Anlass und Ursachen des Peloponnesischen Krieges


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2008

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

1. Inhaltsverzeichnis:

2. Einleitung und These

3. Der Anlass des Peloponnesischen Krieges
3.1 Der Konflikt um Epidamnos
3.2 Der Konflikt um Poteidaia
3.3 Das Megarische Psephisma
3.4 Kriegsbeschluss der Spartaner

4 Die Ursachen des Peloponnesischen Krieges
4.1 Korinths Eingreifen in Epidamnos
4.2 Die Kriegsbefürworter in Sparta
4.3 Athens und Spartas Abhängigkeit von ihren Mitgliedsstaaten
4.4 Das Machtstreben der Athener
4.5 Das athenische Selbstbewusstsein

5. Fazit

6. Bibliographie

2. Einleitung und These:

In dieser Arbeit möchte ich den Anlass und die Ursachen darstellen, die im Jahre 432/431 v. Chr. zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges zwischen Athen und Sparta geführt haben.

Ich werde versuchen zu erklären, warum der auf dreißig Jahre festgelegte Friedensvertrag zwischen Athen und Sparta bereits nach 15 Jahren gebrochen wurde.

Ich habe mich dazu entschlossen, die Ereignisse um Epidamos, Potaida und Megara als Anlass des Krieges zusammenzufassen und diesen zuerst zu behandeln. Dadurch kann ich bei der Behandlung der Ursachen direkt auf die bereits vorher erwähnten Ereignisse eingehen.

Als Grundlage meiner Arbeit benutze ich das von Thukydides verfasste Werk „Der Peloponnesische Krieg“. Thukydides erlebte den Krieg als aktiver Teilnehmer und sein Werk gilt heute als der Beginn der wissenschaftlichen Geschichtsschreibung.

Im Laufe der Arbeit möchte ich versuchen folgende These zu bestätigen oder zu verneinen:

These:

1. Die Hauptschuld für den Kriegsausbruch liegt bei den Athenern und ihrem übertrieben Selbstbewusstsein.

3.Der Anlass des Peloponnesischen Krieges:

3.1 Der Konflikt um Epidamnos:

Die Ereignisse die zum Peloponnesischen Krieg führten begannen in Epidamnos, weit außerhalb des von Athen und Sparta dominierten Bereiches. Epidamnos lag an der Ostküste der Adria und war über 100 Meilen von Kerkyra entfernt. Epidamnos war unumstritten eine Kerkyraische Kolonie, wobei Kerkyra selbst eine ehemalige Kolonie der Korinther war. Im Jahre 437 oder 436 v. Chr. kam es in Epidamnos zu sozialen Unruhen. Die demokratische Fraktion verbannte die Aristokraten aus der Stadt, die sich nun mit den Barbaren zusammenschlossen und die Stadt angriffen. Die Demokraten sandten Botschafter nach Kerkyra und baten um Unterstützung. Als die Kerkyraier sich weigerten zu helfen, übergaben die Demokraten Epidamnos an die Korinther und erklärten, dass die Gründer ihrer Stadt aus Korinth und nicht aus Kerkyra gekommen wären. Die Korinther nahmen diese Einladung an und schickten Wachtruppen zur Unterstützung nach Epidamnos.[1]

Doch die Intervention der Korinther war eine Provokation für die Kerkyraier, welche diese nicht hinnehmen konnten, und sie begannen daraufhin Epidamnos zu belagern.

In kleineren Gefechten bei Leukimme und bei Epidamnos besiegten die Kerkyraier die Korinther und ihre Verbündeten.[2] Kerkyra begann mit Überfällen auf Städte des Korinthischen Bundes, um diesen zu schwächen. Die Korinther sandten Schiffe und ein Heer aus, um ihre Verbündeten zu unterstützen.[3]

Als die Kerkyraier erkannten, dass sie sich einem Korinthischen Großangriff gegenübersahen, ersuchten sie in Athen um Unterstützung. Die Athener lehnten ein Bündnisangebot Kerkyras ab, erklärten sich aber mit einem Verteidigungsbündnis einverstanden und entsandten Schiffe nach Kerkyra. Ende August 433 v. Chr. kam es bei den Sybota - Inseln zum Kampf zwischen Korinth und Kerkyra. Durch das Eingreifen einiger athenischer Schiffe konnte die überlegene und bis zu diesem Zeitpunkt siegreiche Korinthische Flotte zum Rückzug gezwungen werden.[4]

[...]


[1] Vgl. Kagan, Donald: The Outbreak of the Peloponnesian War. Ithaca / New York. 1969. S.205ff

[2] Vgl. Welwei, Karl-Wilhelm: Das klassische Athen. Darmstadt. 1999. S.140f

[3] Vgl. Thukydides / Landmann, Georg Peter (Hrsg. u. Übers.): Der Peloponnesische Krieg. Düsseldorf / Zürich. 2002. 1, 30,

[4] Vgl. Wellwei S.144f

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Anlass und Ursachen des Peloponnesischen Krieges
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V272378
ISBN (eBook)
9783656644231
ISBN (Buch)
9783656644194
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anlass, ursachen, peloponnesischen, krieges
Arbeit zitieren
Max Meier (Autor), 2008, Anlass und Ursachen des Peloponnesischen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272378

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