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Benito Mussolini und der Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss

Titel: Benito Mussolini und der Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss

Seminararbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: unbenotet

Autor:in: Marko Stevic (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich den Umständen und Ursachen, welche zum Tod des, vom 10. Mai 1932 bis zum 25. Juli 1934 amtierenden, österreichischen Bundeskanzlers, Engelbert Dollfuss geführt haben. Unter Dollfuss bewegte sich Österreich auf einer austrofaschistischen Linie und wirkte den Einflüssen des nationalsozialistischen Deutschlands entgegen, und zwar mittels Unterstützung von Italien und Ungarn. Am 25. Juli 1934 wurde der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuss bei einem Putschversuch von Nationalsozialisten ermordet. Der Putschversuch misslang, jedoch veränderte seine Ermordung gewiss den Verlauf der historischen Ereignisse im Staate Österreich. Die vorliegende Arbeit widmet sich folgenden Fragen: Wie waren die Beziehungen zwischen dem italienischen Diktator Mussolini und dem österreichischen Bundeskanzler Dollfuss` aufgebaut und wie führten diese zu dessen Ableben? Was waren die Ziele und was waren die Betrübungen dieser Beziehungen? Es soll kritisch ausgearbeitet werden mittels Beschreibungen von ineinander wirkenden Ereignissen, welche Faktoren bei dem Attentat eine Rolle gespielt haben und auf was sich die Beziehungen Mussolinis und Dollfuss` tatsächlich begründeten. Die Ausarbeitungen basieren vor allem auf einer Dokumentensammlung „Der Führer bin ich selbst“ (erstmals 1949 veröffentlicht), bestehend aus einem Geheimen Briefwechsel zwischen Mussolini und Dollfuss und weiteren wichtigen Dokumenten. Im Abschnitt nach der Einleitung werden die verwendete Literatur und Quellen genauestens beschrieben, wobei hier angemerkt sei, dass sich die verwendete Literatur überschneidet und die gleichen Inhalte wiedergegeben werden, dass aber in gewissen Details sich die Werke ergänzen und verschiedene Aspekte aufhellen. Bezüglich des Forschungsstandes kann man sagen, es wurden sowohl ältere als auch neuere Werke benutzt, wobei diese Thematik bereits sehr oft und ausführlich behandelt wurde, allerdings jeweils im grossen Kontext der Regierung unter Dollfuss oder Person Dollfuss und nicht fokussiert auf die Beziehung Mussolini - Dollfuss. Der geheime Briefwechsel ist hierbei das Werk, welches diese am zentriertesten behandelt. Der Aufsatz ist in fünf Teile gegliedert:
Nach der Einleitung, in welcher die Arbeit und Quellen präsentiert wurden, erfolgt als zweiter Abschnitt eine Quellen- und Literaturbeschreibung, in welcher die verwendeten Werke genauer vorgestellt und analysiert werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verwendete Werke

2.1. Quellen: Briefwechsel und Biographie

2.2. Sekundärliteratur

3. Die Ära des Bundeskanzlers Dollfuss

3.1. Politischer Werdegang

3.2. Machtergreifung

3.3. Aussen- und Innenpolitik Österreichs

4. Geheimer Briefwechsel zwischen Mussolini und Dollfuss

4.1. Reise nach Rom und folgender Briefwechsel

4.2. Besuch in Riccione

4.3. Rede auf dem Trabrennplatz

4.4. Ereignisse 1934

5. Die Ermordung des Bundeskanzlers Dollfuss am 25. Juli 1934

6. Schlussfolgerungen und Abschlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politischen Umstände und Ursachen, die zum Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss führten. Dabei steht insbesondere die komplexe und oft als einseitig abhängige interpretierte Beziehung zwischen Dollfuss und dem italienischen Diktator Benito Mussolini im Fokus, wobei analysiert wird, inwieweit diese Verbindung eine Strategie zur Sicherung der österreichischen Unabhängigkeit gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland darstellte.

  • Die Rolle von Benito Mussolini als politischer Ratgeber für Dollfuss
  • Die Etablierung des austrofaschistischen Ständestaates
  • Der Einfluss des geheimen Briefwechsels auf österreichische Regierungsentscheidungen
  • Das Spannungsfeld zwischen Nationalsozialismus, Sozialdemokratie und austrofaschistischem Kurs
  • Die Analyse von Primärquellen zur Aufklärung der Hintergründe des Putschversuchs von 1934

Auszug aus dem Buch

4.2. Besuch in Riccione

Als der Brief, Dollfuss an Mussolini am 22. Juli 1933, geschrieben wurde, begann hingegen der Terror der Nationalsozialisten in Österreich, gewaltige Ausmasse anzunehmen. In dieser Not wandte sich die österreichische Regierung um Hilfe nicht nur nach Rom, sondern auch nach Paris und London. Mussolini missfiel dies, denn seiner Meinung nach gehörte die Einmischung der anderen Mächte nicht in den faschistischen Bereich, und er bestellte Dollfuss nach Riccione.

Auch andere Begebenheiten in Österreich gefielen dem „Duce“ nicht, so beispielsweise ein Vorfall eines Feuerüberfalls der SA auf Kufstein, bei dem ein Tiroler Heimwehrführer den Kommandanten des aufgelösten Republikanischen Schutzbundes um Aufstellung einer Arbeiterwehr bat. Jener machte dies abhängig davon, ob Wien das Verbot der Sozialdemokratischen Partei aufzuheben gewillt sei. Dollfuss lehnte ab und ging seine Linie weiter. Den Sozialdemokraten wurde sogleich vom Ministerrat eine Lastenabgabe von 36 Millionen, rückwirkend vom 1. Jänner 1933, auferlegt. Das Treffen in Riccione fand am 19. und 20. August 1933 statt. Bei diesem übergab Mussolini Dollfuss eine Disposition mit den Inhalten der Gespräche, in welcher folgende Punkte aufgezählt waren:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Fragestellung und methodische Herangehensweise der Arbeit, die sich den Ursachen der Ermordung von Engelbert Dollfuss widmet.

2. Verwendete Werke: Dieser Abschnitt beschreibt die herangezogenen Quellen, insbesondere den „Geheimen Briefwechsel“, sowie die relevante Sekundärliteratur zur historischen Einordnung.

3. Die Ära des Bundeskanzlers Dollfuss: Es werden der politische Aufstieg, die Machtergreifung und die innen- sowie außenpolitischen Rahmenbedingungen der frühen Regierungszeit unter Dollfuss erläutert.

4. Geheimer Briefwechsel zwischen Mussolini und Dollfuss: Dieser Hauptteil analysiert die direkte Einflussnahme Mussolinis auf Dollfuss durch diplomatische Treffen und briefliche Ratschläge zur Umgestaltung des österreichischen Staates.

5. Die Ermordung des Bundeskanzlers Dollfuss am 25. Juli 1934: Dieses Kapitel behandelt den Putschversuch, der zum Tod des Bundeskanzlers führte und das Ende der Demokratie besiegelte.

6. Schlussfolgerungen und Abschlussgedanken: Hier wird resümiert, dass Dollfuss Mussolini als Schutzschild gegen Deutschland sah, wobei er letztlich in die Abhängigkeit vom italienischen Faschismus geriet.

Schlüsselwörter

Engelbert Dollfuss, Benito Mussolini, Austrofaschismus, Nationalsozialismus, Ständestaat, Geheimer Briefwechsel, Unabhängigkeit Österreichs, Putschversuch 1934, Vaterländische Front, Februaraufstand, Hitler, Sozialdemokratie, Römische Protokolle, Autoritäre Führung, Politikgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politischen Umstände und die Rolle der diplomatischen Beziehungen zu Italien, die zum gewaltsamen Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss am 25. Juli 1934 führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Etablierung des austrofaschistischen Systems, die Abwehr des nationalsozialistischen Drucks durch Anlehnung an Italien und die Unterdrückung der Sozialdemokratie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie die Beziehung zwischen Mussolini und Dollfuss gestaltet war und inwieweit diese Verbindung, die als Schutz vor Deutschland gedacht war, direkt zum politischen Ende von Dollfuss beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine historische Analyse von Dokumentensammlungen, vorrangig des „Geheimen Briefwechsels“ zwischen Mussolini und Dollfuss, ergänzt durch biographische und sekundärliterarische Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der politische Werdegang von Dollfuss, seine Hinwendung zum Faschismus, die Treffen mit Mussolini und die innenpolitische Eskalation bis hin zum Putsch 1934 detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Austrofaschismus, Unabhängigkeit Österreichs, Mussolini, Ständestaat und Nationalsozialismus fassen den Kern der historischen Untersuchung zusammen.

Welche Rolle spielte der „Geheime Briefwechsel“ für Dollfuss?

Der Briefwechsel diente Dollfuss als zentrale Quelle für strategische Anweisungen Mussolinis, wie er den österreichischen Staat nach faschistischem Vorbild umbauen sollte.

Warum lehnte Dollfuss eine Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten ab?

Dollfuss sah in den Sozialdemokraten eine marxistische Gefahr und eine Barriere für seinen autoritären Ständestaat, weshalb er sich stattdessen für eine enge Bindung an Mussolini entschied.

War Dollfuss lediglich eine „Marionette“ Mussolinis?

Die Arbeit diskutiert diese These differenziert und kommt zu dem Schluss, dass Dollfuss aus strategischer Notwendigkeit handelte, da er keine anderen tragfähigen Alternativen zur Sicherung der österreichischen Unabhängigkeit sah.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Benito Mussolini und der Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss
Hochschule
Universität Zürich  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar II Geschichte
Note
unbenotet
Autor
Marko Stevic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V273938
ISBN (eBook)
9783656665908
ISBN (Buch)
9783656665892
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Engelbert Dollfuss Benito Mussolini Austrofaschismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marko Stevic (Autor:in), 2009, Benito Mussolini und der Tod des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273938
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Leseprobe aus  15  Seiten
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