Einleitung
Durch das Zeitalter der Globalisierung ist es zu einer Menge Veränderungen und Prozessen in der Weltwirtschaft gekommen. Die Globalisierung wird, von seinen Befürwortern, als eine Methode angepriesen, die zur Verbesserung der weltwirtschaftlichen Lage führen soll. Durch die angebliche Liberalisierung der Handelsstrukturen in den verschiedenen Nationen und Ländern sollen die Handelsbedingungen erleichtert werden, um somit die Marktwirtschaft anzukurbeln. Organisationen und Institutionen, wie z.B. die Welthandels- organisation (WTO), Weltbank und das Weltwirtschaftsforum waren es, die dem Schlagwort „Globalisierung“ Leben einhauchten und somit auch für die Methoden und den Ablauf einer solchen Globalisierung verantwortlich sind. Es handelt sich hierbei um ein Wirtschaftssystem, das angeblich nur die kapitalistischen Interessen der Großkonzerne vertritt. Doch nicht jeder profitiert von dem System der Globalisierung. Es haben sich im Laufe der Zeit viele Kritiker und Gegner aufgetan und ihre klaren Ansichten gegen eine Globalisierung in ihrer jetzigen Form ausgesprochen. Laut ihren Aussagen wurde die Globalisierung von den Lakaien des Großkapitals als Wohlstandsbringer verkauft, und dennoch wächst die Armut in der einfachen Bevölkerung. Die großen Konzerne jedoch machen unglaublich hohe Gewinne. Die Marktwirtschaft blüht durch die Folgen der Globalisierung wie nie zuvor auf, und die Großindustrieellen verdienen sich ihre „goldene Nase“. Für die einfache Arbeitnehmerschaft ist diese Entwicklung aber gewiss kein Segen. Sie darf sich mit Lohnkürzungen und einer immer mehr steigenden Produktivität (mehr Arbeitsstunden) abfinden. Der Facharbeiter wird zum Dumpingpreisarbeiter, damit der Arbeitgeber, in seinen profitmaximierenden Absichten, mit den anderen kapitalistischen Konkurrenten mithalten kann.
Was genau ist Globalisierung? Wie ist sie entstanden und was für Ziele verfolgt sie? Was für positive und negative Auswirkungen hat sie auf unsere Gesellschaft und was Bezwecken die Globalisierungskritiker und Gegner? Und was gibt es aus Sicht der Kritiker und Gegner für Alternativen zur jetzigen Form der Globalisierung?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Globalisierungsprozess
3. Geschichte der Globalisierung
4. Erläuterung des Begriffs „Globalisierung“
5. Absichten und Folgen im „Sinne der Globalisierung“
6. Geschichte des „Globalen Widerstandes“
7. Wer sind die Kritiker der Globalisierung?
8. Kritik an der neoliberalen Globalisierung
9. Alternativen zur neoliberalen Globalisierung
10. Epilog
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit dem komplexen Prozess der Globalisierung, beleuchtet deren wirtschaftliche Hintergründe sowie die daraus resultierenden sozialen und ökologischen Folgen und stellt diese den Positionen globalisierungskritischer Bewegungen gegenüber.
- Analyse der Entstehung und Definition von Globalisierung
- Untersuchung der Zielsetzungen internationaler Organisationen wie WTO und IWF
- Betrachtung der Auswirkungen auf soziale Standards und Arbeitsverhältnisse
- Dokumentation der Geschichte und Motive des globalen Widerstandes
- Diskussion konkreter alternativer Lösungsansätze
Auszug aus dem Buch
Der Globalisierungsprozess
Mit am bedeutendsten ist der Globalisierungsprozess für die transnationalen Konzerne, sie gehören mit zu den wichtigsten Akteuren. Dies beschränkt sich nicht nur auf den Wachstum der Konzerne (internationale Ausbreitung, finanziell größere Gewinne), sondern auch auf ihren Strategien und Strukturveränderungen.
Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Hochphase des Welthandels, diese wurde jedoch durch die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise (1929) ständig unterbrochen. Im Jahre 1947 kam es mit der Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und das Welthandelsabkommen GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) zu einer schleppenden, aber beständigen Wiederbelebung. In den 80er Jahren wurde ein großes Ausmaß der Welthandelsintegration erreicht, der sich noch steigern sollte.
Die Globalisierung ist als politische und wirtschaftliche Krisenstrategie zu sehen, die aus dem Hintergrund der binnen- und weltwirtschaftlichen Krisenerscheinung Ende der 60er – Mitte der 70er Jahre entstanden ist. Die Krisenzeit beinhaltete eine Sättigung der Märkte für standardisierte Massengüter, zunehmende internationale Konkurrenz, Wachstumsschwankungen, Grenzen der Produktivitätssteigerung aufgrund der Übersättigung, sowie weltwirtschaftliche Turbolenzen, wie die Krise des Dollars als Weltgeld und die Ölkrise. Bei vielen Ländern ist die Erwerbslosigkeit und die Staatsschulden stark angestiegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage, in der die Globalisierung einerseits als Chance, andererseits als kapitalistisches System mit sozialen Defiziten beschrieben wird.
2. Der Globalisierungsprozess: Untersuchung der historischen Entwicklung der Welthandelsintegration und der Rolle transnationaler Konzerne als Krisenstrategie.
3. Geschichte der Globalisierung: Rückblick auf die Ursprünge des Welthandelssystems und die Entstehung von GATT, WTO und IWF.
4. Erläuterung des Begriffs „Globalisierung“: Analyse unterschiedlicher Facetten und Auslegungen des Begriffs anhand verschiedener Definitionen.
5. Absichten und Folgen im „Sinne der Globalisierung“: Darstellung der Ziele von GATT und WTO sowie der kritischen Hinterfragung dieser Ziele aus Sicht der Kritiker.
6. Geschichte des „Globalen Widerstandes“: Überblick über die Entstehung und Entwicklung der globalisierungskritischen Bewegung von den achtziger Jahren bis heute.
7. Wer sind die Kritiker der Globalisierung?: Vorstellung der heterogenen Gruppierungen, die sich gegen die derzeitige Form der Globalisierung stellen.
8. Kritik an der neoliberalen Globalisierung: Zusammenfassung der Hauptkritikpunkte an WTO, IWF und Weltbank sowie deren Einfluss auf die Märkte.
9. Alternativen zur neoliberalen Globalisierung: Darstellung von Visionen und Reformvorschlägen, wie etwa der Tobin-Steuer und einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung.
10. Epilog: Fazit zur notwendigen Balance zwischen freiem Welthandel und sozialer Verantwortung.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Neoliberalismus, Welthandel, WTO, IWF, Globalisierungskritik, soziale Gerechtigkeit, Tobin-Steuer, Kapitalismus, Entwicklungsländer, Finanzmärkte, Widerstand, Weltwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Prozess der Globalisierung, seine historischen Wurzeln und die damit verbundene Kritik durch verschiedene soziale Bewegungen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die Welthandelspolitik, die Rolle transnationaler Konzerne, soziale Auswirkungen der Liberalisierung und der Widerstand gegen neoliberale Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Licht in die aktuelle Debatte um Globalisierung zu bringen, indem sowohl die Befürworter- als auch die Kritiker-Seite beleuchtet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich unterschiedlicher Definitionen und Perspektiven zur Globalisierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die Zielsetzungen der Welthandelsabkommen sowie die Argumente und Visionen der Globalisierungskritiker.
Welche Keywords charakterisieren die Publikation?
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Globalisierung, WTO, Neoliberalismus, soziale Gerechtigkeit, Tobin-Steuer und Widerstand.
Welche Rolle spielen die USA laut dem Text bei der Entstehung des Welthandelssystems?
Die USA verhinderten durch Widerstände das Inkrafttreten der ITO und setzten stattdessen das GATT-Abkommen durch.
Was fordern Globalisierungskritiker konkret als Alternative?
Sie fordern unter anderem die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (Tobin-Steuer), Schuldenerlasse für Entwicklungsländer und den Schutz sozialer Dienstleistungen vor Privatisierung.
- Quote paper
- Peter Niemeier (Author), 2003, Globalisierung und ihre Alternativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27359