Medien haben heutzutage einen immer wichtigeren und größeren Einfluss, gerade auf das Alltagsleben von Schülerinnen und Schülern. Ständig entwickeln sich neue Formen und Arten, die auch in den Schulalltag miteinbezogen werden sollten. Dies fordert von den Lehrkräften jedoch besondere Kompetenzanforderungen, eine gründliche Auseinandersetzung mit diesen sowie Wissensgrundlagen, um diese in den Unterricht zu integrieren. Neue Medien fordern auch den Einsatz neuer Methoden im Unterrichtsalltag. Auch diese müssen sich an das sich stetig wandelnde Alltagsleben der SuS anpassen. Aus diesem Grund werden in dem Seminar ''Medien und Methoden im Geschichtsunterricht'' die wichtigsten Medien sowie Methoden thematisiert und entsprechend untersucht. Dazu wurden im Seminar Medien im Hinblick auf ihre Authentizität und Funktionalität untersucht, die historische Sinnbildung sowie die Mehrsinnigkeit der Medien erarbeitet und die zunehmend geforderte Kompetenzbildung durch und zu Medien herausgearbeitet.
Den Studierenden wurde dieses Wissen in Form von Referaten vermittelt. Diese beschäftigten sich mit historischen Erkenntnismethoden, thematischen Strukturierungskonzepten, unterrichtsmethodischen Strukturen, verschiedenen Lehr- Lernkonzepten sowie schriftlichen und graphischen Medien. Die verschiedenen Medien und Methoden wurden dabei dargestellt, erläutert und anhand von praktischen Unterrichtsbeispielen besprochen sowie analysiert und kritisch geprüft.
In dieser Arbeit möchte ich das von mir ausgewählte Referats- sowie Hausarbeitenthema, die Querschnittsanalyse, begründen. Die Unterrichtsmethode der Querschnittsanalyse ist ein historisches Untersuchungsverfahren für den Geschichtsunterricht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziele des Seminars
1.2 Didaktische Begründung
1.3 Vorgehensweise
2 Die Querschnittsanalyse
2.1 Vorteile
2.2 Nachteile
3 Beispiele
3.1 Unterrichtsbeispiel 1
3.2 Unterrichtsbeispiel 2
3.2.1 Lernziele
3.2.2 Einstiegsphase
3.2.3 Erarbeitungsphase
3.2.4 Ergebnissicherung/Präsentationsphase
3.3 Querschnittsanalyse im Lehrplan:
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die methodische Bedeutung und praktische Anwendung der Querschnittsanalyse im Geschichtsunterricht, um aufzuzeigen, wie komplexe historische Zusammenhänge durch synchrones Arbeiten schülergerecht aufbereitet werden können.
- Grundlagen und Definition der Querschnittsanalyse als historisches Untersuchungsverfahren
- Analyse der didaktischen Vor- und Nachteile dieses Strukturierungskonzepts
- Praktische Erprobung der Methode anhand konkreter Unterrichtsbeispiele
- Untersuchung der Relevanz und Einbindung der Querschnittsanalyse in aktuelle Lehrpläne
- Reflexion über die notwendige Ergänzung durch den Längsschnitt zur Darstellung historischer Entwicklungsprozesse
Auszug aus dem Buch
2 Die Querschnittsanalyse
Die Querschnittsanalyse stellt ein bildgebendes historisches Verfahren dar, um wissenschaftliche Untersuchungsgegenstände auf unterschiedliche Weise zu ordnen, zu strukturieren, zu erschließen und zu beurteilen. Sie ist im Geschichtsunterricht am häufigsten vertreten und bildet das Gerüst von Lehrplänen sowie von Schulbüchern. Laut Rauh konzentriert sich das Interesse beim Querschnitt auf die Untersuchung einer bestimmten Epoche. Das Verfahren gleicht einer Momentaufnahme der Geschichte, in der zeitgleiche historische Ereignisse und Prozesse synchron angeordnet, analysiert und beurteilt werden. Dabei werden von einem Zeitpunkt parallel politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und rechtliche Aspekte sowie ihre Zusammenhänge untersucht. Der ausgewählte Gegenstand kann einzelne Jahre, [...] mehrere Jahrzehnte [...] oder auch Jahrhunderte [...] umfassen.
Günther- Arndt beschreibt die vertikalen Schichten als mehr oder weniger ausgedehnte, jedenfalls eindeutig terminierte Zeitspannen, die von einem einzigen Tag [...] oder einigen Tagen [...], von einem Jahr [...] bis zu Jahrzehnten [...], ja Jahrhunderten [...] reichen können.
Diese Zeitspannen werden parallel durchleuchtet, um die gesamte Komplexität von Geschichte auf ein Mal zum Vorschein bringen zu können. Dabei können gleichzeitig alle geschichtswissenschaftlichen Sachgebiete sowie ihre Konzeptualisierungen und Spezialisierungen als analytische Instrumente zur Anwendung kommen. Egal ob Politik-, Wirtschafts-, Sozial-, Technik-, Alltags-, Kultur-, Geschlechter-, Ideen-, Geistes- oder Kunstgeschichte. Das Ergebnis dieser segmentierenden Betrachtung stellt stets eine facettenreiche „additive Bestandsaufnahme“ dar, die oft sogar klimatische oder naturräumliche Begebenheiten miteinbezieht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz moderner Medien und Methoden im Geschichtsunterricht und definiert die Ziele des Seminars hinsichtlich der Kompetenzentwicklung.
2 Die Querschnittsanalyse: Hier werden das theoretische Fundament, die methodische Vorgehensweise sowie die spezifischen Vor- und Nachteile der Querschnittsanalyse im historischen Kontext dargelegt.
3 Beispiele: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der Methode anhand zweier Unterrichtsbeispiele und untersucht deren Integration in den schulischen Lehrplan.
4 Schlussbetrachtung: Die abschließende Reflexion bewertet die Querschnittsanalyse als Strukturierungsprinzip und weist auf die Notwendigkeit hin, sie durch den Längsschnitt zu ergänzen, um historische Prozesse abzubilden.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, Querschnittsanalyse, Unterrichtsmethode, historische Erkenntnismethoden, Unterrichtsplanung, historische Sinnbildung, Lehrplananalyse, Momentaufnahme, Strukturierungskonzept, Kompetenzbildung, historische Epoche, Längsschnitt, historisches Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Querschnittsanalyse als eine zentrale Methode im Geschichtsunterricht, die komplexe Epochen durch eine synchronische Betrachtung verschiedener Lebensbereiche strukturiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Einordnung der Querschnittsanalyse, deren didaktische Bewertung, die praktische Umsetzung in Unterrichtsstunden und ihre Verankerung in den Lehrplänen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Eignung der Querschnittsanalyse zur Förderung historischer Kompetenzen zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie im Unterrichtsalltag methodisch sinnvoll eingesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Analyse geschichtsdidaktischer Fachliteratur und verknüpft diese mit praktischen, konzeptionellen Unterrichtsbeispielen und einer Lehrplananalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Querschnittsanalyse, die Abwägung ihrer Stärken und Schwächen sowie die exemplarische Durchführung konkreter Unterrichtseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Geschichtsunterricht, Querschnittsanalyse, Unterrichtsplanung, historische Sinnbildung, Kompetenzbildung und das Strukturierungskonzept historischer Zeit.
Warum ist laut Autor eine Ergänzung der Querschnittsanalyse durch den Längsschnitt notwendig?
Da die Querschnittsanalyse auf "Momentaufnahmen" basiert, besteht die Gefahr, dass die prozesshafte Entwicklung der Geschichte verloren geht. Der Längsschnitt bietet hier die Möglichkeit, Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg zu verfolgen.
Wie trägt die Fantasiereise zum Stundenerfolg bei?
Die Fantasiereise dient in einem der Unterrichtsbeispiele dazu, eine entspannte Lernatmosphäre zu schaffen und die Schülerinnen und Schüler emotional in die Lebenswelt des Mittelalters eintauchen zu lassen.
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- Ariane Meyer-Buchhardt (Author), 2014, Die Querschnittsanalyse als Methode im Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273105