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Gestaltungsmittel des Horrorfilms "The Blair Witch Project" (1999) als Angstauslöser

Emotionen und Bedürfnisbefriedigung als zentrale Elemente des Horrorfilms

Titel: Gestaltungsmittel des Horrorfilms "The Blair Witch Project" (1999) als Angstauslöser

Bachelorarbeit , 2014 , 84 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Pia Weiler (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Keine Starbesetzung, keine Musik, keine Special Effects, keine Kulissen – und auch kein Monster. Das ist die Erfolgsgeschichte des Horrorfilms The Blair Witch Project, der von vielen als außergewöhnlichster seiner Zeit bezeichnet wurde.
Das Ziel von Horrorfilmen ist es, Angst und Schrecken zu verbreiten. Das ist auch der Grund, weshalb das Publikum wie in keinem anderen Genre so geteilter Meinung ist. (Vgl. Maiwald 2007: o.S.).

Heute ist das Wort „Horror“ negativ behaftet. Doch in altertümlichen Sprachen hatte das Wort durchaus noch eine vielseitigere Bedeutung: So bedeutet es im Griechischen zwar Angst und Furcht, wohingegen im Lateinischen von Wonneschauer bis heilige Scheu gesprochen wurde. (Vgl. Baumann 1989: 29).
Horrorfilme versuchen, genau diese Lust an der Angst anzusprechen. Die Handlungsstruktur in Horrorfilmen ist häufig gleich – meist Jugendliche fahren an einen verlassenen Ort und werden dort von bösen Wesen überrascht, denen sie entkommen müssen. Jedoch gibt es ein paar Ausnahmen. Der Film The Blair Witch Project ist einer von ihnen. Er war der erste Film, der es überwiegend der Phantasie der ZuschauerInnen selbst überließ, in ihren Köpfen ein böses Wesen zu kreieren, das nicht von der Kamera gezeigt wird. Die Phantasie der ZuschauerInnen ist demnach der größte Herd der Angst, wodurch bei vielen ZuschauerInnen sehr starke Emotionen hervorgerufen werden, deren Intensität für viele, im Hinblick auf andere Horrorfilme zu dieser Zeit, neu war. Es sich lohnt deshalb diesem, in seiner Machart richtungsweisenden Film, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

So soll im Forschungsgegenstand Horrorfilm und dessen Bedürfnisbefriedigung der Zuschauer nach Angstempfinden ein größerer Facettenreichtum nachgewiesen werden, um so weiteren kommunikationswissenschaftlichen Untersuchungen auf diesem Gebiet ein größeres Spektrum dieser Bedürfnisitems anbieten zu können. Zentrale Forschungsfrage soll deshalb lauten:

"Inwiefern besitzen Gestaltungsmerkmale des Horrorfilms The Blair Witch Project das Potential Angst auszulösen?"

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmungen

2.2 Historische Entwicklung des Horrorgenres

3. Der Film The Blair Witch Project

3.1 Handlung

3.2 Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des Films

3.3 Produktions- und Vertriebsphase

4. Theorie: Emotionen und Bedürfnisbefriedigung als zentrale Elemente des Horrorfilms

4.1 Uses-and-Gratifications Ansatz

4.2 Historische Auseinandersetzung mit dem Angstbegriff und Erkenntnisse daraus für den Film

4.3 Emotionen im Film

4.4 Psychologie der Angst

4.5 Meta-Emotionen

5. Methode: Qualitative Inhaltsanalyse

5.1 Narration und Dramaturgie

5.2 Ästhetik und Gestaltung

5.2.1 Kamera

5.2.2 Licht, Ton und Schnitt

6. Ergebnisse und Interpretation

6.1 Narration und Dramaturgie des Films und Auswirkung auf das Angstempfinden

6.2 Ästhetik und Gestaltung des Films und Auswirkung auf das Angstempfinden

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die filmischen Gestaltungsmerkmale von The Blair Witch Project dazu geeignet sind, beim Zuschauer Angst zu erzeugen. Dabei wird analysiert, wie durch den Verzicht auf explizite Monsterdarstellungen und den Einsatz eines dokumentarischen Handkamera-Stils die menschliche Phantasie zur Angstbildung angeregt wird.

  • Qualitative Analyse der filmischen Ebenen Narration und Dramaturgie
  • Untersuchung ästhetischer Gestaltungsmittel wie Kameraeinstellungen und Licht
  • Anwendung des Uses-and-Gratifications-Modells zur Erklärung der Horrorfilm-Rezeption
  • Analyse der Wirkung von Found-Footage-Strukturen auf das Authentizitätsempfinden
  • Betrachtung von Meta-Emotionen im Kontext des Angstempfindens

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Keine Starbesetzung, keine Musik, keine Special Effects, keine Kulissen – und auch kein Monster. Das ist die Erfolgsgeschichte des Horrorfilms The Blair Witch Project, der von vielen als außergewöhnlichster seiner Zeit bezeichnet wurde.

Das Ziel von Horrorfilmen ist es, Angst und Schrecken zu verbreiten. Das ist auch der Grund, weshalb das Publikum wie in keinem anderen Genre so geteilter Meinung ist: Für die einen ist es Spannung pur und Nervenkitzel. Es ist ein verbreitetes Phänomen, dass sich junge Erwachsene sich gerne zusammensetzen, um einen Horrorfilm anzusehen. Sie möchten sich gemeinsam den gruseligen Elementen aussetzen. Dies gilt sozusagen als erste Mutprobe. Für die Anderen ist es ein ekelerregendes Genre, dem sie lieber aus dem Weg gehen. (Vgl. Maiwald 2007: o.S.).

Heute ist das Wort „Horror“ negativ behaftet. Doch in altertümlichen Sprachen hatte das Wort durchaus noch eine vielseitigere Bedeutung: So bedeutet es im Griechischen zwar Angst und Furcht, wohingegen im Lateinischen von Wonneschauer bis heilige Scheu gesprochen wurde. So haben schon die alten Römer entdeckt, dass Angst und Furcht auch als lustvoll erlebt werden können. (Vgl. Baumann 1989: 29). Im wahren Leben setzt sich jedoch kaum jemand freiwillig einer gefährlichen Situation aus, um Angst zu verspüren.

Horrorfilme versuchen, genau diese Lust an der Angst anzusprechen. Die Handlungsstruktur in Horrorfilmen ist häufig gleich – meist Jugendliche fahren an einen verlassenen Ort und werden dort von bösen Wesen überrascht, denen sie entkommen müssen. Jedoch gibt es ein paar Ausnahmen. Der Film The Blair Witch Project ist einer von ihnen. Er war der erste Film, der es überwiegend der Phantasie der ZuschauerInnen selbst überließ, in ihren Köpfen ein böses Wesen zu kreieren, das nicht von der Kamera gezeigt wird. Die Phantasie der ZuschauerInnen ist demnach der größte Herd der Angst, wodurch bei vielen ZuschauerInnen sehr starke Emotionen hervorgerufen werden, deren Intensität für viele, im Hinblick auf andere Horrorfilme zu dieser Zeit, neu war. Es sich lohnt deshalb, diesem in seiner Machart richtungsweisenden Film besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Genre Horror ein und erläutert die Relevanz von The Blair Witch Project als richtungsweisender Film, der verstärkt auf die Phantasie des Publikums setzt.

2. Grundlagen: Hier werden Definitionen des Horror-Genres sowie dessen historische Entwicklung aufgezeigt, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

3. Der Film The Blair Witch Project: Dieses Kapitel behandelt die Handlung, die Entstehungsgeschichte sowie die innovative Produktions- und Vertriebsstrategie des Films.

4. Theorie: Emotionen und Bedürfnisbefriedigung als zentrale Elemente des Horrorfilms: Dieser Teil beleuchtet psychologische und filmwissenschaftliche Aspekte, insbesondere den Uses-and-Gratifications-Ansatz, die Psychologie der Angst und Meta-Emotionen.

5. Methode: Qualitative Inhaltsanalyse: Hier wird die methodische Vorgehensweise nach Lothar Mikos dargelegt, wobei der Fokus auf den Ebenen Narration, Dramaturgie, Ästhetik und Gestaltung liegt.

6. Ergebnisse und Interpretation: In diesem Kapitel werden die Analyseergebnisse präsentiert und interpretiert, wie die filmischen Mittel im analysierten Werk spezifische Angstgefühle hervorrufen.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die langfristige Wirkung und Einzigartigkeit des Films für das Horrorgenre.

Schlüsselwörter

Horrorfilm, The Blair Witch Project, Angstempfinden, Found-Footage, Dramaturgie, Filmästhetik, Medienwirkung, Uses-and-Gratifications, Meta-Emotionen, Spannungsaufbau, Zuschauerrezeption, Handkamera, Phantasie, Authentizität, Inhaltsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die formalästhetischen und narrativen Gestaltungsmittel des Horrorfilms "The Blair Witch Project" und deren Einfluss auf die Entstehung von Angstgefühlen beim Zuschauer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft filmwissenschaftliche Analysen zur Gestaltung mit psychologischen Erkenntnissen über Angst, Emotionen und die bewusste Nutzung von Medien (Rezeptionsforschung).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwiefern besitzen Gestaltungsmerkmale des Horrorfilms The Blair Witch Project das Potential Angst auszulösen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative empirische Inhaltsanalyse nach Lothar Mikos angewandt, ergänzt durch ein Sequenzprotokoll zur systematischen Auswertung spezifischer Filmszenen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Emotionen und Bedürfnisbefriedigung sowie eine detaillierte methodische Untersuchung von Narration, Dramaturgie, Kameraeinstellungen, Licht und Ton im Film.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Horrorfilm, Angstempfinden, Found-Footage, Meta-Emotionen, Filmästhetik und Zuschauerrezeption.

Welche Bedeutung hat das „Method Filmmaking“ in diesem Film?

Das „Method Filmmaking“ ist ein wesentliches Stilmittel des Films, bei dem die Schauspieler in echte Extremsituationen gebracht wurden, um authentische, ungeschönte Emotionen zu erzeugen, die den Realitätsanspruch des Found-Footage-Konzepts stützen.

Warum spielt der Verzicht auf visuelle Monsterdarstellungen eine so große Rolle?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Zuschauer durch das Fehlen expliziter Darstellungen gezwungen ist, das „Böse“ selbst in seiner Phantasie zu kreieren, was einen höheren und intensiveren Gruselfaktor erzeugt, da das Gehirn Unbekanntes nicht rational verarbeiten kann.

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Details

Titel
Gestaltungsmittel des Horrorfilms "The Blair Witch Project" (1999) als Angstauslöser
Untertitel
Emotionen und Bedürfnisbefriedigung als zentrale Elemente des Horrorfilms
Hochschule
Universität Salzburg  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Kino und Film
Note
1,0
Autor
Pia Weiler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
84
Katalognummer
V272423
ISBN (eBook)
9783656646761
ISBN (Buch)
9783656646754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gestaltungsmittel horrorfilms blair witch project angstauslöser emotionen bedürfnisbefriedigung elemente
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pia Weiler (Autor:in), 2014, Gestaltungsmittel des Horrorfilms "The Blair Witch Project" (1999) als Angstauslöser, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272423
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  84  Seiten
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