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Das Verhältnis von Magie und Religion am Beispiel des Fantasyrollenspiels "Das schwarze Auge"

Titel: Das Verhältnis von Magie und Religion  am Beispiel des Fantasyrollenspiels "Das schwarze Auge"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 34 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Gordon Nies (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit setzt sich mit kulturwissenschaftlichen Thesen zum Verhältnis von Magie und Religion auseinander. Ein Fokus wird dabei auf die jüdisch-christliche Tradition gesetzt. Die entwickelten Thesen werden dann mit literaturwissenschaftlicher Methode auf das Fantasygenre, insbesondere Fantasyrollenspiele am Beispiel "DSA", angewendet.
Dabei wird versucht die literarischen Vorbilder für Magie in der Fantasy herauszuarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Verhältnis von Religion und Magie

Magie und Religion in einer Fantasyrollenspielwelt

Madas Frevel

Magier

Die Religion bei DSA

Heidentum bei DSA

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Magie und Religion am Beispiel des Fantasyrollenspiels „Das schwarze Auge“ (DSA). Ziel ist es, auf Grundlage kulturwissenschaftlicher Thesen zu analysieren, wie sich diese beiden Konzepte in einer fiktiven Welt zueinander verhalten und inwieweit dabei westliche, christlich geprägte Vorstellungen von Magie als oppositionell zu religiösen Systemen in das Spiel übertragen wurden.

  • Vergleich der Konzepte von Magie und Religion nach Karl Beth und weiteren Theoretikern
  • Analyse der Faktizität von Magie und göttlichem Wirken in der Spielwelt Aventurien
  • Untersuchung verschiedener aventurischer Traditionen (Gildenmagier, Hexen, Druiden, Schamanen)
  • Reflektion der christlich-abendländischen Prägung auf die Darstellung von Magie und Dämonologie
  • Deutung der symbolischen Funktion von Göttern und Erzdämonen als dualistisches bzw. antidualistisches System

Auszug aus dem Buch

Das Verhältnis von Religion und Magie

Magie und Religion basieren beide auf dem Glauben an sie. Das magische Denken unterscheidet sich in seiner äußeren Betrachtung nicht von der religiösen Überzeugung. Ob ich glaube, dass mir der Kreuzanhänger oder der aus einem bestimmten Kristall zu einem bestimmten Zweck angefertigte Talisman Glück bringen, ist zumindest äußerlich nur schwer zu unterscheiden.

„Magisches Denken wird nicht von Kriterien wie Unbewiesenheit oder Unwirksamkeit erreicht“, stellt Karl-Heinz Göttert fest. Sicherlich lassen sich diese Kriterien auch auf die Religion anwenden. Der Glaube ist die Sicherheit der Religion, die durch wissenschaftliche Erkenntnis nicht beeinflusst wird. Der Verlust dieses Glaubens, welcher durch eine Zuwendung zur Wissenschaft verloren gehen mag, ist Grundlage der Säkularisierung, nicht ein wissenschaftlicher Gegenbeweis zur religiösen Überzeugung.

Die Wissenschaft, welche hier nicht eingehend betrachtet werden soll, die Religion und die Magie werden in der Forschung häufig in Beziehung zueinander gesetzt, so hat der Ethnologe James Frazer Anfang des 20 Jhd. „Magie, Religion und Wissenschaft als drei konkurrierende Systeme“ aufgefasst. Wie sich diese Verhältnis genau bestimmen lässt, ist durchaus umstritten.

Obwohl Magie und Religion ähnlich erscheinen, so stehen die doch oft auch in Konkurrenz zueinander. Im Alten Testament gibt es beispielsweise eine direkte Auseinandersetzung zwischen dem göttlichen Wirken und dem magischen Wirken, als Moses, ein Prophet Gottes, mit seinem Bruder Aaron die Freigabe des Volkes Israel vom Pharao fordert und die Macht seines Gottes durch ein Wunder zu beweisen versucht:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der wissenschaftlichen Betrachtung von Fantasyrollenspielen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Verhältnis von Magie und Religion in der Spielwelt DSA.

Das Verhältnis von Religion und Magie: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen und kulturwissenschaftliche Ansätze, insbesondere die Konkurrenz zwischen Magie und Religion, häufig illustriert an biblischen Motiven.

Magie und Religion in einer Fantasyrollenspielwelt: Es wird erörtert, wie Magie und Religion als konstituierende Elemente in Fantasywelten funktionieren und welche Rolle die „Faktizität“ des Übernatürlichen dabei spielt.

Madas Frevel: Dieser Abschnitt analysiert den Schöpfungsmythos der aventurischen Magie und ordnet ihn in den Kontext der Welterklärung ein.

Magier: Hier wird die Rolle der Gildenmagier als zaubernde Elite beleuchtet und die Gliederung in verschiedene Gilden sowie das Verhältnis zur Kirche diskutiert.

Die Religion bei DSA: Dieses Kapitel untersucht die Funktion der Geweihten und die Bedeutung der Götterwelt in der gesellschaftlichen Struktur Aventuriens.

Heidentum bei DSA: Der Fokus liegt auf nicht-gildenmagischen und nicht-zwölfgöttlichen Traditionen wie Hexentum, Druidentum und Schamanismus und deren Einordnung in die aventurische Kosmologie.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die strikte Trennung von Magie und Religion in der aventurischen Theorie oft an der praktischen Spielwelt scheitert und auf ein christlich geprägtes Weltbild zurückzuführen ist.

Schlüsselwörter

Magie, Religion, Fantasyrollenspiel, Das schwarze Auge, DSA, Aventurien, Götter, Dämonologie, Mythologie, Astralenergie, Karmaenergie, Kulturwissenschaft, Christentum, Weltbild, Übernatürliches

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel und die Abgrenzung von magischen und religiösen Konzepten in der Fantasywelt des Rollenspiels „Das schwarze Auge“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Magie und Religion, die Kosmologie Aventuriens, die Rolle von Magiern und Geweihten sowie den Einfluss christlich-abendländischer Vorstellungen auf die Spielwelt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die theoretisch postulierten Gegensätze zwischen Magie und Religion in der fiktiven Welt Bestand haben oder ob sie als Übertragung europäischer Vorurteile und Weltbilder zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse und zieht dabei literaturwissenschaftliche sowie ethno-religiöse Thesen (u.a. von Karl Beth und Christoph Daxelmüller) heran, um die Rollenspielliteratur zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellen der aventurischen Welt, die Rolle verschiedener Zaubertraditionen (Magier, Hexen, Druiden, Schamanen) sowie die Hierarchien zwischen Göttern und Dämonen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Magie, Religion, Fantasyrollenspiel, Aventurien, Götter, Dämonologie, Weltbild und Übernatürliches charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Gildenmagiern und Geweihten?

Die Arbeit arbeitet mit der Unterscheidung, dass Magier ihre Fähigkeiten durch „Ichkraft“ und Wissen (Zauberei) aus sich heraus entwickeln, während Geweihte ihre Macht durch „Beugung unter die Allgemeinkraft“ als göttliche Gabe (Wunder/Karmaenergie) empfangen.

Warum wird der aventurische Schamanismus als problematisch für die Theoriebildung angesehen?

Schamanen in DSA nutzen sowohl religiöse Rituale als auch zaubertechnische „Astralenergie“. Da sie Priester und Magier in einer Person vereinen können, entzieht sich ihr Status einer einfachen Einordnung als ausschließlich magisch oder ausschließlich religiös.

Welche Rolle spielt das Christentum bei der Konzeption der Welt Aventuriens?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Autoren des Spiels bewusst oder unbewusst christlich-abendländische Sichtweisen übernommen haben, etwa die Abwertung von „fremder“ Magie als Aberglaube oder die Konzeption von Dämonen als böse Gegenspieler.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis von Magie und Religion am Beispiel des Fantasyrollenspiels "Das schwarze Auge"
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Fachbereich A)
Veranstaltung
Hexen und Zauberer
Note
1,3
Autor
Gordon Nies (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
34
Katalognummer
V272598
ISBN (eBook)
9783656645122
ISBN (Buch)
9783656645115
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Magie Religion Literaturwissenschaft Medienwissenschaft Kulturwissenschaft Theologie Fantasy
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gordon Nies (Autor:in), 2013, Das Verhältnis von Magie und Religion am Beispiel des Fantasyrollenspiels "Das schwarze Auge", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272598
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Leseprobe aus  34  Seiten
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