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Nachhaltigkeit, Regionalisierung und strategische Allianzen. Analyse von Erfolgsfaktoren und Übertragbarkeit des BRUCKER LAND - Modells

Title: Nachhaltigkeit, Regionalisierung und strategische Allianzen. Analyse von Erfolgsfaktoren und Übertragbarkeit des BRUCKER LAND - Modells

Diploma Thesis , 1998 , 214 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dr. Ralf Brand (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Summary Excerpt Details

Die bisherigen Erfahrungen der Regionalisierungsinitiative BRUCKER LAND im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck zeigen, dass dieses Modell nicht nur ökonomisch tragfähig, sondern auch tendenziell mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar ist. Aus diesen Gründen wurde das BRUCKER LAND Konzept auf weitere neun Landkreise im Grossraum München übertragen. Auch andere Regionen in Deutschland und darüber hinaus verfolgen ähnliche Regionalisierungsbemühungen, weshalb das BRUCKER LAND Modell oft als „best practice“ Beispiel herangezogen wird.

Die vorliegende Arbeit untersucht Erfolgsfaktoren und mögliche Hemmnisse einer Übertragung dieses Modells auf andere Regionen. Als besonders kritisch gelten dabei jene Faktoren, die starke Bedeutung für den Erfolg im BRUCKER LAND haben, die gleichzeitig gering beeinflussbar und stark raumspezifisch sind. Um Informationen über die Bedeutung und die Beeinflussbarkeit von verschiedenen Faktoren zu erhalten, wurden neben intensiver Literaturrecherche auch 29 Schlüsselpersonen von BRUCKER LAND befragt. Zur Bewertung kamen 36 mögliche Faktoren aus den Bereichen Konzeption, Akteure, Betrieb, Menschliches, Außenwirkung, Finanzierung, Produktpolitik, Bedingungen im Landkreis Fürstenfeldbruck und Externe Rahmenbedingungen.

Die Ergebnisse der Literaturrecherche decken sich weitestgehend mit den Einschätzungen der befragten Schlüsselpersonen. Demnach kommt vor allem einer hohen Produktqualität, der Öffentlichkeitsarbeit, einer durchdachten Konzeption des Projektes und besonders den 'weichen' Faktoren ('Menschliches') sehr hohe Bedeutung zu. Viele dieser Faktoren sind aber deutlich beeinflussbar und somit nicht als 'kritisch' anzusehen. Die “klassisch”-geographischen Faktoren gehören nach den vorliegenden Ergebnissen nicht zu den Faktoren mit der höchsten Bedeutung für den Erfolg, aufgrund ihrer geringen Beeinflussbarkeit weisen sie jedoch wesentliche ‘kritische’ Elemente auf.

Die vier als besonders kritisch identifizierten Faktoren wurden - soweit möglich - operationalisiert und anhand verschiedener Indikatorensets auf ihre Ausprägung in den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Dachau, Freising, Erding, Ebersberg, München (Land) und Starnberg untersucht. Von besonderem Interesse ist dabei der Vergleich zu den Bedingungen im Landkreis Fürstenfeldbruck, unter denen das BRUCKER LAND Modell seine Tauglichkeit bereits bewiesen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 PROJEKT BRUCKER LAND

1.1 Idee und Ziele

1.2 Konzeption

1.3 Entstehung

1.4 Betrieb

1.5 Erfolge

2 AUSGANGSPRÄMISSE

2.1 Qualitative Bewertung

2.2 Kritikansätze

3 METHODIK

3.1 Methodenentwicklung

3.2 Methodenlegitimation

3.3 Schlüsselpersoneninterviews

3.3.1 Strukturierender Leitfaden

3.3.2 Multidimensional skaliertes Diagramm

4 ANALYSE MÖGLICHER WIRKUNGSFAKTOREN

4.1 Konzeption

4.2 Akteure

4.3 Betrieb

4.4 Menschliche Faktoren

4.5 Außenwirkung

4.6 Finanzierung

4.7 Produktpolitik

4.8 Bedingungen im Landkreis Fürstenfeldbruck

4.9 Externe Bedingungen

5 KRITISCHE FAKTOREN

6 AUSPRÄGUNG DER KRITISCHEN FAKTOREN IN DEN NACHBARLANDKREISEN DER LANDESHAUPTSTADT MÜNCHEN

6.1 Natürliche Bedingungen

6.2 Problemdruck im Landkreis

6.3 Identifikation der Bevölkerung mit der Region

6.4 Mitmachen der Bevölkerung

6.5 Anmerkungen

7 EXKURSE

7.1 Ring um München

7.2 Anregungen, Ideen, Empfehlungen

7.3 Weiterer Forschungsbedarf

8 ZUSAMMENFASSUNG

8.1 Fazit

8.2 Summary

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Erfolgsfaktoren des "BRUCKER LAND"-Modells, einer regionalen Vermarktungsinitiative, um deren Übertragbarkeit auf andere Regionen im Kontext der Agenda 21 zu bewerten. Dabei wird die Forschungsfrage untersucht, welche Faktoren für den Erfolg entscheidend sind, wie sie beeinflusst werden können und inwieweit sie raumspezifisch sind.

  • Analyse der konzeptionellen und operativen Struktur des "BRUCKER LAND"-Modells.
  • Untersuchung der Bedeutung von "weichen" Faktoren wie persönlichem Engagement und Idealismus.
  • Evaluation der Rolle von Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Handwerk und lokalen Akteuren.
  • Operationalisierung kritischer Faktoren für einen Vergleich mit Nachbarlandkreisen.
  • Ableitung von Empfehlungen für eine potenzielle Übertragung auf andere Regionen.

Auszug aus dem Buch

1.2 KONZEPTION

Das wesentliche Charakteristikum der BRUCKER LAND Konzeption besteht darin, daß landwirtschaftliche Rohprodukte von heimischen Bauern zentral zu fairen Preisen eingekauft werden, um sie weiter an das Handwerk zu verkaufen bzw. um die Verarbeitung, das Marketing und den Verkauf an Lebensmittelläden, Supermärkte und Getränkemärkte im Landkreis zu organisieren. Alle Produkte stammen aus ‘kontrolliertem Anbau’, der als Kompromiß zwischen konventionellem und ökologischem Landbau geschlossen wurde. Dieser zeichnet sich z.B. beim Hauptprodukt Getreide durch den Verzicht auf chemische Spritzmittel im Anbaujahr aus (vgl. auch Kap. 5.1.4). Für die Endverbraucher sind alle Produkte durch ein einheitliches Design (Logo) als BRUCKER LAND-Markenprodukte zu erkennen (sogenannte ‘Dachmarkenstrategie’ - vgl. Kap. 5.5.1).

Die Konzeption wurde im wesentlichen unter dem Dach der ‘BRUCKER LAND Solidargemeinschaft e.V.’ entwickelt, die im April 1994 gegründet wurde. Die Mitglieder des Vereins sind je drei Personen aus den fünf sogenannten 'Säulen' Landwirtschaft, Verarbeiter, Verbraucher, (Laien-)Kirche und Umweltverbände. Dies bedeutet, daß stets fünfzehn Personen stimmberechtigte Vollmitglieder der Solidargemeinschaft sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROJEKT BRUCKER LAND: Einführung in die Vision, Ziele und die organisatorische Struktur des BRUCKER LAND Projekts.

2 AUSGANGSPRÄMISSE: Wissenschaftliche Einordnung der Hypothese, dass das BRUCKER LAND Modell nachhaltig wirkt.

3 METHODIK: Detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens, insbesondere der Experteninterviews und der multidimensionalen Skalierung.

4 ANALYSE MÖGLICHER WIRKUNGSFAKTOREN: Tiefgehende Untersuchung einzelner Erfolgsfaktoren von der Konzeption über Akteure bis zur Produktpolitik.

5 KRITISCHE FAKTOREN: Identifikation und Visualisierung der Faktoren, die für den Erfolg entscheidend und gleichzeitig schwer beeinflussbar sind.

6 AUSPRÄGUNG DER KRITISCHEN FAKTOREN IN DEN NACHBARLANDKREISEN MÜNCHENS: Vergleichende Analyse der identifizierten kritischen Faktoren in der Region um München.

7 EXKURSE: Betrachtung weiterführender Konzepte wie den "Ring um München" und Identifizierung von weiterem Forschungsbedarf.

8 ZUSAMMENFASSUNG: Fazit zur Übertragbarkeit des Modells und Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Entwicklung, Regionalisierung, BRUCKER LAND, Direktvermarktung, Regionale Wirtschaftskreisläufe, Kontrollierter Anbau, Strategische Allianzen, Landwirtschaft, Kooperation, Erfolgsfaktoren, Regionalmarke, Agenda 21, Wirtschaftsgeographie, Ländlicher Raum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das BRUCKER LAND Modell, eine regionale Vermarktungsinitiative im Landkreis Fürstenfeldbruck, im Hinblick auf ihre Erfolgsfaktoren und die Möglichkeiten zur Übertragung auf andere Regionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen Nachhaltigkeit in der Regionalentwicklung, strategische Kooperationen zwischen lokalen Erzeugern und dem Handel, sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren für regionale Vermarktungsprojekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritische Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die für eine nachhaltige Regionalvermarktung notwendig sind, und zu prüfen, ob diese auf die Nachbarlandkreise Münchens übertragbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt einen Methodenmix aus Literaturanalyse, Experteninterviews mit Schlüsselpersonen und einem multidimensional skalierten Diagramm (MSD) zur Auswertung der qualitativen Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert verschiedene Wirkungsfaktoren, wie die Rahmenkonzeption, Akteursbeteiligung, Betriebsführung, Logistik und externe politische Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Nachhaltige Entwicklung, Regionalisierung, BRUCKER LAND, Direktvermarktung, Regionale Wirtschaftskreisläufe und Strategische Allianzen.

Warum ist der "Mittelweg" im Anbau so wichtig für das Projekt?

Der "kontrollierte Anbau" ist ein pragmatischer Kompromiss, der die Akzeptanz bei konventionell arbeitenden Landwirten sichert, ohne die ökologischen Mindeststandards zu vernachlässigen.

Welche Rolle spielen die "weichen" Faktoren?

Persönliches Engagement, Idealismus und die Fähigkeit zur Kommunikation sind laut der Analyse essentiell, da fachliche Kompetenz allein nicht ausreicht, um die Widerstände einer Regionalinitiative zu überwinden.

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Details

Title
Nachhaltigkeit, Regionalisierung und strategische Allianzen. Analyse von Erfolgsfaktoren und Übertragbarkeit des BRUCKER LAND - Modells
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Kulturgeographie)
Grade
1
Author
Dr. Ralf Brand (Author)
Publication Year
1998
Pages
214
Catalog Number
V2728
ISBN (eBook)
9783638116503
ISBN (Book)
9783638722797
Language
German
Tags
Nachhaltigkeit Regionalisierung strategische Allianzen Agenda 21 nachhaltige Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Ralf Brand (Author), 1998, Nachhaltigkeit, Regionalisierung und strategische Allianzen. Analyse von Erfolgsfaktoren und Übertragbarkeit des BRUCKER LAND - Modells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2728
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