Das Trilemma der Erkenntnis


Essay, 2011

6 Seiten


Leseprobe

Dieses Essay wird sich eingehender mit dem Trilemma der Erkenntnis beschäftigen und wird versuchen, die Frage zu beantworten, ob man diesem Trilemma entrinnen kann oder ob sich dies als unmöglich erweisen wird.

Zunächst wird geklärt, was ein Trilemma überhaupt ist und woher diese Bezeichnung kommt und im Laufe der Arbeit wird dann mehr ins Detail gegangen, um letztlich die im Thema der Arbeit implizierte Frage beantworten zu können.

Mit dem Trilemma wird gezeigt, dass man Aussagen im Grunde nicht abschließend begründen kann. Denn wenn man Begründungen verlangt, muss man sich auf Erkenntnisse stützen, die ebenfalls einer Begründung bedürftig sind.[1]

Wenn man den Willen zur Gewissheit hat, gelangt man in eine Situation, in der man drei Alternativen zur Auswahl hat.

Zum einen den infiniten Regress (regressus ad infinitum), welcher besagt, dass jede Begründung wiederum begründet werden muss. Somit müsste man immer weiter zurückgehen in seiner Begründung, was praktisch nicht durchführbar ist. Es lässt sich sagen, dass die Deduktion niemals ein natürliches Ende finden wird bei dieser Alternative, wenn man nicht bereit ist, einen Satz ohne weitere Begründung zu verifizieren oder zu falsifizieren.[2] An dieser Stelle sei ein praktisches Beispiel zum besseren Verständnis genannt: z.B. Die Frage nach dem Menschen und woher dieser kommt. Eine mögliche Antwort darauf wäre, dass wir von Adam und Eva abstammen. Darauf aber kann die Frage gestellt werden, wer denn diese beiden Menschen geschaffen hat, dessen Antwort Gott wäre. Die logischerweise darauffolgende Frage müsste dann lauten, wer Gott geschaffen hat. Es ist demnach feststellbar, dass jede Beantwortung eine weitere Frage mit sich bringt und man somit immer weiter zurückgehen muss in seiner Begründung beziehungsweise in seiner Beantwortung. Das ist auch zu vergleichen mit dem Verhalten von zumeist kleineren Kindern, die bei jeder Beantwortung einer Frage mit einem weiteren Warum? weiterfragen.

Zum anderen wäre der logische Zirkel in der Deduktion (petitio principii). Bei dieser Alternative verläuft die Begründung im Kreis, da man zur Begründung auf Aussagen zurückgreift, die bereits vorher als begründungsbedürftig galten. Aufgrund der

[...]


[1] Vgl. Albert (1975), S. 13

[2] Vgl. Popper (2010), S. 155

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Das Trilemma der Erkenntnis
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Autor
Jahr
2011
Seiten
6
Katalognummer
V272362
ISBN (eBook)
9783656643609
ISBN (Buch)
9783656643586
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trilemma der Erkenntnis
Arbeit zitieren
Johanna Wessely (Autor), 2011, Das Trilemma der Erkenntnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272362

Kommentare

  • Gast am 23.5.2016

    Die Seitenangabe von 6 Seiten stimmt hier nicht: geht man rein vom Fließtext aus, sind es knapp 3,5 Seiten.
    Das Fazit beschränkt sich auf eine halbe Seite, auf der nicht besonders aufschlussreich begründet ist, wie es zu diesem kommt.

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