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Fehlersuche in technischen Systemen

Title: Fehlersuche in technischen Systemen

Seminar Paper , 1998 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anka Gehre (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Durch die weiter schreitende Technisierung der Lebenswelt werden wir immer häufiger mit den dazugehörigen typischen Problemen konfrontiert. Egal ob das Auto nicht mehr anspringt, der Computer nicht funktioniert oder wieder irgendwo ein Flugzeug abgestürzt ist, überall sind hochkomplexe technische Systeme im Spiel, deren Wartung und Reparatur nicht mehr Laien überlassen werden kann.

Vor einigen Jahren und Jahrzehnten war es durchaus noch möglich, daß Laien beispielsweise bei der Reparatur eines Kfz durch einfaches Austauschen verschiedener Systemkomponenten, sozusagen durch trial- and -error- Vorgehen, das defekte Teil finden und somit das Auto reparieren konnten. In heutigen Modellen sind dagegen bereits verschiedene mikroelektronische Systemkomponenten im Einsatz, so daß ein Laie keinerlei Möglichkeiten mehr hat, den Fehler zu finden.

Der Einsatz hochqualifizierter Fachkräfte als Problemlöser bleibt also unumgänglich, auch wenn technische Systeme immer fehlerfreier arbeiten und der Mensch eine immer kleinere Rolle zu spielen scheint.

Diese Seminararbeit beschäftigt sich deswegen mit Fehlersuche in technischen Systemen, was Experten in diesem Bereich von Novizen und Laien unterscheidet, sowie den dazugehörigen Experimenten.

Expertiseforschungen wurden bereits zu den vielfältigsten Domänegebieten durchgeführt. Obwohl die Ergebnisse der einzelnen Forschungen nicht immer problemlos auf unser Themengebiet übertragbar sind, sollen sie doch erwähnt werden, da sie zumindest Schlüsse darauf zulassen, was Experten im allgemeinen auszeichnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLEGENDES

3. ALLGEMEINE KRITERIEN DER EXPERTISE

4. KONTRASTIVE VERGLEICHE

4.1 SCHAPER & SONNTAG`S UNTERSUCHUNGEN ZUR STÖRUNGSDIAGNOSE (1996)

4.2. KREMS & BACHMAIER: EINE UNTERSUCHUNG ZUR STRATEGIEAUSWAHL IN ABHÄNGIGKEIT ZUM EXPERTISEGRAD

5. TRAININGSMODELLE: QUEST UND SHERLOCK

5.1 QUEST

5.2 SHERLOCK

6. DAS PROBLEM DES TRANSFERS

7. ABSCHLUß

8. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Unterschiede zwischen Experten, Novizen und Laien bei der Fehlersuche in komplexen technischen Systemen, um Potenziale für eine gezieltere Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften aufzuzeigen.

  • Kognitive Unterschiede bei der Fehlerdiagnose (Erfahrung vs. trial-and-error)
  • Die Rolle mentaler Modelle und Chunking bei der Hypothesenbildung
  • Kontrastive Vergleichsstudien zur Effizienz von Diagnosehandlungen
  • Evaluation technischer Trainingsmodelle wie QUEST und SHERLOCK
  • Die Herausforderung des Wissenstransfers zwischen verschiedenen Systemen

Auszug aus dem Buch

4.2. KREMS & BACHMAIER: EINE UNTERSUCHUNG ZUR STRATEGIEAUSWAHL IN ABHÄNGIGKEIT ZUM EXPERTISEGRAD

Ausgangspunkt für diese Untersuchung ist die Annahme einer hochgradigen Verknüpfung der einzelnen Konzepte bezüglich der vermuteten Fehlerursache bei Experten. Obwohl sie über eine Vielzahl von sachgebietsrelevanten Informationen verfügen, besitzen sie im Vergleich zu Novizen eine hohe kognitive Flexibilität und können ein sich als ungeeignet erweisendes Interpretationsschema leicht durch ein anderes ersetzen. Es wird angenommen, daß Experten diese Flexibilität durch die Fähigkeit der Betrachtung eines Sachverhaltes aus verschiedenen Blickwinkeln, Mehrfachdeutung genannt, entwickeln.

Krems & Bachmaier stellten insgesamt fünf Hypothesen auf, die mittels eines Experimentes überprüft werden sollten: 1. Werden Probanden aufgefordert, für eine unspezifische Systemkonfiguration mögliche Schadensursachen zu nennen, so unterscheiden sich die Kompetenzgruppen in der Anzahl generierter Hypothesen nicht voneinander (Mehle, 1982; Feltovistch et al., 1984). 2. Falls die Probanden ihre jeweiligen diagnostischen Hypothesen unmittelbar anhand von Daten überprüfen können, so sollen, plausiblere Alternativhypothesen bei erfahrenen Probanden unterstellt, Experten rascher die korrekte Kategorie ermitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der zunehmenden technischen Komplexität und der Notwendigkeit, Fachkräfte durch Expertisewissen effizienter auszubilden.

2. GRUNDLEGENDES: Erläuterung theoretischer Konzepte wie mentaler Modelle, der Chunkbildung und der Kapazitätsgrenzen des Arbeitsgedächtnisses bei der Störungssuche.

3. ALLGEMEINE KRITERIEN DER EXPERTISE: Darstellung der drei Grundfertigkeiten eines Störungssuchers und Diskussion, wie Experten datengeleitet und flexibel zwischen Hypothesen wechseln.

4. KONTRASTIVE VERGLEICHE: Analyse empirischer Studien von Schaper & Sonntag sowie Krems & Bachmaier, die Leistungsunterschiede zwischen Experten und Novizen in Bezug auf Suchbreite und -tiefe belegen.

5. TRAININGSMODELLE: QUEST UND SHERLOCK: Vorstellung zweier computergestützter Ansätze zur Simulation technischer Störungen zwecks gezielten Kompetenzaufbaus.

6. DAS PROBLEM DES TRANSFERS: Problematisierung der Übertragbarkeit von erlerntem Wissen auf andere Systeme sowie Differenzierung zwischen lokalem und globalem Wissen.

7. ABSCHLUß: Synthese der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Trainingsmodelle je nach Detailgrad entweder spezifische Fertigkeiten oder allgemeine Problemlösungsstrategien fördern.

8. LITERATURVERZEICHNIS: Aufstellung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Fehlersuche, technische Systeme, Expertise, Novizen, Diagnosehandlungen, mentale Modelle, Trainingsmodelle, QUEST, SHERLOCK, Wissenstransfer, kognitive Flexibilität, Fehlerdiagnose, Störungssuche, Problemlösefähigkeit, Datengesteuertes Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt die psychologischen Unterschiede in der Fehlerdiagnose zwischen Experten und Novizen bei technischen Systemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Expertiseforschung, Strategien zur Störungssuche, mentale Modelle und die Wirksamkeit computergestützter Trainingsumgebungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Experten effizienter diagnostizieren und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um Novizen besser auszubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer kontrastiver Vergleichsstudien (Experimente) zu Diagnosehandlungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Studien zu Diagnosestrategien und stellt Trainingssysteme wie QUEST und SHERLOCK gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Expertise, Fehlersuche, mentale Modelle, Wissenstransfer und Diagnosestrategien.

Was unterscheidet Experten bei der Fehlersuche konkret von Novizen?

Experten fokussieren ihre Suche schneller, nutzen mentale Modelle für eine höhere Suchtiefe und können bei falschen Annahmen flexibler auf andere Hypothesen umschwenken.

Welches Problem besteht bei der Konstruktion von Trainingsmodellen?

Das Hauptproblem ist der Wissenstransfer: Je spezifischer ein Training auf ein bestimmtes System zugeschnitten ist, desto schwerer lässt sich das Wissen auf andere technische Systeme übertragen.

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Details

Title
Fehlersuche in technischen Systemen
College
Technical University of Chemnitz  (Psychologie)
Course
Hauptseminar Arbeitspsychologie
Grade
2,0
Author
Anka Gehre (Author)
Publication Year
1998
Pages
16
Catalog Number
V27387
ISBN (eBook)
9783638294492
ISBN (Book)
9783656398011
Language
German
Tags
Fehlersuche Systemen Hauptseminar Arbeitspsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anka Gehre (Author), 1998, Fehlersuche in technischen Systemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27387
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