Ziel der vorliegenden Arbeit ist es aufzuzeigen, wie stark sich die Sicherheitsauflagen im Einreisebereich in den letzten zehn Jahren verändert haben. Dies geschieht zum einen durch den kurzen historischen Rückblick, um die Ausgangslage darzustellen. Hier werden die bis zum 11. September 2001 stattgefundenen terroristischen Handlungen aufgeführt, welche zu nennenswerten Gesetzesänderungen im Sicherheitsbereich bei der Einreise geführt haben. Außerdem wird dargelegt, warum der 11. September ein Wendepunkt im Bereich der Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise darstellt.
Um die Veränderungen nach dem 11. September besser erkennen zu können, ist das nähere Betrachten jener US-amerikanischen Behörden wichtig, die für das Ausführen der neuen Sicherheitsrichtlinien verantwortlich sind. Da es unzählige Novellierungen auf dem Gebiet der Einreise gab, ist diese Akzentuierung der wichtigsten Maßnahmen zwingend erforderlich. Sehr interessant ist hier zu sehen, welche umfangreichen Sicherheitsprozedere bereits vor der Einreise in das Land und auch an den Grenzübergängen oder Port of Entry (POE) beachtet werden müssen.
Ferner werden in dieser Arbeit die Veränderungen der Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika als Folge des 11. September 2001 kritisch beleuchtet. Hier findet ein Blick auf die Ausgaben des Heimatschutzes und den Verschärfungen der Visa-Bestimmungen statt, bevor die Schlussbemerkung zusammenfassend eine Verbindung zwischen den neuen Sicherheitsrichtlinien und dem notwendigen Schutz der USA vor Terrorismus herstellt und das komplette Thema schließlich zusammenfasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenrelevanz
1.2 Forschungsansatz und Methodik
1.3 Zielsetzung und Akzentuierung der Untersuchung
2 Sicherheitsbestimmungen im Wandel der Zeit
2.1 Sicherheitsbestimmungen vor dem 11. September 2001
2.2 Wendepunkt 11. September 2001
3 Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund des 11. September 2001
3.1 U.S. Department of Homeland Security (DHS)
3.2 U.S. Customs and Border Protection (CBP)
3.2.1 Advance Passenger Information System (APIS)
3.2.3 United States Visitor and Immigration Status Indicator Technology (US-VISIT)
3.3 U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE)
3.3.1 Student and Exchange Visitor Program (SEVP)
3.4 Transportation Security Administration (TSA)
3.4.1 Zielumsetzung der TSA
3.4.2 Entwicklung der TSA
4 Kritik an den veränderten Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise
4.1 Kosten des US-Heimatschutzes
4.2 Visa-Bestimmungen
5 Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Veränderungen der US-amerikanischen Einreise- und Sicherheitsbestimmungen, die infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 implementiert wurden, und analysiert deren Auswirkungen auf internationale Reisende und die staatlichen Strukturen.
- Historische Entwicklung der US-Sicherheitsarchitektur vor und nach 2001
- Strukturelle Reorganisation der US-Behörden (DHS, CBP, ICE, TSA)
- Technologische Innovationen in der Grenzsicherung (US-VISIT, APIS, SEVIS)
- Kritische Kosten-Nutzen-Analyse der neuen Sicherheitsmaßnahmen
- Herausforderungen für internationale Studenten und Reisende durch verschärfte Visum-Prozesse
Auszug aus dem Buch
3.1 U.S. Department of Homeland Security (DHS)
Die Veränderungen der Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise in die USA gehen ohne Zweifel mit umfassenden Reformen, auch im strukturellen Bereich US-amerikanischer Instanzen einher. Das Überprüfen des Immigrationssystems nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war von größerem Interesse (vgl. Entwicklungen in der Einwanderungspolitik der USA), da erkannt wurde, „[...] dass die Zusammenarbeit zwischen Bundesbehörden, Bundespolizei und dem Grenzschutz nicht mehr angemessen funktionierte.“ (Entwicklungen in der Einwanderungspolitik der USA).
Um diese Kooperation zu verbessern, wurde am 25. November 2002 das US-amerikanische Heimatschutzministerium, das Department of Homeland Security (DHS), mit Tom Ridge als erstem Minister, geschaffen. Michael Chertoff, ein ehemaliger Generalbundesanwalt, löste Ridge am 15. Februar 2005 als dessen Nachfolger ab. Grundlage war hier der Homeland Security Act of 2002, welcher vom US-amerikanischen Kongress am 25. November 2002 verabschiedet wurde (vgl. Deflem/Shutt 2005, 81). Dieses Gesetz beschreibt drei primäre Aufgaben des DHS:
[...] (A) prevent terrorist attacks within the United States; [...] (B) reduce the vulnerability of the United States to terrorism; [...] (C) minimize the damage, and assist in the recovery, from terrorist attacks that do occur within the United States“. (Homeland Security Act of 2002)
Mit der Einführung des DHS gab es die größte Umstrukturierung auf Regierungsebene seit dem 2. Weltkrieg (vgl. Deflem/Shutt 2005, 98), welches auch der Homeland Security Act of 2002 belegt. Aus dem Gesetz geht die Gründung des Ministeriums und die enorme organisatorische Veränderung hervor: „[...] The Act brought together approximately 22 separate federal agencies to establish the Department of Homeland Security [...]“ (Homeland Security Act of 2002).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Thematik nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und definiert den deskriptiven Forschungsansatz der Arbeit.
2 Sicherheitsbestimmungen im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel vergleicht die Sicherheitsvorkehrungen vor 2001 mit der Zäsur durch die terroristischen Angriffe und ordnet diese historisch ein.
3 Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund des 11. September 2001: Das Hauptkapitel beschreibt detailliert die neue Behördenstruktur (DHS, CBP, ICE, TSA) und die Einführung spezifischer Kontrollsysteme wie US-VISIT oder SEVIS.
4 Kritik an den veränderten Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise: Hier werden die massiv gestiegenen Kosten für den Heimatschutz sowie die erschwerten Bedingungen für Visa-Bewerber kritisch hinterfragt.
5 Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen dem Ziel nationaler Sicherheit und der Wahrung liberaler Einwanderungsgrundsätze zusammen.
Schlüsselwörter
11. September 2001, Heimatschutz, DHS, Terrorismusbekämpfung, Grenzsicherung, Einreisebestimmungen, Visum-System, US-VISIT, APIS, SEVIS, CBP, ICE, TSA, Flugsicherheit, Biometrische Daten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich die US-Sicherheitsarchitektur und die Einreisebestimmungen durch die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 grundlegend gewandelt haben.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Reorganisation der US-Behörden, die Einführung biometrischer Überwachungssysteme, die Entwicklung neuer Visum-Prozesse sowie die ökonomische und gesellschaftliche Kritik an diesen Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Sicherheitsauflagen für Reisende und Studenten in den letzten zehn Jahren verändert haben und warum 2001 als entscheidender Wendepunkt in diesem Bereich gilt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verfolgt einen deskriptiven Forschungsansatz, der primär auf einer theoretischen Analyse aktueller Fachliteratur und offizieller Regierungsdokumente der USA basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich ausführlich den einzelnen Behörden wie dem Department of Homeland Security (DHS), der Transportation Security Administration (TSA) sowie spezifischen Kontrollprogrammen wie US-VISIT und dem Student and Exchange Visitor Program (SEVP).
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind 9/11, Homeland Security, biometrische Identifikation, Grenzkontrolle und die Balance zwischen nationaler Sicherheit und Reisefreiheit.
Welche Bedeutung haben die im Anhang beigefügten Formulare?
Die Formulare (z. B. I-20, DS-2019) veranschaulichen die konkrete Umsetzung der bürokratischen Anforderungen für ausländische Studenten und Austauschschüler im Rahmen des SEVP.
Wie kritisch bewertet der Autor die Kosten für den Heimatschutz?
Der Autor führt eine kritische Kosten-Nutzen-Analyse durch und weist auf den massiven Anstieg der Ausgaben hin, stellt jedoch gleichzeitig in Frage, ob diese Investitionen immer zur tatsächlichen Effizienzsteigerung der Sicherheit beigetragen haben.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Thomas Buchmaier (Author), 2012, Die Veränderungen der Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika als Folge des 11. September 2001, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272711