Motiv und Motivation des Geständnisses in der novela picaresca


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

Einleitung
"confessando yo" - Das gestehende Subjekt

1. Bekenntnis / Geständnis
1.1 Confessio und aveu
1.2 Confessio
1.3 Aveu

2. Die Geständnisse des kleinen Lazarus von Tormes
2.1 „Busca, busca un amo a quien sirvas."
2.2 Lazarillos Mund als greifbarer Ort des Geständnisses
2.3 Derverräterische Schlüssel

3. Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Einleitung

Die geläufigsten Fragen, welche der pikareske Roman aufwirft, betreffen die Identität des Autors und die Identifizierung bzw. Differenzierung von Autor, Erzähler und Protagonisten, die Zuordnung zur Gattung sowie unzählige Mikro- Analysen immer wiederkehrender Motive. Zahlreiche Versuche, diese Aspekte kohärent oder gar endgültig zu klären, sind nicht selten in ihrem Vorhaben gescheitert und hinterließen zahlreiche Kadaver auf dem Schlachtfeld des literaturwissenschaftlichen Betriebs - wie beispielsweise jüngst eine Abhandlung von Rosa Navarro Durán, in welcher sie den Autor des Lazarillo de Tormes "entlarvt" und kurz daraufjedes ihrer Argumente zur Klärung der anonymen Autorenschaft des pikarischen Erstlings dezidiert und einschlägig von einem Madrider Kollegen widerlegt wurde.[1] Die vorliegende Arbeit möchte sich nicht in derart kontroversen Diskussionen über die Autorenschaft, Authentizität oder die Absichten des Verfassers verlieren, sondern anhand des Aufbaus und der Gestaltung der Erzählung das Motiv des Geständnisses in Form einer Art „Lebensbeichte" inhaltlich sowie strukturell analysieren. Diese Hausarbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, anhand der diskursanalytischen Theorie, die Michel Foucault in seinem Werk Histoire de la sexualité: La volonté de savoir (dt. Sexualität und Wahrheit- Der Wille zum Wissen) unter anderem formuliert, den Charakter des Geständnisses und seine Bedeutung für die Literaturgeschichte am Beispiel des Lazarillo de Tormes auf die Bühne zu bringen und etwas mehr als sonst auszuleuchten.

"confessando yo" - Das gestehende Subjekt

Für Foucault ist der Mensch im Abendland

„ein Geständnistier geworden. Von daher rührt zweifellos ein Formwandel in der Literatur: von einer Lust am Erzählen und Zuhören, die sich am heroischen oder wunderbaren Bericht von »Proben« der Tapferkeit oder der Heiligkeit entzündet hatte, ist man übergegangen zu einer Literatur, die sich der unendlichen Aufgabe annimmt, aus dem Grunde unserer selbst eine Wahrheit zwischen den Worten aufsteigen zu lassen, die schon die bloße Form des Geständnisses als unerreichbar vorspiegelt."[2] Mit Beginn des Christentums und der Etablierung des Beicht- und Bußsakraments erfuhr die Form des Erzählens eine jähe Zäsur, die ihren Charakter für immer veränderte: Mittelpunkt des Erzählten, welches belehren und unterhalten sollte[3], waren nicht mehr die großartigen Taten und Irrfahrten des antiken Helden, der mit stoischer Gelassenheit seinem Schicksal begegnet und Reinigung durch das Meistern dieser „Proben" erfährt. Das christliche Abendland brachte ein a priori sündhaftes und schuldiges Subjekt hervor, welches die Reinigung, die Befreiung von der Last selbstverschuldeter oder angehängter Missetaten und tief verborgener, geheimer Gedanken und Verlangen „mit größter Genauigkeit" gestehen und büßen muss. Die Reinigung kann nur durch das Lossprechen einer - meist klerikalen - Autorität erfahren werden - „und daraus macht man dann Bücher."[4] Anhand der Foucaultschen Machttheorie, die er in seinem Werk auffächert, und seinen Überlegungen zur Funktionsweise und Auswirkung des Geständnisses als „eine[r] der höchst bewerteten Techniken der Wahrheitsproduktion"[5] und ihrer „inneren List"[6] möchte ich mich im Folgenden auf insgesamt zwei Primärtexte konzentrieren, die man dem spanischen Picaro-Roman zuordnen kann: dem als Urtypus des Schelmenromans besiegelten Lazarillo de Tormes soll in dieser Arbeit besondere Beachtung verliehen werden, da in diesem (wieder) anonymen Werkchen7 an zahlreichen Stellen Foucaults schwindelerregende Überlegungen zum Geständnis in geradezu gestochen scharfe Allegorien umgesetzt werden. Als Vorlage für manche Überlegungen zum Thema diente mir Mateo Alemáns Guzmán de Alfarache, dessen Geständnis-Motiv von Judith A. Whitenack in ihrer Publikation The impenitent Confession of Guzmán de Alfarache gebührend analysiert wird. Eine kohärente Argumentation, wie auch ein abschließendes oder gar abrundendes Fazit möchte ich an dieser Stelle nicht versprechen, da derart Ansprüche an eine dekonstruktivistische Werkanalyse, die hier[7] vorgenommen werden soll, den Weg zu neuen Denkanstößen versperren und den ausgewählten Texten nicht gerecht würden.

1. Bekenntnis / Geständnis

Im Folgenden sollen die Unterschiede zwischen dem Bekenntnis (confesslo), einer vornehmlich aus der christlichen Tradition bekannten Gattung und dem Geständnis (aveu) in Foucaults Verständnis und Verwendung geklärt werden. Die Unterscheidung soll dem Zweck dienen, Charakteristika dieser beiden Formen des Erzählens, dieser Sprachgesten[8], aufzustellen, um daraufhin zu klären, ob diese auf den Primärtext des Lazarillo de Tormes zutreffen. Das wohl am meisten zitierte und herangezogene Beispiel in der Literaturgeschichte einer confesslo, dem sich auch Judith A. Whitenack in ihren Betrachtungen über das Motiv des Geständnisses im Guzmán de Alfarache bedient hat, sind die Confessiones des Kirchenvaters Augustinus von Hippo. Der Begriff confesslones wird im Deutschen mit „Bekenntnisse“ übersetzt. Foucault hingegen spricht vom „Geständnis“ und geht dabei - schaut man sich den Originaltext an - von dem französischen l'aveu aus, was sich vom lateinischen Begriff advocare herleitet.[9] Im Folgenden sollen beide Begriffe einer näheren etymologischen Betrachtung unterzogen werden, um ihrenjeweiligen Duktus[10] aufzudecken und diese Betrachtungen in der späteren Analyse am Primärtext mit einzubeziehen.

1.1. Confessio und aveu

Der Begriff wie auch die Form der confesslo wurde, wie bereits erwähnt, stark durch eine sich auf die Bibel berufende Tradition der Bekenntnisse zahlreicher Heiliger, wie beispielsweise Augustinus von Hippo oder Teresa von Ávila, geprägt und verbreitet, wodurch diese autobiografische Gattung seither fast ausschließlich im christlichen Kontext aufgefasst und rezipiert wurde.[11] Die confesslo ist innerhalb dieses Kontextes somit nicht allein das Bekenntnis, es ist zugleich das Bekenntnis zum Glauben und zu einem gottesfürchtigen Leben: Der Ruf Gottes, dem der Heilige in seinen jungen, meist lasterhaften, Lebensjahren folgt, das Gestehen und sich selbst Eingestehen seiner begangenen Sünden, die Selbstanklage und schließlich die Anerkennung aller Sakramente und die Bekehrung, die Rückkehr auf den Pfad Gottes, das Niederschreiben der eigenen Lebensgeschichte als Exemplum bis hin zur posthumen Heiligsprechung. Alle diese Sprachgesten sind vom Subjekt aus auf ein göttliches Außen des Selbst gerichtet, welches ein eudaimonisches telos verspricht: „alcanzar buena vida", wie es sich auch Lazarillo von seiner neuen Tätigkeit als Wasserverkäufer des Kaplans verspricht.[12] Dennoch soll es nicht versäumt werden, den Terminus der confessio aus dem christlichen Kontext losgelöst zu analysieren. In einem Vergleich mit dem Foucaultschen Begriff des aveu soll der Charakter dieser beiden Sprachgesten verdeutlicht werden, um daraufhin nachzuprüfen, was der zerlumpte Schelm Lazarillo schließlich tut: bekennen oder gestehen?

1.2 Confessio

Schlägt man den Begriff confessio nach, stößt man in der Regel auf zwei Übersetzungen: Geständnis und Bekenntnis. Das lateinische Verb fateor, wovon sich confiteri ableitet, hingegen hat noch weitere Übersetzungen, die mehr Aufschluss über den Duktus der confessio geben können: etwas zeigen, erkennen lassen, verraten, zu erkennen geben. Diese Verben deuten darauf hin, dass etwas verborgenes, geheimes und vor allem bisher noch nie ausgesprochenes, vom Bekennenden beabsichtigt zu Tage tritt. Und tatsächlich verrät man nichts anderes als ein Geheimnis, also verborgene „Wahrheiten" - sei es nun das eigene oder das eines anderen. Oder man gibt sich als etwas zu erkennen, was man zuvor nicht zu sein schien - man zeigt also sein „wahres Gesicht":

„With a confession we have the sense that the hidden is to be made manifest, i.e., that something unknown and unsuspected will come to light."[13]

Der Begriff der confessio besitzt somit auch losgelöst von der christlichen Tradition der Beichte und des Bekenntnisses einen Charakter der aktiven und selbst initiierten Enthüllung einer zuvor verhüllten Wahrheit. Ein weiteres gewichtiges Merkmal für die confessio ist ihre autobiografische Form. Aus der /ch-Perspektive zu erzählen, lenkt das Augenmerk ebenfalls auf die vom bewusst bekennenden Subjekt beabsichtigte confessio. Sowohl religiöse Bekenntnisschriften, wie die von Augustinus oder Juan de Dios, als auch säkulare, wie beispielsweise Confessions of an English Opium Eater von Thomas DeQuincey, zeichnen sich durch ein /ch aus, welches aus dem Jetzt des Schreibens retrospektiv ausgewählte Episoden aus seinem meist sehr bewegten Leben erzählt. Judith A. Whitenack sieht in der confessio einen Akt der bewussten und aktiven Preisgabe delikater oder gar skandalöser Informationen dieses /chs und konstruiert den Terminus des „pacte confessionel" in Anlehnung an den Begriff des „pacte autobiographique" des Autobiografie-Wissenschaftlers Phillipe Lejeune. Dieser Konfessionspakt beinhaltet ein offenkundiges Versprechen des Autors dem Leser gegenüber etwas bisher unbekanntes und nicht verifizierbares preiszugeben und in ihm somit das Gefühl zu erregen einer absoluten Wahrheit über bestimmte Lebensereignisse des Autors näher zu kommen.[14] Man könnte meinen, dass Lazarillo ein volles bekennendes Subjekt ist, da die Erzählung in der /ch- Perspektive durchgehalten wird und Lazarillo sogar den Anspruch erhebt nicht mittendrin, sondern von Anfang an, nämlich noch vor seiner Geburt zu beginnen, womit er bei der Geschichte seiner Eltern beginnt. Der Autor einer Bekenntnis-Schrift betrachtet sein Leben als Einheit und verfügt über die Entscheidung, einzelne Fragmente daraus auszuwählen, was den Anspruch des „pacte confessionel" nicht gerecht wird und ihn als illusorisch entlarvt. Die Auswahl der Lebensepisoden trifft der kleine Lazarus jedoch nicht autonom, da er mit dem Schreiben einer Forderung von oben nachkommt, die im Text immer wieder mit „Vuestra Merced" angesprochen wird. Diese Autorität fordert von Lazarillo die Aufklärung eines „Falles" :

„Y todo va desta manera; que, confesando yo no ser más sancto que mis vecinos [...]. Y

pues Vuestra Merced escribe se le escríba y relate el caso muy por extenso, paresclóme no tomalle por el medio, sino del principio [...]"[15]

Lazarus erklärt somit - noch vor der eigentlich erzählten Lebensgeschichte - seine Absicht dem Briefadressaten (Vuestra Merced) die heiklen Geschehnisse des aufzuklärenden Falles (el caso) zu erläutern: „porque se tenga entera noticia de mi persona."[16]

Diese fordernde Autorität muss nicht zwingend einer „realen" Person entsprechen. Vielmehr ist sie nur eine weitere Instanz in einer Abfolge vieler vorhergehender, welcher Lazarillo seine Missetaten gestehen und vor welcher er sein gesamtes Leben rechtfertigen muss, um seine bescheidenen Ziele zu erreichen und sich eine Stellung in der katholizistischen Gesellschaft Spaniens zu erkämpfen. Vor diesem Hintergrund kann man darauf schließen, dass Lazarillo innerhalb der Erzählung, trotz autobiografischer Form, eben auch nicht durchgehend Individuum ist, denn er ist auch und vor allem ein Stereotyp: Lazarillo ist der Schelm, der Laufbursche ohne Namen, ohne Herkunft, ohne Ehre[17]. Um einer confessio fähig zu sein, muss jedoch das erzählende ich im Fortgang der Erzählung konstant durchgehalten werden, was im Lazarillo de Tormes zwar rein formell erfüllt wird, jedoch nicht im Sinne einer confessio, denn der Charakter Lazarillo entwickelt sich nicht weiter.[18] Er entflieht nicht der Sünde und dem Schelmenleben, sondern resigniert schier an den vielen tragischen Episoden in seinem Leben und übergibt sein Schicksal in die Hände Fortunas[19].

1.3. Aveu

Die im alltäglichen Sprachgebrauch oftmals fälschliche Zusammenfügung der Begriffe Geständnis und Bekenntnis kann berichtigt werden, wenn man für den Anteildes Geständnisses eine weitere Bedeutungsebene hinzuzieht. Das Augenmerk soll hier auf den Terminus des l'aveu gerichtet werden, den Michel Foucault in seinen Betrachtungen in La volonté de savoir verwendet.

Im Kapitel Scientia sexuaiis des Werkes widmet sich Foucault dem Charakter des Diskursrituals des Geständnisses. Ganz im Gegensatz zur confessio geht es beim aveu nicht um eine vom sprechenden Subjekt aus auf eine äußere Instanz gerichtete, freiwillige Ansprache und ein aktives Bekennen und Eingestehen seiner Fehler. Wer ein Geständnis ablegt, beugt sich einem von Außen auferlegten Zwang zum Gestehen, der allerdings vom Gestehenden selbst nicht als solcher erkannt wird. Der Gestehende verspürt lediglich einen starken Drang danach die Wahrheit „auszuspucken", als ob diese Wahrheit „keinen anderen «Anspruch» hegte als den, an den Tag zu treten."[20] Für Foucault ist man „ [...] vom Geständnis als Garantie von Stand, Identität und Wert, die jemandem von einem anderen beigemessen werden, [...] zum Geständnis als Anerkennen bestimmter Handlungen und Gedanken als der eigenen übergegangen."

Das französische l'aveu leitet sich vom lateinischen Verbum advocare ab. Die Stimme (voX, die sich auf etwas richtet (ad) ist nicht die Stimme des Bekennenden, der seine Geheimnisse und Missetaten bewusst und aktiv ausspricht. Die Stimme, die im Geständnis spricht, ist die der Macht, die sich permanent auf das untertänige, das Knie beugende, gestehende Subjekt richtet, bereit dazu dem angeblichen Sünder die Sünde in den Mund zu legen ohne sich dabei als Fremdes, außerhalb des gestehenden Subjekts befindende Instanz, erkennen zu geben:,, [...] zugleich ist es ein Ritual, das sich innerhalb eines Machtverhältnisses entfaltet, denn niemand leistet sein Geständnis ohne die wenigstens virtuelle Gegenwart eines Partners, der nicht einfach Gesprächspartner, sondern Instanz ist, die das Geständnis fordert, erzwingt, abschätzt und die einschreitet, um zu richten, zu strafen, zu vergeben, zu trösten [,..]."[21] Das Geständnis hat somit laut Foucault einen gewalttätigen Charakter, da es eine aufoktroyierte Maßnahme ist, um einem bereits von vornherein Angeklagten die „Chance" zu geben seine Schuld zu tilgen und seine Strafen zu mildern, indem er die

Wahrheit gesteht. Die Bewegung im Gestehen geht also nicht vom Subjekt aus auf ein Äußeres, sondern wird von einem Äußeren - in Form von Traditionen und Ritualen, wie z.B. der Beichte - evoziert. Damit wird jedoch lediglich der Sünde/ Buße-Diskurs reproduziert und die autoritäre und fordernde Instanz bohrt sich immer weiter in die Grundfeste des Individuums hinein, bis es einem Geständnis­Automatismus folgt ohne sich dessen je bewusst zu werden. Das Subjekt internalisiert diese Bewegung von Außen nach Innen, empfindet sie schließlich als intrinsisch und "natürlich" gegeben und reproduziert somit die Macht- Matrix, in welcher es weiterhin gefangen ist: "vom Geständnis als Garantie von Stand, Identität und Wert, die jemandem von einem anderen beigemessen werden, ist man zum Geständnis als Anerkennen bestimmter Handlungen und Gedanken als der eigenen übergegangen."[22]

Das Ablegen eines Geständnisses wird somit zum allgemeinen Erzählmodus, der sich in die Erzählkultur des Okzident derart tief eingeprägt hat, dass die „Lust am Erzählen" zu einer fast schon fetischisierten „Lust am Gestehen" transformiert wurde.

2. Die Geständnisse des kleinen Lazarus von Tormes

Der von außen auferlegte Zwang zum Gestehen ist es auch, welcher von „Vuestra Merced" in Form einer Aufforderung zur Klärung des vorliegenden Falles {el caso) Lazarillo dazu bewegt sein Leben niederzuschreiben.[23] Neben Lazarillos Motivation soll im Folgenden außerdem anhand ausgewählter Passagen untersucht werden inwiefern der Aspekt des "Standes" im Geständnis, der dem Subjekt von Außen beigemessen wird, behandelt wird.

[...]


[1] Vgl. hierzu: Navarro Durán, Rosa (2003): Alfonso de Valdés. Autor del Lazarillo de Tormes. 2. Aufl. Madrid: Gredos. und den Artikel von Valentín Pérez Vénzalá: http://www.ucm.es/info/especulo/numero27/lazaril.html (Einsichtam 14.01.2013)

[2] Foucault, Michel (1991): Sexualität und Wahrheit. Frankfurt am Main: Suhrkamp, (Im Folgenden: Foucault), S.63

[3] Horaz, De Arte Poetica: „Aut prodesse volunt aut delectare poetae.“

[4] Beide Zitate im Satz: Foucault, S. 63

[5] Ebd., S. 62

[6] Ebd., S. 64

[7] s. Fußnote 1

[8] Unter dem Begriff der Sprachgeste verstehe ich alle Formen des Sprechens, die nicht reine Prädikationen und Urteile sind. Darunter fallen neben dem Geständnis und Bekenntnis auch die Bitte, das Jammern und Klagen, der Befehl, die Drohung, das Anrufen und Loben sowie das Erzählen und die Frage (s. dazu Aristoteles: Peri hermeneias, Poetik; Augustinus: Conefssiones; Austin: Performative Utterances)

[9] Vgl. Anmerkung des Übersetzers in Foucault, S. 62

[10] Mit dem Begriff'Duktus' ist die diskursive Entfaltung der Begriffe innerhalb des Sprachgestus gemeint.

[11] Vgl. Whitenack, Judith A. (1985): The impenitent confession of Guzmán de Alfarache. Madison: Hispanic Seminary ofMedieval Studies. (Im Folgenden: Whitenack), S. 10 ff.

[12] Köhler, Hartmut (2006): Lazarillo de Tormes. Spanisch-Deutsch = Klein Lazarus vom Tormes. Stuttgart: Reclam, (Im Folgenden: Lazarillo), S. 150

[13] Whitenack, S. 9

[14] Ebd.

[15] Lazarillo, S. 6

[16] Lazarillo, S.6

[17] Vgl. Fanninger, Nina (2011): La negra que llaman honra - Ehre und Ehrbegriff im "Lazarillo de Tormes". München: GRIN Verlag GmbH.

[18] Vgl. Nachwort von Hartmut Köhler in: Lazarillo, S. 185 ff.

[19] Lazarillo, S. 8: "[...] y también porque consideren los que heredaron nobles estados cuán poco se les debe, pues Fortuna fue con ellos parcial, y cuánto más hicieron los que, siéndoles contraria, con fuerza y maña remando salieron a buen puerto."

[20] Foucualt, S. 63

[21] Foucualt, S.65

[22] Foucault, S. 62

[23] Vgl. Rico, S.122f.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Motiv und Motivation des Geständnisses in der novela picaresca
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Veranstaltung
Die Töchter der Celestina: Frauenfiguren im pikaresken Roman des Siglo de Oro
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V273188
ISBN (eBook)
9783656654650
ISBN (Buch)
9783656654612
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motiv, motivation, geständnisses
Arbeit zitieren
Deniz Tavli (Autor), 2013, Motiv und Motivation des Geständnisses in der novela picaresca, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273188

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