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Die neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen

Titel: Die neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen

Seminararbeit , 2003 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christian Kampsen (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kreditinstitute haben in den modernen Volkswirtschaften einen sehr großen Stellenwert. Sie sind
vor allem ein elementarer Faktor für eine Vielzahl von Wirtschaftsprozessen. Deshalb ist es
wichtig, dass das Banksystem Sicherheit, Solidität und Effizienz auszeichnet. Allerdings könnten
Banken aufgrund von Konkurrenz und Verdrängungskampf geneigt sein, ihr Eigenkapital
abzusenken um Opportunitätskosten zu umgehen. Eigenkapital wird aber benötigt, um Verluste
zu kompensieren, die durch mit dem Bankgeschäft einhergehenden Risiken entstehen können.
Dies war Anstoss für die Veröffentlichung der Basler Eigenkapitalvereinbarung im Juli 1988
(Basel I), die Einleger schützen und Stabilität des Finanzsystems gewährleisten sollte. Basel I
trat 1992 in Kraft und ist seitdem die aktuell geltende Regelung für das Mindesteigenkapital, das
eine Bank zur Absicherung ihrer Risiken halten muss. Seither haben sich vor allem durch technischen Fortschritt das Bankgeschäft, das
Risikomanagement und die Finanzmärkte grundlegend verändert. So wurde im Januar 1999 das
erste Konsultationspapier zur Neufassung der Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) veröffentlicht,
um die Eigenkapitalvereinbarung von 1988 durch eine risikogerechtere Regelung zu ersetzen1.
Zu diesem Konsultationspapier gingen Stellungnahmen und Vorschläge aus dem gesamten
Bankgewerbe ein, die im Januar 2001 im zweiten Konsultationspapier zu Basel II konkretisiert
wurden. Auf diesem basiert auch diese Arbeit, die ein Einblick in die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung
sein soll. Leider konnten die Neuerungen des dritten Konsultationspapiers,
das kürzlich im Mai 2003 erschien, nicht mehr berücksichtigt werden. Die grundlegenden
Aspekte von Basel II, die diese Arbeit erläutert, blieben aber unverändert. Der weitere zeitliche
Ablauf sieht vor, dass die Veröffentlichung der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung im
Herbst 2003 stattfindet. Ende 2006 soll schließlich mit dem Inkrafttreten von Basel II die noch
gültige Regelung von 1988 ersetzt werden. Konkrete Änderungen im Vergleich zu Basel I sind, dass die Eigenkapitalunterlegung sehr viel individueller aufgrund von mehreren wählbaren Ansätzen ermittelt werden kann. Außerdem
fokussiert sich Basel II nicht nur auf eine angemessene Eigenkapitalausstattung der Banken,
sondern es werden auch Anreize geschaffen, interne Risikosteuerungssysteme zu verbessern. [...]
1 Vgl. Sekretariat des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (2001), S. 1.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE ERSTE SÄULE - MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN

2.1 BERECHNUNG DER MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN

2.2 KREDITRISIKO

2.2.1 Der Standardansatz

2.2.2 Der IRB-Ansatz

2.3 OPERATIONELLES RISIKO

2.4 MARKTRISIKO

3 DIE ZWEITE SÄULE - AUFSICHTLICHES ÜBERPRÜFUNGSVERFAHREN

4 DIE DRITTE SÄULE - MARKTDISZIPLIN

5 KRITISCHE ANMERKUNGEN ZU DEN BERÜCKSICHTIGTEN RISIKOFORMEN

6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) zu geben und deren Struktur sowie die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Regelung von 1988 darzustellen.

  • Die drei Säulen der Basler Eigenkapitalvereinbarung
  • Methoden zur Bemessung von Kreditrisiken (Standardansatz vs. IRB-Ansatz)
  • Integration operationeller Risiken in die Eigenkapitalunterlegung
  • Bedeutung von Marktdisziplin und aufsichtlichen Überprüfungsverfahren
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen auf unterschiedliche Bankgrößen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der Standardansatz

Der Standardansatz entspricht vom Konzept her den geltenden Eigenkapitalvereinbarungen. Allerdings wurde die Risikogewichtung verfeinert, d.h. es wurden mehr Risikogewichte pro Kategorie (Staaten, Banken, Unternehmen, ...) eingeführt. Beispielsweise werden Forderungen an Unternehmen nach den geltenden Bestimmungen pauschal mit einem Risikogewicht von 100% bewertet, während die neuen Eigenkapitalvereinbarungen vier verschiedene Risikogewichte (20, 50, 100 und 150%) vorsehen.

Die Methode des Standardansatzes basiert auf externen Ratings, die durch Bonitätsbeurteilungsinstitute durchgeführt werden. D.h. der Kreditnehmer, z.B. einen andere Bank, wird durch eine Rating-Agentur bewertet. Das Risikogewicht der zugrunde liegenden Forderung wird nun aus dem Ergebnis des externen Ratings abgeleitet. Die zuständige Bankaufsichtsinstanz legt diese Zuordnung fest und ist ebenfalls für die Zulassung der Institute zuständig. Diese müssen strenge Standards erfüllen, vor allem die Güte des Bonitätsbeurteilungssystems muss überprüft werden. Basel II orientiert sich als Beispiel an der Notation der Ratings des Instituts Standard&Poor´s.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit von Basel II als risikogerechtere Nachfolgeregelung der veralteten Vereinbarungen von 1988 und stellt das Drei-Säulen-Konzept vor.

2 DIE ERSTE SÄULE - MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN: Dieses Kapitel detailliert die Berechnung des Eigenkapitals unter Berücksichtigung von Kredit-, operationellen und Marktrisiken sowie die spezifischen Methoden zur Risikomessung.

3 DIE ZWEITE SÄULE - AUFSICHTLICHES ÜBERPRÜFUNGSVERFAHREN: Hier werden die aufsichtlichen Grundsätze beschrieben, die sicherstellen sollen, dass Banken eine ihrem Risikoprofil angemessene Eigenkapitalausstattung vorhalten.

4 DIE DRITTE SÄULE - MARKTDISZIPLIN: Das Kapitel erklärt die Offenlegungsvorschriften, welche die Transparenz erhöhen und eine Marktdisziplinierung der Institute ermöglichen sollen.

5 KRITISCHE ANMERKUNGEN ZU DEN BERÜCKSICHTIGTEN RISIKOFORMEN: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung der verschiedenen Risikoarten und den Herausforderungen bei deren Messung.

6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel bewertet das theoretische Konzept von Basel II und diskutiert die potenziellen Kosten sowie Wettbewerbsnachteile für kleinere Bankinstitute.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalvereinbarung, Kreditrisiko, Standardansatz, IRB-Ansatz, operationelles Risiko, Marktrisiko, Aufsichtsrecht, Marktdisziplin, Bankenaufsicht, Risikomanagement, Risikogewichtung, Solvenz, Finanzstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Basler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) als Weiterentwicklung der internationalen Bankenregulierung zur Stärkung der Stabilität des Finanzsystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei Säulen: Mindestkapitalanforderungen, aufsichtliches Überprüfungsverfahren und Marktdisziplin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Aufbau der neuen Regelungen zu erläutern und die Auswirkungen der neuen risikogerechteren Ansätze kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, die auf Basis der Konsultationspapiere des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht und ergänzender Fachliteratur erstellt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Berechnungsmethoden für verschiedene Risikoarten in Säule 1, die Interventionsmöglichkeiten der Bankenaufsicht in Säule 2 und die Offenlegungspflichten in Säule 3.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Basel II, Risikomanagement, Eigenkapitalunterlegung, Kreditrisiko und Bankenaufsicht.

Welche Rolle spielen externe Ratings beim Standardansatz?

Externe Ratings dienen dazu, den Forderungen an Kreditnehmern differenzierte Risikogewichte zuzuweisen, anstatt pauschale Gewichte anzuwenden.

Welche Herausforderungen ergeben sich für kleine Banken durch Basel II?

Kleine Institute könnten aufgrund hoher Anforderungen an IT, Datenbasis und Personal bei der Implementierung komplexer Modelle einen Wettbewerbsnachteil gegenüber international tätigen Großbanken erleiden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Wirtschaftswissenschaften insbesondere Finanzwirtschaft)
Note
1,3
Autor
Christian Kampsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V27390
ISBN (eBook)
9783638294522
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Kampsen (Autor:in), 2003, Die neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27390
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Leseprobe aus  17  Seiten
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