Diese Arbeit thematisiert sowohl die Herausforderungen als auch die Folgen, welche durch das Riesenreich China als Global Player entstehen können. Wie und durch was wurde das frühere Entwicklungsland China zu einem, für fast jedes Land, unabdingbaren Handelspartner? Welche Position nimmt das bevölkerungsreichste Land für Europa und die USA ein? Und was kann man in der Zukunft von der neuen Wirtschaftskraft erwarten, was fordern? Was bildet die Grundlage für einen wirtschaftlichen Aufstieg wie den von China, welcher sich während der Globalisierung in Konkurrenz zu den gleich- oder weiterentwickelten Ländern vollzieht? Was sind die Geheimnisse der im ostasiatischen Raum angesiedelten Nation? Kann man China eher aus dem Kontext seiner Geschichte und Kultur verstehen, oder ist es das Neue China, welches die Möglichkeiten erkannt und mit einem anderen Gesellschaftsmodell reagiert hat? Kann man das, was streckenmäßig über 12.000 km von Deutschland entfernt wirtschaftlich passiert, überhaupt verstehen, wenn man gar nicht aus China kommt? Es gilt zu klären, wie der vor fast 30 Jahren beginnende Prozess der Wirtschaftsreformen und die damit einhergehende Öffnungspolitik die Position Chinas in der Welt verändert haben.
Aufbauend auf der Einführung werde ich die kulturellen und mentalen Implikationen der chinesischen Modernisierung darlegen. Anschließend gehe ich auf die Geschichte Chinas ein, welche die wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen hervorhebt. Das politische System Chinas habe ich in den Grundzügen dargelegt, weil es ein wesentlicher Faktor für
das Verständnis der wirtschaftlichen Entfaltung Chinas ist.
In meinem thematischen Schwerpunkt Strukturen der chinesischen Wirtschaft erläutere ich die wirtschaftliche Entwicklung, die industrielle Struktur und die Rohstoffe, welche das Land vorzuweisen hat. Weiterhin thematisiere ich in diesem Kontext den Außenhandel mit den Handelsbeziehungen. In Auswirkungen auf die Weltwirtschaft lege ich detailliert die
gegenwärtige Position Chinas dar und gehe auf mögliche Auswirkungen des rasanten Aufstiegs ein.
Im Ausblick habe ich meine Ergebnisse als Fazit zusammengefasst und mögliche Szenarien für die Zukunft der Weltwirtschaft dargelegt. Aufgrund der weitreichenden thematischen
Dispositionen sind hier weiterhin diverse Ansätze als Anregungen zum Weiterforschen berücksichtigt worden.
1. Einleitung
2. Kulturelle und mentale Implikationen der chinesischen Modernisierung
3. Die Geschichte Chinas im Hinblick auf die wirtschaftlichen Strukturen
3.1 Die Anfänge Chinas (ab 16. Jahrhundert v. Chr.)
3.2 Mao Zedong (1954-1959)
3.3 Deng Xiaoping (1978-1992)
3.4 Hu Jintao (2003-2012)
3.5 Chinas neue Führung: Xi Jinping (ab 2013)
4. Das politische System als Rahmen für die Volkswirtschaft
4.1 Der Sieg der Kommunisten
4.2 Die Geschichte der KPCh
4.3 Aufgaben und Ziele
5. Strukturen der chinesischen Wirtschaft
5.1 Wirtschaftliche Entwicklung der VR
5.2 Industrielle Struktur
5.3 Chinas Rohstoffe
5.4 Außenhandel
5.4.1 Außenhandelsprodukte
5.4.2 Handelspartner
5.5 Chinas wichtigste Handelsbeziehungen
5.5.1 China und USA
5.5.2 China und Europa
5.5.3 China und Deutschland
6. Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
6.1 Chinas Position in der Weltwirtschaft
6.2 Die Nebenwirkungen des Aufstiegs
7. Ausblick
Zielsetzung und zentrale Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Wandel der chinesischen Volkswirtschaft und ihre zunehmende Bedeutung als Global Player in der Weltwirtschaft. Dabei wird analysiert, wie historische, kulturelle und politische Rahmenbedingungen den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas seit den Reformen der 1970er Jahre ermöglicht haben und welche Herausforderungen sowie Abhängigkeiten hieraus für die internationale Gemeinschaft, insbesondere für Europa und die USA, resultieren.
- Historische Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und politische Transformation
- Kulturelle und mentale Einflüsse, insbesondere die Rolle konfuzianischer Werte
- Strukturanalyse der chinesischen Wirtschaft inklusive Außenhandel und Rohstoffsektor
- Interdependenzen und Handelsbeziehungen zwischen China, den USA und Europa
- Herausforderungen und Zukunftsszenarien für die globale wirtschaftliche Stabilität
Auszug aus dem Buch
3.3 Deng Xiaoping (1978-1992)
„Ohne ihn wäre China heute nicht da, wo es jetzt ist.“ Die Rede ist von Deng Xiaoping, denn seiner frühen Weitsichtigkeit ist es zu verdanken, dass China nicht im Kommunismus verharrte und stattdessen dieses Wirtschaftswunder erleben kann. Deng wurde im Juli 1977 Mitglied des Politbüros und stellvertretender Ministerpräsident unter der Herrschaft des Chefs der Kommunistischen Partei Hua Guofeng.
Deng war es, der die Not Chinas und die so dringend benötigte Reformation der VR erkannte und dies in einer Rede auf der nationalen Wissenschaftskonferenz im März 1978 zum Ausdruck brachte. Sein Konzept der vier Modernisierungen umfasste die Segmente Landwirtschaft, Industrie, Nationale Verteidigung sowie Wissenschaft und Technologie, welche bis zum Ende des 20. Jahrhunderts erneuert werden sollten. Dengs Ziel, China im Jahr 2000 in „der vordersten Reihe“ der Weltmächte stehen zu sehen, wurde zeitig revidiert. Trotz der Revidierung wurde die Vervierfachung des Bruttosozialprodukts (BSP) zwischen 1980 und 2000 nicht nur als Ziel verfolgt, sondern auch erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den globalen Wandel und die Rolle Chinas als aufstrebende Wirtschaftsmacht sowie die zentrale Forschungsfrage.
2. Kulturelle und mentale Implikationen der chinesischen Modernisierung: Untersucht den Einfluss traditioneller Werte, insbesondere des Konfuzianismus, auf das wirtschaftliche Handeln.
3. Die Geschichte Chinas im Hinblick auf die wirtschaftlichen Strukturen: Zeichnet den historischen Werdegang von den frühen Dynastien bis zur Ära Xi Jinping nach.
4. Das politische System als Rahmen für die Volkswirtschaft: Erläutert die Rolle der Kommunistischen Partei und deren Einfluss auf die ökonomische Steuerung.
5. Strukturen der chinesischen Wirtschaft: Analysiert die industrielle Basis, Rohstoffe und die Entwicklung des Außenhandels.
6. Auswirkungen auf die Weltwirtschaft: Beleuchtet Chinas internationale Position und die Herausforderungen seines rasanten Aufstiegs.
7. Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Szenarien für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Chinas.
Schlüsselwörter
China, Volkswirtschaft, Weltwirtschaft, Globalisierung, Modernisierung, Deng Xiaoping, Konfuzianismus, Außenhandel, Wirtschaftswachstum, Reformpolitik, Sonderwirtschaftszonen, Internationale Beziehungen, WTO, Industriestruktur, Rohstoffe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Transformation der chinesischen Volkswirtschaft und deren wachsendem Einfluss auf die globale Wirtschaftsordnung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören die historische Entwicklung Chinas, das politische System, die industrielle Struktur, Außenhandelsbeziehungen sowie die kulturellen Grundlagen der Modernisierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, durch welche Mechanismen China zum Global Player wurde, welche Rolle die Wirtschaftsreformen spielten und wie die Zukunft der Beziehungen zu westlichen Mächten wie den USA und Europa aussieht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Analyse basiert auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, Wirtschaftsstatistiken und politisch-historischen Dokumenten, um die Entwicklung Chinas seit 1949 nachzuvollziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die kulturellen Wurzeln (Konfuzianismus), die politische Führung (von Mao bis Xi Jinping), die wirtschaftlichen Sektoren sowie die Handelsbeziehungen und Auswirkungen auf die Weltwirtschaft detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Modernisierung, Global Player, Wirtschaftsreformen, Außenhandel, Sonderwirtschaftszonen und die politische Steuerung durch die Kommunistische Partei.
Welche Rolle spielen die Sonderwirtschaftszonen für den Erfolg Chinas?
Die Sonderwirtschaftszonen (SWZ) dienten als Experimentierfelder für marktwirtschaftliche Reformen, zogen ausländische Investitionen an und fungierten als wichtige Meilensteine für die wirtschaftliche Öffnung des Landes.
Wie wird das Verhältnis zwischen China und den USA bewertet?
Das Verhältnis ist durch ein komplexes Netz aus gegenseitigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten sowie politischer Rivalität und Misstrauen gekennzeichnet.
- Arbeit zitieren
- Nadine Rehn (Autor:in), 2012, Die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft und ihr Bedeutungswandel für die Weltwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273906