Welche kommunikationspolitischen Instrumente sollten für die Marke Sonnentor angewandt werden, um am französischen Markt mehr Absatz zu erzielen?


Seminararbeit, 2009
33 Seiten, Note: 3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 BEGRIFFSDEFINITION
1.1 Kommunikationspolitische Instrumente
1.2 Bioprodukt

2 DIE MARKE SONNENTOR
2.1 Produktpalette
2.2 Bio Tee
2.3 Bio Gewürze

3 VERPACKUNG
3.1 Problematik der Verpackung
3.2 Verpackung als werbewirksames, absatzförderndes Kommunikationsmittel

4 Exkurs: ESSGEWOHNHEITEN IN FRANKREICH
4.1 Essen in Frankreich
4.1.1 Entstehung der Französischen Küche
4.2 Problematik der Zeit und der Altersgruppen
4.3 Konsum von Bioprodukten in Frankreich
4.3.1 Kaufverhalten von Bioprodukten
4.3.2 Verkauf von Bioprodukten

5 Kommunikationspolitische Instrument
5.1 Werbung
5.2 Verkaufsförderung
5.3 Öffentlichkeitsarbeit
5.4 Persönlicher Verkauf
5.5 Direktmarketing

6 Mögliches kommunikationspolitisches Konzept für den Markteintritt in Frankreich
6.1 Kommunikationspolitische Strategien
6.2 Aufbau des Konzeptes
6.3 Potentielle Instrumente der Kommunikationspolitik
6.3.1 Die handelsgerichtete Verkaufsförderung
6.3.2 Fachmessen
6.3.3 Online – Marketing

7 QUELLENVERZEICHNIS

1 BEGRIFFSDEFINITION

In diesem Abschnitt werden die für unsere Seminararbeit zentralen Begriffe Kommunikationspolitische Instrumente und Bioprodukt genauer erörtert und es wird kurz auf die unterschiedliche Auslegung in verschiedenen Literaturwerken eingegangen. Der Einfachheit halber werden die Begriffe vorweg auf den für die Seminararbeit bestimmten Bereich begrenzt und es wird nicht auf etwaige Doppelbezeichnungen die einer anderen Sinnhaftigkeit des Wortes entsprechen eingegangen.

1.1 Kommunikationspolitische Instrumente

Unter Kommunikationspolitik selbst versteht man das persönliche oder unpersönliche Vermitteln von Informationen die bewusst das Wissen die Einstellung oder die Erwartung einer Zielgruppe nachhaltig zu Gunsten des Unternehmens beeinflussen. Kommunikationspolitische Instrumente beschreiben eine Vielzahl an Maßnahmen die einem Unternehmen zur Verfügung stehen um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen. Die wichtigsten fünf kommunikationspolitischen Instrumente gliedern sich in Werbung, Verkaufsförderung, Public Relations, Persönlicher Verkauf und Direktmarketing. Diese lassen sich wiederum in eine Vielzahl an untergeordneten Punkten gliedern und werden je nach der Zielgruppe und dem vorhandenen Budget genützt. (vgl. Kotler, Keller & Bliemel, 2007, S. 652-653)

In anderen literarischen Werken werden bei Kommunikationspolitischen Instrumenten nur vier Instrumente beschrieben und das Direktmarketing in diese eingegliedert und nicht separat behandelt. (vgl. Handbuch Kommunikation, Bruhn & Esch &Langner, 2009, S. 25)

1.2 Bioprodukt

Der Begriff Bioprodukt bezeichnet ein Lebensmittel welches in biologischer Landwirtschaft hergestellt wurde. Die genaue Definition für Bioprodukte änderte sich im Laufe der Zeit und ist des Weiteren auch abhängig vom Herkunftsland. In Europa gibt es gewisse Richtlinien und Gesetze die eingehalten werden müssen um ein Produkt, Bioprodukt nennen und dieses auch dementsprechend kennzeichnen zu dürfen. Der Grundgedanke hinter Bioprodukten war jener, ein möglichst naturschonendes Produkt herzustellen welches vom Nährwert und gesundheitlichen Aspekten für den Menschen besser ist. (vgl. Praxishandbuch Bio-Lebensmittel, Leitzmann, 2004 S 17)

Der Unterschied zur konventionellen Herstellung von Lebensmitteln beinhaltet unter anderem, dass auf chemische Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Gentechnik verzichtet wird. Auch Geschmacksverstärker sind bei allen Bioprodukten verboten. Jedoch ist die Produktion von Bioprodukten wie Gewürzen nicht ganz ohne Pflanzenschutzmittel möglich, deshalb sind nicht synthetische Mittel wie Schwefel oder Kupfer erlaubt. Der höhere Preis von Bioprodukten aus dem Agrarbereich im Vergleich zu konventionellen Produkten lässt sich damit begründen dass durch das Verbot von Mineraldüngern ein niedrigerer durchschnittlicher pro Hektar Ertrag erzielt wird. (vgl. Gewürze in der Lebensmittelindustrie, Gerhardt, 1994, S. 268)

2
DIE MARKE SONNENTOR

2.1 Produktpalette

Die Sonnentor Produktpalette umfasst ungefähr 730 Produkte. Den Löwenanteil dieser Bio-Produkte haben Tee, Gewürze und Großgebinde. Sonnentor wird derzeit von gut 150 Bio-Bauern aus dem Waldviertel und Ostösterreich sowie von weltweit anerkannten und zertifizierten Bio-Produktionsbetrieben beliefert. Das Unternehmen liefert seine Produkte in über 40 Länder, wobei der Exportanteil inzwischen über 75 Prozent beträgt. Zu den größten Abnehmern zählen Deutschland, die Schweiz und Tschechien (vgl. Sonnentor, Geschichte, 2010).

Sonnentor verwendet keine künstliche Aromazusätze, Konservierungsmittel und Farbstoffe. Die Kräuter und Gewürze werden von den Bio-Bauern schonend und an bestimmten Tagen geerntet, nicht über 40 Grad C getrocknet und sorgsam von Hand verpackt (vgl. Sonnentor, 2010, Qualitätsanspruch).

Im Herbst 2010 plant der Sonnentor-Chef Hannes Gutmann mit einer eigenen Schokoladenserie zu starten. Weiteres wird Gutmann eine eigene Kosmetikserie produzieren, die jedoch zuerst nur in den Partner-Franchiseshops erhältlich sein werden. Der Verkaufshit des Bio-Unternehmens ist mit rund 450.000 verkauften Stück eindeutig der Tee-Adventkalender. (vgl. Wirtschaftsblatt, 2010, Sonnentor-Finanzieren Wachstum aus dem Cash Flow)

In Anbetracht auf den Französischen Markt, auf dem sich Sonnentor etablieren möchte ist festzuhalten, dass die Franzosen vor allem Bio-Obst und -Gemüse konsumieren. Weitere beliebte Bio-Produkte sind Milchprodukte, Eier, Fleisch und Geflügel. In gewisser Weise hängt der Kauf bzw. Konsum von Bio-Produkten indirekt auch mit dem Einkommen zusammen. Die qualitative Marktforschung in Frankreich zeigt, dass es vor allem in den Ballungszentren, vor allem in Paris einen gehobenen Markt für Besserverdienende Menschen gibt zu deren Favoriten die Bio-Feinkost, -Kaffee und -Tee zählt. Jüngere Konsumenten interessieren sich vor allem für Fruchtsäfte und Sojadrinks in Bio-Qualität. (vgl. Ein Herz für Bio, 2008, French Organic Market Der Biomarkt Frankreich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Bio Tee

Eine Freundschaft ist wie eine Tasse Tee. Sie muss klar und durchscheinend sein, und man muss auf den Grund schauen können (Chinesisches Sprichwort). (Das Teebuch, 2010, Teearten und Teesorten)

Die Entscheidenden Faktoren für Qualität und Geschmack eines Tees sind das Anbaugebiet, die Höhenlage, das Klima, die Sonneneinstrahlung, die Bodenbeschaffung sowie der Zeitpunkt der Ernte, die Sorgfalt beim Pflücken und die Weiterverarbeitung der Teeblätter. Tee wird 3 Mal im Jahr geerntet. Im Frühling, Sommer und im Herbst. Für eine optimale Teequalität werden nur die Blattknospe und die beiden dazugehörigen Blätter gepflückt. Diese werden dann entweder nach der traditionellen oder nach der maschinellen Methode verarbeitet. Der Tee durchläuft grundsätzlich fünf Verarbeitungsschritte. Als Erstes wird er gewelkt, danach gerollt, fermentiert, getrocknet und gesiebt. Eine wichtige Rolle spielen die sogenannten Tea-Taster, die Farbe, Stärke und Aroma prüfen und je nach Notwendigkeit den Tee mischen um eine gleich bleibende Markenqualität zu garantieren.

Die Teeverarbeitung erfolgt, grundsätzlich, sofort nach der Ernte und meistens ausschließlich noch am Ort. (vgl. Das Teebuch, 2010, Teearten und Teesorten)

Der heutige Verbraucher ist gegenüber der Lebensmittelindustrie was die Erzeugung und die möglichen Schadstoffe angeht sehr kritisch und sensibel. Bis vor wenigen Jahren waren ökologische Genussmittel wie Tee eine Minderheit. Heutzutage ist Bio-Tee in aller Munde. Von dieser Alternative profitieren die Umwelt, die Arbeiter der Teeplantagen und die Verbraucher. Im konventionellen Teeanbau wird, nicht jedoch bei Bio-Tee, eine Monokultur mit etlichen Nachteilen gepflegt. So kommen etwa Pestizide und Herbizide zum Einsatz wobei die Qualität des Tees erheblich darunter leidet. Bio-Tee Hersteller die ein Gütesiegel führen wollen, müssen Anträge stellen, sich zertifizieren lassen und regelmäßige Kontrollen über sich ergehen lassen. (vgl. Bio Schieler, 2008, Warum Bio Tee)

Der durchschnittliche allgemeine pro Kopf Teeverbrauch liegt in Frankreich bei etwa 200 Gramm. Im Gegensatz zu Österreich, welches einen Teeverbrauch von etwa 300 Gramm pro Person aufweist, und im internationalen Vergleich ist der Teekonsum in Frankreich nicht sehr stark ausgeprägt. (vgl. Welt auf einen Blick, 2002, Landwirtschaft)

Sonnentor bietet insgesamt 193 verschiedene hochwertige Bio-Tee Variationen an (Vgl. Sonnentor, 2010, Produkte online einkaufen). Da Frankreich eine Bevölkerung von ungefähr 60 Millionen Einwohnern aufweist und in den letzten Jahren einen regelrechten Bio-Konsum vorzuweisen hat, verfügt dieses Land über ein hohes Potential für das Unternehmen Sonnentor.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Bio Gewürze

Gewürze sind Teile bestimmter Pflanzenarten und werden wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten verwendet. Gewürze bestehen unter anderem aus Blüten, Früchte, Knospen, Samen, Rinden, Wurzelstöcke, Zwiebeln oder Teile davon, hauptsächlich getrocknet. Mit diesen Gewürzen werden beispielsweise Gewürzmischungen, -zubereitungen, -salze, -aromen oder Würzen hergestellt.

(vgl. Was wir essen, 2010, Gewürze und Würzmittel)

Gewürzmischungen:

bestehen ausschließlich aus Gewürzen und werden entweder nach ihrer Art, zum Beispiel Kräuter der Provence oder nach ihrem Verwendungszweck bezeichnet,beispielsweise Honigkuchengewürz.

Gewürzzubereitungen: werden auch entweder nach ihrer Art oder dem Verwendungszweck bezeichnet.

Gewürzsalze: sind Produkte die mit Speisesalz und mit einem oder mehreren Gewürzen gemischt und hergestellt werden.

Gewürzaromen: enthalten Aromaextrakte und/oder natürliche Aromastoffe und werden mit Extraktionsmitteln gewonnen.

Würzen: sind flüssige, trockene, oder pastenförmige Erzeugnisse.

(vgl. Was wir essen, 2008, Gewürze und Würzmittel)

Sonnentor bietet eine Vielzahl von Gewürz-Erzeugnissen an. Die französische Küche für ihren kulinarischen Genuss bekannt. Die Speisen werden mit großer Aufmerksamkeit gegessen und gekocht. Es wird besonders auf eine sorgfältige Auswahl der Zutaten geachtet. Natürlich orientiert sich die Küche nach dem Jahresverlauf, denn Frische ist oberste Prämisse. Die Provence ist sozusagen der Kräutergarten Frankreichs. Da die Franzosen die Lebensmittel-Zutaten mit großer Achtsamkeit aussuchen, kochen aber auch genießen stellt der Französische Markt auch hier ein sehr großes Potential dar. (vgl. Ich koche Magazin, 2010, Französische Küche)

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Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Welche kommunikationspolitischen Instrumente sollten für die Marke Sonnentor angewandt werden, um am französischen Markt mehr Absatz zu erzielen?
Hochschule
FH Krems
Note
3
Autor
Jahr
2009
Seiten
33
Katalognummer
V273274
ISBN (eBook)
9783668706002
ISBN (Buch)
9783668706019
Dateigröße
1880 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche, instrumente, marke, sonnentor, markt, absatz
Arbeit zitieren
BA Philipp Schreyer (Autor), 2009, Welche kommunikationspolitischen Instrumente sollten für die Marke Sonnentor angewandt werden, um am französischen Markt mehr Absatz zu erzielen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273274

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