Diese Arbeit soll einen kurzen Überblick über die Entwicklungen des Musiklebens in
England unter Queen Elizabeth I. geben und die damit verbundenen Auswirkungen
auf die weltliche englische Musik, insbesondere das Liedschaffen, aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichtlicher Hintergrund
2.1 Großbritannien zur Zeit Elizabeth’s I.
2.2 Musikleben Londons im elisabethanischen Zeitalter
2.2.1 The Chapel Royal
2.2.2 The Kings Musick
2.2.3 The Waits of London
2.2.4 The Company of Musicians of London
2.2.5 Häusliche Musik
3. Consort Musik und Songs
3.1 Whole Consort
3.1.2 Broken Consort
3.2. Songs
3.2.1 Consort Song
3.2.2 Der englische Madrigal
3.2.3 Lute Song
4. Zusammenfassung
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Musikleben im elisabethanischen England und analysiert die soziopolitischen sowie kulturellen Rahmenbedingungen, die das Aufblühen der weltlichen Musik in dieser Ära begünstigten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung spezifischer Gattungen der Vokal- und Instrumentalmusik sowie deren wechselseitiger Beeinflussung.
- Soziologische Zusammenhänge zwischen Musik, Gesellschaft und Politik unter Queen Elizabeth I.
- Strukturen und Institutionen des Londoner Musiklebens wie Chapel Royal und Waits of London.
- Entwicklung und Merkmale der Consort Musik (Whole und Broken Consort).
- Klassifizierung und stilistische Analyse der weltlichen Vokalmusik: Consort Song, Madrigal und Lute Song.
- Die Bedeutung der häuslichen Musik und die Rolle der Musik als Bestandteil der Bildung.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Consort Song
After the speech, the Fairy Quene and her maides daunced about the garland, singing a song of sixe partes, with the musicke of an exquisite consort, wherein was Lute, Bandora, Base-violl, Citterne, Treble-viol, and Flute. (Morley, 1591)
Bei dem sogenannten Consort Song handelt es sich, in seiner reinsten Form, um eine Komposition, bei der eine gesungene Solo-Melodie von einem Consort-Ensemble begleitet wird. Er ist wohl das „englischste“ der hier vorgestellten, weltlichen Lieder. Das Englische liegt darin, dass es auf dem europäischen Festland kein Gegenstück dazu gab. Der Consort Song zeigt deutlich die Einflüsse des italienischen Madrigals, der stark an die Vorlieben der Engländer angepasst wurde. Die Melodie war oft die höchste Stimme des Quintetts, aber nicht ausschließlich. Die Melodiestimme konnte such zwar auch in der zweithöchsten Stimme befinden, war aber immer von einem Knaben singbar. Das wird darauf zurückgeführt, dass die angenommenen Wurzeln des Consort Songs, in der höfischen Chapel Royal liegen. Man geht davon aus, dass die Chorknaben der Chapel Royal, die zudem auch in dem Spiel der Gamben unterrichtet waren, diese Art an Liedern zu Unterhaltungszwecken aufgeführt haben. Daher musste die Singstimme im Sopran oder Alt geschrieben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den kulturellen Aufbruch Englands im goldenen Zeitalter Elizabeths I. und führt in die Entwicklung der englischen weltlichen Musik ein.
2. Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beschreibt die politischen und sozialen Umbrüche Englands, einschließlich der Reformation und des Wachstums einer gebildeten Mittelschicht als musikalisches Publikum.
3. Consort Musik und Songs: Dieser Abschnitt widmet sich der Analyse der verschiedenen instrumental-musikalischen Gattungen sowie den wichtigsten Formen der weltlichen Vokalmusik, wie dem Madrigal und dem Lautenlied.
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die kulturelle Bedeutung des elisabethanischen Zeitalters und betont die Rolle der Musik für das nationale Selbstverständnis.
Schlüsselwörter
Elisabethanisches England, Weltliche Musik, Consort Musik, Madrigal, Lute Song, William Byrd, John Dowland, Chapel Royal, Tablemusic, Renaissance, Vokalmusik, Instrumentalmusik, Musiksoziologie, Musikerziehung, Hofmusik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den soziologischen Hintergründen der weltlichen Musik im England zur Zeit von Queen Elizabeth I.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?
Die Arbeit behandelt die institutionellen Rahmenbedingungen des Musiklebens in London, die Bedeutung der häuslichen Musik sowie die musikalische Analyse von Consort-, Madrigal- und Lautenmusik.
Was ist das übergeordnete Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über das Musikleben im elisabethanischen Zeitalter zu geben und die Auswirkungen der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen auf das Liedschaffen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Literaturarbeit, die historische Quellen und zeitgenössische Kompositionen (wie die von William Byrd oder John Dowland) analysiert.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Kontexts, der Londoner Musikinstitutionen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit instrumentalen und vokalmusikalischen Gattungen der Renaissance.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?
Wichtige Begriffe sind insbesondere das elisabethanische Zeitalter, englische Madrigalkultur, Lautenlieder (Lute Songs) und das Konzept des "Consort".
Wie unterscheidet sich der Consort Song vom italienischen Madrigal?
Der Consort Song ist spezifisch englisch geprägt und war stark mit den Chorknaben der Chapel Royal verbunden, während das Madrigal ein aus Italien importiertes Genre darstellt, das erst später durch die "Englifizierung" den Durchbruch erzielte.
Welche Bedeutung kommt der "tablemusic" zu?
Die Notationsweise "tablemusic" ermöglichte es Musikern, um einen Tisch gruppiert gemeinsam zu musizieren, was die Praxis der häuslichen Musik und das gemeinsame Musizieren im elisabethanischen Adel und Bürgertum unterstreicht.
- Citar trabajo
- Alicja Gulcz (Autor), 2014, Consort Musicke. Weltliche Musik im elisabethanischen Zeitalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272811