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Parasoziale Beziehungen des Quality-TV

Warum der Serienmörder Dexter unser Freund ist

Title: Parasoziale Beziehungen des Quality-TV

Term Paper , 2014 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marlene Mertsch (Author)

Communications - Movies and Television
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Auch wenn man sich nicht ausgiebig mit Fernsehserien beschäftigt oder auseinandersetzt und nur etwas Medienaffin ist, wird einem der Begriff der Quality-TV Serie schon einmal über den Weg gelaufen sein. Vielleicht sind einem Seriennamen wie „Game of Thrones“, „Dexter“, „Sopranos“ oder „Sex and the City“ geläufig und man hat sogar schon mal eine Folge der Serien gesehen. Vielleicht verbringt man jedoch auch jede freie Minute damit eben genau diese Serien zu schauen um serientechnisch auf dem neusten Stand zu bleiben. Auch wenn man das nicht tut fällt einem, als ab-und-zu-Gucker, auf, dass die oben genannten Serien und weitere sich irgendwie von anderen, bisher gesehenen Serien, unterscheiden. Irgendwie wirken sie anders auf den Zuschauer und das Erscheinungsbild wirkt hochwertiger und aufwendiger, eben mit mehr Qualität. Aber was macht den Unterschied? Ich persönlich bin ein Viel-Serien-Schauer und schaue mir die Staffel einer Serie auch gerne mal an einem verregneten Tag am Stück an. Ich informiere mich über neue Serien der Saison und bin offen für jedes Genre, solange die Serie in das Quality-TV Schema passt. Deutsche Serien, wie „Tatort“ oder deutsche Daily Soaps, wie „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ kommen für mich genau so wenig in Frage, wie amerikanische Sitcom-Serien, wie „How I Met Your Mother“ oder „The Big Bang Theory“. Die Serie, die mein Interesse weckt, untersteht einigen bestimmten Eigenschaften, die anscheinend eine andere Wirkung auf den Rezipienten haben, als jedes andere Serienformat vor ihr. Ganz besonders faszinierend ist dabei die Quality-TV Serie „Dexter“, bei der es um einen Serienmörder geht, der im „normalen Leben“ Polizist ist. Paradoxerweise entwickelt man als Zuschauer der Serie so etwas wie Sympathie für den Hauptdarsteller Dexter, obwohl einem bewusst ist, dass er Spaß daran hat Menschen zu töten.(...)Welche Merkmale besitzen Quality-TV Serien,(...)und was unterscheidet sie von anderen Serienformaten? Ich möchte untersuchen welche Wirkung die Quality-TV Serien auf den Rezipienten haben und dabei die Beobachtungen von Donald Horton und R. Richard Wohl zur parasozialen Interaktion mit einfließen lassen. Gibt es vielleicht eine Art Geheimrezept für Quality-TV Serien, das man befolgen muss, um Erfolg mit der Serie zu haben und was machen Quality-TV Serien mit dem Rezipienten anders als andere Serien? Insbesondere: Warum ist uns der Serienmörder Dexter so sympathisch und hat das vielleicht etwas mit dem Format des Quality-TV zu tun?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quality-TV: Definition und Entwicklung

3. Parasoziale Interaktion in Bezug auf Quality-TV Serien am Beispiel „Dexter“

3.1 Parasoziale Interaktion

3.2 Die Quality-TV Serie „Dexter“ und der Serienmörder in Film und Fernsehen

3.3 Unser Freund der Serienkiller Dexter

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Quality-TV und analysiert, wie moderne Fernsehserien parasoziale Beziehungen zwischen dem Publikum und moralisch fragwürdigen Hauptfiguren etablieren, wobei der Serienmörder "Dexter" als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Merkmale und historische Einordnung des Quality-TV
  • Theorie der parasozialen Interaktion nach Horton und Wohl
  • Die Darstellung von Serienmördern im Kontext von Quality-TV
  • Psychologische Mechanismen der Identifikation und Sympathiebildung
  • Narrative Strategien zur Komplizenbildung zwischen Zuschauer und Figur

Auszug aus dem Buch

3.3 Unser Freund der Serienkiller Dexter

Aber warum genau sympathisieren wir denn nun mit einem Serienkiller, der in einer Welt lebt, die nicht mehr zu retten scheint und in der kein glückliches Ende in Sicht ist?

Dexter macht uns, anders als bei allen anderen Serienkillern zuvor, zu seinem Komplizen. Es gibt keinen Akteur, wie Clarice Starling bei „Das Schweigen der Lämmer“, durch dessen Augen wir auf den Serienkiller blicken und dessen grausame Welt betreten. Wir sind Dexter. Der Zuschauer teilt sein Leben, sein Ziele und seine Gefühle. Der Akteur, das Mittel der Distanz, ist weggefallen. Zwei Mittel der Serie verstärken in einem das Gefühl Dexter zu sein: Zum einen erfährt der Zuschauer, durch Rückblenden, sehr viel über Dexters Kindheit und zum anderen lässt Dexters Off-Stimme das Eindringen in Dexters Kopf zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Quality-TV ein und stellt die zentrale Fragestellung zur parasozialen Sympathie für die Serienfigur Dexter vor.

2. Quality-TV: Definition und Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien von Robert J. Thompson für Quality-TV und grenzt dieses Format von klassischen Episodenserien ab.

3. Parasoziale Interaktion in Bezug auf Quality-TV Serien am Beispiel „Dexter“: Hier werden die medienwissenschaftlichen Grundlagen der parasozialen Interaktion dargelegt und auf die Serie Dexter angewandt, inklusive einer Analyse der filmischen Darstellung von Serienmördern.

4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, wie das Format Quality-TV gezielt die Bindung zum Zuschauer fördert und warum Dexter trotz seiner Taten als sympathische Figur wahrgenommen wird.

Schlüsselwörter

Quality-TV, Parasoziale Interaktion, Dexter, Serienmörder, Fernsehwissenschaft, Sympathiebildung, Robert J. Thompson, Massenmedien, Serienformat, Identifikation, narrative Struktur, mediale Inszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Zuschauer eine parasoziale Beziehung zu einem moralisch fragwürdigen Charakter wie dem Serienmörder Dexter aufbauen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Quality-TV, der Theorie der parasozialen Interaktion und der narrativen Gestaltung von Charakteren in modernen Fernsehserien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, welche spezifischen Merkmale des Formats "Quality-TV" dazu führen, dass Zuschauer Sympathie für eine eigentlich negativ konnotierte Serienfigur empfinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer medienwissenschaftlichen Analyse unter Anwendung der Fernsehtheorie von Horton und Wohl sowie der Kriterien von Robert J. Thompson.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Quality-TV, der psychologischen Einordnung parasozialer Beziehungen und der spezifischen Erzählweise von Dexter als Serienmörder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Quality-TV, Parasoziale Interaktion, Identifikation, Charaktertiefe und die spezifische mediale Inszenierung von Serienkillern.

Wie unterscheidet sich Dexter von früheren Serienmörder-Darstellungen?

Im Gegensatz zu früheren Werken macht die Serie den Zuschauer direkt zum Komplizen, da vermittelnde Identifikationsfiguren wie Ermittler fehlen.

Welche Rolle spielt die "Off-Stimme" bei Dexter?

Die Off-Stimme dient als zentrales Instrument, um einen intimen, exklusiven Einblick in die Gedankenwelt des Serienmörders zu gewähren und so die parasoziale Beziehung zu vertiefen.

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Details

Title
Parasoziale Beziehungen des Quality-TV
Subtitle
Warum der Serienmörder Dexter unser Freund ist
College
Braunschweig Academy of fine arts
Grade
2,0
Author
Marlene Mertsch (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V272596
ISBN (eBook)
9783656640318
ISBN (Book)
9783656640301
Language
German
Tags
dexter parasoziale interaktion Quality-TV fernsehserie serienmörder massenmörder serienkiller serien horton wohl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlene Mertsch (Author), 2014, Parasoziale Beziehungen des Quality-TV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272596
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