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Descartes Erkenntnistheorie. Die Lösung für Agrippas Trilemma?

Der Vergleich mit dem neoklassischen Fundamentalismus nach Laurence BonJour

Title: Descartes Erkenntnistheorie. Die Lösung für  Agrippas Trilemma?

Term Paper , 2014 , 12 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Ebru Ilgün (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit soll die Erkenntnistheorie Descartes´, die als Lösung für Agrippas Trilemma dienen soll, darstellen. Hierfür werde ich ersteinmal die Standartanalyse von Wissen erläutern und das daraus resultierende Problem nach Agrippas Trilemma darstellen. Daraufhin werde ich den neoklassischen Fundamentalismus nach Laurence BonJour, welcher als eine Art Weiterentwicklung der Erkenntnistheorie von Descartes gesehen werden kann1, darstellen und auf deren Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede eingehen. Mit Hilfe dieser Hausarbeit möchte ich die Frage klären, ob man diese beiden Positionen, denn wirklich als Lösung für Agrippas Trilemma sehen kann oder das Trilemma doch weiterhin bestehen bleibt und die darin enthaltenen Probleme gar nicht gelöst werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Standartanalyse von Wissen

3. Agrippas Trilemma

4. Descartes Erkenntnistheorie

4.1 Allgemein

4.2 Das Traumargument

4.3 Das Dämonargument

4.4 Ergebnis – "ego sum, ego existo"

5. Laurence BonJour´s neoklassischer Fundamentalismus

5.1 Der klassische Fundamentalismus

5.2 Der neoklassische Fundamentalismus

6. Der Vergleich von Descartes und BonJour

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Erkenntnistheorien von René Descartes und Laurence BonJour eine tragfähige Lösung für das erkenntnistheoretische Problem des Agrippas Trilemmas bieten oder ob dieses bestehen bleibt.

  • Grundlagen der erkenntnistheoretischen Standartanalyse
  • Analyse und Implikationen von Agrippas Trilemma
  • Descartes' methodischer Zweifel und das "ego sum, ego existo"
  • Der neoklassische Fundamentalismus nach Laurence BonJour
  • Kritischer Vergleich der Lösungsansätze für das Regressproblem

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Traumargument

Wenn man davon spricht, dass Descartes die Prinzipien der Erkenntnis anzweifelt, kann man auch sagen, dass er mit dem Zweifel an den Prinzipien, die entsprechenden Erkenntnisvermögen anzweifelt. Die sinnliche Wahrnehmung, ist das erste Vermögen, das von Descartes in seinem methodischen Zweifel, untersucht wird. Sein Traumargument richtet sich gegen empririsches Wissen und besagt, dass unser Wissen, das wir mit Hilfe von unseren Sinnen erwerben, nicht gerechtfertigt sein kann. Bevor man über die Sinne an Erkenntnisse gelangt, muss man zunächst davon unabhängig wissen, dass man in diesem Moment, in dem man etwas mit den Sinnen wahrnimmt, nicht träumt und sich wirklich in einem Wachzustand befindet. Da es aber kein sicheres Kennzeichen dafür gibt, um den Wachzustand vom Traumzustand zu unterscheiden, können wir auch nicht von sicherern Erkenntnissen sprechen. Außerdem gibt es Träume, die so real wirken, dass man nicht unterscheiden kann, ob es nur ein Traum ist oder es sich doch um die Realität handelt. Das bedeutet also, dass wir niemals ausschließen können, während der Aufnahme von Sinneswahrnehumgen, zu träumen. Somit könnten die Erkenntnisse die wir mit unserern Sinnen wahrzunehmen meinen, aus unserem realwirkendem Traum stammen, statt aus der Außenwelt. In dieser Situation wären wir von unseren Sinnen getäuscht worden, und könnten nicht mehr von gerechtfertigten Überzeugungen sprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, die Erkenntnistheorien von Descartes und BonJour als mögliche Lösungen für das Agrippas Trilemma zu hinterfragen.

2. Die Standartanalyse von Wissen: Klärung der Begriffe Erkenntnis und Wissen, insbesondere der Anforderungen an Rechtfertigung und Wahrheit.

3. Agrippas Trilemma: Erläuterung des Problems des unendlichen Regresses und der Schwierigkeit einer absolut sicheren Begründung von Wissen.

4. Descartes Erkenntnistheorie: Darstellung des methodischen Zweifels und der Etablierung des "ego sum, ego existo" als unbezweifelbares Fundament.

5. Laurence BonJour´s neoklassischer Fundamentalismus: Diskussion des Übergangs von basalen Überzeugungen zu nicht-doxastischen kognitiven Zuständen.

6. Der Vergleich von Descartes und BonJour: Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ansätze hinsichtlich ihrer Fähigkeit, das Regressproblem zu stoppen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass beide Positionen das Agrippas Trilemma letztlich nicht erfolgreich auflösen können.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Agrippas Trilemma, René Descartes, Laurence BonJour, Fundamentalismus, Rechtfertigung, Wissen, methodischer Zweifel, Traumargument, Dämonargument, cogito ergo sum, Regressproblem, Erkenntnis, introspektive Überzeugungen, Wahrheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der erkenntnistheoretischen Suche nach einer sicheren Wissensbegründung und der Frage, ob das sogenannte Agrippas Trilemma durch fundamentale Überzeugungen gelöst werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die klassische Erkenntnistheorie Descartes', der neoklassische Fundamentalismus von Laurence BonJour sowie die Herausforderungen durch skeptische Argumente und das Regressproblem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob Descartes' Ansatz und BonJours Weiterentwicklung tatsächlich als Lösung für Agrippas Trilemma dienen oder ob das Problem der Letztbegründung ungelöst bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, indem sie Begriffe definiert, Argumente rekonstruiert und diese in einem kritischen Vergleich gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Standartanalyse von Wissen, die Erläuterung der Trilemma-Problematik, die Analyse der Theorien von Descartes und BonJour sowie deren vergleichende Bewertung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Erkenntnistheorie, Rechtfertigung, Fundamentalismus, Regressproblem, methodischer Zweifel und die Unterscheidung zwischen doxastischen und nicht-doxastischen Zuständen.

Wie unterscheidet sich BonJours Ansatz von dem Descartes?

Während Descartes basale, introspektive Überzeugungen als Fundament nutzt, setzt BonJour auf nicht-doxastische kognitive Zustände wie bewusste Erfahrungen und rationale Einsichten, die nicht zwingend unbezweifelbar sein müssen.

Warum scheitern laut der Autorin beide Ansätze an Agrippas Trilemma?

Die Autorin argumentiert, dass beide Positionen den unendlichen Regress nicht vollständig stoppen können, da auch die gewählten Fundamente (sei es das "Ich" oder bewusste Erfahrungen) bei näherer Betrachtung wieder einer weiteren Rechtfertigung bedürfen.

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Details

Title
Descartes Erkenntnistheorie. Die Lösung für Agrippas Trilemma?
Subtitle
Der Vergleich mit dem neoklassischen Fundamentalismus nach Laurence BonJour
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Einführung in die Erkenntnistheorie
Grade
1.7
Author
Ebru Ilgün (Author)
Publication Year
2014
Pages
12
Catalog Number
V273417
ISBN (eBook)
9783656656494
ISBN (Book)
9783656693574
Language
German
Tags
Descartes Erkenntnistheorie Descartes Rene Descartes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ebru Ilgün (Author), 2014, Descartes Erkenntnistheorie. Die Lösung für Agrippas Trilemma?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273417
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