E-Commerce. Möglichkeiten und Grenzen des elektronisch unterstützten Merchandisings einer Hochschule


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

24 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 Einführung

2 Grundlagen des elektronisch unterstützen Merchandisings
2.1 Merchandising
2.2 Net Economy

3 Möglichkeiten im Hochschulsektor

4 Grenzen im Hochschulsektor

5 Fazit

Anhang

Verwendete Literatur und Quellenangaben

Zeitschriftenverzeichnis

Internetverzeichnis

Daten der Primärerhebung

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abb. 1: Strategische Ziele im Rahmen von E-Commerce

Abb. 2: Schalenmodell der Net Economy

Abb. 3: Interaktionsmustermatrix des Electronic Business

Abb. 4: C2C Geschäftsmodelle

Abb. 5: Kundennutzen in einem elektronisch unterstützen Hochschulshopsystem

Abb. 6: Zufriedenheit mit der Hochschule

Abb. 7: Merchandising-Produkte Eigengebrauch

Abb. 8: Merchandising-Produkte für Dritte

Abb. 9: Nutzen der Hochschule (Top 10) aus Sicht der Befragten

Abb. 10: E-Shop als Subunternehmerlösung

Abb. 11: Beispiel der Faktoren einer Dependenzanalyse zur Absatzmenge44

Abb. 12: Beispiel der Faktoren einer Dependenzanalyse zur Rentabilität

Abb. 13: Bestellvorgang über das Unternehmen44

Abb. 14: Nutzung von Bezahlsystemen

TABELLENVERZEICHNIS

Tab. 1: Teilnehmer der Onlineumfrage

Tab. 2: Kundenvorteile eines elektronisch gestützten Shopsystems

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Überblick über die Net-Economy zu geben und die Möglichkeiten und Grenzen, die das Merchandising einer Hochschule im Internet erfahren kann, unter ökonomischen Aspekten aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Aus diesem Grund wurde ein Onlinefragebogen für eine Primärerhebung erstellt, dessen Ergebnisse in diese Hausarbeit mit einfließen.

Es ist mittlerweile selbstverständlich geworden im Internet einzukaufen, dass WebAnwendungen multimedial sind und sich die verwendeten Technologien in einem permanenten Weiterentwicklungsprozess befinden. Viele Unternehmen haben versucht ihren Gewinn zu erhöhen, indem sie ihren Verkauf auf das Internet ausgeweitet haben oder nur das Internet als Verkaufsort nutzen. Das Interesse an der elektronischen Geschäftsabwicklung scheint relativ hoch zu sein, sowohl bei Anbietern als auch bei Nachfragern.

Vielversprechend wirken auch die Möglichkeiten, die dieser Markt mit seinen Nachfragern den Anbietern eröffnet. Viele Firmen haben bereits Erfahrungen mit dem Electronic Commerce gesammelt.

Wenn ein schlüssiges und erfolgversprechendes Geschäftsmodell vorliegt, bedarf es zur Durchführung einer erfolgreichen Positionierung am Markt „Internet“ - unter anderem - einer geeigneten Electronic Commerce Strategie1, einer Zielgruppenanalyse, dem Aufbau eines Vertriebsnetzes und einer kontinuierlichen Beobachtung des Marktes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Strategische Ziele im Rahmen von E-Commerce2

Einige Hochschulen nutzen die Möglichkeiten des Merchandisings und profitieren von dessen Chancen. Ebenso haben sie Anteil an der Net Economy.

2 Grundlagen des elektronisch unterstützen Merchandisings

2.1 Merchandising

„Merchandising is a way to make a visual or written statement about your company through a medium other than paid media with or without one-on-one personal communication. Merchandising includes brochures, sell sheets, product displays, video presentation, banners, posters, shelf talkers, table tents, and any other nonmedia vehicles that can be used to communicate product attributes, positioning, priceing, or promotion information. More and more marketers are using interactive technology in their merchandising programs, such as interactive kiosks and CD-ROMs.”3

In Vahlens „Großem Wirtschaftslexikon“ wird Merchandising als Konzept des Handels, der optimalen Warenpräsentation und Kommunikation am Point of Sale definiert.4

In seinem Buch „Character Merchandising in Europe“ sagt Ruijsenaars, dass Merchandising als Vermarktungsform von Werkbestandteilen, zu denen für ihn u.a. auch Titel, Slogans, Einzelbilder, Melodien und sonstige Werkteile fallen, gesehen werden kann.5 Böll fasst diesen Begriff weiter, und sie übersetzt ihn mit „Warenhandel treiben“ und „Handelsgüter verkaufen“.6 In der Werbung für Waren und Dienstleistungen und als Einsatz für die Verkaufsförderung versteht Schertz den Terminus Merchandising.7 Desweiteren haben sich viele Sonderformen des Merchandisings gebildet, auf die in dieser Hausarbeit aber nicht weiter eingegangen wird.

„Was immer unter dem Begriff „Merchandising“ zu definieren ist: jede Branche, jede Gruppierung hat ihr spezifisches Merchandising. Dieses Merchandising muss selbst erlebt, erfahren und positioniert werden.“8

Im Sport oder in Verbindung mit Filmen wird Merchandising oft mit Licensing gleichgesetzt. Licensing ist die kommerzielle und damit gewinnorientierte Nutzung einer bereits vorhandenen Popularität auf Basis einer Lizenzvergabe und damit ein relativ neues Instrument von Unternehmen, um das Marktgeschehen in ihrem Sinne zu beeinflussen.9 In dieser Hausarbeit wird nicht von einem Licensing Projekt ausgegangen.

Als Marketinginstrument wird der Begriff des Merchandisings viel weiter gefasst. Der Brockhaus führt eine Definition an, die Merchandising „als auf die Warenwirtschaft im Einzelhandel bezogenes Marketinginstrument“ erklärt.10

So gehen heute Unternehmen Partnerschaften ein, in der zwei Produkte gleichzeitig beworben werden. Es werden sich der Bekanntheitsgrad des jeweils anderen Produktes und die jeweils andere Zielgruppe zu Nutze gemacht. Als Beispiel hierfür kann die aktuelle Renault Scénic und Disney-Pixar „Oben“ - Werbung11 gesehen werden. Dort werden zwei Zielgruppen zusammengeführt, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Böll beschreibt dies als „kommerzielle und kommunikative Nutzung und Verwendung eines Bekanntheitsgrades, den ein anderer geschaffen hat, mit dem Ziel Produkte, Firmen und/oder Marken emotional zu positionieren“.12

Merchandising wird in seiner neuen Form als Markentransfer gesehen, wo häufig eine Übertragung des Markennamens auf markenneue Produktbereiche vollzogen wird, um diesem den gleichen Bekanntheitsgrad oder Qualitätsanspruch wie der sog. Dachmarke zu verleihen.13 Inwieweit hierfür ein positives Image der Dachmarke „Hochschule“ vorhanden sein muss, soll durch die Auswertung der Umfrage erfolgen.14 In der Wirtschaft ist das „Branding“, das Versehen von T-Shirts, Tassen oder Schlüsselanhängern mit dem Design des Unternehmens schon lange etabliert. Der Vertrieb von Merchandisingartikeln soll das Image der Hochschule stärken. Auch deutsche Universitäten verstehen sich zunehmend als Unternehmen und wollen sich als eigenständige Marke profilieren.15

Wenn Merchandising auf die Net Economy trifft wird auch oft von E-Merchandising gesprochen, darunter sind alle quantitativen und qualitativen Aktivitäten zu verstehen, welche zum Ziel haben, den Absatz von Produkten in einem elektronischen Shop zu steigern.16

2.2 Net Economy

Als Net Economy wird der wirtschaftlich genutzte Bereich von elektronischen Datennetzen bezeichnet und stellt damit eine digitale Netzwerkökonomie dar, welche die Abwicklung von Informations-, Kommunikations- und Transaktionsprozessen erlaubt.17 Grob spricht dagegen nur von einer Internetökonomie.18 Die Zeitschrift Wirtschaftsinformatik fasste diese Begriffe unter dem Namen „Wertschöpfungsnetzwerke“ zusammen.19 Der Begriff der elektronischen Datennetze wird umgangssprachlich häufig mit dem Begriff „Internet“ gleichgesetzt.20

Ebenfalls werden Begriffe wie „E-Business“, „E-Commerce“ und „E-Market“ oft synonym verwandt.21 Die Abbildung 1 verdeutlicht die Zusammenhänge. Der Begriff des E-Business charakterisiert eine Interaktion zwischen mindestens zwei Akteuren innerhalb eines elektronischen Netzwerkes. Der Umfang dieser Aktion ist aber nicht weiter charakterisiert. „Die Anbieter von Leistungsaustauschprozessen schaffen eine Möglichkeit des Leistungsaustausches innerhalb elektronischer Netze. Sie stellen innerhalb elektronischer Netze Güter und/oder Dienstleistungen bereit, welche auf Initiative oder Verlangen der Empfänger in Anspruch genommen werden können.“22

Somit ist das E-Business mit der Frage nach verschiedenen Geschäftsbereichen und auch Geschäftsmodellen verbunden. Da sich diese Hausarbeit mit dem Thema Merchandising einer Hochschule auseinandersetzt, wird hier vornehmlich die Gruppe der Konsumenten aber auch die Geschäftsverbindungen Beachtung finden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Schalenmodell der Net Economy23

Eine Auflistung der möglichen Geschäftsbereiche zeigt die Abbildung 2. Diese Hausarbeit soll sich mit dem Geschäftsmodell eines E-Shops, genauer eines Internetshops zum Verkauf von Merchandisingartikeln, beschäftigen. Hier soll in erster Linie die Hochschule als Unternehmen gesehen werden und die B2C-Interaktion in den Vordergrund gerückt werden. Unter B2C versteht man die geschäftlichen Verbindungen von Unternehmen zu privaten Haushalten.

Diese Art der Beziehung ist in der Öffentlichkeit die bekannteste Variante der Handelsbeziehungen und wird oft mit dem Begriff Electronic Commerce gleichgesetzt. Bei B2C Geschäftsabwicklungen in der Net Economy handelt es sich überwiegend um sog. Webshops, in denen sich Unternehmen im Internet präsentieren und den Kunden die Möglichkeit geben ihre Waren online zu bestellen.24 Dabei werden die Begriffe „Shop“ und „Store“ synonym verwandt.

Der Verkauf in einem E-Shop fällt in den Bereich des Electronic Commerce.

E-Commerce als Unterpunkt des E-Business konzentriert sich auf den Verkauf von Waren u.a. in sog. Internet- oder Webshops, Onlineshops oder E-Shops in elektronischen Datennetzen. Es handelt sich um ein klassisches Händlermodell, welches von der „Digitalen Welt“ adaptiert wurde. Hierbei erfolgt eine Interaktion zwischen Händler und Endkunde. Die Einkünfte basieren - unter Berücksichtigung von Porto und Verpackung - im Wesentlichen auf der Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis.

Beim Merchandising kommt noch der Aufschlag für den über den Nutzen gehenden Wertanteil hinzu. Geprägt ist das Ganze durch einen Informations- und Warenfluss vom Händler zum Kunden und vom Kunden zum Händler durch einen Geldfluss.25

Nicht selten schließen sich mehrere kleinere Unternehmen auf einer Plattform, den sog. E-Markets, zusammen.

Abb. 3: Interaktionsmustermatrix des Electronic Business26

Nicht nur Unternehmen schließen sich auf solchen Plattformen zusammen. Als mögliche Ausbaustufe eines Webshops kann auch eine Hochschule auch E-Marketplaces oder E-Markets etablieren.

[...]


1 Anm.: s. Abb. 1 Strategische Ziele im Rahme von E-Commerce

2 Vgl. Maier, K.; Pützfeld, K. (E-Business), S. 303

3 Hiebing, R. G.; Hiebling, R.; Cooper, S. W. (marketing plan), 2004, S.281

4 Vgl. Vahlens Großes Wirtschaftslexikon, S. 1445

5 Vgl. Ruijsenaars, H. (Character), 2003, S. 11

6 Vgl. Böll, K. (Merchandising), 1999, S. 4

7 Vgl. Schertz, C. (Merchandising), Beckverlag, 1997, S. 14

8 Eber, A. (Merchandising), 1991, S. 9

9 Vgl. Böll, K. (Merchandising), 1999, S. 5

10 Vgl. Brockhaus, 8. Auflage, Band 3, S. 550

11 Vgl. http://www.renault.de/renault-modellpalette/disney-pixar-oben/ (12.10.2009)

12 Vgl. Böll, K. (Merchandising), Vahlen Verlag, 1999, S. 21

13 Vgl. Hätty, H. (Markentransfer), Physica-Verlag, 1989, S. 36

14 Anm.: siehe Kapitel 3 Abb. 5

15 Vgl. o.V.; Merchandising: Die Universität als Marke in: Kölner Stadtanzeiger am 10.10.2009

16 Vgl. http://www.startup.ch/index.cfm?CFID=122387&CFTOKEN=42717954&page=113683

17 Vgl. Kollmann, T., (E-Entrepreneurship), 2006, S. 8.

18 Vgl. Grob, H. (Internetökonomie), 2006, S. 12 ff.

19 Vgl. WI-aktuell Heft 1 /2006, S. 7 ff.

20 Vgl. mit der Website „Die Geschichte des Netzes: ein historischer Abriß“ von Jochen Musch unter http://www.psycho.uni-duesseldorf.de/abteilungen/ddp/Dokumente/Publications/ 1997.Musch.GeschichteDesNetzes.pdf (02.10.2009)

21 Vgl. Wirtz, B., (Electronic Business), 2001, S. 15 ff.

22 Wirtz, B., (Electronic Business), 2001, S. 35

23 Kollmann, T. (E-Venture), 2004, S. 5.

24 Vgl. Maier, K.; Pützfeld, K. (E-Business), 2002, S. 37

25 Vgl. Böhm, A.; Felt, E. (e-commerce), 2001, S.7 f.

26 Anm.: Vereinfachte Darstellung in Anlehnung an Wirtz, B. (Electronic Business), 2001, S. 35

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
E-Commerce. Möglichkeiten und Grenzen des elektronisch unterstützten Merchandisings einer Hochschule
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen  (Fachbereich Betriebswirtschaftslehre)
Veranstaltung
E-Commerce
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V272952
ISBN (eBook)
9783656652861
ISBN (Buch)
9783656652885
Dateigröße
1042 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Note setzt sich zusammen aus schriftlicher und mündlicher Prüfung
Schlagworte
E-Commerce, Merchandising, Onlineshop, Hochschule
Arbeit zitieren
Daniel Koch (Autor), 2009, E-Commerce. Möglichkeiten und Grenzen des elektronisch unterstützten Merchandisings einer Hochschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272952

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