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Zukunft der Polizeiwissenschaft

Polizeiwissenschaft und Ausbildung

Título: Zukunft der Polizeiwissenschaft

Ensayo , 2014 , 5 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Benjamin Fawkes (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden in Deutschland Lehrstühle für Policeywissenschaft eingerichtet. Thematisch waren die universitären Arbeiten auf die „gute Ordnung“ des Gemeinwesens sowie deren Aufrechterhaltung ausgerichtet. Diese Policeywissenschaft vereinigte die Volkswirtschaftslehre, Gesetzgebungslehre und die Verwaltungswissenschaften. „Objekt der Polizeiwissenschaft ist die Verwaltung, und ihre systematische Frage zielt auf die Form der durch Verwaltung zu sichernden guten Ordnung (= Polizei) des Gemeinwesens ab“. Diese Aussage zeigt, dass sich diese Disziplin schon in den Anfängen mit der Behandlung und systematischen Fortschreibung einer wissenschaftlichen Fragestellung befasste.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Geschichtliche Entwicklung der Polizeiwissenschaft in Deutschland

2. Gegenstand der Polizeiwissenschaft in der polizeilichen Ausbildung

3. Schwierigkeiten der Polizeiwissenschaft an polizeilichen Hochschulen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert kritisch den Status quo und die Entwicklungsmöglichkeiten der Polizeiwissenschaft in Deutschland, wobei insbesondere die Abhängigkeit von polizeiinternen Strukturen und das Spannungsfeld zwischen Ausbildung und wissenschaftlicher Reflexion im Fokus stehen.

  • Historische Genese der Polizeiwissenschaft in Deutschland
  • Stellenwert von Forschung in der polizeilichen Ausbildung
  • Die Problematik der "Bündelungswissenschaft" an Polizeihochschulen
  • Notwendigkeit einer kritisch-reflexiven Organisationskultur
  • Unabhängigkeit von Lehre und Forschung gegenüber der Institution Polizei

Auszug aus dem Buch

3. Schwierigkeiten der Polizeiwissenschaft an polizeilichen Hochschulen

Der Polizeiwissenschaft wird ihre Berechtigung an den Hochschulen der Polizei einzig durch die „Bündelung aller einschlägigen Wissenschaften, die für die Polizeiarbeit von Bedeutung sind“ zugesprochen. Dieser Gedanke verfolgt eigentlich das Ziel der Bündelung von diversen Erkenntnissen der unterschiedlichsten Disziplinen zur Erzeugung neuen Wissens auf dem Sektor der polizeilichen Arbeit. Als positive Beispiele für solche Bündelungswissenschaften führt Mokros in seinem Vortrag vom 02.01.2014 die Verwaltungs- sowie die Sozialarbeitswissenschaft an.

Die Generierung neuen Wissens durch Bündelung vorhandener Erkenntnisse wird aus meiner Sicht an den Hochschulen der Polizei jedoch nur unzureichend betrieben. Der Versuch durch neue Erkenntnisse eine veränderte Wahrnehmung gesellschaftlicher Prozesse bei den Studierenden zu erzeugen unterbleibt fast in Gänze. Dies resultiert womöglich daraus, dass die übrigen Fachbereiche (Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaften etc.) sich nicht in das Vorhaben einer Polizeiwissenschaft als Bündelungswissenschaft einbinden lassen. Vielmehr herrschen hier reger Egoismus und die Angst vor Kompetenzverlust durch eine solche Bündelung. Auch wird durch die eingebundenen Akteure (Lehrenden) kein großer Wert auf die Forschung in diesen Bereichen gelegt. Lediglich schon bekannte Sachverhalte werden gebetsmühlenartig vermittelt und nur mangelhaft reflektiert.

Hier muss ein Umdenken erfolgen und die Wichtigkeit eigener Forschung für die Ausbildung kritischer Polizeibeamte erkannt werden. Der Charakter eines Studiums muss in den Vordergrund treten und die bloße „Ausbildung“ ablösen. Den Studierenden muss der Mehrwert einer kritischen Reflexion und des Umgangs mit aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen verdeutlicht werden, um ein Bewusstsein und die Offenheit für neue Erkenntnisse zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geschichtliche Entwicklung der Polizeiwissenschaft in Deutschland: Das Kapitel zeichnet den Wandel des Polizeibegriffs vom 18. Jahrhundert bis zur Etablierung moderner Polizeiforschung und -soziologie in Deutschland nach.

2. Gegenstand der Polizeiwissenschaft in der polizeilichen Ausbildung: Hier wird kritisiert, dass die polizeiliche Ausbildung primär auf funktionale Handlungsanweisungen ausgerichtet ist und eine kritische Reflexion des polizeilichen Handelns im gesellschaftlichen Kontext zu kurz kommt.

3. Schwierigkeiten der Polizeiwissenschaft an polizeilichen Hochschulen: Dieses Kapitel thematisiert die strukturellen Probleme der Polizeiwissenschaft, insbesondere die mangelnde Unabhängigkeit von der Institution Polizei und die Defizite bei der wissenschaftlichen Wissensgenerierung.

Schlüsselwörter

Polizeiwissenschaft, Polizeiforschung, Polizeiausbildung, Polizeisoziologie, kritische Reflexion, Hochschulen der Polizei, Organisationskultur, Bündelungswissenschaft, Wissenschaftlichkeit, gesellschaftliche Prozesse, polizeiliches Handeln, empirische Forschung, Lehre, Kompetenzverlust, Wissensgenerierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Status und der künftigen Ausrichtung der Polizeiwissenschaft in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt ihrer akademischen Eigenständigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die Einbindung der Wissenschaft in die Polizeiausbildung sowie strukturelle Hindernisse für eine freie Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen bloßer funktionaler "Ausbildung" und der notwendigen kritisch-reflexiven wissenschaftlichen Lehre aufzuzeigen und ein Umdenken anzustoßen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Bestandsaufnahme auf Basis bestehender Literatur und wissenschaftlicher Vorträge zur Polizeiforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, warum die Polizeiwissenschaft an Hochschulen Schwierigkeiten hat, sich als unabhängige Disziplin zu etablieren und warum die aktuelle Ausbildungspraxis kritisch zu hinterfragen ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Polizeiwissenschaft, kritische Reflexion, Polizeiausbildung, Organisationskultur und Unabhängigkeit der Forschung.

Inwiefern beeinflusst die Polizeiorganisation die Forschung?

Der Autor argumentiert, dass die institutionelle Abhängigkeit von der Polizei dazu führt, dass nur Forschung betrieben wird, die als gewinnbringend für die Organisation angesehen wird, wodurch kritische Perspektiven ausgeblendet werden.

Was wird unter der "Bündelungswissenschaft" verstanden?

Es ist ein Ansatz, verschiedene Disziplinen wie Soziologie oder Psychologie zu bündeln, um neues Wissen für die polizeiliche Arbeit zu generieren; der Autor sieht dieses Konzept jedoch aktuell an Polizeihochschulen als gescheitert an.

Was fordert der Autor für die Zukunft der Polizeiausbildung?

Der Autor fordert eine Loslösung von der bloßen Ausbildung hin zu einem universitären Studium, das durch eine kritische Reflexion des eigenen Handelns geprägt ist.

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Detalles

Título
Zukunft der Polizeiwissenschaft
Subtítulo
Polizeiwissenschaft und Ausbildung
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Curso
Polizeiwissenschaft
Calificación
2,3
Autor
Benjamin Fawkes (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
5
No. de catálogo
V272490
ISBN (Ebook)
9783656644996
ISBN (Libro)
9783656644989
Idioma
Alemán
Etiqueta
Polizei Wissenschaft Polizeiwissenschaft Ausbildung Zukunft Policey Kriminologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Fawkes (Autor), 2014, Zukunft der Polizeiwissenschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272490
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