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Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Eine subtile Form der Kindesmisshandlung

Title: Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Eine subtile Form der Kindesmisshandlung

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Fischer (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom, einer subtilen Form der Kindesmisshandlung. Gerade im Bereich der frühkindlichen Pädagogik können Berührungspunkte mit dieser Krankheit und deren Folgen entstehen, die oftmals nicht wahrgenommen werden, da sie zum einen eher unbekannt und zum anderen schwer erkennbar ist.
Ein Grund hierfür sind die oberflächlich liebevollen, fürsorglichen Mütter, die einem Außenstehenden nicht als der Auslöser der scheinbaren Krankheit des Kindes erscheinen. Die Diagnosestellung ist äußerst schwierig, da diese Mütter die behandelnden Ärzte lange Zeit als Mittäter missbrauchen, indem sie ein eigentlich gesundes Kind einer Reihe von Behandlungen und oftmals auch invasiven Eingriffen aussetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriff und Erklärung des Münchhausen-by-proxy-Syndroms

3 Warnsignale und aufgetretene Manipulationstechniken

4 Die Beteiligten

4.1 Opfer

4.1.1 Geschwisterkinder

4.2 Verursachende Personen

5 Folgen nach der Diagnosestellung

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom (MbpS) auseinander, einer subtilen und schwer erkennbaren Form der Kindesmisshandlung. Ziel der Untersuchung ist es, durch die Analyse von Manipulationstechniken, Warnsignalen sowie den psychodynamischen Hintergründen der Täterinnen ein tieferes Verständnis für dieses Krankheitsbild zu schaffen, um eine frühe Intervention und den Schutz betroffener Kinder zu fördern.

  • Grundlagen und Definitionen des Münchhausen-by-proxy-Syndroms
  • Analyse typischer Warnsignale und Manipulationstechniken im medizinischen Kontext
  • Psychodynamik und Verhaltensmuster der verursachenden Personen
  • Auswirkungen des Syndroms auf Opfer und Geschwisterkinder
  • Kritische Reflexion der Folgen nach der Diagnosestellung und der Rolle der Institutionen

Auszug aus dem Buch

2 Begriff und Erklärung des Münchhausen-by-proxy-Syndroms

Das Münchhausen-Syndrom ist eine Sonderform der sogenannten artifiziellen Störungen. Diese bezeichnen eine Krankheitsgruppe, deren Leitsymptom darin besteht, körperliche und/oder (deutlich seltener) psychische Krankheitssymptome zu aggravieren, vorzutäuschen oder künstlich zu erzeugen, um auf diese Weise Aufnahmen in Krankenhäusern, medizinische Behandlungen und insbesondere invasive Maßnahmen, wie Operationen und aufwendige diagnostische Eingriffe, zu erreichen. Hierbei handelt es sich um ein zwanghaftes Verhalten, denn die Betroffenen können in 80% der Fälle das Verhalten nicht beenden. Bei Patienten, die unter dem Münchhausen-Syndrom leiden, liegt eine Pseudologia Phantastica sowie eine ausgeprägte Beziehungsstörung vor, die sich in ständigen Beziehungsabbrüchen zu den behandelnden Ärzten und in häufigen Krankenhauswechseln äußert.

Wiederum eine Sonderform der artifiziellen Störungen stellt das Münchhausen-by-proxy-Syndrom dar. Hierbei fügen die Personen nicht sich selbst Schaden zu, sondern gleichsam in Vertretung - by-proxy - ihren Kindern oder Personen, die unter ihrem Schutz stehen (vgl. Deegener, 2005, S. 128).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema MbpS ein, erläutert die Relevanz der Arbeit für die Pädagogik der frühen Kindheit und legt den Aufbau sowie die Zielsetzung der Untersuchung dar.

2 Begriff und Erklärung des Münchhausen-by-proxy-Syndroms: Dieses Kapitel definiert das MbpS als Sonderform artifizieller Störungen und beleuchtet die diagnostischen Kriterien gemäß DSM 5 sowie früherer Definitionen.

3 Warnsignale und aufgetretene Manipulationstechniken: Das Kapitel bietet eine Übersicht über die vielfältigen Manipulationstechniken der Täterinnen und fasst wesentliche Warnsignale für Fachpersonal zusammen.

4 Die Beteiligten: Hier werden die Ergebnisse aktueller Studien zu den Opfern, einschließlich der Geschwisterkinder, sowie die Psychodynamik und Hintergründe der verursachenden Personen analysiert.

5 Folgen nach der Diagnosestellung: Das Kapitel untersucht den weiteren Verlauf nach einer MbpS-Diagnose, beleuchtet die Rolle von Jugendämtern und diskutiert die Rückkehrgefahr für die betroffenen Kinder.

6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die notwendigen Verbesserungen in der Nachsorge und der Sensibilisierung für diese Form der Kindesmisshandlung.

Schlüsselwörter

Münchhausen-by-proxy-Syndrom, MbpS, Kindesmisshandlung, artifizielle Störungen, Manipulationstechniken, Warnsignale, Psychodynamik, Diagnosestellung, Jugendamt, Kindeswohlgefährdung, Pädagogik der frühen Kindheit, Täterinnen, Opfer, Symptominszenierung, medizinische Eingriffe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Münchhausen-by-proxy-Syndrom (MbpS), eine subtile Form der Kindesmisshandlung, bei der eine Bezugsperson bei einem Kind Krankheitssymptome vortäuscht oder erzeugt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Syndroms, die Analyse von Manipulationstechniken, die Identifikation von Warnsignalen sowie die Untersuchung der Rollen von Täterin und Opfer.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Krankheitsbild zu schaffen, um die Sensibilität von Fachkräften zu erhöhen und damit eine frühzeitige Intervention zum Schutz der betroffenen Kinder zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten, insbesondere der Studien von Lorenc (2011), Sheridan (2003) und Rosenberg (1987).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Definitionen erläutert, spezifische Manipulationstechniken tabellarisch aufbereitet, die Charaktere der Beteiligten analysiert und die Konsequenzen nach einer Diagnosestellung kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind MbpS, Kindesmisshandlung, Manipulationstechniken, Psychodynamik, Kindeswohlgefährdung und diagnostische Herausforderungen.

Welche Bedeutung haben Geschwisterkinder im Kontext des MbpS?

Die Arbeit betont, dass Geschwisterkinder häufig ebenfalls Opfer von Manipulationen werden und daher auch nach der Trennung des betroffenen Kindes von der Täterin besonders beobachtet und geschützt werden müssen.

Warum ist die Diagnosestellung bei MbpS so schwierig?

Die Diagnose ist komplex, da die Täterinnen gegenüber Ärzten oft sehr kooperativ und liebevoll erscheinen, während sie gleichzeitig medizinische Fachkräfte als unbewusste Mittäter für invasive Eingriffe bei ihren gesunden Kindern missbrauchen.

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Details

Title
Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Eine subtile Form der Kindesmisshandlung
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Department Soziale Arbeit)
Course
Familienberatung
Grade
1,0
Author
Sandra Fischer (Author)
Publication Year
2013
Pages
15
Catalog Number
V273915
ISBN (eBook)
9783656665380
ISBN (Book)
9783656665403
Language
German
Tags
Münchhausen-Syndrom Münchhausen-by-proxy-Syndrom Kindeswohlgefährdung Kindesmisshandlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Fischer (Author), 2013, Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Eine subtile Form der Kindesmisshandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273915
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