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Herausforderungen für deutsche Soldaten in Afghanistan

Expatriate Communities in der Diaspora

Title: Herausforderungen für deutsche Soldaten in Afghanistan

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Norman Richter (Author)

Communications - Intercultural Communication
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Auslandsentsendungen sind aus unserem gegenwärtigen Globalisierungsprozess nicht mehr wegzudenken. Es betrifft Fach- und Führungskräfte, welche als Entsandte die Aufgaben eines Unternehmens oder einer Organisation wahrnehmen. Der Fokus dieser Hausarbeit liegt jedoch auf den Expatriates. Sie bleiben meist für etwa drei Jahre in einem Residenzland, wodurch es einer speziellen Einsatzvor- und Nachbereitung bedarf. Am Beispiel der ostdeutschen ISAF Leitdivision in Leipzig wird anschließend geprüft. wie interkulturelle Herausforderungen entstanden, wie diese gelöst und wie diese im Resultat bewertet wurden. Für die Beantwortung der letzten Frage wurden mehrere Interviews mit Bundeswehrangehörigen durchgeführt. Im Kontext dieser Arbeit werdem Problemfelder der Praxis aufgezeigt und Zukunftsaussichten vorgestellt.
Bei den Expatriates gibt es enorme Abbrecherquoten. Zwischen 10 und 20 % von ihnen beenden ihren Auslandsaufenthalt vorzeitig. Etwa 33% erfüllen darüber hinaus nicht die Erwartungen des Unternehmens. 25% kündigen nach der Rückkehr ins Heimatland. Es stellt sich dadurch die Frage, wie ein erfolgreiches Management für berufsbedingte Auslandsentsendungen gestaltet werden kann. Anschließend werde ich außerdem die Frage vertiefen, inwieweit Diasporagemeinschaften diese Entwicklung stärken oder schwächen, worin Probleme der Gesellschaften liegen und welche Anforderungen an interkulturelle Kompetenzen zu stellen sind. In der Praxis wende ich die entstehenden Theorien auf Afghanistan an. Denn in Entwicklungsländern wie diesem steigen die Abbrecherquoten bis auf 70%.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diasporas und Expatriates

2.1 Diaspora

2.2 Expatriate Communities

2.3 Interaktion zwischen Expatriates und Diasporas

3. Afghanistan

3.1 Überblicksinformationen

3.2 Ethnien

3.3 Umgang mit Religion

3.4 Rolle der Frauen

3.5 Umgang mit Frauen

3.6 Aktuelle Entwicklung

3.7 Grundprobleme der Gesellschaften

3.7.1 Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft

3.7.2 Soziale Ungleichheit und Verhältnis zur Autorität

3.7.3 Vorstellungen von Maskulinität und Femininität

3.7.4 Umgang mit Konflikten und Unsicherheit

3.8 Human Development Index

4. Interkulturalität

4.1 Kulturelle Kommunikation

4.2 Interkulturelle Kompetenz

4.3 Strategien

4.4 Vor- und Nachbereitung

5. Interkulturellität in der Praxis

5.1 Anforderungen

5.2 Vorbereitungsphase

5.3 Einsatznachbereitung

5.4 Interview

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen von Expatriates im Kontext von Auslandsentsendungen am Beispiel des ISAF-Einsatzes in Afghanistan, wobei insbesondere die Rolle von Diasporagemeinschaften und interkulturellen Kompetenzen beleuchtet wird.

  • Theoretische Fundierung von Diaspora-Konzepten und Expatriate-Gemeinschaften.
  • Analyse der soziokulturellen Gegebenheiten und Grundprobleme der afghanischen Gesellschaft.
  • Untersuchung interkultureller Kommunikationsprozesse und notwendiger Kompetenzen für Auslandseinsätze.
  • Praktische Betrachtung der Einsatzvor- und Nachbereitung bei Bundeswehrangehörigen.
  • Empirische Einblicke durch Experteninterviews über Kulturschocks und Anpassungsstrategien.

Auszug aus dem Buch

2.2 Expatriate Communities

Reisen mehrere Expatriates in ein Residenzland, bilden sie häufig Gemeinschaften und Netzwerke. Sie sind eine Kontrastgruppe zu den klassisch bekannten Migranten, da sie anderen Grundbedingungen entstammen. Zu einem bestehen die Expatriaten oft aus einer gehobenen sozialen Schicht und zum anderen werden sie oft mit einer besseren Vergütung, als im Heimatland, gelockt. Nicht selten wird ihnen bei der Rückkehr ein höheres Ansehen oder ein beruflicher Aufstieg versprochen. Eine Expatriatensituation ist daher immer als ein Vorteil zu werten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik berufsbedingter Auslandsentsendungen ein, thematisiert hohe Abbrecherquoten und definiert den Fokus auf Afghanistan sowie die methodische Herangehensweise via Experteninterviews.

2. Diasporas und Expatriates: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten Diaspora und Expatriate Communities geklärt sowie deren wechselseitige Interaktionsmöglichkeiten und der Einfluss auf das Identitätsempfinden erörtert.

3. Afghanistan: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die afghanische Gesellschaft, beleuchtet Ethnien, Religion, die Rolle der Frau sowie zentrale gesellschaftliche Grundprobleme unter Berücksichtigung statistischer Indikatoren wie dem HDI.

4. Interkulturalität: Es erfolgt eine theoretische Einbettung in interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, wobei Strategien für den Umgang mit kulturellen Differenzen sowie die Bedeutung von Vor- und Nachbereitung für den Erfolg einer Entsendung analysiert werden.

5. Interkulturellität in der Praxis: Die Autor fokussiert hier die konkrete Anwendung bei der Bundeswehr, wobei Anforderungen, Ausbildungsprozesse wie die EAKK und FET sowie persönliche Erfahrungsberichte durch Interviews ausgewertet werden.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Diaspora-Bildung bei ISAF-Soldaten als notwendige Schutzmaßnahme bewertet und der Wunsch nach einem stabilisierten Afghanistan für künftige Entsendungen formuliert wird.

Schlüsselwörter

Auslandsentsendung, Expatriate, Diaspora, Afghanistan, ISAF, Interkulturelle Kompetenz, Kulturschock, Bundeswehr, Reintegration, Stammesgesellschaft, Ethnien, Kommunikation, Einsatzvorbereitung, Paschtunen, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den interkulturellen Herausforderungen von Auslandsentsendungen und analysiert, wie diese unter schwierigen Bedingungen, exemplarisch dargestellt am ISAF-Einsatz in Afghanistan, bewältigt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Schwerpunkte sind die soziokulturelle Struktur Afghanistans, das Phänomen von Diaspora- und Expatriate-Gemeinschaften sowie die Anforderungen an interkulturelle Kommunikationsfähigkeit und Ausbildung von Einsatzkräften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Problemfelder in der Praxis der Auslandsentsendung aufzuzeigen und zu evaluieren, inwieweit die Bildung von Diaspora-Strukturen durch Expatriates positive oder negative Auswirkungen auf ihre Integration und psychische Belastbarkeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse nutzt der Autor qualitative Experteninterviews mit Bundeswehrangehörigen unterschiedlicher Laufbahnen, um praktische Erfahrungen im Auslandseinsatz auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Diaspora, Interkulturalität), eine detaillierte Deskription der afghanischen Gesellschaft (Ethnien, Frauenrolle, Grundprobleme) und die praktische Analyse der Vor- und Nachbereitung im militärischen Kontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Expatriate, Diaspora, Afghanistan, ISAF, interkulturelle Kompetenz, Kulturschock und Reintegration.

Warum ist laut der Arbeit die Diaspora für ISAF-Soldaten notwendig?

Der Autor argumentiert, dass aufgrund der prekären Sicherheitslage und der diffusen Bedrohung im Bürgerkrieg die Bildung von Gemeinschaften innerhalb der Feldlager einen notwendigen Schutz bietet, auch wenn sie die Integration in die lokale Bevölkerung erschwert.

Welchen Einfluss haben die kulturellen Unterschiede auf Soldatinnen?

Soldatinnen sind mit speziellen Herausforderungen konfrontiert, da sie in der lokalen Kultur oft nicht direkt mit Männern interagieren dürfen. Deshalb wurden spezielle "Female Engagement Teams" (FET) eingeführt, um den Umgang mit afghanischen Frauen zu professionalisieren.

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Details

Title
Herausforderungen für deutsche Soldaten in Afghanistan
Subtitle
Expatriate Communities in der Diaspora
College
Technical University of Chemnitz  (Institut für Germanistik und Kommunikation)
Course
Interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Management im Kontext berufsbedingter Auslandsentsendungen
Grade
2,3
Author
Norman Richter (Author)
Publication Year
2012
Pages
22
Catalog Number
V273817
ISBN (eBook)
9783656665007
ISBN (Book)
9783656665038
Language
German
Tags
Diaspora Expatriates Expatriate Communities Interaktion Afghanistan Ethnien Religion Frauen Gesellschaft Individuum soziale Ungleichheit Autorität Maskulinität Feminität Unsicherheit Konflikte Human Development Index Interkulturalität Interkulturelle Kompetenz Einsatznachbereitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Norman Richter (Author), 2012, Herausforderungen für deutsche Soldaten in Afghanistan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273817
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