Einführung in die Suchmaschinenoptimierung

Definition, Suchmaschinenbasics und Optimierungsansätze


Referat (Ausarbeitung), 2014
11 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Verzeichnis der Listings

Abkürzungsverzeichnis

1. Was ist Suchmaschinenoptimierung?

2. Basics zu Suchmaschinen
2.1. Crawlen
2.2. Ranking
2.3. Wie analysiert Google eine Website?

3. Das SEO-Projekt
3.1. Wo setzt SEO an?
3.1.1. Optimierung der Seitenstruktur
3.1.2. Onpage-Optimierung
3.1.3. Offpage-Optimierung

4. Fazit

Literatur

A. Anhang
A.1. Meta-Tags
A.2. Fehler im HTML-Code
A.3. Beispielcode zu einer Aufzählung in HTML

Abbildungsverzeichnis

1. „titel“, „keywords“ und „description“

Verzeichnis der Listings

1. Fehler im HTML-Code

2. Beispielcode zu einer Aufzählung in HTML

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization (SEO)) ist ein Teilgebiet des Suchmaschinenmarketings (Search Engine Marketing (SEM)).1 SEO kann als Vermarktungsfunktion aufgefasst werden, welche verschiedene Ziele, vorrangig die Generierung von Traffic, verfolgen kann. Dies wird in erster Linie durch die Verbesserung der Rangposition auf den Ergebnislisten der Suchmaschinen erreicht.2

2. Basics zu Suchmaschinen

Um die Bedeutung von Suchmaschinenoptimierung zu verstehen und diese effizient umsetzen zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise von Suchmaschinen essentiell.3 Nachfolgend wird diese am Beispiel von Google vereinfacht erläutert. Dabei wird „Google“ auch als Synonym für „Suchmaschine“ verwendet.

Die Ergebnisse einer Suchanfrage werden nicht direkt von Menschen, sondern von sehr komplexer Software zusammengestellt. Die Suchergebnisse sind also das Resultat von Algorithmen. Um diese Software beeinflussen zu können, müssen die zugrunde liegenden Algorithmen bekannt sein. Noch funktioniert die Künstliche Intelligenz (KI) der Software anders als die des Menschen. Entsprechend wird diese auch anders beeinflusst bzw. reagiert auf andere Reize. Beispielsweise ist Software momentan nur in sehr beschränktem Maße in der Lage, Bilder und Videos auszuwerten. Nur das Bild als solches, würde von den Suchalgorithmen kaum beachtet werden, auch wenn es den Suchbegriff bestmöglich verkörpert bzw. darstellt.4

2.1. Crawlen

Damit eine Suchmaschine Ergebnisse liefern kann, muss sie möglichst alle öffentlich zugänglichen Websites und deren Inhalte kennen. Dazu „crawlt“ Google durch das Netz. Crawlen bezeichnet das analysieren von Websites und deren Inhalten. Dabei startet der Algorithmus bei einer Reihe bekannter Websites und durchsucht diese nach Verlinkungen zu anderen, um neue zu finden und zu erfassen. Während des Crawlvorgangs wird die Website indexiert. Dabei werden alle verwendeten Begriffe analysiert und die von Google als wichtig eingestuften Begriffe(„Keywords“), werden in einer Datenbank abgespeichert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass Google den einzigartigen Inhalt (Unique Content) einer Website ermittelt. Dieser ist nicht auf anderen Websites zu finden und stellt das Alleinstellungsmerkmal dar.5

Aus diesem und den Keywords wird eine Übersicht erstellt die der Suchmaschine dabei hilft, die Suchanfrage mit dem Inhalt der Seite auf Übereinstimmungen zu vergleichen. Diese semantische Übersicht ist für den Betreiber einer Website von hoher Bedeutung, weil sie das Ranking enorm beeinflusst.6

Google crawlt kontinuierlich durch das World Wide Web (WWW). Dabei besucht der Crawler ihm bereits bekannte Websites ggf. erneut, um mögliche neue Inhalte bzw. Veränderungen zu ermitteln.7

2.2. Ranking

Das Ziel von Google ist es, bei einer Suchanfrage eine Rangliste von Websites auszugeben. Dieses Ranking erfolgt auf Grundlage der Relevanz und der Wichtigkeit der Websites. Zuerst wird die Relevanz geprüft. Google vergleicht den Wortlaut der Suchanfrage mit den semantischen Über- sichten der Websites. Der Inhalt ist umso relevanter, desto größer das Maß der Übereinstimmung ist. Wird die Website als „nicht relevant“ eingestuft, wird sie auch nicht in der Ergebnisliste aus- gegeben. Im zweiten Schritt überprüft Google die Wichtigkeit der relevanten Websites. Dabei sind Verweise von (vertrauenswürdigen) Seiten von entscheidender Bedeutung, weil Google diese als Empfehlung wertet und damit die Wichtigkeit der verlinkten Website aufwertet.8

2.3. Wie analysiert Google eine Website?

Crawler untersuchen und bewerten Websites anhand ihres Quelltextes, welcher in Form von HTML-Code (Hypertext Markup Language (HTML)) vorliegt. Der Crawler konzentriert sich auf den Code, der zum Inhalt der Website gehört. Solcher der sich beispielsweise der Navigation widmet, wird auch erfasst und bewertet, spielt aber im Vergleich zum Inhalt eine untergeordnete Rolle.9 Neben den Inhalten erfasst Google die Beschreibungen und Spezifikationen der Websi- te. Beispielhaft sollen hier drei der in diesem Zusammenhang relevanten HTML-Befehle (Tags) genannt werden. Der Seitentitel, welcher in der Titelleiste des Browsers zu sehen ist und im Quelltext mit dem title -Tag gekennzeichnet wird, ist von besonderer Bedeutung. Google gewich- tet ihn schwer bei der Bestimmung der Relevanz der Website. Der keywords -Tag wird ebenfalls vom Crawler erfasst, ist aber aufgrund von häufigem Missbrauch bzw. Manipulationsversuchen nahezu bedeutungslos geworden. Google bewertet außerdem die Beschreibung der jeweiligen Website (description -Tag). Obwohl diese für das Ranking als solches nicht relevant ist, beein- flusst sie aber die Wahrnehmung des Eintrags in der Suchergebnisliste. In der Anlage A.1 ist ein Quelltext abgebildet, welcher diese Tags enthält.10

Bei der Analyse von Websites schenkt Google Grafiken und Videos kaum Beachtung, weil diese bis zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr schwer von Software bewertet werden können. Die Suchmaschine versucht zwar über die Beschreibung eines Bildes, Rückschlüsse auf dessen Inhalt zu ziehen, aber die Software kann das Bild noch nicht als solches bzw. wie ein Mensch wahrnehmen. Ebenfalls gar nicht oder nur in sehr beschränktem Maß sind Audiodateien, eingebundene Programme und zugriffsbeschränkte Bereiche von Google analysierbar.11

3. Das SEO-Projekt

Um SEO zielgerichtet durchzuführen und den gewünschten Effekt zu schaffen ist, wie bei allen umfangreichen und wichtigen Projekten, eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands, der Kun- denwünsche und der Mitbewerber von großer Bedeutung. Weiterhin sollten die Ziele und der Ablauf einer SEO-Kampagne klar definiert und regelmäßig validiert werden. Ohne Planung kann Suchmaschinenoptimierung die eigentlichen Ziele verfehlen. Ein Beispiel: Unterscheiden sich die Keywords, die die möglichen Kunden bei ihrer Suche verwenden, von denen die der Anbieter definiert und durch SEO geprägt hat, kann dies dazu führen, dass die Relevanz des Contents als niedrig eingestuft wird.12

3.1. Wo setzt SEO an?

Suchmaschinenoptimierung wird sowohl auf der eigenen Website (Onpage-Optimierung), wie auch außerhalb (Offpage-Optimierung) betrieben. Neben den Inhalten sollte auch die Struktur der Website suchmaschinenoptimiert werden.13

3.1.1. Optimierung der Seitenstruktur

Die Optimierung der Struktur der Website geht einher mit der Validierung und Verbesserung des HTML-Codes. Damit sind insbesondere Fehlerfreiheit und die Einhaltung etablierter Standards gemeint.14

„Etablierte Standards“ meint beispielsweise die Barrierefreiheit der Website. Die Webpräsenz sollte möglichst jedem, egal welche Prämissen vorliegen, ohne Einschränkungen zugänglich sein. Dies umfasst insbesondere die Zugänglichkeit für Sehbehinderte, aber auch für Smartphonebe- sitzer. Barrierefreiheit meint außerdem die Schaffung eines barrierefreien Zugangs für die Such- maschinencrawler.15

Wie bereits dargestellt kann der Crawler zugriffsbeschränkte Bereiche nicht erfassen. Ist der wichtige Inhalt der Seite nur nach Eingabe von Benutzerdaten zugänglich, schränkt das den Suchmaschinencrawler erheblich ein.

Cascading Style Sheets (CSS) und HTML sollten fehlerfrei verwendet werden. Während die Browser sehr fehlertolerant sind, ist es der Googlecrawler nicht. In der Anlage A.2 wird ein simp- ler Fehler abgebildet, welcher weitreichende Folgen haben kann. Die Verwendung des h1 -Tags zeigt, dass es sich hier um eine wichtige Überschrift handelt. Diese soll mit einem bestimm- ten CSS-Style dargestellt werden. Weil aber eine eckige Klammer (>) nach dem class -Attribut vergessen wurde, gehört für den Crawler der Text nach dem Attribut zum Attribut. Entspre- chend kann er die Überschrift nicht korrekt erfassen und die Relevanz der Website wird negativ beeinflusst.16

Die formale Richtigkeit des Codes bedingt nicht automatisch eine suchmaschinenoptimale Um- setzung. Beispielsweise kann ein Navigationsmenü mit Javascript umgesetzt werden. Für die Ausführung von Javascript ist die Installation externer Software notwendig. Auch dies führt da- zu, dass der Googlecrawler das Menü nicht erfassen kann. Entsprechend sollte eine Scriptsprache gewählt werden, welche keine clientseitige Installation von Software notwendig macht.17

3.1.2. Onpage-Optimierung

Wie bereits mehrmals dargestellt hat der Content von Websites den größten Einfluss auf die Suchmaschinenrelevanz. Google versucht den Inhalt wie ein Mensch zu beurteilen. Dabei wird eine Website grundsätzlich als relevant eingestuft, wenn Sie Informationen zur Suchanfrage so umfangreich wie nötig, aber so kurz wie möglich darstellt.18

Dabei gilt die invertierte Pyramide als Grundprinzip. Der wichtige Inhalt steht am Anfang eines Textes, wobei Zusatzinformationen und Erläuterungen im weiteren Textverlauf folgen. Damit einher geht die sinnvolle Verwendung von Keywords im gesamten Text. Die zu häufige Verwendung von Keywords kann aber zu einer Abwertung führen, weil Google dies als Betrug bzw. Täuschung werten könnte.19 Um Keywords sinnvoll einzusetzen muss das Suchverhalten des Durchschnittsusers bekannt sein, denn auch hier ist der Suchalgorithmus von Google sehr genau. Falls die Mehrheit der User das Keyword „Events“ verwenden würde, wäre es nicht sinnvoll hauptsächlich das Keyword „Event“ in den eigenen Texten zu verwenden, weil für Google zwischen „Events“ und „Event“ ein Unterschied besteht.20

[...]


1 vgl.Erlhofer[2013]: S. 23

2 vgl.Erlhofer[2013]: S. 56

3 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 27

4 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 27

5 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 37-42

6 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 37-42

7 vgl.Erlhofer[2013]: S. 26

8 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 38-39

9 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 42-43

10 vgl.Erlhofer[2013]: S. 144-150

11 vgl.Enge u. a.[2012]: S. 47-49

12 vgl.Weinand[2013]: S. 69

13 vgl.Erlhofer[2013]: S. 295

14 vgl.Erlhofer[2013]: S. 295-296

15 vgl.Erlhofer[2013]: S. 295-296

16 vgl.Erlhofer[2013]: S. 297-298

17 vgl.Erlhofer[2013]: S. 316

18 vgl.Fischer[2009]: S. 306

19 vgl.Erlhofer[2013]: S. 419-421

20 vgl.Erlhofer[2013]: S. 79-81

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Einführung in die Suchmaschinenoptimierung
Untertitel
Definition, Suchmaschinenbasics und Optimierungsansätze
Hochschule
Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik Vechta-Diepholz-Oldenburg; Abt. Vechta
Veranstaltung
Informationsmanagement
Note
1,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V272757
ISBN (eBook)
9783656650690
ISBN (Buch)
9783656650683
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SEO, Google, Suchmaschinenoptimierung, Keyword, SEM, Ranking
Arbeit zitieren
Sascha Theis (Autor), 2014, Einführung in die Suchmaschinenoptimierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272757

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