Es ist nicht nur ein Trend, es ist ein Instrument, welches einen großen Wandel herbeiführt, an dem kaum jemand vorbei kommt. Dieser erfordert nicht nur das Erlernen neuer Techniken und die Nutzung von Tools und Plattformen, sondern auch eine Verhaltensänderung. Wissen zum eigenen Vorteil zu bunkern ist „old fashioned“, gefragt sind direkte Kommunikation, aktives statt passives Konsumieren von Nachrichten, Transparenz und Beteiligung. Dies sind nicht nur Voraussetzungen für die private Nutzung, sondern in vielen Fällen auch Anforderungen an Arbeitnehmer in einer modernen Arbeitswelt. Was den kompetenten Umgang mit Social Media ausmacht und wie man prüfen kann, ob man dessen Anforderungen gerecht wird, soll auf den folgenden Seiten erläutert werden. Dafür wird zunächst der Begriff Social Media definiert und erklärt werden, bevor über die Kompetenzen und ein mögliches Kompetenzmodell eine Selbstprüfung stattfinden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Herausforderung der Social Media Entwicklung
2. Social Media – was verbirgt sich dahinter?
3. Kompetenzen – eine Begriffsklärung
3.1 Personale Kompetenzen
3.2 Fachlich-methodische Kompetenzen
3.3 Sozial-kommunikative Kompetenzen
3.4 Handlungskompetenzen
4. Von einer Kompetenz zu einem Kompetenzmodell
5. Die Social Media Kompetenz
6. Diskussion
7. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den Begriff der „Social Media Kompetenz“ im Kontext des Web 2.0 zu definieren und ein Modell zu entwickeln, das als Grundlage zur Selbstüberprüfung oder zur Einschätzung durch Vorgesetzte dienen kann, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.
- Die zunehmende Bedeutung von Social Media in Wirtschaft und Gesellschaft.
- Grundlagen der Basiskompetenzen (personale, fachliche, soziale und Handlungskompetenz).
- Die Notwendigkeit eines strukturierten Kompetenzmodells für den beruflichen und privaten Bereich.
- Differenzierung der Kompetenzanforderungen in drei Stufen (Low Level, Basis, Experten).
- Die Rolle der stetigen Weiterentwicklung und praktischen Anwendung von Medienkompetenz.
Auszug aus dem Buch
3. Kompetenzen – eine Begriffsklärung
Kompetenzen sind die persönlichen Voraussetzungen, um in der Lage zu sein, mit Problemen und Herausforderungen fertig zu werden, beziehungsweise mit ihnen kompetent umzugehen. Sie „charakterisieren die Fähigkeit von Menschen, sich in offenen, nicht bekannten, komplexen und dynamischen Situationen selbst organisiert zurechtzufinden; Kompetenzen lassen sich somit als Selbstorganisationsdispositionen beschreiben.“ In der gängigen Fachliteratur werden Kompetenzen für gewöhnlich in vier Bereiche aufgeteilt, die sich lediglich in der Bezeichnung leicht unterscheiden: personale Kompetenzen, fachlich-methodische Kompetenzen, sozial-kommunikative Kompetenzen und Handlungskompetenzen.
Eine direkte Social Media Kompetenz existiert in der Form nicht. Bei näherer Betrachtung erschließt sich jedoch, dass eine solche Kompetenz eine bestimmte Mischung aus den vier Basiskompetenzen darstellt, denn ohne diese ist der kompetente Umgang mit dem Web 2.0 nicht möglich. Ergänzt werden sie dann um spezifisches Fachwissen. Zum besseren Verständnis soll an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die Bedeutung der Basiskompetenzen gegeben werden, um dann näher auf die Kombination derer zur Social Media Kompetenz einzugehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Herausforderung der Social Media Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die enorme Relevanz von Social Media in der modernen Welt und verdeutlicht anhand von Beispielen den Wandel in der Kommunikation und gesellschaftlichen Organisation.
2. Social Media – was verbirgt sich dahinter?: Hier erfolgt eine Definition des Web 2.0 und eine Kategorisierung der verschiedenen Social-Media-Angebote in einem Cluster zur besseren Orientierung.
3. Kompetenzen – eine Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert den allgemeinen Kompetenzbegriff und unterteilt diesen in die vier Basiskompetenzen, die für das Verständnis der Social Media Kompetenz notwendig sind.
3.1 Personale Kompetenzen: Beschreibung der auf das Individuum bezogenen Fähigkeiten wie Selbstwahrnehmung und Eigenorganisation.
3.2 Fachlich-methodische Kompetenzen: Erläuterung der sachlich korrekten Aufgabenerfüllung und der damit verbundenen analytischen Fähigkeiten.
3.3 Sozial-kommunikative Kompetenzen: Fokus auf Teamfähigkeit, Kooperation und zielorientierte Kommunikation.
3.4 Handlungskompetenzen: Zusammenführung von Wissen, Können und Werten zur aktiven Umsetzung in der Praxis.
4. Von einer Kompetenz zu einem Kompetenzmodell: Darstellung des Nutzens von Kompetenzmodellen für die Personalauswahl, Weiterbildung und Selbstreflexion.
5. Die Social Media Kompetenz: Entwicklung eines Modells, das Anforderungen an den Web-2.0-Nutzer in drei Stufen (Low Level, Basis, Experten) kategorisiert.
6. Diskussion: Kritische Betrachtung der Anwendbarkeit des Modells und der Notwendigkeit kontinuierlichen Lernens.
7. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Medienbildung als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Teilhabe in der digitalen Welt.
Schlüsselwörter
Social Media, Kompetenzmodell, Web 2.0, Basiskompetenzen, Medienkompetenz, Personalentwicklung, Handlungsfähigkeit, Digitale Medien, Selbstorganisation, Kommunikation, Networking, Social Media Management, Weiterbildung, Kompetenzmessung, Berufsalltag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den notwendigen Kompetenzaufbau für den Umgang mit sozialen Medien in einer zunehmend digitalen Lebens- und Arbeitswelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Social Media, der theoretischen Herleitung von Basiskompetenzen und der Entwicklung eines praktischen Kompetenzmodells für verschiedene Anwenderebenen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Modell bereitzustellen, das sowohl Arbeitnehmern als auch Vorgesetzten hilft, die Anforderungen im Umgang mit dem Web 2.0 zu identifizieren und den individuellen Kompetenzstand zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Fachliteratur zur Kompetenzdiagnostik und überträgt diese auf den spezifischen Anwendungsbereich des Social Web.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Basiskompetenzen detailliert definiert, der Nutzen von Kompetenzmodellen erläutert und ein spezifisches Social Media Kompetenzmodell mit drei Kategorien (Low Level, Basis, Experten) vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Social Media, Kompetenzmodell, Medienkompetenz, Web 2.0 und berufliche Handlungskompetenz.
Warum existiert keine direkte „Social Media Kompetenz“ als eigenständiger Begriff?
Der Autor argumentiert, dass Social Media Kompetenz keine isolierte Fähigkeit ist, sondern aus einer Kombination der vier klassischen Basiskompetenzen (personale, fachliche, soziale und Handlungskompetenz) resultiert.
Wie unterscheidet sich die „Low Level“-Stufe von der „Experten“-Stufe?
Die „Low Level“-Stufe bezieht sich auf die rein private Nutzung des Internets, während die „Experten“-Stufe spezialisierte Fähigkeiten für Berufsfelder wie das eines Social Media Managers umfasst.
Warum ist laut Fazit eine permanente Medienbildung erforderlich?
Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung des Web 2.0 veralten erlernte Fähigkeiten schnell, weshalb lebenslanges Lernen für die dauerhafte Teilhabe an der digitalen Gesellschaft unerlässlich ist.
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- Nicole Bittger (Author), 2014, Social Media Kompetenz. Die Möglichkeit im 2.0-Jungle zu überleben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272475