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Eine terrorismustheoretische Einordnung der baskischen Terrororganisation ETA

Titel: Eine terrorismustheoretische Einordnung der baskischen Terrororganisation ETA

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elisabeth Anderhofstadt (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hinter dem Terrorismus steckt eine ausgeklügelte Strategie, die ihn zu einer äußerst gefährlichen Waffe und Bedrohung für die Menschen und den Rechtsstaat werden lässt. In Spanien muss sich die Regierung seit über 50 Jahren mit den Machenschaften der „Euskadi ta Askatasuna“, kurz ETA, auseinandersetzen. Im Lauf der Zeit unterlief diese Vereinigung bessere und schlechtere Zeiten, konnte sich jedoch stets neu formieren und neue blutrünstige Anschläge ausüben.

Ziel dieser Arbeit ist eine terrorismustheoretische Einordnung der gewalttätigen baskischen Terrorgruppe ETA und hierfür werden bestimmte Kriterien verwendet, die für die jeweilige Einordnung sprechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spezifische Attribute des Terrorismus

2.1 Begriffsexplikation

2.2 Konsens aus Terrorismusdefinitionen

3. Klassifizierungsmöglichkeiten von Terrorismus-Typologien

3.1 Terrorismusformen nach der räumlichen Ausdehnung

3.1.1 Nationaler Terrorismus

3.1.2 Internationaler Terrorismus

3.2 Terrorismusformen nach Subjekt der Durchführung

3.2.1 Terrorismus von oben

3.2.2 Terrorismus von unten

3.3 Terrorismusformen nach Modus Operandi

3.3.1 Konventioneller Terrorismus

3.3.2 Superterrorismus

3.4 Terrorismusformen nach Motivation und Zielsetzung

3.4.1 Sozialrevolutionärer Terrorismus

3.4.2 Ethnisch-nationalistischer bzw. nationalistisch-separatistischer Terrorismus

4. Konturen der ETA als terroristische Vereinigung

4.1 Gewaltanwendung über bestimmten Zeitpunkt

4.2 Geplante und organisierte Gewalt

4.3 Politische Motivation

4.4 Terroristische Mittel

4.4.1 Gewalttaten

4.4.2 Medien

4.4.3 Politische Vertretung

4.5 Hauptziele

4.5.1 Beeinflussung der Zielgruppe

4.5.2 Zerstörung des spanischen Staates und Befreiung des Baskenlandes

5. Terrorismustheoretische Zuordnung

6. Kommentar zur ETA

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die baskische Untergrundorganisation ETA einer fundierten terrorismustheoretischen Einordnung zu unterziehen. Dabei wird untersucht, wie sich die Strategien und Zielsetzungen der Gruppierung im historischen Kontext sowie in Bezug auf gängige terrorismuswissenschaftliche Kriterien klassifizieren lassen, um das Handeln der Organisation als terroristische Vereinigung kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen und Definitionen des Terrorismus
  • Typologien terroristischer Gruppierungen
  • Historische Entwicklung und Strategie der ETA
  • Die Rolle von Medien und politischer Propaganda
  • Kommunikationsstrategien terroristischer Organisationen

Auszug aus dem Buch

4.4.2 Medien

Eine weitere „Waffe“ der Terroristen stellen die Medien dar, hierzu zählen vor allem nationale aber auch internationale Zeitungen sowie das Fernsehen und bestimmte Internetplattformen. Die spanischen Zeitungen berichten ausführlich über Attentate der ETA und machen ihre Anschläge dadurch in der ganzen Welt publik. Die Stellungnahmen der Terroristen können daher sowohl im Internet als auch über das Fernsehen abgerufen werden. (Vgl. The Guardian 2011: o.S.) Laut Nacos können die Medien im terroristischen Kontext eine Schlüsselfunktion einnehmen mit deren Hilfe es den Terroristen gelingt, den Regelkreis politischer Kommunikation zu durchbrechen und zu manipulieren. Veranschaulicht wird dieses Modell mittels der Grafik über das „Dreieck der politischen Kommunikation“ nach Nacos: (Nach Nacos 2002: S.12.)

Hieran wird deutlich, dass terroristische Gruppierungen - wie die ETA eine ist - über die Medien versuchen einen Rahmen zu schaffen, der es ihnen ermöglicht, indirekt mit der Regierung und der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten und somit ein Raum für Verhandlungen geschaffen wird.

Cornelia Glück hat die Idealvorstellung der kommunikativen Wirkung eines Anschlags der ETA in Anlehnung an das Kommunikationsmodell von Roman Jakobson bildlich veranschaulicht und spezifiziert: (Vgl. Glück 2003: 173.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Terrorismus ein und definiert das Ziel der Arbeit, die ETA anhand theoretischer Kriterien einzuordnen.

2. Spezifische Attribute des Terrorismus: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen und leitet einen Konsens aus verschiedenen wissenschaftlichen Terrorismusdefinitionen ab.

3. Klassifizierungsmöglichkeiten von Terrorismus-Typologien: Hier werden verschiedene Kriterien zur Einordnung von Terrorismus vorgestellt, wie etwa die räumliche Ausdehnung, der Modus Operandi und die Zielsetzung.

4. Konturen der ETA als terroristische Vereinigung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die ETA anhand von fünf Kriterien, darunter Gewaltanwendung, politische Motivation und der Einsatz von Medien.

5. Terrorismustheoretische Zuordnung: Das Kapitel fasst die Analyseergebnisse zusammen und ordnet die ETA als nationalen "Terrorismus von unten" ein.

6. Kommentar zur ETA: Es wird die historische Bilanz der Organisation gezogen und der aktuelle Abwärtstrend im Kontext der Strategieentwicklung kritisch bewertet.

7. Schluss: Abschließend wird das Fazit gezogen, dass eine ideologische Rechtfertigung des Terrors keine Legitimation für Gewalt und Menschenrechtsverletzungen bietet.

Schlüsselwörter

ETA, Terrorismus, Baskenland, politische Gewalt, Separatismus, Nationalismus, Propaganda, Medienstrategie, Guerillataktik, Untergrundorganisation, Radikalisierung, Ideologie, Staatsterrorismus, Politische Kommunikation, Konfliktanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die baskische Untergrundorganisation ETA und ordnet diese mittels terrorismustheoretischer Kriterien wissenschaftlich ein.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben der Definition und Typologie von Terrorismus stehen die Strategien der ETA, ihr ideologischer Hintergrund sowie ihr Umgang mit Medien und politischer Propaganda im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist eine fundierte terrorismustheoretische Einordnung der ETA sowie die Analyse ihrer Gewaltstrategien im Wandel der Zeit.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung auf Basis aktueller Fachliteratur und terrorismustheoretischer Standardmodelle zur Einordnung terroristischer Vereinigungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifizierung des Terrorismus sowie die konkrete Anwendung dieser Kriterien auf die ETA, einschließlich der Untersuchung ihrer Mittel, Ziele und Organisationsstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind ETA, Terrorismus, Separatismus, Propaganda, nationale Identität und politische Gewalt.

Warum wird die ETA als „Terrorismus von unten“ klassifiziert?

Sie wird so eingestuft, da sie als Minderheit innerhalb der spanischen Bevölkerung agiert und sich gegen die staatliche Ordnung auflehnt, anstatt aus dem staatlichen Apparat heraus zu handeln.

Welche Rolle spielen die „Waffenstillstandserklärungen“ für die ETA?

Die Arbeit identifiziert diese als strategische „Tricks“ (tregua trampa), die der Neuformierung und Ablenkung dienen, da die Organisation ihre Niederlage nicht eingestehen will.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine terrorismustheoretische Einordnung der baskischen Terrororganisation ETA
Hochschule
Universität Passau  (Politik)
Note
1,3
Autor
Elisabeth Anderhofstadt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V273161
ISBN (eBook)
9783656654582
ISBN (Buch)
9783656654568
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine einordnung terrororganisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Anderhofstadt (Autor:in), 2013, Eine terrorismustheoretische Einordnung der baskischen Terrororganisation ETA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273161
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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