Der Druck zur Internationalisierung und Ausweitung von unternehmerischer Tätigkeit von Firmen aus den Industriestaaten in das benachbarte oder ferne Ausland, wird aufgrund der zunehmenden Marktsättigung und Umsatzeinbußen im eigenen Land stetig größer. Länder der BRIC-Staaten innerhalb der Emerging Markets bieten hier, mit ihren enormen Wachstumsraten eine Möglichkeit für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg.
Somit stellt sich die Frage, inwieweit ein Unternehmen seine Markenführungsaktivitäten über Länder- und Kulturgrenzen hinaus standardisieren kann, um Kostenvorteile zu erzielen. Dem entgegenstehen verlorene Erträge aus einer undifferenzierten Zielgruppenansprache in verschiedenen Ländern, die durch eine ungenügende Berücksichtigung verschiedener kultureller und ökonomischer Größen entstehen und somit auch Auswirkungen auf die Markenführung haben.
Darüber soll diese Arbeit mittels einer empirischen Analyse zum Vergleich der Markenimagedimensionen von Deutschland und China, vor dem Hintergrund der Herausforderungen in BRIC-Märkten Aufschluss geben.
Im zweiten Kapitel wird dabei zunächst das Thema der Emerging Markets und speziell des BRIC-Landes China, mit seinen Besonderheiten und Herausforderungen theoretisch eingebettet. Das dritte Kapitel befasst sich mit der empirischen Analyse zweier Datensätze aus dem chinesischen und deutschen Markt der schnurlosen Telefone. Die Datensätze werden mittels einer Faktorenanalyse ausgewertet und verglichen. Das vierte Kapitel soll dann aus der Analyse und der theoretischen Einbettung heraus im Fazit erschließen, inwieweit es sinnvoll ist Markenführung über Ländergrenzen hinaus zu standardisieren und sich mit den Auswirkungen auf das Markenimage zu arrangieren, oder sich für angepasste Markenführung an kulturelle und volkswirtschaftliche Begebenheiten zu entscheiden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Einbettung
2.1 Definition und Bedeutung der Emerging Markets
2.2 Besonderheiten und Herausforderungen der BRIC-Staaten mit dem Fokus auf den chinesischen Markt
3. Empirische Untersuchung und Auswertung
3.1 Vorgehensweise und Analysemethode
3.2 Durchführung und Ergebnisse der Analyse
3.2.1 Datenerhebung von Deutschland
3.2.2 Datenerhebung für China
3.3 Vergleich und Auswertung der Datenerhebungen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Internationalisierung für Firmen in BRIC-Märkten, insbesondere in China, und analysiert empirisch die Markenimagedimensionen im Markt für schnurlose Telefone im Vergleich zwischen Deutschland und China, um Empfehlungen für eine standardisierte oder angepasste Markenführung abzuleiten.
- Markenführung in Schwellenländern (Emerging Markets)
- Empirischer Vergleich der Markenimagedimensionen (Deutschland vs. China)
- Herausforderungen der Standardisierung von Marketingaktivitäten
- Analyse der Bedeutung von Design, Funktionalität und Service
- Einfluss kultureller Faktoren auf die Markenwahrnehmung
Auszug aus dem Buch
2.2 Besonderheiten und Herausforderungen der BRIC-Staaten mit dem Fokus auf den chinesischen Markt
Die vier größten Emerging Markets werden von der Weltbank definiert als die Länder Brasilien, Russland, Indien und China. Aus den Anfangsbuchstaben dieser Länder entstand der Begriff BRIC-Länder, der von dem Unternehmen Goldman Sachs im Jahr 2001 entwickelt wurde. Diese genannten Länder besitzen die höchsten Wachstumsraten, und stellen ca. zwei Fünftel des gesamten Bruttoinlandsprodukts der Emerging Markets.
China, welches mit über 1,3 Milliarden Menschen über die weltweit größte Bevölkerung verfügt, scheint nicht ohne Grund eines der bedeutsamsten Länder der Emerging Markets zu sein. Zumal der chinesische Markt schon seit über 20 Jahren mit Wachstumsraten auf sich aufmerksam macht.
Oft wird China daher als Patentrezept für unternehmerischen Erfolg angesehen, da es sich durch die weltweit höchsten Zuwachsraten von Unternehmern der unterschiedlichsten Branchen auszeichnet. Auf der anderen Seite werden die Zahlen der gescheiterten ausländischen Unternehmer unaufhörlich größer. Hauptursachen dafür sind zum Einen die Fehleinschätzung des chinesischen Wirtschaftspotenzials aufgrund der stark heterogenen Bevölkerung Chinas und zum Anderen die Unterbewertung oder Missachtung kultureller Begebenheiten im chinesischen Markt, die gravierenden Einfluss auf den Erfolg von Marktbearbeitungen haben. Im Folgenden sollen daher die Besonderheiten und Herausforderungen des chinesischen Marktes herausgearbeitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Internationalisierung von Unternehmen aus Industrienationen in BRIC-Märkte ein und definiert das Ziel der Arbeit, Markenimagedimensionen zwischen Deutschland und China mittels einer empirischen Analyse zu vergleichen.
2. Theoretische Einbettung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Emerging Markets, erläutert die Bedeutung der BRIC-Staaten und arbeitet die spezifischen infrastrukturellen, kulturellen und rechtlichen Herausforderungen des chinesischen Marktes heraus.
3. Empirische Untersuchung und Auswertung: Hier wird die methodische Vorgehensweise der Faktorenanalyse zur Untersuchung der zwei Datensätze erläutert und die Ergebnisse für den deutschen sowie den chinesischen Markt detailliert dargestellt und analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer an kulturelle und gesellschaftliche Verhältnisse angepassten Markenführung im chinesischen Markt, unter Berücksichtigung der Einschränkungen der vorliegenden Studie.
Schlüsselwörter
Internationales Marketing, BRIC-Märkte, Emerging Markets, Markenführung, Markenimage, Faktorenanalyse, China, Deutschland, schnurlose Telefone, Standardisierung, Kaufverhalten, kulturelle Begebenheiten, Markenimagedimensionen, Wirtschaftsstandort, Marktbearbeitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung für Unternehmen aus Industrienationen, ihre Marketingaktivitäten bei der Expansion in Schwellenländer, speziell die BRIC-Staaten und China, erfolgreich zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Markenführung, der Vergleich der Markenwahrnehmung zwischen Deutschland und China sowie die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer standardisierten versus einer lokal angepassten Marketingstrategie.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist es, durch einen empirischen Vergleich der Markenimagedimensionen von schnurlosen Telefonen zu ermitteln, inwieweit Unternehmen ihre Markenführung über Ländergrenzen hinweg standardisieren können oder kulturelle Anpassungen vornehmen müssen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Zur Auswertung der Datensätze aus einer Befragung in Deutschland und China wird die multivariate statistische Methode der Faktorenanalyse verwendet.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung der Emerging Markets und der Besonderheiten Chinas sowie eine empirische Untersuchung, in der Datensätze mittels Faktorenanalyse ausgewertet und verglichen werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internationales Marketing, Markenimage, Faktorenanalyse, BRIC-Staaten, kulturelle Unterschiede und Markenführung.
Warum unterscheidet sich die Bedeutung der Markenqualität zwischen Deutschland und China?
Die Analyse zeigt, dass Qualität und Vertrauen in Deutschland einen eigenen Faktor bilden, während sie in China in der Wahrnehmung der Konsumenten kaum herausstechen, was auf kulturelle Präferenzen für Design und weniger auf eine strikte Qualitätsfokussierung hindeutet.
Welche Rolle spielt die lokale Marke in China laut den Ergebnissen?
Die untersuchte lokale Marke in China erzielte negative Faktorenwerte in Bezug auf globale Aspekte, was unterstreicht, dass lokale Marken dort oft auf den eigenen Markt beschränkt sind und keine globale Relevanz besitzen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2011, Herausforderungen der BRIC-Märkte an das internationale Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272452