Für wirtschaftlich denkende Unternehmen ist es wichtig, ständig wettbewerbsfähig zu bleiben. Hierfür spielt nicht nur die Art der Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle, sondern vor allem interne Strukturen.
Der Aufbau eines Unternehmens wird durch den Begriff Aufbauorganisation beschrieben. Diese Aufbauorganisation legt beispielsweise fest, welche Hierarchiestrukturen im Unternehmen herrschen. Es gibt unterschiedliche Formen der Aufbauorganisation, die sowohl Stärken als auch Schwächen aufweisen. Folglich stellt sich folgende Leitfrage:
Welche Form der Aufbauorganisation ist für Unternehmen am geeignetsten?
In dieser Studienarbeit werden die drei geläufigsten Aufbauorganisationsformen betrachtet, da diese durch ihre große Verbreitung am wichtigsten sind. Neben der Beschreibung der Formen wird vor allem Wert auf die Vor- und Nachteile der Aufbauorganisationsformen gelegt. Zuvor wird der Begriff Aufbauorganisation genauer beschrieben und die verschiedenen Leitungssysteme werden erklärt. Ziel ist es, die Leitfrage in einem kritischen Vergleich zu beantworten, indem die verschiedenen Aufbauorganisationsformen verglichen werden und anschließend eine Aussage darüber getroffen wird, welche die geeignetste Form für Unternehmen ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einleitung und Leitfrage
1.2 Definition zur Aufbauorganisation
2 Leitungssysteme
2.1 Allgemeines
2.2 Einliniensystem
2.3 Mehrliniensystem
2.4 Stabliniensystem
3 Organisationsformen
3.1 Allgemeines
3.2 Funktionale Organisation
3.3 Divisionale Organisation
3.4 Matrixorganisation
4 Kritischer Vergleich
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, die geläufigsten Aufbauorganisationsformen in Unternehmen zu analysieren, ihre Vor- und Nachteile kritisch zu beleuchten und eine Antwort auf die Leitfrage zu finden, welche Form der Aufbauorganisation für Unternehmen am geeignetsten ist.
- Analyse verschiedener Leitungssysteme als Grundlage der Aufbauorganisation.
- Detaillierte Betrachtung der funktionalen und divisionalen Organisation.
- Untersuchung der Matrixorganisation als spezialisierte Organisationsform.
- Kritischer Vergleich der Modelle hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Unternehmenskontexte.
- Herleitung von Entscheidungshilfen für die Wahl der passenden Aufbauorganisation.
Auszug aus dem Buch
3.4 Matrixorganisation
Die Matrixorganisation ist im Vergleich zur funktionalen und divisonalen Organisation nichteindimensional aufgebaut. Auf der zweiten Hierarchieebene gibt es zwei Kriterien zur Bildung der Abteilungen. Die Kriterien zur Gliederung sind Funktionen und Objekte bzw. zwei Objekte. Auf Grund der Komplexität der Kriterien gehört die Matrixorganisation zu den Mehrliniensystemen. Die zweidimensionale Struktur ist im Normalfall in der horizontalen Dimension funktional und in der vertikalen Dimension objektorientiert aufgebaut. Jedoch gibt es auch andere Aufbaumöglichkeiten, sodass sogar noch weitere Dimension ergänzt werden können. Eine Matrixorganisation mit mindestens drei Dimensionen wird Tensororganisation genannt. Die Unternehmensleitung überwacht bei der Matrixorganisation die zweite Hierarchieebene (sogenannte Matrixstellen), welche wiederum gemeinsam den Matrixschnittstellen (die dritte Hierarchieebene) Weisungen erteilen.
Durch diese Art der Organisation sind eine starke Marktorientierung und hohe Spezialisierung möglich. Des Weiteren bietet die Matrixorganisation innovative Problemlösungsmöglichkeiten und kurze Kommunikationswege durch das Mehrliniensystem. Dem gegenüber stehen allerdings hohe Kosten durch die Einstellung zahlreicher Führungskräfte und eine damit ebenfalls, durch die doppelte Unterstellung der Mitarbeiter, verbundene aufwändige Koordination der Aufgaben. Die schwierige und aufwändige Regelung von Zuständigkeiten sowie die Gefahr der Ineffizienz durch den hohen Kommunikationsbedarf sind ebenfalls nachteilig.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung interner Unternehmensstrukturen ein und definiert den Begriff der Aufbauorganisation als Grundlage der Arbeit.
2 Leitungssysteme: Dieses Kapitel erläutert die idealtypischen Grundformen von Leitungssystemen, insbesondere das Einliniensystem, Mehrliniensystem und das Stabliniensystem.
3 Organisationsformen: In diesem Hauptteil werden die funktionalen, divisionalen und Matrix-Organisationsformen hinsichtlich ihrer Struktur und spezifischen Merkmale vorgestellt.
4 Kritischer Vergleich: Das abschließende Kapitel setzt die behandelten Modelle in einen kritischen Vergleich und bewertet ihre Eignung in Abhängigkeit von individuellen Unternehmenszielen.
Schlüsselwörter
Aufbauorganisation, Leitungssysteme, Einliniensystem, Mehrliniensystem, Stabliniensystem, Funktionale Organisation, Divisionale Organisation, Matrixorganisation, Unternehmensorganisation, Organisationsstruktur, Unternehmensführung, Hierarchien, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Formen der Aufbauorganisation in Unternehmen und untersucht deren spezifische Merkmale sowie Vor- und Nachteile.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Leitungssysteme (Einlinien-, Mehrlinien- und Stabliniensystem) sowie die klassischen Organisationsformen (funktionale, divisionale und Matrixorganisation).
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Leitfrage der Arbeit lautet: "Welche Form der Aufbauorganisation ist für Unternehmen am geeignetsten?"
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem kritischen Vergleich von Literatur und Organisationsmodellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Leitungssysteme und anschließend detailliert die verschiedenen Aufbauorganisationsformen inklusive ihrer Vor- und Nachteile dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Aufbauorganisation, Leitungssysteme, funktionale und divisionale Organisation sowie Matrixorganisation.
Was ist das Besondere an der "Fayolschen Brücke"?
Die Fayolsche Brücke ist eine Besonderheit des Einliniensystems, die eine direkte Kommunikation zwischen Mitarbeitern gleicher Hierarchieebenen erlaubt, ohne den offiziellen Dienstweg über den Vorgesetzten vollständig einhalten zu müssen.
Warum wird die Matrixorganisation auch als Mehrliniensystem eingestuft?
Da bei der Matrixorganisation aufgrund der zwei Kriterien zur Abteilungsbildung (meist Funktion und Objekt) eine doppelte Unterstellung der Mitarbeiter erfolgt, weist sie die Merkmale eines Mehrliniensystems auf.
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- Torben Bischofberger (Author), 2013, Aufbauorganisationsformen in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272544