Ich habe mich für das Thema „Mobbing“ entschieden, da dies uns alle betrifft. Es kann jeden treffen, unabhängig von der Hautfarbe, dem sozialen Status oder anderen menschlichen Merkmalen. Mobbing findet in allen Kontexten statt, ob am Arbeitsplatz oder in der Schule. In dieser Hausarbeit richte ich den Fokus auf Mobbing am Arbeitsplatz, wobei zu beachten ist, dass der Inhalt genauso auf andere Bereiche bezogen werden kann, wie zum Beispiel Mobbing in der Schule oder in der Universität. In dieser Arbeit ist nur eine oberflächliche Betrachtung der Situation „Mobbing am Arbeitsplatz“ möglich und könnte durchaus ausführlicher beschrieben werden, was mir leider aus Platzgründen nicht möglich ist.
Aufgrund meiner Recherchen wird ersichtlich, dass nicht nur bestimmte Berufsgruppen betroffen sind, sondern dass Mobbing überall stattfindet. Selbst Ärzte, Juristen oder Professoren gehören zu den Mobbingopfern. Des Öfteren kommt es vor, dass der Begriff Mobbing völlig falsch präsentiert wird, z.B. in den Medien und dabei vorschnell banale Konflikte, als Mobbing ausgelegt werden. Dennoch besteht gesellschaftlich ein Konsens darüber, dass es sich bei Mobbing um Vorgänge handelt, denen entgegengewirkt werden muss. Möglichkeiten der Prävention und Intervention werde ich im Laufe dieser Arbeit vorstellen. Darüber hinaus, möchte ich auf den Begriff Mobbing und seine Definition, die Ursachen und Gründe für Mobbing, den typischen Verlauf einer Mobbingsituation, die Häufigkeit von Mobbing und die Auswirkungen auf das einzelne Individuum eingehen. Natürlich gibt es weitaus mehr wissenschaftliche Erkenntnisse zu der Thematik Mobbing, doch ich beschränke mich auf die meiner Meinung nach wichtigsten:
1. Mobbing muss von typischen Stresssituationen am Arbeitsplatz abgegrenzt werden.
2. Mobbing ist multikausal.
3. Mobbing ist kein harmloser Akt, sondern hat Konsequenzen (körperlich / juristisch).
4. Gegen Mobbing muss etwas unternommen werden (Prävention / Intervention).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung / Problematik
2. Der Begriff „Mobbing“
2.1 Die Herkunft
2.2 Definition
2.3 Mobbinghandlungen nach H. Leymann
2.4 Die Häufigkeit von Mobbing
3. Mobbing, aber wieso? Ursachen auf zwei Ebenen
3.1 Die berufliche Ebene
3.2 Die menschliche / persönliche Ebene
4. Der typische Verlauf einer Mobbingsituation
4.1 Die vier Phasen des Mobbingprozesses
5. Die Auswirkungen von Mobbing
6. Mobbing: Prävention und Intervention
6.1 Mögliche Präventionsmaßnahmen
6.2 Mögliche Interventionsmaßnahmen
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, um dessen Ursachen, Verläufe und Auswirkungen auf das Individuum sowie das Betriebsumfeld zu analysieren, wobei ein besonderer Fokus auf notwendigen Präventions- und Interventionsstrategien liegt.
- Historische Herleitung und Definition des Mobbingbegriffs
- Analyse der beruflichen und persönlichen Ursachenebenen
- Phasenmodell des typischen Mobbingverlaufs
- Psychosomatische und soziale Folgen für Betroffene
- Möglichkeiten der betrieblichen Prävention und Intervention
Auszug aus dem Buch
3.2 Die menschliche / persönliche Ebene
Bei der Ursachenforschung auf der menschlichen Ebene wird das Gefühlsleben der Individuen bzw. Mobbingakteure fokussiert, da dies durchaus eine Begünstigung für das Auftreten von Mobbing darstellen könnte. Selbst dann, wenn die beruflichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das Führungsverhalten oder die Arbeitsgestaltung optimal ausgerichtet sind . Im Bereich der Ergründung von Ursachen des Mobbings spricht man auf der menschlichen Ebene von allen negativen Emotionen unter Kollegen, wie Neid, Eifersucht, Rachegelüste und Hass. Darüber hinaus kann es sein, dass eine Vermischung all‘ dieser Emotionen vorliegt, oder das Mobbing erst nach einer (sexuellen) Belästigung am Arbeitsplatz hervorgerufen wird.
Teuschel (2010) betont, dass vor allem Neid das häufigste Motiv für Mobbing ist, besonders aus dem Blickfeld von Therapeuten oder Ärzten. Was aber immer wieder ausfällt sei, dass das Mobbingopfer selbst, nie von Neid als Grund der Situation ausgeht. Man schätzt sich nie so hoch betagt ein, dass man Neid bei Kollegen erregen könnte. Außerdem möchte man doch nicht als Überheblich gelten. Was Teuschel (2010) besonders an dem, „Neidmobbing“ auffällt ist, dass die Opfer bei weitem nicht die durchschnittlichen Menschen sind. Es sind eher die besonderen Menschen, die, die als beliebt, intelligent und gutaussehend gelten. Sie stellen automatisch eine Konkurrenz für den Durchschnittsmenschen dar, vor allem Dingen wenn beim Täter ein Minderwertigkeitskomplex bezgl. seiner Person vorliegt. Neid kann in diesem Fallen von allen möglichen Faktoren hervorgerufen werden. Es kann das Glück sein, dass der Kollege Vater geworden ist, die attraktivere Frau hat, oder sich in einer höheren beruflichen Hierarchiestufe befindet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung / Problematik: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas Mobbing als gesellschaftliches Problem und definiert den Fokus der Hausarbeit auf den Bereich des Arbeitsplatzes.
2. Der Begriff „Mobbing“: Dieses Kapitel klärt die etymologische Herkunft des Begriffs, definiert Mobbing nach Heinz Leymann und konkretisiert die Mobbinghandlungen anhand von Kategorien und Häufigkeitsdaten.
3. Mobbing, aber wieso? Ursachen auf zwei Ebenen: Hier werden die Ursachen von Mobbing in berufliche Faktoren, wie Arbeitsorganisation und Führungsverhalten, sowie persönliche Motive, wie Neid, Eifersucht und Hass, unterteilt.
4. Der typische Verlauf einer Mobbingsituation: Es wird ein 4-Phasen-Modell vorgestellt, das den typischen Eskalationsprozess von anfänglichen Konflikten bis zum Ausschluss aus dem Arbeitsverhältnis beschreibt.
5. Die Auswirkungen von Mobbing: Das Kapitel beleuchtet die gravierenden physischen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen von Mobbing für Betroffene, Mobber, die Belegschaft und das Unternehmen.
6. Mobbing: Prävention und Intervention: Es werden Strategien zur Vermeidung von Mobbing durch Verhaltens- und Verhältnisprävention sowie konkrete Interventionsmaßnahmen bei bereits bestehenden Konflikten erläutert.
7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Handlungsnotwendigkeit und der Forderung nach mehr Aufklärungsarbeit sowie besserer Unterstützung für Betroffene ab.
Schlüsselwörter
Mobbing, Psychoterror, Arbeitsplatz, Mobbingopfer, Mobbingtäter, Arbeitsbedingungen, Prävention, Intervention, Konfliktmanagement, Neidmobbing, Psychosomatik, Arbeitsrecht, Mobbingverlauf, Unternehmenskultur, Personalführung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Analyse von Mobbing am Arbeitsplatz, seinen Ursachen, den typischen Verläufen und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Betroffenen und den Betrieb.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition des Mobbingbegriffs, die Ursachenforschung auf beruflicher und persönlicher Ebene, die Darstellung von Eskalationsphasen und die Ableitung von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Dynamik von Mobbing zu schaffen und aufzuzeigen, wie wichtig eine klare Abgrenzung von Konflikten sowie proaktive Maßnahmen seitens der Führungskräfte sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse, insbesondere der Arbeiten von Heinz Leymann sowie Meschkutat, Stackelbeck und Langenhoff.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der Begriffsdefinition die verschiedenen Ursachenebenen, das Phasenmodell des Mobbingprozesses, die Auswirkungen auf die Gesundheit und soziale Umfelder sowie spezifische Maßnahmen zur Bekämpfung von Mobbing ausführlich analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Mobbing, Psychoterror, Arbeitsklima, Prävention, Intervention, Ursachenforschung und die Auswirkungen auf das Individuum und den Betrieb.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "Verhaltensprävention" und "Verhältnisprävention" so wichtig?
Die Unterscheidung ist entscheidend, um Mobbing sowohl auf der Ebene des zwischenmenschlichen Verhaltens durch Kommunikation zu adressieren als auch strukturelle Rahmenbedingungen im Betrieb zu optimieren, die Mobbing begünstigen könnten.
Wie wird das "Neidmobbing" im Dokument charakterisiert?
Neidmobbing wird als eine Form beschrieben, bei der besonders beliebte, intelligente oder gutaussehende Personen zur Zielscheibe werden, da sie beim Mobbingtäter durch dessen eigenes Minderwertigkeitsgefühl oder Neid aggressive Reaktionen auslösen.
- Arbeit zitieren
- Jasmin Ottens (Autor:in), 2014, Mobbing am Arbeitsplatz. Definition, Ursachen, Folgen und Möglichkeiten der Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273460