IFRS for SME: Eine kritische Würdigung


Hausarbeit, 2011
19 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einführung

2 Theoretische Grundlagen des IFRS for SME
2.1 Definition eines SMEs
2.2 Konkretisierung des Adressatenkreises
2.3 Konzeptionelle Maßnahmen
2.4 Ausgewählte Bilanzierungssachverhalte
2.4.1 Sachanlagen
2.4.2 Investitionen in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures
2.4.3 Wertminderung immaterieller Vermögenswerte und des Goodwill
2.4.4 Ertragsteuern

3 Kritische Würdigung des IFRS for SMEs
3.1 Kosten-Nutzen-Erwägungen
3.2 Relevanz eines neuen Standards
3.3 Zielerreichungsgrad des IASB

4 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

Seit 2005 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen innerhalb der EU verpflichtet ihre konsolidierten Abschlüsse nach IFRS zu erstellen. Laut dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) zählten im Jahr 2008 allerdings 99,6% der deutschen Unternehmen mit steuerbarem Umsatz und/oder sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu den kleinen und mittleren Unternehmen.[1] Des Weiteren stehen auf europäischer Ebene ca. 9.000 gelistete Unternehmen, die fast ausschließlich IFRS anwenden, ca. 23 Mio. mittelständischen Unternehmen gegenüber, welche die IFRS nur selten in Anspruch nehmen.[2] Kurz, der Großteil der europäischen Unternehmen ist dem nicht-kapitalmarkt-orientierten Mittelstand zuzurechnen. Mit der Veröffentlichung des IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SME) am 09.07.2010 präsentierte das International Accounting Standards Board (IASB) nach einer fünfjährigen Projektphase schließlich einen speziellen Standard für genau diese kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU). Ziel dieser Hausarbeit ist es, im Hinblick auf die Effizienz und zukünftigen Entwicklungen zu untersuchen, ob es für SME sinnvoll erscheint, die Rechnungslegung auf IFRS for SME umzustellen.

Zum Einstieg in die Thematik wird zunächst der Begriff SME definiert und aufgezeigt, für welche Unternehmen das IASB den IFRS for SME (u.a. auch IFRS light genannt)konzipiert hat. Nach einer Erklärung bezüglich der Konzeption des Standards, werden später ausgewählte Bilanzierungssachverhalte untersucht. Schließlich erfolgt eine kritische Würdigung auf Basis einer Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen einer möglichen Umstellung auf IFRS for SME, der Relevanz eines solchen Standards und dem bisherigen Zielerreichungsgrad des IASB. Die nachfolgenden Ausführungen werden dabei überwiegend aus nationaler Sicht dargestellt, um die Änderungen, denen deutsche SME gegenüberstehen, zu konkretisieren.

2 Theoretische Grundlagen des IFRS for SME

2.1 Definition eines SMEs

„Small businesses generally have less than $10 million in revenue and fewer than 50 employees“[3]. Das IASB grenzt SME aber nicht anhand von quantitativen Merkmalen ab, sondern beschreibt diese als Unternehmen, die nicht der „öffentlichen Rechenschaftspflicht“ (public accountability) unterliegen und die Merkzweckabschlüsse (general purpose financial statements) für externe Adressaten veröffentlichen.[4] Aus diesem Grund werden sie teilweise auch als „Non Public Accountable Entities“ (NPAE)oder „Private Entities“ bezeichnet.[5]

Keine SME sind in diesem Sinne Unternehmungen, die ihr Eigen- und Fremdkapital auf geregelten, öffentlichen Kapitalmärkten handeln oder dies für die Zukunft planen. Ausgeschlossen sind darüber hinaus auch Unternehmen, die eine treuhänderische Verwaltung von Vermögenswerten für einen breiten Anlegerkreis (z. B. Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften) ausüben oder öffentliche Versorgungsunternehmen sind.[6] Zudem müssen vor der Umstellung der Rechnungslegung auf einen SME-IFRS-Abschluss alle Gesellschafter zustimmen.[7]

2.2 Konkretisierung des Adressatenkreises

Mittelständische Unternehmen stehen mit zahlreichen Akteuren in Kontakt. Im Vorwort (Preface) des Standards werden Gläubiger, Mitarbeiter und die allgemeine Öffentlichkeit als Adressaten aufgezählt und in der Basis for Conclusions zudem Ratingagenturen, Lieferanten, Kunden und Venture-Capital-Geber genannt. Alle vorgenannten Adressaten stellen für SME eine Alternative zum öffentlichen Kapitalmarkt dar.

Aus dem breiten Adressatenkreis werden lediglich die Eigentümer ausgegrenzt (IFRS for SME BC 53 f.). Dies wird jedoch allseits kritisiert und erscheint wenig angemessen, da eine enge Verknüpfung zwischen Unternehmensleitung und Eigentümer charakteristisch für SME ist.[8] Ursache dafür kann die noch sehr kapitalmarktorientierte Ausrichtung des IFRS for SME sein.

[...]


[1] Vgl. Institut für Mittelstandsforschung (Stand: 03.02.2011).

[2] Vgl. Bruns, H.-G./Beiersdorf, K. (2006), S. 47.

[3] Christie, N. et al. (2010), S. 40.

[4] Vgl. Kirsch, H. (2008), S. 394.

[5] Vgl. Pacter, P. (2009), S. 28.

[6] Vgl. Carfang, T. (2010), S. 1 und Baetge, J./Klaholz, E. (2006), S. 34.

[7] Vgl. Baetge, J./Klaholz, E. (2006), S. 34.

[8] Vgl. Janssen, J./Gronewold, U. (2010), S. 76 f.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
IFRS for SME: Eine kritische Würdigung
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Professur BWL VII – Internationales Management, Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung)
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V272848
ISBN (eBook)
9783656655572
ISBN (Buch)
9783656655558
Dateigröße
511 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ifrs, eine, würdigung
Arbeit zitieren
Madeleine Adam (Autor), 2011, IFRS for SME: Eine kritische Würdigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272848

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