Immobilien stellten sowohl früher als auch heute eine entscheidende Assetklasse dar. Rasant verändert hat sich in den letzten Jahren nur die Betrachtungs- und Beurteilungsweise der Immobilien. Durch die Mobilität von Kapital und Produktion ergab sich auch eine Internationalsierung der Immobilienmärkte. Dies wiederum rief gleichzeitig nach einer Standardisierung über die nationalen Grenzen hinweg und somit auch zu einer Professionalisierung der Marktteilnehmer.
Diese Arbeit vertieft das Thema Riskmanagement bei einer Immobilien-Investition.
Aus dem Inhalt:
Due-Diligence-Real-Estate und Immobilien-Risiko: Die einzelnen Risikokategorien,
Identifikation, Analyse und Bewältung von Risiken,
Controlling und Risk Management
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Risiken einer Immobilien Investition
2.1 Allgemeines
2.2 Varianz und Standardabweichung
2.3 Due-Diligence-Real-Estate und Immobilien-Risiko
2.4 Die einzelnen Risikokategorien
2.4.1 Markt Risiko
2.4.2 Standort Risiko
2.4.3 Entwicklungsrisiko
2.4.4 Kostenrisiko
2.4.5 Bauliches Risiko
2.4.6 Ertragsausfall Risiko
2.4.7 Liquiditätsrisiken
2.4.8 Rechtliche Risiken
2.4.9 Steuerliche Risiken
2.4.10 Umwelt Risiken
2.4.11 Verwertungsrisiken
2.4.12 Fazit
3 Risk Management
3.1 Allgemeines
3.2 Risikopolitik
3.3 Identifikation von Risiken
3.4 Analyse von Risiken
3.5 Bewältigung
3.6 Controlling
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Due-Diligence-Real-Estate als strukturiertes Analyseinstrument für institutionelle Immobilieninvestoren. Ziel ist es, die spezifischen Risiken bei Investitions- und Devestitionsentscheidungen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie ein professionelles Risikomanagement diese Herausforderungen bewerten und steuern kann.
- Definition und Kategorisierung von Immobilien-Risiken
- Methoden der Risikoidentifikation und -analyse
- Bedeutung der Risikopolitik für institutionelle Anleger
- Strategien zur Risikobewältigung und -steuerung
- Controlling als integraler Bestandteil des Risikomanagements
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Standort Risiko
Bei der Beurteilung des Standort-Risikos geht es in einem ersten Schritt vor allem darum, das regionale, grossräumige Umfeld zu beurteilen und abzuschätzen, welche Faktoren zu einer Veränderung der heutigen Situation führen könnten. In einem zweiten Schritt gilt es, die Micro-Lage zu beurteilen. Die Micro-Lage ist für eine Immobilie einer der wichtigsten Beurteilungspunkte. Sozioökonomische und soziodemographische Entwicklungen wie auch Aenderungen in den Nachfrageverhältnissen, konkurrierende Flächenangebote, Veränderungen rechtlicher Natur, neue Lebensgewohnheiten, ja sogar eine neue politische Ausrichtung einer Stadtregierung können heute innert kürzester Zeit zu massiven Veränderungen der Lageklasse und somit des Wertes einer Immobilie führen. Nicht von ungefähr kommt der bekannte Ausspruch „1. die Lage, 2. die Lage und 3. nochmals die Lage“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtet die Professionalisierung der Immobilienmärkte und die Verschiebung von reiner Objektbetrachtung hin zu ganzheitlichen Portfolioüberlegungen.
2 Risiken einer Immobilien Investition: Analysiert die Problematik des Immobilien-Risikobegriffs und klassifiziert verschiedene spezifische Risikokategorien von Markt- bis Umweltrisiken.
3 Risk Management: Erläutert den Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung sowie die Notwendigkeit einer klaren Risikopolitik für Investoren.
4. Fazit: Führt aus, dass der Unternehmenserfolg wesentlich vom systematischen Abgleich der Risiken und Chancen während der Ankaufs- und Verkaufsphase abhängt.
Schlüsselwörter
Immobilien-Investition, Due-Diligence-Real-Estate, Risikomanagement, Immobilien-Risiko, Marktrisiko, Standortrisiko, Portfolio-Theorie, Risikopolitik, Institutionelle Anleger, Anlagestrategie, Liquiditätsrisiko, Ertragsausfall, Investitionsentscheidung, Controlling, Assetklasse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Untersuchung von Risiken bei Immobilieninvestitionen und deren professionellem Management durch institutionelle Investoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Kategorisierung von Immobilienrisiken, die Entwicklung einer Risikopolitik, Methoden zur Identifikation und Analyse von Risiken sowie Ansätze für ein effektives Controlling.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, den Begriff „Due-Diligence-Real-Estate“ als Instrument zur ganzheitlichen Risikobewertung für den institutionellen Immobilieninvestor zu etablieren und operativ greifbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Analyse des aktuellen Immobilienumfelds, die Auswertung von Expertenmeinungen und Literatur sowie die Ableitung von Entscheidungsparametern aus der Praxis der Immobilienbewertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der detaillierten Definition diverser Risikokategorien (z.B. Markt-, Standort-, Kosten-, Rechtsrisiken) die Phasen des Risikomanagementprozesses – von der Identifikation bis zum Controlling – praxisnah erörtert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Immobilienrisiko, Due-Diligence, Risikopolitik, Assetklasse, Performance, DCF-Analyse und institutionelles Investment.
Warum ist eine "Buy-and-hold"-Strategie laut Autor oft nicht mehr ausreichend?
Aufgrund des internationalen Wettbewerbs und der Vergleichbarkeit mit anderen Assetklassen müssen Immobilieninvestoren heute das Thema „Exit“ und die Wiederverkäuflichkeit eines Objekts von Beginn an aktiv mitplanen.
Welche Rolle spielt das Controlling im Risikomanagement?
Das Controlling dient dazu, die getroffenen Annahmen aus den Investitionsanträgen mit den tatsächlich eingetretenen Ergebnissen abzugleichen, um aus Abweichungen zu lernen und zukünftige Kalkulationen zu optimieren.
- Arbeit zitieren
- Johannes Reis (Autor:in), 2005, Due-Diligence-Real-Estate und Immobilien-Risiko, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273084