In diesem Unterrichtsentwurf findet sich eine Religionsstunde zum Thema Arbeit & Beruf mit Material.
Ausgehend von der schlechten Platzierung bei einem Berufsranking wird der positive Stellenwert des Friseurberufes anhand der Denkschrift der EKD „Handwerk als Chance“ erarbeitet. In Auszügen werden theologische und christliche Dimensionen zum Thema sachgerecht eröffnet und miteinander verknüpft. Abschließend findet ein Transfer auf den eigenen Beruf statt. Die Lernenden sollen so aufkommender Kritik an ihrem Beruf argumentativ begegnen können.
Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtsbesuch im Evangelische Religionslehre
2. Bezugsrahmen
2.1 Bezug zu den Lehrplänen und zu der didaktischen Jahresplanung
3. Aussagen zur Lerngruppe
4. Zielführung der Unterrichtseinheit
5. Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Auszubildenden des Friseurhandwerks eine positive theologisch-christliche Perspektive auf ihren Berufsstand zu vermitteln, um aufkommender Kritik und einer geringen gesellschaftlichen Wertschätzung argumentativ begegnen zu können.
- Reflexion des Stellenwerts des Friseurberufs im gesellschaftlichen Kontext.
- Auseinandersetzung mit christlichen und theologischen Dimensionen von Arbeit anhand der EKD-Denkschrift "Handwerk als Chance".
- Erarbeitung der historischen und biblischen Hintergründe zum Arbeitsbegriff (Luther, Neues Testament).
- Förderung der beruflichen Identität und Stärkung des Selbstwertgefühls durch fachliche Argumentationshilfen.
Auszug aus dem Buch
Handwerk als Chance
In der Denkschrift zum Handwerk setzt die EKD unter anderem einen historischen Schwerpunkt. Sie zeigt Bezüge zur Reformation im 16. Jahrhundert auf.
Die Predigten des Reformators Martin Luther wurden von den Handwerkern in den Städten mit großer Begeisterung aufgenommen. Luther hat die Berufung durch Gott zum Dienst sehr entschlossen auf die alltäglichen Tätigkeiten übertragen. Das Wort Beruf stammt dadurch von ihm. Der Reformator betont dabei immer wieder die Gleichwertigkeit zwischen den Berufen. Er unterscheidet beispielhaft nicht zwischen einem Schuster oder Schmied und Priestern oder Bischöfen. So ist seine Meinung in seiner Zeit von allen Ständen, besonders aber von den Handwerkern mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen worden. Was der Mensch in seinem Beruf tut, bekommt seine Bewertung allein dadurch, wieweit es der Gemeinschaft und dem Nächsten nützt oder schadet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unterrichtsbesuch im Evangelische Religionslehre: Hier werden die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Beteiligten sowie das Thema der Unterrichtsreihe und der spezifischen Stunde detailliert aufgelistet.
2. Bezugsrahmen: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtseinheit in den offiziellen Lehrplänen, der Ausbildungsordnung und der didaktischen Jahresplanung des Berufskollegs.
3. Aussagen zur Lerngruppe: Hier erfolgt eine soziologische Analyse der Klasse FRI1A hinsichtlich Alter, Geschlecht, Konfession und Leistungsniveau.
4. Zielführung der Unterrichtseinheit: Dieser Abschnitt formuliert die pädagogische Absicht, den Lernenden durch theologische Argumente eine Stärkung ihres beruflichen Selbstverständnisses zu ermöglichen.
5. Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit: Diese detaillierte Planung gliedert die Stunde in Einstieg, Erarbeitung, Sicherung und Transfer und ordnet jedem Schritt Methoden, Medien und Sozialformen zu.
Schlüsselwörter
Evangelische Religionslehre, Friseurhandwerk, Berufsverständnis, EKD, Handwerk als Chance, Martin Luther, Arbeit, Berufung, christliche Ethik, Identitätsstärkung, Handwerksberufe, Religionspädagogik, Berufsschule, gesellschaftliche Wertschätzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Planung und didaktische Konzeption eines Unterrichtsbesuchs im Fach Evangelische Religionslehre an einem Berufskolleg für Auszubildende im Friseurhandwerk.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die ethische und religiöse Bewertung von Arbeit, das berufliche Selbstverständnis von Auszubildenden und die gesellschaftliche Wahrnehmung handwerklicher Berufe.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, den Auszubildenden zu helfen, ihren Beruf positiv zu reflektieren und Kritik an ihrer gesellschaftlichen Stellung durch fundierte Argumente auf Basis christlicher Traditionen zu begegnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodisch-didaktische Ansätze wie kooperatives Lernen, moderierte Gruppenarbeit, Mindmaps und der Einsatz von Denkschriften zur Erarbeitung von Sachtexten genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Verlaufsplanung, die theoretische Anbindung an offizielle Lehrpläne sowie die spezifische didaktische Aufarbeitung der EKD-Denkschrift "Handwerk als Chance".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Berufung, gesellschaftliche Wertschätzung, christliches Handwerksverständnis und die Identitätsstärkung in dualen Ausbildungsgängen.
Warum spielt die Denkschrift der EKD eine so wichtige Rolle?
Sie dient als theologische Basis, um den Auszubildenden eine historisch und biblisch fundierte Aufwertung ihrer täglichen Arbeit zu vermitteln.
Wie gehen die Lernenden mit der Genderproblematik um?
Dies ist ein geplanter Bestandteil einer späteren Unterrichtsstunde der Reihe ("Mein Beruf ist ein Wagnis"), in der die Rolle von Männern im Friseurberuf thematisiert wird.
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- Bachelor Bettina Schmidt (Author), 2014, Unterrichtsentwurf Religion. Arbeit & Beruf. "Mein Beruf ist ein Segen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273640