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Ästhetik der Ruinen

Title: Ästhetik der Ruinen

Term Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Jessen (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Ästhetik ist die Theorie des Schönen, der Kunst und der sinnlichen Erkenntnis. Können Ruinen als Bauwerke dennoch einen ästhetischen Wert haben? Ruinen als künstlerischer und geographischer Gegenstand am Beispiel der Stadt Gary, USA, der Stadt Pripjat, Ukraine, des Künstlers Andrej Tarkowskij und der Gemälde Caspar David Friedrichs. Urteile und Werturteile in der Ästhetik (Genuine Ästhetik, Psychische Distanz, Nonkongnitivismus, Interesseloses Wohlgefallen), Die Ontologie der Ruine (Materie und Vorstellung, Abstraktion und Materie)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Kirche in den Sibillinischen Bergen – ein passionierter Bau

1.2 Historie

1.3 Fragestellung

2. Hinterfragung der gängigen Definition

2.1 Ästhetik ist die Theorie der Kunst

2.2 Ästhetik ist die Theorie des Schönen

2.3 Ästhetik ist die Theorie der sinnlichen Erkenntnis

3. Ruinen als künstlerischer und geographischer Gegenstand

3.1 Gary, USA

3.2 Pripjat, Ukraine

3.3 Andrej Tarkovskij

3.4 Caspar David Friedrich

4. Urteile und Werturteile

4.1 Genuine Ästhetik

4.2 Psychische Distanz

4.3 Nonkognitivismus

4.4 Interessenloses Wohlgefallen

5. Die Ontologie der Ruine

5.1 Materie und Vorstellung

5.2 Zwei Welten

5.3 Ontologische Kategorien

5.4 Abstraktion und Materie

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die ästhetische Wirkungsweise sogenannter „nostalgischer Ruinen“. Ziel ist es, den Ruinenbegriff über die bloße materielle Beschaffenheit hinaus zu definieren, indem atmosphärische Bedingungen, historische Kontexte sowie die ontologische Stellung der Ruine in den Geisteswissenschaften kritisch hinterfragt werden.

  • Analyse der ästhetischen Rezeption von Ruinen anhand philosophischer Theorien.
  • Untersuchung unterschiedlicher Ruinentypen in Geografie (USA, Ukraine) und Kunst (Film, Malerei).
  • Kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Ästhetik-Definition als Theorie des Schönen.
  • Erforschung der psychologischen Distanz und der Bedeutung von Melancholie bei der Betrachtung.
  • Ontologische Einordnung der Ruine als transzendenter Gegenstand zwischen Materie und Vorstellung.

Auszug aus dem Buch

1.1 Ein passionierter Bau

Fährt man von Amandola, einer kleinen Stadt in der norditalienischen Region der Marken in Richtung Westen erreicht man einen meandernden Gebirgspfad in die Sibillinischen Berge. Durch die Gefahr von Steinschlägen und Gerölllawinen ist ab 1000 Höhenmeter ein vorankommen mit dem Auto nicht mehr möglich und so muss man zu Fuß weitergehen. Gipfelkämme erheben sich ringsherum. Am Ende des Tals, hoch oben über dem, mit einem Mischwald bewachsenen Granithang erkennt man die Überreste einer kleinen Kirche. Im Alleingang hat ein Mann 33 Jahre seines Lebens dafür aufgewandt diese Kirche fernab eines Dorfes zu errichten. Heutzutage sind auf dem Gipfel lediglich nur noch Bruchstücke und Trümmer zu erkennen. Es gibt keine historischen Hinweise für Touristen oder eine Gedenktafel. Hier existiert für den Betrachter lediglich die Ruine. Um etwas über diese meisterhafte und passionierte Arbeit zu erfahren muss man sich schon mit den Einheimischen Bergsteigern unterhalten. Sie erzählen dann von der Vergeblichkeit des Strebens, von der Vergänglichkeit des Bauwerks, von verblassenden Erinnerungen und der unbarmherzigen Gewalt der Natur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Ruinen anhand eines konkreten Beispiels sowie Erläuterung der Motivation und Zielsetzung der Arbeit.

2. Hinterfragung der gängigen Definition: Kritische Prüfung klassischer Ästhetikbegriffe wie „Theorie der Kunst“ oder „Theorie des Schönen“ in Bezug auf die Ruine.

3. Ruinen als künstlerischer und geographischer Gegenstand: Betrachtung spezifischer Ruinenphänomene, darunter industrielle Geisterstädte sowie deren künstlerische Verarbeitung durch Tarkovskij und Caspar David Friedrich.

4. Urteile und Werturteile: Auseinandersetzung mit der ästhetischen Urteilsbildung, psychologischer Distanz und philosophischen Ansätzen zum Begriff des Wohlgefallens.

5. Die Ontologie der Ruine: Untersuchung der Ruine als ontologisches Objekt zwischen ihrer materiellen Realität und der subjektiven Vorstellung des Betrachters.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion über die Ruine als Manifestation psychischer Seelenlandschaften und Ausdruck einer „transzendentalen Obdachlosigkeit“.

Schlüsselwörter

Ruinen, Ästhetik, Philosphische Ästhetik, Vergänglichkeit, Melancholie, Ontologie, Nostalgie, Natur, Materie, Vanitas, Kunstbetrachtung, Kulturwissenschaften, Zerfall, Geisterstädte, Romantik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ästhetischen Wahrnehmung und Bedeutung von Ruinen als kulturelle Objekte, die weit über ihren materiellen Zustand hinaus als Projektionsflächen dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Ästhetik, der Kunsttheorie, dem Umgang mit Vergänglichkeit und der ontologischen Untersuchung des Verhältnisses zwischen Mensch und Ruine.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ästhetische Wirkungsweise von Ruinen zu ergründen und aufzuzeigen, warum traditionelle Ästhetik-Definitionen zur Erfassung dieses komplexen Phänomens nicht ausreichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es wird eine kulturwissenschaftliche und philosophische Analyse durchgeführt, die theoretische Ansätze mit konkreten Fallbeispielen aus der Geografie und Kunstgeschichte verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Hinterfragung klassischer Ästhetik-Definitionen, Fallstudien (Gary, Pripjat, Film und Malerei), eine Analyse der Urteilsbildung sowie eine ontologische Einordnung der Ruine.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Ästhetik, Vergänglichkeit, Melancholie, Ontologie, Ruinen und Kulturwissenschaft.

Welche Rolle spielt die „Melancholie“ bei der Betrachtung einer Ruine?

Melancholie wird als ein romantischer Zustand des sehnenden Verlangens beschrieben, der das Spannungsfeld zwischen dem Betrachter und dem Ruinenobjekt intensiviert und als Grenzerfahrung dient.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise zweier Betrachter auf dieselbe Ruine?

Die Arbeit verdeutlicht, dass aufgrund individueller Lebensläufe und emotionaler Prägungen die ästhetische Erfahrung einer Ruine nicht zwangsläufig identisch ist, da jeder Mensch eigene Assoziationen und Werturteile einbringt.

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Details

Title
Ästhetik der Ruinen
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Kulturwissenschaften)
Course
Philosophische Ästhetik
Grade
1,0
Author
Matthias Jessen (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V273220
ISBN (eBook)
9783656653318
ISBN (Book)
9783656653271
Language
German
Tags
Ästhetik Ruinen Kulturwissenschaften Caspar David Friedrich Andrej Tarkowski Ukraine Pripyat Tschernobyl Ontologie Philosophie Kunst Natur Kultur Gary USA Bauwerke Architektur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Jessen (Author), 2011, Ästhetik der Ruinen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273220
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