 22 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Johanna Wessely (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Sterbehilfe. Dabei wird eine Definition von Euthanasie gegeben, sowie ihre Geschichte vorgestellt. Außerdem findet eine Unterscheidung der verschiedenen Arten statt: die aktive und passive Sterbehilfe und die Beihilfe zum Selbstmord.
Zudem werden Sterbehilfeorganisationen vorgestellt.
Besonders interessant ist der Exkurs zu einer Palliativstation, wobei mit Hilfe eines Interviews eine Alternative zur Sterbehilfe aufgezeigt werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Euthanasie

3 Geschichte der Euthanasie

4 Vorstellung der verschiedenen Arten

4.1 Die aktive Sterbehilfe

4.2 Die passive Sterbehilfe

4.3 Die Beihilfe zum Selbstmord

5 Die Sterbehilfeorganisationen

6 Exkurs: Interview Palliativstation

7 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen ethischen Fragen und Probleme rund um das Thema des ärztlich assistierten Suizids und der Tätigkeit von Sterbehilfeorganisationen. Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe zu definieren, ihre geschichtliche Entwicklung aufzuzeigen und sie einer kritischen Betrachtung im Kontext der Palliativmedizin gegenüberzustellen.

  • Definition und begriffliche Abgrenzung von Euthanasie und Sterbehilfe
  • Historische Entwicklung der Euthanasie vom Altertum bis zur Gegenwart
  • Unterscheidung zwischen aktiver, passiver Sterbehilfe und Beihilfe zum Selbstmord
  • Analyse der Arbeitsweise und Philosophie von Sterbehilfeorganisationen wie Dignitas und Exit
  • Gegenüberstellung von Sterbehilfe und palliativmedizinischen Alternativen

Auszug aus dem Buch

4.1 Die aktive Sterbehilfe

Von einer aktiven Sterbehilfe lässt sich dann reden, wenn bewusst und vorsätzlich gehandelt wird, was unmittelbar und wohlwissend zum Tod bzw. zur vorzeitigen Beendigung von menschlichem Leben führen soll. Es werden demnach zielbringend Medikamente gegeben, die zum Tod führen werden. Wichtig dabei ist, dass der Betroffene diese nicht eigenständig zu sich führt, sondern dass dies von außen geschieht. Dabei sind verschiedene Erscheinungsformen zu berücksichtigen, wie zum Beispiel die unterschiedlichen Täter : ein Arzt, ein Angehöriger oder eine andere Person. Oder auch damit verbunden die Absichten des Täters, und des weiteren von Bedeutung ist der Zustand des Sterbenden.

In Deutschland und auch sonst fast weltweit ist die aktive Sterbehilfe verboten und wird auch bestraft im Rahmen der Tötung auf Verlangen nach StGB § 216 mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Sollte der Sterbende jedoch nicht zurechnungsfähig sein, so ist sogar eine Verurteilung wegen Totschlags anzusetzen, welche noch höher geahndet wird.

Besonders wichtig bei der Definition der aktiven Sterbehilfe ist die Unterscheidung zwischen der direkten aktiven Sterbehilfe und der indirekten aktiven Sterbehilfe. Man spricht von einer indirekten aktiven Sterbehilfe, wenn es sich um eine Handlung der Medizin handelt, „...die dem Betroffenen im eigenen Sterbeprozess helfen soll.“. Es ist demnach eine Nebenwirkung von einer Behandlung, die nicht absichtlicht und bewusst herbeigeführt wird. Ein praktisches Beispiel dafür ist die Verabreichung von Schmerzmitteln, die dem Patienten gegeben werden, um ihn zu unterstützen und nicht um des Sterbens willen. Da die Strafgerichte es zulassen, dass einem Patienten Schmerzmittel verabreicht werden, die auch Nebenwirkungen wie den Tod haben können, treten für den behandelnden Arzt in diesen Fällen keine juristische Konsequenzen ein, wenn die Gabe dieser Medikamente dem Wunsch des Betroffenen entspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die ethische Thematik des Sterbens ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Sterbehilfe.

2 Definition Euthanasie: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Euthanasie und assisted suicide und erläutert die Schwierigkeiten einer moralisch neutralen Begriffsdefinition.

3 Geschichte der Euthanasie: Es wird die historische Wandlung des Euthanasiebegriffs von der Antike bis zum 20. Jahrhundert und der Einfluss gesellschaftlicher sowie religiöser Strömungen dargestellt.

4 Vorstellung der verschiedenen Arten: Die verschiedenen Formen wie aktive, passive Sterbehilfe und Beihilfe zum Selbstmord werden detailliert voneinander abgegrenzt.

5 Die Sterbehilfeorganisationen: Dieses Kapitel stellt die Organisationen Dignitas und Exit sowie deren Arbeitsweisen und Voraussetzungen für eine Begleitung in den Freitod vor.

6 Exkurs: Interview Palliativstation: Ein Experteninterview mit einer Palliativmedizinerin zeigt eine alternative Sichtweise zur Sterbehilfe auf.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Kontroversen zusammen und hebt die Bedeutung der palliativmedizinischen Begleitung als Alternative zur organisierten Sterbehilfe hervor.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Euthanasie, assistierter Suizid, Palliativmedizin, Dignitas, Exit, Bioethik, Sterbebegleitung, Lebenswert, Patientenautonomie, Freitod, Tötung auf Verlangen, Sterbenlassen, ethische Normen, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethischen, juristischen und medizinischen Problemstellungen rund um den ärztlich assistierten Suizid und die Arbeit von Sterbehilfeorganisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Begriffsdefinition von Euthanasie, die geschichtliche Entwicklung, die rechtliche Situation sowie die Abgrenzung zur palliativmedizinischen Sterbebegleitung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die verschiedenen Arten der Sterbehilfe zu schaffen und kritisch zu hinterfragen, ob diese Organisationen tatsächlich den Menschen in den Mittelpunkt stellen oder ob Alternativen wie die Palliativmedizin vorzuziehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem Exkurs in Form eines Experteninterviews mit der Leiterin einer Palliativstation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, historische Hintergründe, die Differenzierung der Sterbehilfeformen sowie die Analyse der Arbeitsweisen von Organisationen wie Dignitas und Exit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Sterbehilfe, Euthanasie, assistierter Suizid, Palliativmedizin, Selbstbestimmung und Patientenautonomie.

Wie unterscheiden sich direkte und indirekte aktive Sterbehilfe?

Bei der direkten aktiven Sterbehilfe wird der Tod vorsätzlich und zielgerichtet herbeigeführt. Die indirekte Sterbehilfe hingegen zielt auf die Linderung von Leiden ab, wobei ein beschleunigter Tod als in Kauf genommene Nebenwirkung auftritt.

Welche Kritik äußert die Autorin an Sterbehilfeorganisationen?

Die Autorin kritisiert, dass bei Sterbehilfeorganisationen oft der Anschein einer kommerziellen Dienstleistung entsteht und die individuellen Bedürfnisse des Menschen im Sterbeprozess hinter der organisierten Abwicklung zurücktreten könnten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fragen und Probleme zum Thema des ärztlich assistierten Suizids und der Sterbehilfeorganisationen
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2.3
Autor
Johanna Wessely (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V272352
ISBN (eBook)
9783656643623
ISBN (Buch)
9783656643616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sterbehilfe Euthanasie Palliativstation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Wessely (Autor:in), 2013, Fragen und Probleme zum Thema des ärztlich assistierten Suizids und der Sterbehilfeorganisationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272352
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Leseprobe aus  22  Seiten
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