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Offener Unterricht im Erstlese- , Erstschreibunterricht - Unterstützung oder Überforderung?

Title: Offener Unterricht im Erstlese- , Erstschreibunterricht - Unterstützung oder Überforderung?

Term Paper , 2002 , 13 Pages

Autor:in: Alma Schmitz (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Einleitung

Im ersten Semester meines Studiums wurde ich erstmals mit dem Begriff `offener Unterricht´ konfrontiert, der eine so völlig andere Unterrichtsgestaltung bedeutet, als sie mir aus meiner eigenen Grundschulzeit bekannt war.
Um mir ein Bild dieser Unterrichtsform machen zu können, absolvierte ich eines meiner Praktika in einer Grundschule, die eben, mehr oder weniger ausschließlich, mit dieser Unterrichtsgestaltung arbeitet. Zudem verbrachte ich meine Zeit dort in einer ersten Klasse und erlebte somit, wie die offene Lernsituation im Erstlese- und Erstschreibunterricht umgesetzt werden kann.
Dieses Praktikum brachte mich dazu meine, durchaus positiven, Erfahrungen näher in Form dieser Hausarbeit zu erörtern, um so die Vor- und Nachteile der offenen Lernsituation im offenen Unterricht besser kennenzulernen und auch auf wissenschaftliche Aussagen stützen zu können.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich mich mit der Definition des `offenen Unterrichts´ auseinandersetzten und anschließend auf die historische Entwicklung dieser Unterrichtsgestaltung eingehen.
Im weiteren Verlauf wird die Methode des Fibellehrgangs, der der offenen Lernsituation gegenüber gestellt, wobei besonders auf die Vorerfahrungen von Erstklässern in Bezug auf Schrift eingegangen wird. Desweiteren wird besonders hervorgehoben, ob die offene Lernsituation für alle Kinder gleichermaßen anwendbar ist.
Ferner werde ich im letzten Teil der Hausarbeit konkrete Beispiele für die offene Lernsituation im Erstlese- , Erstschreibunterricht anführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was bedeutet offener Unterricht?

2.1.Die offene Lernsituation in der historischen Entwicklung

3. Der Fibellehrgang als das Althergebrachte

4. Warum weg von der Fibel?

5. Wie ist die offene Lernsituation umsetzbar und ist sie für alle Kinder gleichermaßen geeignet?

6. Ein konkretes Beispiel für die offene Lernsituation: Der Werkstattunterricht

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der offenen Lernsituation im Erstlese- und Erstschreibunterricht, stellt diese dem traditionellen Fibellehrgang gegenüber und evaluiert, ob dieser offene Ansatz eine gezielte Unterstützung oder eine Überforderung der Kinder darstellt.

  • Vergleich zwischen offenem Unterricht und traditionellem Fibellehrgang
  • Analyse der Individualität und unterschiedlicher Lernvoraussetzungen von Erstklässlern
  • Herausforderungen und Umsetzbarkeit offener Lernformen im Schulalltag
  • Praktische Anwendungsbeispiele, insbesondere der Werkstattunterricht
  • Die Rolle der Lehrperson und die Förderung der kindlichen Selbstständigkeit

Auszug aus dem Buch

Die offene Lernsituation in der historischen Entwicklung

Die offene Lernsituation, bzw. die Freie Arbeit, sind keine Ergebnisse einer neuen Unterrichtsbewegung. Vielmehr war schon in der Pädagogik der Aufklärung von Selbstbestimmung und Freiheit die Rede.

Will man die historische Entwicklung begleiten, stößt man auf viele Pädagogen, die die offene Lernsituation entscheidend geprägt haben.

Jean- Jacques Rousseau (1712-1778) stellte die Achtung des Kindes an vorderste Stelle, die gleichzeitig nur mit Freiheit und Selbstbestimmung des Kindes einhergehen konnte. Für ihn war das Kind kein unvollkommener Erwachsener, sondern ein eigenständiges Wesen. Erziehung betrachtete er als einen Prozess, in dem das Kind wachsen kann.

Auch für Maria Montessori (1870-1952) war die Achtung des Kindes das Wichtigste. Ihr ging es darum den Kindern viel Freiraum in ihrer Entwicklung zu lassen, aber auch eine Lernumgebung mit vielfältigen Materialien zu schaffen, die ein eigenständiges Arbeiten ermöglichen.

„Das Kind, das seine Beschäftigung alleine wählt, kann damit ein inneres Bedürfnis äußern und befriedigen. Allein das Kind weiß, was seiner ‚Entwicklung nottut, und eine aufgedrängte Beschäftigung stört seine Entwicklung und sein Gleichgewicht“ (Montessori 1988, S.14: Die offene Lernsituation in der Grundschule, S.12)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der persönlichen Motivation der Autorin basierend auf praktischen Erfahrungen im Erstunterricht.

2. Was bedeutet offener Unterricht?: Theoretische Annäherung an den Begriff des offenen Unterrichts anhand verschiedener pädagogischer Definitionen und Ansätze.

2.1.Die offene Lernsituation in der historischen Entwicklung: Darstellung der historischen Wurzeln und maßgeblicher Pädagogen wie Rousseau und Montessori, die die offene Lernsituation prägten.

3. Der Fibellehrgang als das Althergebrachte: Diskussion des klassischen Frontalunterrichts mittels Fibel und dessen Rolle in der deutschen Schultradition.

4. Warum weg von der Fibel?: Kritische Auseinandersetzung mit der Fibelmethode und Plädoyer für eine stärkere Berücksichtigung der kindlichen Individualität beim Schriftspracherwerb.

5. Wie ist die offene Lernsituation umsetzbar und ist sie für alle Kinder gleichermaßen geeignet?: Untersuchung der praktischen Umsetzbarkeit sowie der Notwendigkeit differenzierter Lernangebote für unterschiedliche Leistungsstände.

6. Ein konkretes Beispiel für die offene Lernsituation: Der Werkstattunterricht: Detaillierte Beschreibung einer „Selbstlaute und Silbenwerkstatt“ inklusive verschiedener Stationen als praktisches Anwendungsbeispiel.

7. Zusammenfassung: Resümee über den Mehrwert des offenen Unterrichts zur individuellen Förderung von Kindern.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Erstlesen, Erstschreiben, Lernsituation, Fibellehrgang, Individualisierung, Werkstattunterricht, Grundschule, Schriftspracherwerb, Selbstbestimmung, Freie Arbeit, Differenzierung, Lernvoraussetzungen, Didaktik, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Gestaltung des Schriftspracherwerbs in der Grundschule und stellt dabei die offene Lernsituation als alternative oder ergänzende Unterrichtsform dem klassischen Fibellehrgang gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Definition von offenem Unterricht, der Vergleich zwischen traditionellen und offenen Lehrmethoden, die Bedeutung von Differenzierung sowie die Rolle der Selbstständigkeit und Freude am Lernen bei Kindern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob die offene Lernsituation eine sinnvolle Unterstützung für das Kind darstellt oder zu einer Überforderung führen kann und ob sie besser auf die individuellen Lernvoraussetzungen eingehen kann als eine Fibel.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung pädagogischer Literatur sowie einer praxisorientierten Reflexion eigener Erfahrungen aus Praktika in Grundschulklassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine kritische Betrachtung des Fibellehrgangs, eine Analyse der individuellen Förderung im offenen Unterricht und die detaillierte Vorstellung eines konkreten Praxisbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Offener Unterricht, Erstlesen, Erstschreiben, Werkstattunterricht, Differenzierung, Selbststeuerung und individuelle Förderung.

Wie genau sieht der Werkstattunterricht aus, den die Autorin beschreibt?

Die Autorin beschreibt eine einwöchige „Selbstlaute und Silbenwerkstatt“ mit 13 Stationen wie Glockenspiel, Klammerkarten, Silbenbögen und Rappelkiste, bei denen Kinder selbstständig und in eigenem Tempo arbeiten können.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Eignung des offenen Unterrichts?

Nach Abwägung der Argumente gelangt die Autorin zu der Auffassung, dass die offene Lernsituation wesentlich besser geeignet ist, individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes einzugehen und Lernfreude zu fördern.

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Details

Title
Offener Unterricht im Erstlese- , Erstschreibunterricht - Unterstützung oder Überforderung?
College
University of Siegen  (FB Pädagogik)
Course
Erstlesen/ Erstschreiben
Author
Alma Schmitz (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V2726
ISBN (eBook)
9783638116497
Language
German
Tags
Offener Unterricht Erstlese- Erstschreibunterricht Unterstützung Erstlesen/ Erstschreiben
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alma Schmitz (Author), 2002, Offener Unterricht im Erstlese- , Erstschreibunterricht - Unterstützung oder Überforderung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2726
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