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Organisation und Finanzierung der Verwaltung

Title: Organisation und Finanzierung der Verwaltung

Term Paper , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Johannes Bullmann (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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Im Rahmen dieser Ausarbeitung werden die Begrifflichkeiten des ‚Bürokratieabbaus’ und der ‚öffentlich-privaten Partnerschaften’ zunächst erläutert und dann in einem gemeinsamen Kontext diskutiert.

Der Begriff des Bürokratieabbaus ist - salopp gesagt - etwa so alt wie die moderne Verwaltung. Der Begriff wird nicht trennscharf verwendet; er steht einerseits im Kontext von Verwaltungsreform und -modernisierung und andererseits im Kontext der Straffung behördlicher Strukturen und der Vereinfachung von Prozessen mit dem Ziel der Reduktion staatlichen Einflusses.

Öffentlich-privaten Partnerschaften geht es darum, dass bestimmte Leistungen, die üblicherweise die öffentliche Hand allein erbringt, in Kooperation mit privaten Akteuren erbracht werden um die eigentliche Bereitstellung der Leistung dauerhaft und effizient zu sichern.

Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Konzepten ist, dass sie - gemeinsam mit diversen anderen Ansätzen, Maßnahmen und Verfahren - beide mehr oder weniger dem Begriff der Verwaltungsreform zuzuordnen sind. Verwaltungsreform ist kein Ereignis, sondern ein „ständiger Entwicklungsprozess“. (Beyer et. al., 2003, S. 221). Sie bezeichnet geplante Veränderungen von organisatorischen, rechtlichen, personellen und fiskalischen Strukturen der Verwaltung (Bogumil, 2006, S. 1). In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland lassen sich verschiedene Phasen von Reformschüben in der Verwaltung nachweisen, in deren Verlauf Bürokratieabbau und öffentlich-private Partnerschaften in unterschiedlichem Maße - neben anderen Instrumenten - Anwendung fanden.

Im Folgenden werden beide Begriffe erläutert und in den Kontext der Verwaltungsreform oder -modernisierung eingeordnet. Dann werden die Grenzen - aber auch die Notwendigkeiten - beider Ansätze aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Erklärung des Begriffes „Bürokratieabbau“

3. Erklärung des Begriffes „Öffentlich-private Partnerschaften“

4. Bürokratieabbau und öffentlich-private Partnerschaften im Kontext der Verwaltungsreform und -modernisierung

5. Bedingungen und Grenzen

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konzepte des Bürokratieabbaus und der öffentlich-privaten Partnerschaften als zentrale Instrumente der Verwaltungsmodernisierung, ordnet diese historisch ein und beleuchtet ihre gegenseitigen Bedingungen sowie ihre Grenzen im Verwaltungshandeln.

  • Historische Einordnung der Verwaltungsreformphasen in Deutschland
  • Funktionsweisen und Typologien öffentlich-privater Partnerschaften
  • Kritische Analyse des Bürokratieabbaus als politisches Schlagwort
  • Bedingungen und Grenzen der Kooperation zwischen Verwaltung und Privatwirtschaft
  • Zukunftsperspektiven der Verwaltungsmodernisierung unter wirtschaftlichem Druck

Auszug aus dem Buch

2. Erklärung des Begriffes „Bürokratieabbau“

Bürokratie ist eine „bestimmte Organisationsform - mit Hierarchie, strikten Regeln, ausgebildetem Personal -, die auch in der Privatwirtschaft häufig anzutreffen ist. Problematisch ist die Überbürokratisierung“ (Treffer, 2003, S. 247-248). Eine solche Entwicklung zur Überbürokratisierung beinhaltet diverse Gefahren für ein demokratisches Gemeinwesen und ist mit Begriffen wie ‚Beamtenherrschaft’, ‚Buchstabenklauberei’, ‚Beamtenkaste’ und anderen Ausdrücken eng verbunden.

Kurzum: Der Bürokratie wird von ihren Kritikern vorgeworfen, Reibungsverluste zu generieren, die einen volkswirtschaftlichen Schaden darstellen. Entsprechend gilt „Bürokratieabbau […] vielen als ein Patentrezept zur Belebung der Wirtschaft.“ (Bull, 2005, S. 228) Dies wiederum führt dazu, dass der Begriff ‚Bürokratieabbau’ immer wieder politisch motiviert verwendet wird. Dadurch werden Fehlentwicklungen in Staat und Gesellschaft der Verwaltung zugeschrieben; es herrscht eine gewisse ‚Meinungsmache’ (Bull, 2005, S. 228).

Solchen Pauschalisierungen ist entgegenzuhalten, dass diejenigen Länder mit der höchsten verwaltungstechnischen Regelungsdichte - Bürokratie - genau diejenigen Systeme der nördlichen Hemisphäre sind, die wirtschaftlich am weitesten entwickelt sowie demokratisch organisiert und legitimiert sind (Treffer, 2003, S. 249).

Bürokratie ist kein Selbstzweck. Sie entsteht aus der Notwendigkeit einer Reaktion auf eine bestimmte Entwicklung. So sind etwa Behörden für Telekommunikation oder das Eisenbahnwesen die Reaktionen auf technische Entwicklungen und deren Verbreitung. Mit der Liberalisierung derartiger Märkte entsteht wiederum die Notwendigkeit einer Regulierung, die wiederum ein ‚Mehr’ an Bürokratie erforderlich macht. Neben derartigen äußeren Faktoren gibt es aber auch innere Faktoren, die das Ausmaß an Regelungen und Organisationseinheiten fördern. Ganz allgemein lässt sich dies mit berechtigten oder unberechtigten Misstrauen gegenüber der Verwaltung erklären.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit erläutert die Begrifflichkeiten des Bürokratieabbaus sowie der öffentlich-privaten Partnerschaften und bettet diese in den Kontext der Verwaltungsreform ein.

2. Erklärung des Begriffes „Bürokratieabbau“: Dieses Kapitel definiert Bürokratie, hinterfragt die Kritik an ihr und zeigt sinnvolle Bereiche für einen Abbau unter Berücksichtigung der Grenzen auf.

3. Erklärung des Begriffes „Öffentlich-private Partnerschaften“: Hier werden Public Private Partnerships als Konzept zur Steigerung der Handlungsfähigkeit der Verwaltung vorgestellt und nach funktionalen Typen differenziert.

4. Bürokratieabbau und öffentlich-private Partnerschaften im Kontext der Verwaltungsreform und -modernisierung: Das Kapitel ordnet beide Instrumente in die historischen Phasen der Verwaltungsreform in Deutschland ein.

5. Bedingungen und Grenzen: Es wird analysiert, inwiefern sich beide Ansätze gegenseitig bedingen, welche Anforderungen sie an die Verwaltung stellen und wo die Grenzen der Kooperation liegen.

6. Ausblick: Das Kapitel skizziert künftige Herausforderungen für die Verwaltung, wie demographischen Wandel und Finanzkrisen, die einen weiteren Reformdruck erzeugen.

Schlüsselwörter

Bürokratieabbau, Öffentlich-private Partnerschaften, Public Private Partnership, Verwaltungsreform, Verwaltungsmodernisierung, Neuer Steuerungsmodell, New Public Management, Reformphasen, Staatshandeln, Privatisierung, Effizienz, Regelungsdichte, Kooperation, Selbstregulierung, Verwaltungsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Konzepten des Bürokratieabbaus und öffentlich-privater Partnerschaften als Instrumente der Verwaltungsreform.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung von Reformwellen, die Definition von PPP-Modellen und die kritische Auseinandersetzung mit Entbürokratisierungsbemühungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen dieser beiden Ansätze innerhalb der Verwaltungsmodernisierung aufzuzeigen und kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Recherchearbeit, die auf einer fundierten Auswertung bestehender Fachliteratur und einschlägiger Verwaltungsstudien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Begriffe, Typologien, historische Reformphasen der Bundesrepublik sowie die gegenseitigen Bedingungen und Grenzen bei der Anwendung dieser Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Verwaltungsmodernisierung, Bürokratieabbau, Public Private Partnership, Reformphasen und Effizienzsteigerung.

Warum wird Bürokratie in der Arbeit nicht nur negativ betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass Bürokratie kein Selbstzweck ist, sondern oft aus der Notwendigkeit entsteht, auf komplexe gesellschaftliche oder technische Entwicklungen zu reagieren.

Welche Rolle spielt das Neue Steuerungsmodell in der Arbeit?

Das Neue Steuerungsmodell wird als ein Leitbild der 90er Jahre eingeordnet, dessen betriebswirtschaftliche Umsetzung in der Verwaltung heute teils als gescheitert betrachtet wird.

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Details

Title
Organisation und Finanzierung der Verwaltung
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,7
Author
Johannes Bullmann (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V273662
ISBN (eBook)
9783656659914
ISBN (Book)
9783656659907
Language
German
Tags
organisation finanzierung verwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Bullmann (Author), 2012, Organisation und Finanzierung der Verwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273662
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