Eingeführt durch Gérard Genette erhielt der Begriff Paratext 1986 Einzug in die Literaturwissenschaft. Aber auch die Medienwissenschaft beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Phänomen der Paratexte. So stellen Klaus Kreimeier und Georg Stanitzek beispielsweise fest, dass „in vielen medialen Kontexten […] eine rasante Ausdifferenzierung paratextueller Strategien zu beobachten“ ist. Diese Arbeit wird diese These auf ihren Wahrheitsgehalt in Bezug auf den Film überprüfen, den Begriff der Paratextualität näher erläutern und anhand der The Ultimate Matrix Collection verdeutlichen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Paratexte
- Peri- und Epitexte
- Paratexte des Films
- The Ultimate Matrix Collection
- Peritexte der DVD-Box
- Titel
- Epitexte der DVD-Box
- Vorwort
- Trailer
- Making of
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Begriff der Paratexte und beleuchtet deren Bedeutung für den Film. Dabei wird anhand der The Ultimate Matrix Collection konkret gezeigt, wie Paratexte, insbesondere auf DVDs, das Rezeptionserlebnis beeinflussen können. Der Text analysiert die verschiedenen Formen von Paratexten, wie z.B. Peritexte und Epitexte, und erörtert deren Funktionen im Zusammenhang mit filmischen Texten.
- Der Begriff der Paratexte und dessen Anwendung auf den Film
- Die Rolle von Peritexten in der The Ultimate Matrix Collection
- Die Bedeutung von Epitexten im Rahmen der Filmrezeption
- Der Einfluss von Paratexten auf die Interpretation von Filmen
- Die Rolle des Rezipienten in der Interaktion mit Paratexten
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt den Begriff des Paratextes vor und beleuchtet dessen Bedeutung für die Medienwissenschaft. Sie stellt die The Ultimate Matrix Collection als Fallbeispiel vor und erläutert die Forschungsfragen der Arbeit.
- Paratexte: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Paratextes und erläutert die Unterscheidung zwischen Peritexten und Epitexten. Es analysiert, wie Paratexte den Haupttext ergänzen, kommentieren und steuern können.
- Paratexte des Films: Dieser Abschnitt diskutiert die Übertragbarkeit des Paratextbegriffs auf das Medium Film. Er thematisiert die Besonderheiten der Filmproduktion und der Rezeption im Hinblick auf Paratexte.
- The Ultimate Matrix Collection: Hier werden die Paratexte der The Ultimate Matrix Collection analysiert, insbesondere Peritexte der DVD-Box wie Titel und Epitexte wie Vorwort, Trailer und Making of.
Schlüsselwörter
Paratexte, Film, The Ultimate Matrix Collection, DVD-Box, Peritext, Epitext, Rezeption, Interpretation, Medienwissenschaft, Medienkultur, Filmtheorie
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Begriff Paratext in der Medienwissenschaft?
Der von Gérard Genette geprägte Begriff bezeichnet Texte, die den Haupttext umgeben und ergänzen. In der Filmwissenschaft steuern sie die Erwartungshaltung und die Interpretation des Rezipienten.
Was ist der Unterschied zwischen Peritexten und Epitexten?
Peritexte befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Werk (z. B. Titel, Cover-Gestaltung der DVD-Box). Epitexte sind räumlich oder zeitlich distanzierter (z. B. Trailer, Interviews, Making-of-Materialien).
Wie beeinflussen Paratexte das Rezeptionserlebnis von „The Matrix“?
Durch Beigaben wie Vorworte, Trailer und Making-of-Dokumentationen in der „Ultimate Matrix Collection“ wird dem Zuschauer ein Rahmen geboten, der die Deutung der komplexen Filmhandlung maßgeblich beeinflussen kann.
Warum ist die „The Ultimate Matrix Collection“ ein gutes Beispiel für Paratextualität?
Die DVD-Box enthält eine Fülle an Zusatzmaterial (Epitexte) und eine spezifische Gestaltung (Peritexte), die über den reinen Film hinausgehen und zeigen, wie paratextuelle Strategien heute ausdifferenziert werden.
Welche Rolle spielt der Rezipient im Zusammenhang mit Paratexten?
Der Rezipient steht zwischen dem Paratext und dem Film. Er nutzt diese Zusatzinformationen, um sich im medialen Angebot zu orientieren und den filmischen Text in einen größeren Kontext einzuordnen.
- Arbeit zitieren
- Christian Kresse (Autor:in), 2010, The Ultimate Matrix Collection: Der Rezipient zwischen Paratext und Film, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272945