Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Isabellas Kampf um die kastilische Krone
2.1 1 Der kastilische Erbfolgekrieg
2.1.2 Der Vertrag von Toros de Guisando
2.1.3 Isabella I. von Kastilien
2.2 Der Kampf um den Erhalt der Krone

3. Schlussbemerkung

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Es war ein langer Weg zur Anerkennung Isabellas als die „ (…) prinçesa e (…) primera heredera e subçesora en estos dichos reynos (…).[1] Dieses Zugeständnis ist in dem Vertrag von Toros de Guisando festgehalten worden – der Unterzeichnung sind sechstägige Verhandlungen[2] in der Stadt Castronuño vorausgegangen –, der Vereinbarungen zur Thronfolge König Heinrichs IV. und ein Entgegenkommen beider unterzeichnender Parteien[3] enthält. Dieser Vertrag war ein erster großer Schritt zur legitimen Thronbesteigung Isabellas; einer Frau, die eigentlich nie für die Nachfolge als Königin von Kastilien und León vorgesehen war und daher auch keine entsprechende Erziehung erhalten hatte,[4] aber „(…) her intelligence and determination made up for her lack of royal education.“[5] Isabellas Entschluss die Nachfolge als eine Frau anzutreten, war zwar wagemutig, jedoch nach dem kastilischen Erbfolgerecht durchaus möglich – eine weibliche Thronfolge war erst vorgesehen, wenn keine männlichen Erben die Nachfolge antreten konnten –[6] und durchaus kein Einzelfall.[7]

Isabellas steiniger Weg auf den kastilischen Thron, der Erhalt der Krone und die Rolle, die der Vertrag von Toros de Guisando in diesem Zusammenhang gespielt hat, sind Thema der vorliegenden Arbeit. Zu Beginn werden die Ereignisse, die sich vor der Unterzeichnung des Vertrages am 19. September 1468[8] zugetragen haben, beleuchtet, um die Schwierigkeiten des kastilischen Erbfolgekrieges zu verdeutlichen. Im Anschluss wird der Vertrag, dessen Originaltext verloren gegangen ist,[9] analysiert, um die vereinbarten Bedingungen und Zugeständnisse und damit Isabellas legitime Nachfolge zu veranschaulichen. Weitere Aspekte stellen Isabellas Krönung in der Stadt Segovia und der Kampf um den Erhalt der Krone dar, da der Erbfolgekrieg nach der Krönung Isabellas nicht abgeschlossen ist. Es wird daher der Zeitraum von 1454[10] bis 1479[11] beleuchtet und ein kurzer Blick auf das Testament Isabellas geworfen, das zusammengefasst in den Annalen des spanischen Chronisten Zurita zu finden ist[12] und veranschaulicht, dass Isabella I. noch nach ihren Tod die Krone Kastiliens sichern wollte. Durch diese Betrachtungen soll auch der Charakter Isabellas deutlich werden. In der Schlussbemerkung werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein Ausblick gegeben, wie die vorliegende Arbeit noch erweitert werden kann.

Die Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf deutsch- und englischsprachige Literatur, die jedoch auch ein umfangreiches Bild von der Thronbesteigung Isabellas und ihrer Regierung schildern und auf wichtige spanische Titel verweisen. Grundlage des Vertrages von Toros de Guisando ist der Dokumententext, der in einer von María Isabel Del Val herausgegebenen Quellenedition zu finden ist.[13]

2. Hauptteil

2.1 Isabellas Kampf um die kastilische Krone

2.1 1 Der kastilische Erbfolgekrieg

Der Sohn Johanns II. von Kastilien bestieg 1454 als König Heinrich IV. den kastilischen Thron, dessen Regierungsjahre von einem starken Machtzuwachs des Adels geprägt waren. Die kastilische Aristokratie positionierte sich in zwei Lagern, die während des Erbfolgekrieges eine wichtige Rolle spielten: Die eine Seite war von denjenigen Adeligen bestimmt, die in der Gesellschaft zwar die erste Position einnehmen, jedoch auch die Stellung des Monarchen stärken und sich damit mit ihm arrangieren wollten. Ihnen gegenüber stand der Adel, der lediglich seinen eigenen Einfluss gestärkt und die Macht des Königs geschwächt sehen wollte. Angeführt wurde diese Partei vom Marquis von Villena, Juan Pacheco, seinem Bruder Pedro Girón und dem Erzbischof von Toledo, Carrillo.[14]

Ein Ansatzpunkt für die Schwächung des Königs war für die Verschwörer seine erste kinderlos gebliebene, zwölfjährige Ehe mit Blanca von Navarra.[15] Aus Heinrichs IV. zweiter Ehe mit Johanna von Portugal ging zwar eine Tochter namens Johanna hervor,[16] die der König auch als seine Tochter anerkennen und von der Ständeversammlung als Prinzessin von Asturien und damit als seine rechtmäßige Nachfolgerin erklären ließ,[17] jedoch kam nach kurzer Zeit der Vorwurf auf, dass der eigentliche Vater Johannas der Favorit des Königs, Beltrán de la Cueva, wäre.[18] Obwohl die Vaterschaft nie eindeutig festgestellt werden konnte, erhielt Johanna den Beinamen ‚la Beltráneja‘, da sich die Verschwörer aufgrund weiterer Kinder, die die Königin mit Beltrán de la Cueva gezeugt hatte, auf der sicheren Seite wägten. Sie widerriefen ihren Treueschwur auf die Prinzessin und sahen die Möglichkeit, den Monarchen zu entmachten, darin, die Vaterschaft Heinrichs IV. anzuzweifeln und den Halbbruder des Königs, Alfons, als Thronerben anerkennen zu lassen.[19] Die Adelsliga, die sich gegen den Monarchen verschworen und sich zu diesem Zwecke in der Stadt Burgos versammelt hatte, erarbeitete eine Liste mit Beschuldigungen vom 28. September 1464,[20] die ‚Representación de Burgos‘,[21] die Heinrich IV. widerstandslos unterzeichnete und damit den Infanten[22] Alfons als rechtmäßigen Thronerben anerkannte.[23] Einen Höhepunkt fand die Konspiration in der symbolischen Entthronung König Heinrichs IV. und der Erhebung des Infanten Alfons zum König von Kastilien am 5. Juni 1465: In der Stadt Ávila versammelten sich die Bürger, Granden, Bischöfe und deren Gefolge, um der Entmachtung des Monarchen auf einer Tribüne gewahr zu werden. Eine auf einem Thron sitzende Puppe symbolisierte den König, der vom Erzbischof von Toledo die Krone vom Haupt gerissen, vom Marquis von Villena das Zepter entnommen und die Insignien, Schwert und Königsmantel, entwendet wurden. Die Puppe wurde vom Thron gestoßen und der Infant Alfonso, der zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt war,[24] als Alfons XII. zum König von Kastilien ausgerufen.[25] Obwohl einige Städte wie Burgos, Toledo, Cordoba und Sevilla König Alfons XII. den Treueid leisteten, wurde Alfons nie rechtmäßig als König anerkannt und somit gab es auch offiziell nur einen König, Heinrich IV. Die Halbschwester des Königs, Isabella, hatte stets zu ihrem König gehalten, doch als Alfons und seine Anhänger die Stadt Segovia im Jahre 1467 eroberten, floh sie nicht mit Johanna von Portugal und deren Tochter Johanna, sondern empfing ihren Bruder Alfons und ritt an seiner Seite in die Stadt.[26] Isabella war zu diesem Zeitpunkt sicher nicht gewillt, selbst die Nachfolge anzustreben, doch sah sie gegebenenfalls die Möglichkeit größeren Einfluss auf die Regierung an der Seite eines sehr jungen Königs ausüben zu können als an der Seite Heinrichs IV. Als Alfons im Juli 1468 starb, stand die Frage der Nachfolge Heinrichs IV. wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Der König versuchte erneut seine Tochter Johanna als rechtmäßige Erbin und Thronfolgerin proklamieren zu lassen, doch konzentrierten sich die Verschwörer nun auf Isabella.[27] Der Halbschwester Heinrichs IV. wurde von den Granden die Königskrone angeboten, die sie allerdings ohne Zögern ablehnte, da sie eine legitime Thronfolge anstrebte und somit auch die Herrschaft des Königs anerkennen wollte. Der entscheidende Schritt zur Anerkennung der legitimen Thronfolge Isabellas war die Unterzeichnung eines Vertrages zweieinhalb Monate nach dem Tod Alfons‘.[28] Hier zeigt sich das Geschick und die Intelligenz Isabellas, die durch festgelegte Vereinbarungen, durch eine rechtliche Grundlage die kastilische Krone erlangen wollte und somit ihre Herrschaft und Regierung nicht angezweifelt werden und sie nicht vom Thron gestoßen werden konnte. Die Zusammenkunft zur Unterzeichnung der Bestimmungen, die in vorherigen Verhandlungen ausgearbeitet worden waren, fand am 19. September 1468 nahe der Stadt Ávila auf einem Feld in der Nähe von vier Steinstatuen in Form von Stieren, den Toros de Guisando, statt.[29] Heinrich IV. reiste mit seinem Gefolge[30] zu dem offenen Feld bei den Toros de Guisando von der Ortschaft Ocaña aus, Isabella von der Stadt Ávila über die Gemeinde Cebreros.[31] Vor der Unterzeichnung des Vertrages verlas der päpstliche Nuntius ein Schriftstück,[32] das die Anwesenden von dem Treueschwur, der gegenüber der Tochter des Königs geleistet worden war, entband und somit dem Eid auf die neue Thronfolgerin nichts mehr im Wege stand.[33]

2.1.2 Der Vertrag von Toros de Guisando

Der Vertrag,[34] der zur Regelung der Thronfolge König Heinrichs IV. aufgesetzt worden ist, beginnt mit der Erklärung der Gründe für die Anfertigung des Schriftstückes und der Angabe, zwischen welchen Parteien die Regelungen[35] getroffen worden sind:[36] zwischen dem mächtigen und erhabenen König – mit dem Ausdruck „ nuestro señor[37] und den beigefügten Adjektiven „ muy alto e muy poderoso“[38] wird die Anerkennung seiner Herrschaft deutlich – und seiner Schwester, der Infantin Isabella.[39] Die Bestimmungen sind beschlossen worden, um Ruhe und Frieden in das Reich einkehren zu lassen und einen Bürgerkrieg zu verhindern, da nun die Suche nach einem legitimen Nachfolger Heinrichs IV. zu einem Ende gekommen ist, das Erbe geregelt wird und der König seine Zustimmung gibt, seine Schwester Isabella als seine erste Thronerbin und Nachfolgerin anzuerkennen.[40] Mit dem Verweis, dass Isabella als „(…) prinçesa e su primera heredera destos regnos e señorios, (…)“[41] eingesetzt wird, wird ohne diesen Aspekt gesondert zu nennen, die legitime Thronfolge der Tochter des Königs, Johanna, die im Vertrag nur indirekt mit dem Wort ‚fija‘ angesprochen wird, ausgeschlossen.[42] Bei der Aufzählung der Gründe wird das erste Mal auf die Gnade Gottes verwiesen und somit verdeutlicht, dass die Regelungen auf göttlicher Legitimation beruhen.[43] Es wird noch einmal betont, dass die Vereinbarungen übereinstimmend getroffen worden und vonnöten für das Zusammenleben sind,[44] der König daher die richtige Entscheidung getroffen hat und Isabella mit ihrem Handeln dem Monarchen Gehorsam schenkt. Der Aspekt der Verhinderung eines weiteren Bürgerkrieges spielt nach den Erbfolgestreitigkeiten zwischen Heinrich IV. und der Adelsliga eine große Rolle. Ausdrücke wie „(…) conforme con (…) e le obedesca e acate e sirva e siga (..)[45] illustrieren, dass der Bürgerkrieg verhindert wird und Isabella, damit alle Anwesenden und auch die Bewohner des Herrschaftsgebietes dem Monarchen Gehorsam und Ehrfurcht entgegenbringen und ihm treue Gefolgsleute sind. Die Regierung König Heinrichs IV. wird im Gegenzug zu seiner Anerkennung Isabellas als Erbin und Thronfolgerin akzeptiert und respektiert. Seine Stellung wird im Vergleich zu der Zeit vor der Unterzeichnung des Vertrages, in der er symbolisch abgesetzt worden und eine große Partei nicht hinter seiner Herrschaft gestanden ist, gestärkt.[46] Eine wichtige Bemerkung, die wiederum durch die Gunst Gottes begründet wird, ist, dass Isabella ab der Unterzeichnung des Schriftstückes ihren Bruder und König, den Erzbischof von Sevilla, Iohan Pacheco und den Grafen von Plasencia stets begleiten solle;[47] sie demnach am königlichen Hof leben und den König an jeden Ort, den er besucht, begleiten solle.[48] Eine mögliche Begründung für diese Regelung könnte sein, dass Isabella einen Einblick in die Regierungsgeschäfte bekommen sollte; ihre fehlende Erziehung, die sie für einen Herrschaftsantritt benötigte, sollte nachgeholt werden. Um das Leben und das Wohl des Königs zu schützen, müssen auch alle Dörfer, Städte und Gemeinden dem Monarchen für Verpflegung und Unterkunft zur Verfügung stehen.[49] Dieser Vermerk soll auf den Rückhalt der Untergebenen des Königs verweisen bzw. die Aufforderung an alle Einwohner, Lehnsmänner und Untertanen den Herrscher Kastiliens als diesen anzuerkennen und daher alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Leben des Königs zu schützen. Im Gegenzug ist der König dazu verpflichtet, das Leben Isabellas, die an seinem Hof leben soll, wie seinen eigenen Besitz zu schützen. All diejenigen, die ebenfalls an diesem Hof leben, sollen Isabella als die Thronfolgerin Heinrichs IV. und als seine erste Erbin anerkennen. Innerhalb der folgenden 40 Tage ab der Unterzeichnung des Vertrages sollen alle anderen Großen des Reiches und Vertreter der Dörfer, Städte und Gemeinden einen Treueid auf den König und seine Nachfolgerin leisten.[50] Durch den Schwur des gesamten Reiches sollte nicht nur die Stellung und Macht Heinrichs IV. gestärkt werden, sondern auch die Position Isabellas, die ab der Gültigkeit des Vertrages von Toros de Guisando und dem Eid eine rechtliche Grundlage hatte und dem kastilischen Volk offenkundige Anerkennung genießen konnte. Eineinhalb Seiten des Vertrages beschäftigen sich mit der Thematik der Anerkennung des Königs und seiner Nachfolge, die vor Beginn der sehr ausführlichen Vereinbarungen über Abgaben und das Vermögen der Infantin Isabella noch einmal zusammengefasst wird: Die Bestimmungen des Vertrages gelten ab der Unterzeichnung des Dokumentes, in dem der König seinen Willen äußert und seine Zustimmung und das Versprechen auf seine Nachfolgerin Isabella gibt, dem sich die Großen des Reiches und Vertreter der Städte, Dörfer und Gemeinden mit einem Treueid auf die Nachfolge anschließen.[51] Die Länge der Ausführung und die Tatsache, dass es sich um die erste Regelung handelt, verdeutlichen, dass es die wichtigsten Festsetzungen für die Verhinderung eines Bürgerkrieges sind.

[...]


[1] Pacto de los Toros de Guisando, S. 366.

[2] Die ‚Friedensverhandlungen‘ fanden vom 17. bis 22. August 1468 statt; vgl. hierzu: Rubin, Nancy:

Isabella of Castile, S. 54.

[3] Der Vertrag wurde zwischen König Heinrich IV. und seiner Halbschwester Isabella geschlossen;

vgl. hierzu: Pacto de los Toros de Guisando, S. 365.

[4] Vgl. Rubin, Nancy: Isabella of Castile, S. 52. Johann II. von Kastilien hatte seine Nachfolge

eindeutig festgelegt: So standen sein Sohn aus erster Ehe mit Maria von Aragón, Heinrich, und

dessen Kinder an erster Stelle, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Isabella von Portugal, Alfons, und

dessen Kinder an zweiter Stelle und seine Tochter Isabella, auch aus zweiter Ehe stammend, und

deren Kinder an dritter Stelle; vgl. hierzu: Pérez, Joseph: Ferdinand und Isabella, S. 59.

[5] Stevens, Paul: Ferdinand and Isabella, S. 25.

[6] Vgl. Bernecker/Pretschmann: Geschichte Spaniens, S. 31f.

[7] Doña Sancha bestiegt im 11. Jh., Urraca im 12. Jh. und Berenguela im 13. Jh. den Thron. Der

Unterschied zu Isabella bestand darin, dass sie Witwen kastilischer Könige waren und zwei von

ihnen für männliche Erben regierten; vgl. hierzu: Rubin, Nancy: Isabella of Castile, S. 52.

[8] Vgl. Vones, Ludwig: Vertrag von Toros de Guisando, S. 876.

[9] Vgl. Rubin, Nancy: Isabella of Castile, S. 56.

[10] Das Jahr wurde durch die Thronbesteigung Heinrichs IV. als König von Kastilien geprägt; vgl.

hierzu: Bernecker/Pretschmann: Geschichte Spaniens, S. 31.

[11] In diesem Jahr wurde der Friede von Alcáçovas geschlossen und somit die Vereinigung Kastiliens

und Aragóns auch von Seiten Portugals akzeptiert; vgl. hierzu: ebd., S. 30.

[12] Vgl. Quellenverzeichnis.

[13] Vgl. Quellenverzeichnis.

[14] Vgl. Pérez, Joseph: Ferdinand und Isabella, S. 58. Die Unzufriedenheit der sich gegen den König

verschwörenden Partei basierte u.a. auf einer Währungsreform, die wirtschaftlich und

gesellschaftlich verheerende Auswirkungen hatte, und auf dem Vorwurf, der König überließe

seinem Favoriten Beltrán de la Cueva zu viel Verantwortung; vgl. ebd.: S. 57 u. 60.

[15] Vgl. Erlanger, Philippe: Isabella die Katholische, S. 10.

[16] Patin seiner Tochter wurde seine Halbschwester Isabella; vgl. hierzu: Horst, Eberhard: Die

spanische Trilogie, S. 56.

[17] Den Titel des Prinzen/der Prinzessin von Asturien führten die Thronerben seit Johann I.; vgl.

hierzu: Pérez, Joseph: Ferdinand und Isabella, S. 65.

[18] Vgl. Bernecker/Pretschmann: Geschichte Spaniens, S. 32.

In den folgenden Ausführungen wird Johanna trotzdem meist als Tochter des Königs bezeichnet,

um Verwechslungen mit ihrer Mutter Johanna auszuschließen.

[19] Vgl. Horst, Eberhard: Die spanische Trilogie, S. 57. Heinrich IV. erhielt im Gegenzug den

Beinamen ‚el impotente‘; vgl. hierzu: Vilar, Pierre: Spanien, S. 34.

[20] Darunter zählten Vorwürfe wie die Begünstigung von Ketzern und Ungläubigen,

Währungsmanipulationen, Steuererhöhungen, Rechtsbeugungen und Forderungen wie die

Entlassung der Leibgarde, die Entfernung des Favoriten Beltrán de la Cueva vom königlichen

Hof,…; vgl. hierzu: Erlanger, Philippe: Isabella die Katholische, S. 28 und Miller, Townsend:

Isabel und Juana, S. 32.

[21] Vgl. Miller, Townsend: Isabel und Juana, S. 32.

[22] Titel spanischer und portugiesischer Prinzen; vgl. hierzu: Duden, S. 451.

[23] Vgl. Erlanger, Philippe: Isabella die Katholische, S. 28-30.

[24] * 1453, † 1468.

[25] Vgl. Horst, Eberhard: Die spanische Trilogie, S. 59f.

[26] Vgl. Erlanger, Philippe: Isabella die Katholische, S. 33-35.

[27] Vgl. Bernecker/Pretschmann: Geschichte Spaniens, S. 32.

[28] Vgl. Horst, Eberhard: Die spanische Trilogie, S. 64f.

[29] Vgl. Rubin, Nancy: Isabella of Castile, S. 56.

[30] Zu Heinrichs Gefolge zählten u.a. Pacheco, Bischof Mendoza, der Erzbischof von Sevilla und der

päpstliche Nuntius Veneris; vgl. hierzu: ebd., S. 56. Isabella reiste u.a. mit dem Erzbischof von

Toledo an; vgl. hierzu: Miller, Townsend: Isabel und Juana, S. 44.

[31] Vgl. Horst, Eberhard: Die spanische Trilogie, S. 65.

[32] Die Anwesenheit eines Vertreters des apostolischen Stuhls während dieser Zeremonie lässt auf die

Wichtigkeit derselben und auf göttliche Legitimation dieses Unternehmens schließen.

[33] Vgl. Miller, Townsend: Isabel und Juana, S.45.

[34] Im Dokument selbst fällt das Wort ‚Vertrag‘ nur einmal; sonst wird das Schriftstück als „(…) la

presente escriptura (…)“ bezeichnet; vgl. hierzu: Pacto de los Toros de Guisando, u.a. S. 367 u.

370.

[35] Die einzelnen Bestimmungen werden im Text mit Ausdrücken wie „Por ende (…). E otrosy (…).“

oder „Item (…).“ eingeführt; vgl. hierzu: ebd., S. 366-371.

[36] Auffallend ist, dass der Ort und der Zeitpunkt des Geschehens im Eingang nicht genannt werden,

was an dem Verlust des Originals liegen könnte; vgl. hierzu: ebd., S. 365.

[37] Ebd., S. 365.

[38] Ebd., S. 365.

[39] Vgl. ebd., S. 365. Da Isabella explizit als Infantin bezeichnet wird, wird ihre Bestimmung als

Nachfolgerin und Thronerbin deutlich.

[40] Vgl. ebd., S. 365f. An einer späteren Stelle des Vertrages wird explizit erwähnt, dass König

Heinrich IV. auf seine Nachfolgerin und erste Erbin Isabella einen Schwur bzw. Eid leistet; vgl.

hierzu: ebd., S. 370.

[41] Ebd., S. 370. Mit dem Verweis, dass Isabella die Thronfolgerin des Reiches und der ‚señorios‘ ist,

wird deutlich, dass alle Anwesenden sie als diese akzeptieren und die Untertanen dazu verpflichtet

sind, sie im Falle der Thronbesteigung zu respektieren und zu unterstützen.

[42] Vgl. hierzu auch Rubin, Nancy: Isabella of Castile, S. 57.

[43] „(…) mediante la graçia de Dios (…)“; vgl. hierzu: Pacto de los Toros de Guisando, S. 366.

[44] In vielen Bestimmungen des Vertrages findet sich der Ausdruck „(…) es acordado e asentado

(…)“, der die übereinstimmende Vereinbarung und die Dauerhaftigkeit des Vertrages verdeutlichen

soll; vgl. hierzu ebd., S. 366-371.

[45] Ebd., S. 366.

[46] Vgl. hierzu auch: Pérez, Joseph: Ferdinand und Isabella, S. 65. Die einzelnen Bestimmungen des

Vertrages enthalten die direkte und die indirekte Forderung Heinrich IV. als König anzuerkennen

bzw. durch die Einhaltung der Vereinbarungen kann dies gewährleistet werden. Eine besonders

ausdrucksstarke Aussage diesbezüglich findet sich schon zu Beginn des Dokumentes: „ E otrosy que

aya de sevir e seguir e obedeçer e acatar, e sirva e siga e obedesca e acate al dicho señor rey

como a su rey e señor natural de todos estos dichos reynos e señiorios e non a otra persona alguna, (…)“; vgl. hierzu: Pacto de los Toros de Guisando, S. 366.

[47] Die drei schon in der ersten Regelung des Vertrages genannten Personen fungieren vermutlich als Vertreter der drei Stände.

[48] Vgl. Pacto de los Toros de Guisando, S. 366.

[49] Vgl. ebd., S. 366.

[50] Vgl. ebd., S. 366f.

[51] Vgl. ebd., S. 367.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
Hauptseminar: Königserhebungen im Mittelalter
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V273824
ISBN (eBook)
9783656664086
ISBN (Buch)
9783656664901
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kastilien, Königserhebung, Krone, Isabella I., Erbfolgekrieg/-streit, Vertrag von Toros de Guisando, König Heinrich IV., Alfons XII., Alfons V. von Portugal
Arbeit zitieren
Tanja Triepel (Autor), 2014, Isabella I. von Kastilien. Ihr Kampf um die kastilische Krone, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273824

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