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Johann Gustav Droysens Geschichtstheorie

Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft

Titel: Johann Gustav Droysens Geschichtstheorie

Klassiker , 2014 , 19 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Luca Brandt (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Johann Gustav Droysen ist der wichtigste Geschichtstheoretiker des 19. Jahrhunderts. In seiner "Historik" entwickelte er als erster ein System, dass die theoretischen und praktischen Grundlagen der Geschichtswissenschaft systematisch erfasst. Diese Arbeit nun stellt Droysens Gerschichtstheorie kurz in ihren wichtigsten Aspekten vor und bezieht sich dabei auf die Primärquellen wie auch auf die wichtige Sekundärliteratur.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geistige Einflüsse und Voraussetzungen in Droysens Denken

3. Das Wesen der Geschichte

3.1 Das historische Forschen und seine Grundbedingungen

3.2 Das historische Material und sein morphologischer Charakter

3.3 Die historische Methode und die geschichtliche Welt

4. Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die theoretischen Grundzüge der Geschichtstheorie von Johann Gustav Droysen systematisch zu skizzieren und darauf aufbauend das Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft innerhalb seines Werkes zu untersuchen, wobei insbesondere die Frage nach dem Zusammenspiel von freiem Handeln und gesellschaftlichen Strukturen im Mittelpunkt steht.

  • Die theoretisch-philosophischen Überlegungen in Droysens "Historik".
  • Abgrenzung der Geschichtswissenschaft von den Naturwissenschaften.
  • Untersuchung der historischen Methode: Heuristik, Kritik und Interpretation.
  • Die Rolle des Historikers als Schöpfer eines Abbildes der Vergangenheit.
  • Das Spannungsfeld zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlicher Determination.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das historische Forschen und seine Grundbedingungen

Was aber nun ist Geschichte? Um diese Frage zu klären, müssen wir zunächst einige der Grundbedingungen in Droysens Geschichtstheorie betrachten. Droysen selbst stellt zu Beginn der „Vorlesungen über die Theorie der Geschichtswissenschaft in propädeutischer Absicht“ fest, dass bis auf seine Tage, d.h. bis 1857, die Geschichtswissenschaft es nicht fertig gebracht habe, eine überzeugende Selbstdefinition aufzustellen. Das betrifft sowohl den Gegenstand, den die Wissenschaft der Geschichte erforscht, als auch die Methoden, die zu dieser Erforschung angewendet werden müssen. Soll sie sich vor allem als Kunst verstehen, die aufgrund historischer Fakten die Menschheit erzieht? So sieht es Schiller, der besonders den Vorbildcharakter der Geschichte hervorhebt, wie auch der von Droysen hoch verehrte Wilhelm von Humboldt. Droysen stellt diese Frage rhetorisch, um sie zunächst unbeantwortet zu lassen, um sodann den einzigen Grundcharakter der Geschichte zu bezeichnen, auf den sich alle Forscher einigen können: „Allerdings nennen wir die Geschichte objektiv einen Verlauf von Dingen“. Der konstitutive Charakter der Geschichte ist also das Nacheinander, der Prozess, der Ablauf, kurz: die Zeit. Nur in der Zeit gibt es ein Nacheinander, einen Ablauf; ohne Zeit gibt es auch keine Geschichte. Ist also die Geschichte alles Vergangene bzw. ist alles Vergangene Geschichte? Nein. Denn die Vergangenheit, ist qua Definition, vergangen. Daraus folgt, dass es auch dem Historiker, wie Menschen überhaupt, unmöglich ist, die Vergangenheit wiederzubeleben, zu rekonstruieren oder anderweitig auferstehen zu lassen. Somit ist es nicht möglich die Vergangenheit als Ganzes der Gegenwart sichtbar zu machen. Was macht aber dann der Historiker, wenn er Vergangenes erforscht?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Droysens Bedeutung als Begründer einer theorieorientierten Historiographie und Darlegung des methodischen Ansatzes dieser Arbeit.

2. Geistige Einflüsse und Voraussetzungen in Droysens Denken: Analyse der philosophischen Grundlagen, insbesondere der Einflüsse von Idealismus, Hegel und Humboldt auf das Geschichtsverständnis Droysens.

3. Das Wesen der Geschichte: Untersuchung der zeitlichen Dimension von Geschichte, der Quellenlehre sowie der spezifischen historischen Methode des verstehenden Interpretierens.

4. Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft: Erörterung der Spannung zwischen dem freien individuellen Willen und den vorgegebenen gesellschaftlichen Strukturen.

5. Schluss: Resümee der theoretischen Ergebnisse und Hinweis auf die Notwendigkeit weiterer Forschung basierend auf der historisch-kritischen Gesamtausgabe.

Schlüsselwörter

Johann Gustav Droysen, Historik, Geschichtstheorie, Geschichtswissenschaft, Historismus, Hermeneutik, Quellenkritik, Verstehen, Individuum, Gesellschaft, Freiheit, freier Wille, Weltgeschichte, Dialektik, Struktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Geschichtstheorie von Johann Gustav Droysen, insbesondere im Hinblick auf sein Hauptwerk, die "Historik".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Geschichtswissenschaft, die methodischen Voraussetzungen der historischen Forschung und das Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Grundzüge von Droysens Geschichtsverständnis systematisch darzustellen und insbesondere seine Sicht auf das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Gebundenheit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen systematischen Ansatz, indem sie zentrale Begriffe und Thesen aus Droysens Vorlesungen und Schriften analysiert und mit dem wissenschaftlichen Kontext seiner Zeit sowie heutigen Diskursen in Verbindung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Droysens philosophische Einflüsse, das Wesen der Geschichte als zeitlicher Prozess, die Rolle der Quellenkritik und Interpretation sowie das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Historik, Hermeneutik, Verstehen, Quellenkritik und das Verhältnis von Handeln und Struktur charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich Droysens Geschichtsbegriff von Ranke?

Während für Ranke das Objektivitätsideal und die quellenkritische Rekonstruktion ("wie es eigentlich gewesen") im Zentrum stehen, betont Droysen die notwendige Rolle des Historikers als schöpferisch Interpretierender, der aus der Gegenwart heraus die Vergangenheit erst konstruiert.

Welche Rolle spielt Gott in Droysens Theorie?

Für Droysen ist die theologische Grundlage konstitutiv; der Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und mit einem freien Willen ausgestattet, wobei die Geschichte letztlich auf eine "Rückleitung der Schöpfung zu Gott" zusteuert.

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Details

Titel
Johann Gustav Droysens Geschichtstheorie
Untertitel
Das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1.0
Autor
Luca Brandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V273762
ISBN (eBook)
9783656664864
ISBN (Buch)
9783656664963
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Droysen Geschichte Theorie Geschichtstheorie Johann Gustav Droysen Ranke Sybel Treitschke Geschichtswissenschaft Historik Histoire Wissenschaft Rüsen Astholz Kritische Schule wie es eigentlich gewesen 19 19. Jahrhundert Buckle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luca Brandt (Autor:in), 2014, Johann Gustav Droysens Geschichtstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273762
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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