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Clausewitz' Definition von Krieg und ihre Überwindung durch neue Konflikte

Titel: Clausewitz' Definition von Krieg und ihre Überwindung durch neue Konflikte

Hausarbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Matthias Jessen (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit untersucht die klassischen, strategischen Ansätze von Clausewitz im Bezug auf Kriegsführung und setzt diese ins Verhältnis mit der Gestalt zeitgenössischer Kriege. Alte und symmetrische Kriege werden hinsichtlich ihres Zieles, ihres Zwecks, ihrer Mittel und ihrer Legitimation untersucht. Die Punkte Staatenzerfall, Entstaatlichung des Krieges und Digitalisierung werden unter dem Gesichtspunkt der neuartigen Kriege beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Alte Kriege

2.1 Verstaatlichte Gewalt – Krieg als legitime Strategie

2.2 Staatliche Kriegsführung – Ziel, Zweck und Mittel

2.3 Symmetrie des Krieges

3. Neue Kriege

3.1 Staatenzerfall als eine Ursache

3.2 Kriegszustand und Kriegshandlung

3.3 Entstaatlichung - Gestalt der neuen Kriege

3.4 Motivation und Zielverfolgung

3.5 Asymmetrie des Krieges

3.6 Neue Kriege und alte Strategien

4. Clausewitz in der modernen Kriegsführung - Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die von Carl von Clausewitz definierten Konzepte von Krieg und strategischer Kriegsführung auf heutige, als "Neue Kriege" bezeichnete Konflikte anwendbar sind und ob sie vor dem Hintergrund moderner politischer Realitäten noch Gültigkeit besitzen.

  • Historische Einordnung der "Alten Kriege" nach Clausewitz
  • Charakteristika und Dynamiken der "Neuen Kriege"
  • Rolle von Staatenzerfall und Entstaatlichung der Gewalt
  • Veränderung von Motivation und Zielsetzung in modernen Konflikten
  • Asymmetrie und die Herausforderung für klassische Strategien

Auszug aus dem Buch

3.3 Entstaatlichung - Gestalt der neuen Kriege

Wo sich früher in den „alten Kriegen“ deutliche Konfliktlinien abgezeichnet haben und es zumeist zwei Staaten waren, die untereinander Krieg führten und deren Staatsgrenzen zugleich sich verschiebende Fronten darstellten, so gibt es heutzutage die unterschiedlichsten regionalen und innerstaatlichen Konfliktherde. In Form von Bürgerkriegen oder weltweit operierenden Terrornetzwerken haben die Staatsgrenzen ihre einst wichtige, territoriale Form und Funktion verloren.

Überhaupt lässt sich beobachten, dass die Gewalt und die Brutalität in den „neuen Kriegen“ zugenommen haben. Unter Berücksichtigung des historischen Fortschritts in Bezug auf Moral und Ethik haben Bürgerkriege und Völkermorde eine neue und fast schon rückschrittliche Dimension der Gewalt erreicht. Zunehmend kommt es zu Massenvergewaltigungen und zur Hinrichtung der eigenen, wehrlosen Zivilbevölkerung. Standen sich in der Zeit von Clausewitz noch zwei militarisierte Exekutiven gegenüber, so kam es bspw. im Fall von Srebrenica (1995, Bosnien und Herzegowina) zu einem Kriegsverbrechen durch das serbische Paramilitär an den bosnischen Muslimen. 8.000 Zivilisten wurden hierbei umgebracht und in Massengräber verscharrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Kriegsführung von klassischen Staatenkriegen hin zu globalen, komplexen Konflikten und leitet die Forschungsfrage zur Relevanz von Clausewitz in der Gegenwart her.

2. Alte Kriege: Dieses Kapitel erläutert Clausewitz’ Verständnis von Krieg als funktionales Instrument der Politik, das durch symmetrische Machtverhältnisse und klare staatliche Zielsetzungen geprägt war.

3. Neue Kriege: Hier werden die Merkmale moderner Konflikte analysiert, wie Staatenzerfall, asymmetrische Gewalt, das Fehlen klarer politischer Ziele und die Entstaatlichung der Kriegsführung.

4. Clausewitz in der modernen Kriegsführung - Schlussbetrachtung: Das Schlusskapitel diskutiert die Friktion als verbindendes Element und zieht das Fazit, dass Clausewitz’ Grundlagen zwar in ihrer Natur bestehen bleiben, aber einer Modernisierung bedürfen, um die neuen Konfliktformen zu erfassen.

Schlüsselwörter

Clausewitz, Neue Kriege, Alte Kriege, Strategie, Kriegsführung, Politik, Staatenzerfall, Entstaatlichung, Asymmetrie, Friktion, Gewalt, Konfliktforschung, Internationale Beziehungen, Warlords, Terrorismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel von der klassischen Kriegsführung des 19. Jahrhunderts hin zu modernen Konfliktformen und hinterfragt dabei die Aktualität der Strategietheorie von Carl von Clausewitz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von "Alten" versus "Neuen Kriegen", die Bedeutung von Staatsmonopolen auf Gewalt, die Rolle von Akteuren wie Warlords oder Terrornetzwerken sowie das Konzept der Friktion.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob die Definitionen von Krieg und strategischer Führung nach Clausewitz in der heutigen Zeit noch Gültigkeit besitzen und auf moderne, international geprägte Konflikte angewandt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ideengeschichtlichen Analyse und einem theoretischen Vergleich zwischen klassischen strategischen Konzepten und zeitgenössischen politikwissenschaftlichen Definitionen von Kriegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Clausewitz’schen Theorie und die Gegenüberstellung mit den Merkmalen "Neuer Kriege", wobei insbesondere auf Staatenzerfall, Asymmetrie und veränderte Gewaltmuster eingegangen wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Clausewitz, Neue Kriege, Entstaatlichung, Friktion, Asymmetrie und strategische Kriegsführung definiert.

Wie bewertet der Autor die Anwendbarkeit von Clausewitz’ Begriff der Friktion heute?

Der Autor argumentiert, dass Friktion als Konzept in der chaotischen, vernetzten Welt von heute sogar noch an Bedeutung gewonnen hat, da die Vorhersehbarkeit von Konflikten weiter abgenommen hat.

Welchen Stellenwert räumt die Arbeit der staatlichen Souveränität ein?

Die staatliche Souveränität wird als zentraler Pfeiler für die "Alten Kriege" identifiziert, deren Erosion – etwa durch Staatenzerfall oder die Privatisierung der Gewalt – maßgeblich zur Entstehung der "Neuen Kriege" beiträgt.

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Details

Titel
Clausewitz' Definition von Krieg und ihre Überwindung durch neue Konflikte
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Politische Theorie und Ideengeschichte
Note
2,7
Autor
Matthias Jessen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V273751
ISBN (eBook)
9783656664789
ISBN (Buch)
9783656665052
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krieg Strategie Ideen Politik Geschichte Clausewitz Carl von neue Kriege Asymmetrie Kriegsführung Taktik Staatenzerfall Legitimation von Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Jessen (Autor:in), 2012, Clausewitz' Definition von Krieg und ihre Überwindung durch neue Konflikte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273751
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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