Nur 24 Jahre alt wurde die Indianerin Katerí Tekakwitha (1656–1680), die „Lilie der Móhawk“. In ihrem kurzen Leben litt die tugendhafte junge Frau vom wildesten und grausamsten Stamm der Irokesen unter schweren Krankheiten, vielen Anfeindungen heidnischer Zeitgenossen sowie selbst auferlegten schmerzhaften Bußen. Nach ihrem frühen Tod geschahen Wunder, Gebetserhörungen und Heilungen. 1980 sprach man sie selig und 2012 heilig. Das Leben dieser ungewöhnlichen Frau wird in dem Taschenbuch „Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst geschildert. Aus seiner Feder stammen die Taschenbücher „Malinche. Die Gefährtin des spanischen Eroberers“, „Pocahontas. Die Indianer-Prinzessin aus Virginia“, „Cockacoeske. Die „Königin der Pamunkey“, „Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika“, „Sacajawea. Die indianische Volksheldin“, „Mohongo. Die In-dianerin, die in Europa tanzte“, „Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen“, „Sieben berühmte Indianerinnen“ und „Superfrauen aus dem Wilden Westen“.
Inhaltsverzeichnis
Katerí Tekakwitha
Die erste selige Indianerin in Nordamerika
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit zeichnet das Leben von Katerí Tekakwitha (1656–1680) nach, der ersten seligen Indianerin Nordamerikas, und beleuchtet ihren Weg von ihrer Kindheit im Stamm der Móhawk über ihre Bekehrung zum Christentum bis hin zu ihrem frühen Tod und der späteren Heiligsprechung.
- Kindheit und Lebensumstände bei den Móhawk
- Kulturelle Konflikte und Auswirkungen der europäischen Missionierung
- Der Weg der Bekehrung und das christliche Leben von Katerí
- Wundererzählungen und die religiöse Verehrung nach ihrem Tod
- Die Bedeutung der Selig- und Heiligsprechung für die indigene Gemeinschaft
Auszug aus dem Buch
Katerí Tekakwitha
Als erste nordamerikanische Indianerin, die selig gesprochen wurde, ging Katharina Tekakwitha (1656–1680), eigentlich Katerí Tekakwitha, in die Geschichte der katholischen Kirche ein. Die tugendhafte junge Frau vom wildesten und grausamsten Stamm der Irokesen, den Móhawk, ließ sich nicht von ihrem christlichen Glauben abbringen. Nach ihrem frühen Tod nannte man sie die „Lilie der Móhawk“.
Katerí Tekakwitha kam im April 1656 als erstes Kind des Kriegshäuptlings Tsonitówa („Großer Biber“) und dessen Frau Kahónta („Wiese“) in der Siedlung Ossernénon – heute Auriesville im US-Bundesstaat New York (USA) – zur Welt. Der jetzige Ortsname Auriesville beruht auf dem letzten Mohawk namens Auries, der dort gelebt hatte.
Dort, wo einst das alte Ossernénon lag, befindet sich heute eine große Wallfahrtskirche zu Ehren der drei 1930 heilig gesprochenen Männer, die einst an diesem Ort von den Móhawk grausam gefoltert, als Sklaven gehalten und ermordet wurden: René Goupil (1608–1642), Isaak Jogues (1607–1646) und Jean de La Lande (1620–1646).
Zusammenfassung der Kapitel
Katerí Tekakwitha: Einführung in die Biografie der ersten seligen Indianerin Nordamerikas und ihre Herkunft aus dem Stamm der Móhawk.
Die erste selige Indianerin in Nordamerika: Detaillierte Darstellung des frühen Lebens von Katerí, ihrer Pockenerkrankung, ihrer Namensgebung und der schwierigen Zeit unter heidnischen Verwandten.
Schlüsselwörter
Katerí Tekakwitha, Móhawk, Irokesen, Nordamerika, Jesuiten, Missionierung, Seligsprechung, Heiligsprechung, Christentum, Indigene Völker, Caughnawaga, Märtyrertod, Gandaouagué, Katholizismus, religiöse Verehrung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Lebensgeschichte von Katerí Tekakwitha, der ersten seligen Indianerin Nordamerikas, und ihrer besonderen spirituellen Rolle im Kontext der Jesuitenmission im 17. Jahrhundert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Lebensweise der Móhawk, der kulturelle Zusammenprall durch die Missionierung, Katerís persönlicher Weg zum christlichen Glauben und ihre Verehrung als Heilige.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, das Leben von Katerí Tekakwitha historisch einzuordnen und ihren Wandel von einer jungen Móhawk-Frau zur christlichen Heiligen zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Darstellung und der Auswertung von zeitgenössischen Berichten sowie biographischen Quellen zur Lebensgeschichte der Katerí Tekakwitha.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt ihre Kindheit, ihre Bekehrung zum Katholizismus, ihre Flucht in das christliche Dorf Caughnawaga und ihr späteres Leben sowie die ihr zugeschriebenen Wunder.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Katerí Tekakwitha, Móhawk, Jesuitenmission, Seligsprechung, christliches Leben, indigene Geschichte.
Welche Rolle spielte die Pockenepidemie für das Leben von Katerí?
Sie verlor dadurch ihre Eltern und ihren Bruder, überlebte selbst als Kind, trug jedoch lebenslange Narben davon und war zudem stark kurzsichtig, was ihre spätere Identität prägte.
Warum wurde sie „Lilie der Móhawk“ genannt?
Dieser Beiname wurde ihr nach ihrem frühen Tod aufgrund ihrer tugendhaften Lebensweise und ihrer unerschütterlichen Frömmigkeit verliehen.
Welche Bedeutung hat der Ort Caughnawaga für ihr Leben?
Caughnawaga war die christliche Missionsstation am Sankt-Lorenz-Strom, in die sie flüchtete, um ihren christlichen Glauben frei ausüben zu können.
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- Ernst Probst (Author), 2014, Katerí Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273910