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Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone

Titel: Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tanja Triepel (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es war ein langer Weg zur Anerkennung Isabellas als die „(…) prinçesa e (…) primera heredera e subçesora en estos dichos reynos (…).“ Dieses Zugeständnis ist in dem Vertrag von Toros de Guisando festgehalten worden – der Unterzeichnung sind sechstägige Verhandlungen in der Stadt Castronuño vorausgegangen –, der Vereinbarungen zur Thronfolge König Heinrichs IV. und ein Entgegenkommen beider unterzeichnender Parteien enthält. Dieser Vertrag war ein erster großer Schritt zur legitimen Thronbesteigung Isabellas; einer Frau, die eigentlich nie für die Nachfolge als Königin von Kastilien und León vorgesehen war und daher auch keine entsprechende Erziehung erhalten hatte, aber „(…) her intelligence and determination made up for her lack of royal education.“ Isabellas Entschluss die Nachfolge als eine Frau anzutreten, war zwar wagemutig, jedoch nach dem kastilischen Erbfolgerecht durchaus möglich – eine weibliche Thronfolge war erst vorgesehen, wenn keine männlichen Erben die Nachfolge antreten konnten – und durchaus kein Einzelfall.
Isabellas steiniger Weg auf den kastilischen Thron, der Erhalt der Krone und die Rolle, die der Vertrag von Toros de Guisando in diesem Zusammenhang gespielt hat, sind Thema der vorliegenden Arbeit. Zu Beginn werden die Ereignisse, die sich vor der Unterzeichnung des Vertrages am 19. September 1468 zugetragen haben, beleuchtet, um die Schwierigkeiten des kastilischen Erbfolgekrieges zu verdeutlichen. Im Anschluss wird der Vertrag, dessen Originaltext verloren gegangen ist, analysiert, um die vereinbarten Bedingungen und Zugeständnisse und damit Isabellas legitime Nachfolge zu veranschaulichen. Weitere Aspekte stellen Isabellas Krönung in der Stadt Segovia und der Kampf um den Erhalt der Krone dar, da der Erbfolgekrieg nach der Krönung Isabellas nicht abgeschlossen ist. Es wird daher der Zeitraum von 1454 bis 1479 beleuchtet und ein kurzer Blick auf das Testament Isabellas geworfen, das zusammengefasst in den Annalen des spanischen Chronisten Zurita zu finden ist und veranschaulicht, dass Isabella I. noch nach ihren Tod die Krone Kastiliens sichern wollte. Durch diese Betrachtungen soll auch der Charakter Isabellas deutlich werden. In der Schlussbemerkung werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick gegeben, wie die vorliegende Arbeit noch erweitert werden kann.

Leseprobe


1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Isabellas Kampf um die kastilische Krone

2.1 1 Der kastilische Erbfolgekrieg

2.1.2 Der Vertrag von Toros de Guisando

2.1.3 Isabella I. von Kastilien

2.2 Der Kampf um den Erhalt der Krone

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den steinigen Weg der Isabella I. von Kastilien zur Königin, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung des Vertrages von Toros de Guisando als rechtlicher Grundlage für ihre Thronbesteigung liegt. Es wird analysiert, wie Isabella durch diplomatisches Geschick und politisches Kalkül ihre Macht gegen innerstaatliche Widerstände und äußere Bedrohungen durch Portugal festigte.

  • Der kastilische Erbfolgekrieg als Herausforderung für Isabellas Thronanspruch.
  • Die zentrale Rolle und die Bestimmungen des Vertrages von Toros de Guisando.
  • Die strategische Bedeutung von Isabellas Ehe mit Ferdinand von Aragón.
  • Der militärische und diplomatische Kampf gegen die Ansprüche Johannas und Portugals.
  • Isabellas politische Persönlichkeit und ihr Handeln zur Sicherung der kastilischen Krone.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Der Vertrag von Toros de Guisando

Der Vertrag, der zur Regelung der Thronfolge König Heinrichs IV. aufgesetzt worden ist, beginnt mit der Erklärung der Gründe für die Anfertigung des Schriftstückes und der Angabe, zwischen welchen Parteien die Regelungen getroffen worden sind: zwischen dem mächtigen und erhabenen König – mit dem Ausdruck „nuestro señor“ und den beigefügten Adjektiven „muy alto e muy poderoso“ wird die Anerkennung seiner Herrschaft deutlich – und seiner Schwester, der Infantin Isabella. Die Bestimmungen sind beschlossen worden, um Ruhe und Frieden in das Reich einkehren zu lassen und einen Bürgerkrieg zu verhindern, da nun die Suche nach einem legitimen Nachfolger Heinrichs IV. zu einem Ende gekommen ist, das Erbe geregelt wird und der König seine Zustimmung gibt, seine Schwester Isabella als seine erste Thronerbin und Nachfolgerin anzuerkennen. Mit dem Verweis, dass Isabella als „(…) prinçesa e su primera heredera destos regnos e señorios, (…)“ eingesetzt wird, wird ohne diesen Aspekt gesondert zu nennen, die legitime Thronfolge der Tochter des Königs, Johanna, die im Vertrag nur indirekt mit dem Wort ‚fija‘ angesprochen wird, ausgeschlossen.

Bei der Aufzählung der Gründe wird das erste Mal auf die Gnade Gottes verwiesen und somit verdeutlicht, dass die Regelungen auf göttlicher Legitimation beruhen. Es wird noch einmal betont, dass die Vereinbarungen übereinstimmend getroffen worden und vonnöten für das Zusammenleben sind, der König daher die richtige Entscheidung getroffen hat und Isabella mit ihrem Handeln dem Monarchen Gehorsam schenkt. Der Aspekt der Verhinderung eines weiteren Bürgerkrieges spielt nach den Erbfolgestreitigkeiten zwischen Heinrich IV. und der Adelsliga eine große Rolle. Ausdrücke wie „(…) conforme con (…) e le obedesca e acate e sirva e siga (..)“ illustrieren, dass der Bürgerkrieg verhindert wird und Isabella, damit alle Anwesenden und auch die Bewohner des Herrschaftsgebietes dem Monarchen Gehorsam und Ehrfurcht entgegenbringen und ihm treue Gefolgsleute sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Ausgangslage der kastilischen Erbfolge und die grundlegende Bedeutung des Vertrages von Toros de Guisando für Isabellas Thronanspruch.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert den Erbfolgekrieg, die rechtlichen Bestimmungen des Vertrages von Toros de Guisando sowie Isabellas weiteres Vorgehen zur Festigung ihrer Herrschaft.

2.1 Isabellas Kampf um die kastilische Krone: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Adelsliga, den Erbfolgekrieg und die entscheidende Rolle des Vertrages von Toros de Guisando für die Anerkennung Isabellas als Thronfolgerin.

2.1 1 Der kastilische Erbfolgekrieg: Hier wird die politische Instabilität unter Heinrich IV. und die Spaltung des Adels beschrieben, die zum Erbfolgekrieg führte.

2.1.2 Der Vertrag von Toros de Guisando: Dieses Kapitel widmet sich der inhaltlichen Analyse des Vertrages und dessen Funktion als rechtliche Legitimation für Isabella.

2.1.3 Isabella I. von Kastilien: Der Fokus liegt auf Isabellas strategischer Entscheidung für Ferdinand von Aragón und dem Weg zur eigenständigen Krönung nach dem Tod Heinrichs IV.

2.2 Der Kampf um den Erhalt der Krone: Das Kapitel beschreibt den militärischen Konflikt mit Portugal und wie Isabella durch den Vertrag von Alcáçovas ihre Herrschaft endgültig absicherte.

3. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert Isabellas politische Errungenschaften und ihre Fähigkeiten als starke Regentin, die ihre Macht stets rechtlich zu legitimieren wusste.

Schlüsselwörter

Isabella I. von Kastilien, Heinrich IV., Erbfolgekrieg, Vertrag von Toros de Guisando, Thronbesteigung, kastilische Krone, Ferdinand von Aragón, Johanna, Adelsliga, Portugal, Vertrag von Alcáçovas, Legitimation, politisches Kalkül, Herrschaftssicherung, Testament.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Aufstieg der Isabella I. von Kastilien zur Königin und ihre Strategien zur Sicherung der Macht während des kastilischen Erbfolgekrieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der dynastische Kampf um die kastilische Krone, die rechtliche Legitimierung durch den Vertrag von Toros de Guisando und die Rolle von Bündnissen sowie militärischen Auseinandersetzungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Isabellas geschicktes politisches Agieren zu analysieren, durch das sie sich trotz erheblicher innerer und äußerer Widerstände als rechtmäßige Erbin durchsetzen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Analyse historischer Dokumente sowie auf eine umfassende Auswertung deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur zur Geschichte Spaniens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursachen des Erbfolgekrieges, eine detaillierte Untersuchung des Vertrages von Toros de Guisando und die Schilderung der weiteren Schritte Isabellas zur Festigung ihrer Herrschaft bis zum Sieg über Portugal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Isabella I., Erbfolgekrieg, Vertrag von Toros de Guisando, Legitimation und Herrschaftssicherung charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Vertrag von Toros de Guisando?

Er fungiert als unverzichtbares rechtliches Fundament, das Isabellas Position als legitime Thronerbin gegenüber anderen Ansprüchen, insbesondere denen Johannas, festigte.

Wie sicherte Isabella ihre Macht nach dem Tod von Heinrich IV.?

Isabella nutzte die rechtliche Grundlage des Vertrages, um sich rasch zur Königin ausrufen zu lassen, und festigte ihre Macht durch strategische Verhandlungen sowie den militärischen Erfolg gegen Portugal, was im Vertrag von Alcáçovas gipfelte.

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Details

Titel
Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Hauptseminar: Königserhebungen im Mittelalter
Note
1,0
Autor
Tanja Triepel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V273824
ISBN (eBook)
9783656664086
ISBN (Buch)
9783656664901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kastilien Königserhebung Krone Isabella I. Erbfolgekrieg/-streit Vertrag von Toros de Guisando König Heinrich IV. Alfons XII. Alfons V. von Portugal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Triepel (Autor:in), 2014, Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273824
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Leseprobe aus  23  Seiten
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