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Anwendungspotentiale von Poka Yoke im Qualitätsmanagement zur Produktionsprozessoptimierung bei unterschiedlichen Betriebstypologien

Titel: Anwendungspotentiale von Poka Yoke im Qualitätsmanagement zur Produktionsprozessoptimierung bei unterschiedlichen Betriebstypologien

Bachelorarbeit , 2014 , 45 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Miriam Schubert (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Themengebiet Total Quality Management, insbesondere dem Poka Yoke Konzept, auseinander und analysiert in diesem Zuge dessen Anwendungspotentiale zur Produktionsprozessoptimierung bei unterschiedlichen Betriebstypologien.

„Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum“ - zu Deutsch: "Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch", diese Weisheit impliziert bereits die Erhebung eines Null-Fehler-Standards. Eine Nullprozentige Fehlerrate ist für die Mehrheit der Menschen in Bezug auf ihre Arbeit gänzlich utopisch und unerreichbar. Denn viele glauben, Fehler seien nicht eliminierbar und infolgedessen werden allgemeine Missstände durch den Menschen nicht nur toleriert, sondern tatsächlich vermutet. Dieser Umstand ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass davon ausgegangen wird, das Management kalkuliere eine erwiesene Quantität an Fehlern ohnehin mit ein. Im privaten Leben hingegen werden Fehler in keinster Weise geduldet. Es wird erwartet, dass die Bremse des Autos bei 100 Bremsvorgängen auch 100 Mal funktioniert. Es existiert eine eklatante Diskrepanz zwischen dem, was gefordert wird und dem, was man selbst zu erfüllen bereit ist. Versetzt man sich jedoch in die Lage des Kunden, müsste man ebenfalls nach einem Null-Fehler-Standard seiner eigenen Arbeit trachten. Ein Null-Fehler-Standard ist ein realisierbares Ziel.

Die Einstellung der Menschen bezüglich Fehlern benötigt einen umfangreichen Wandel: Die breite Akzeptanz der Existenz von Fehlerzuständen bedarf einer Sensibilisierung dahingehend, dass Fehler ein Versagen kennzeichnen und simultan einer Motivierung dahingehend, dass es durchaus realisierbar ist, Fehler gänzlich zu eliminieren. Es bedarf eines Konzeptes, das menschliche Fehlhandlungen, die mitunter zu fehlerhaften Erzeugnissen führen können, präventiv unterbindet. Diesen Beitrag versucht die Total Quality Management Strategie Poka Yoke zu leisten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Thematische Hinführung und Herleitung der Fragestellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Total Quality Management

2.1 Ziele und Anforderungen

2.2 Total Quality Management-Strategien

2.2.1 KAIZEN

2.2.2 Six Sigma

2.2.3 Bemerkungen TQM-Strategien

3. Poka Yoke als Konzept zur Produktionsprozessoptimierung

3.1 Grundlagen des Poka Yoke-Konzepts

3.1.1 Orientierungen von Poka Yoke

3.1.2 Poka Yoke in der Qualitätslenkung und -prüfung

3.1.3 Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) zur Unterstützung des Null-Fehler-Programms

3.2 Produktionsprozessqualität durch Poka Yoke

3.2.1 Der Produktionsprozess: Theoretische Grundlagen

3.2.2 Prozessoptimierung

3.2.3 Einflussgrößen auf den Prozess

3.3 Ableitung von Poka Yoke Lösungen

3.3.1 Methodischer Ablauf

3.3.2 Praxisbeispiele

4. Anwendungspotentiale bei unterschiedlichen Betriebstypologien

4.1 Theoretische Grundlagen unterschiedlicher Fertigungstypen

4.1.1 Fertigungstyp 1: Klassische Massenfertigung

4.1.2 Fertigungstyp 2: Auftragsorientierte Einzelfertigung

4.1.3 Fertigungstyp 3: Serienfertigung

4.2 Eignung bei unterschiedlichen Fertigungstypen

4.2.1 Fertigungstyp 1: Klassische Massenfertigung

4.2.2 Fertigungstyp 2: Auftragsorientierte Einzelfertigung

4.2.3 Fertigungstyp 3: Serienfertigung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Total Quality Management (TQM) mit einem besonderen Fokus auf das Poka Yoke-Konzept. Ziel ist es, die Optimierungspotentiale von Poka Yoke im Hinblick auf Produktionsprozesse bei verschiedenen Fertigungstypen des verarbeitenden Gewerbes zu analysieren und zu bewerten.

  • Grundlagen des Total Quality Managements (TQM) und seiner Strategien (KAIZEN, Six Sigma)
  • Methodische Konzeption und Anwendung von Poka Yoke zur präventiven Fehlervermeidung
  • Einfluss von Produktionsprozessqualität und Prozessoptimierung
  • Analyse und Vergleich der Einsatzmöglichkeiten von Poka Yoke bei unterschiedlichen Fertigungstypen (Massen-, Einzel-, Serienfertigung)

Auszug aus dem Buch

3.3.2. Praxisbeispiele

„Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, die Holz beschaffen [...], sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer.“

Antoine de Saint Exupéry

Die nachfolgenden Beispiele sollen die Relevanz von Poka Yoke Lösungen in verschiedenen Bereichen demonstrieren. Abb. 7 visualisiert eine Poka-Yoke-Lösung für die Problematik von Bearbeitungsfehlern auf einer Mehrspindel-Bohrmaschine: Vor der Verbesserung können fehlerhafte oder nicht geschnittene Gewinde nur durch die Mitarbeiter entdeckt werden. Durch den Einsatz von Endschaltern kommt es nach der Verbesserung zum Stoppen der Maschine, sobald ein oder mehrere Schalter nicht betätigt werden:

Poka Yoke Lösungen begegnen auch dem „Otto Normalverbraucher“ in zahlreichen, alltäglichen Lebenssituationen: In Deutschland geben Bankautomaten bei Geldabhebungsvorgängen beispielsweise das Geld erst heraus, nachdem die Karte entnommen wurde – diese vorgegebene Reihenfolge verhindert das Vergessen der Geldkarte. Bei Mobiltelefonen und Smartphones kann die SIM-Karte aufgrund ihrer Form nur in korrekter Ausrichtung eingelegt werden und unterbindet so eine Beschädigung der SIM-Karte durch menschliche Fehlhandlung; ein ähnliches Prinzip gilt beim Einlesen eines USB-Sticks. Bei Sicherheitsgurten in Pkws wird durch die Poka-Yoke-Vorrichtung asymmetrischer Rastnasen eine seitenverkehrte Montage verhindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Themengebiet TQM und Poka Yoke ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Optimierung von Produktionsprozessen bei verschiedenen Fertigungstypen.

2. Total Quality Management: Es werden Grundlagen des TQM sowie die Strategien KAIZEN und Six Sigma vorgestellt und miteinander verglichen.

3. Poka Yoke als Konzept zur Produktionsprozessoptimierung: Dieses Kapitel erläutert das Poka Yoke-Konzept als präventive Fehlervermeidungsmethode, integriert Ansätze wie FMEA und definiert einen methodischen Ablauf zur Implementierung.

4. Anwendungspotentiale bei unterschiedlichen Betriebstypologien: Hier werden die Anwendungs- und Nutzungspotentiale von Poka Yoke für die Massen-, Einzel- und Serienfertigung systematisch analysiert und gegenübergestellt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Flexibilität sowie die Grenzen des Poka Yoke-Konzepts im unternehmerischen Kontext.

Schlüsselwörter

Total Quality Management, Poka Yoke, Produktionsprozessoptimierung, Null-Fehler-Programm, KAIZEN, Six Sigma, Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse, FMEA, Massenfertigung, Einzelfertigung, Serienfertigung, Prozessmanagement, Prozessqualität, präventive Fehlervermeidung, Qualitätslenkung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Managementkonzept Total Quality Management mit einem speziellen Fokus auf die Poka Yoke-Methode und deren Anwendungsmöglichkeiten zur Optimierung von Produktionsabläufen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements, verschiedene TQM-Strategien, Methoden der Prozessoptimierung sowie die spezifische Anwendung und Analyse von Poka Yoke in unterschiedlichen Fertigungsumgebungen ab.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Optimierungspotentiale das Poka Yoke-Konzept für die Produktionsprozesse in verschiedenen Fertigungstypen des verarbeitenden Gewerbes bietet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Fachliteratur sowie einen modellhaften Vergleich der Anwendungsbereiche von Poka Yoke auf Basis definierter Kriterien wie Fertigungsorganisation und Komplexität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der TQM-Strategien, die detaillierte Definition des Poka Yoke-Konzepts inklusive methodischer Abläufe und eine differenzierte Analyse der Anwendungs- und Nutzungspotentiale für verschiedene Betriebstypologien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Total Quality Management, Poka Yoke, Produktionsprozessoptimierung, Null-Fehler-Programm, Prozessmanagement sowie die verschiedenen betrachteten Fertigungstypen.

Wie unterscheidet sich die Anwendbarkeit von Poka Yoke in der Massenfertigung von der Einzelfertigung?

In der Massenfertigung ist aufgrund der hohen Standardisierung und Wiederholrate vor allem das prozessorientierte Poka Yoke prädestiniert, während in der Einzelfertigung das produktorientierte Poka Yoke bei der Konstruktionsvereinfachung eine größere Rolle spielt.

Was ist das Hauptargument gegen die Einführung von Poka Yoke?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass die Methode lediglich eine elementare Betrachtungsweise bietet und sich Mitarbeiter durch Poka Yoke-Lösungen entmachtet oder in hohem Maße abhängig fühlen können, was zu Frustration oder Demotivation führen kann.

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Details

Titel
Anwendungspotentiale von Poka Yoke im Qualitätsmanagement zur Produktionsprozessoptimierung bei unterschiedlichen Betriebstypologien
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Operations and Supply Chain Management
Note
2,0
Autor
Miriam Schubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
45
Katalognummer
V273723
ISBN (eBook)
9783656670667
ISBN (Buch)
9783656670650
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitätsmanagement Produktion Prozessoptimierung Poka Yoke
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Miriam Schubert (Autor:in), 2014, Anwendungspotentiale von Poka Yoke im Qualitätsmanagement zur Produktionsprozessoptimierung bei unterschiedlichen Betriebstypologien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273723
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Leseprobe aus  45  Seiten
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